Das Tagebuch eines Kiffers

Beim Ausmisten habe ich mein altes Handy gefunden, mit dem ich früher gerne einige Selbstexperimente mittels Memo-Funktion aufgezeichnet habe. Ich habe mal eins dieser Experimente für euch schriftlich zusammengetragen.

Heutiges Thema:
Hippie Speedball
Einen Hippie Speedball macht man, indem man während des Rauchens einer Tüte einen Kaffee dazu trinkt. Anstatt dass dieser die Wirkung aufhebt, ergibt das Unterfangen eine Harmonie aus Energetik und dem Highsein, was einen angeblich gut durch den Tag bringt.

  1. Juli. 2018
    Da ich mir auf der Arbeit in den Daumen geschnitten habe, bin ich krank geschrieben. Mir ist langweilig und mit Verband am Daumen lässt es sich scheiße zocken, geschweige denn ne Tüte drehen.
    Habs trotzdem irgendwie hinbekommen. Nennt mich Gott.

Habe durch einen Instagram-Beitrag erfahren, was ein Hippie Speedball ist. Will ich ausprobieren.

9:55 Uhr: Ich bin vor 20 Minuten aufgestanden und habe mir ein Müsli reingezwitschert. Beste Grundlage für irgendwelche Experimente.

10:00 Uhr: Habe dann endlich die Tüte fertig gedreht. Feinstes Amnesia Haze (laut N., der labert aber)

10:05 Uhr: Kaffee ist durchgelaufen, Tüte gestopft. Auf ins Bongzimmer.

10:07 Uhr: Also gut, Musik läuft, Kaffee ist da, Tüte brennt. Ich nehme abwechselnd einen Schluck Kaffee und ziehe dann am Joint. (zieht am Joint) (hustet) Fuck, ist das gutes Zeug…

10:08 Uhr: Merke noch nichts. (nimmt Schluck Kaffee) (hustet kräftig) Maan, wasn heut los, ey?!

10:10 Uhr: Bin immernoch nüchtern. Hoffentlich hat der Kaffee jetzt nicht die Wirkung vom Joint abgesetzt. Wäre voll die Verschwendung. (zieht am Joint)

10:12 Uhr: Kaffee ist leer, Tüte gleich am Filter. (zieht am Joint) (hustet) Fuck ey, zu blöd zum kiffen!

10:13 Uhr: Tüte fertig, merke nichts. Habe Sorge, dass der Kaffee alles neutralisiert hat…

10:15 Uhr: (genuschelt) Ich bin dicht. Rotzedicht. Kann gerade so meinen Arm heben.

10:20 Uhr: (genuschelt) Ich bin immernoch dicht. Die Mischung war bisschen hart.

10:30 Uhr: Liege jetzt auf Boden, kann schonmal net umfalln… Ich bin so dicht, dass ich am Boden klebe…

10:35 Uhr: Kann mein Handy nicht finden.

10:40 Uhr: Ich glaube, der Kaffee wirkt! Hab grad tierisch Bock, irgendwas zu machen! (Geklapper im Hintergrund, ich vermute meinen Werkzeugkasten)

10:45 Uhr: Hab mir mit dem Hammer auf den Daumen gehauen. Ich lass das lieber.

10:55 Uhr: Ich glaube, so langsam klingt das Dope ab.

11:00 Uhr: Ich hab Hunger.

11:05 Uhr: Ich fress jetzt noch ein Müsli.

11:15 Uhr: Oh oh, ich glaube, da kommt die zweite Runde.

11:30 Uhr: Ich bin schon wieder dicht, liege jetzt auf dem Bett.

12:15 Uhr: Habe geschlafen bis jetzt, mein Nachbar hat geklingelt und mir n Paket gegeben, angeblich war der Postbote da. Hat mich gefragt, warum ich so scheiße ausseh.

12:20 Uhr: Habe Hunger.

12:25 Uhr: Esse noch ein Müsli. Habe Lust, wandern zu gehen aber Wetter ist kacke und N. Muss im Garten helfen. So ne Lusche.

12:35 Uhr: Ich merke wieder eine Welle Dichtigkeit, lege mich mal lieber auf die Couch.

13:00 Uhr: Hab schon wieder gepennt! Schnauze voll, ich trink noch nen Kaffee! Und Hunger hab ich auch schon wieder!

Ende des Protokolls!

Ironischerweise kann ich mich an so gut wie nichts erinnern von alledem, somit war das Experiment irgendwie für die Katz. Nur mein anderer Nachbar fragte mich am nächsten Tag, warum ich denn 3 Stunden lang das gleiche Lied in Dauerschleife gehört habe.

Besagtes Lied:

Ich habe noch einen ganzen Ordner voll mit solchen Memos und Experimenten und würde sie bei Interesse gerne abtippen und der Nachwelt offenbaren :smiley:

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Beim Lesen hab ich mir Sorgen um dich gemacht :joy:

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Klingt interessant bitte mehr :smiley:

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Passierte damals nicht selten, dass ich einfach nichts vertragen hab und alles eskalierte :joy:

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Damals…bedeutet 2018…

Wie geht es dir heute so? :rofl:

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In 2 Jahren kann sich viel verändern :joy:

Ich hatte schon lange keinen Trip mehr oder so ein schlechtes Erlebnis, wie oben. Liegt mit Sicherheit daran, dass ich Masse zugelegt habe :smiley:

Momentan bin ich seit Anfang Januar auf dem Trockenen und freue mich tierisch, wenn meine Pflanzen endlich fertig sind :drooling_face:
Vielleicht führe ich wieder ein paar Experimente durch :wink:

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Also schreiben kannste. 2019 nach der ersten Ernte war ich mal drei Tage lang irgendwie dicht lol mir fehlt immernoch ein Tag. Also die Beschreibung war großartig irgendwie, ein bissel wie bei 25-Acid früher. Hatte man mal einen erwischt, der länger gebraucht hatte und dann nachgeladen, erwischte es einen spätestens wenn der 2. geschluckt war lol

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Zwischen 2018 und 2021 liegen drei Jahre :rofl:

ich glaube du hast einiges von deinen Experimenten vergessen :joy: :see_no_evil:

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Richtig Knüppeln soll ein Espresso mit Cannabutter. Vielleicht ist das ja was für dein nächstes Experiment :rofl: das Protokoll würde ich gerne lesen :laughing:

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Immer schön weiterschreiben die Story is Gold :joy:

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ich finds super. bin null der typ für experimente, aber lesen tu ich sie gerne.
:grinning_face_with_smiling_eyes:

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So Kinder, weiter gehts!

Heutiges Thema:
Haschbrownies

Mein Kumpel und ich haben Brownies gebacken und das Erlebnis war die Wucht.

Die Namen in der Aufzeichnung sind ausgetauscht und haben nichts mit der echten Person zu tun.

4.09.2015

Nach einer Tour mit Robert zu seinem Kumpel sind wir um circa 30 Gramm Grünes und 10 Gramm Braunes reicher. Brüderlich geteilt.
Natürlich kam uns die Idee, aus dem Hasch lecker schmecker Brownies zu backen. Das grüne ballert auf jeden Fall auch total. Plan steht, morgen backen wir Special Brownies!

5.09.2015

Backmischung vom beliebtesten Doktor Deutschlands gekauft. Robert kommt auch gleich.

11:15 Uhr: Robert ist da, bereiten gleich alles vor.

11:20 Uhr: Wie zum Fick macht man Hasch klein, ohne es ständig zu erhitzen?!

11:22 Uhr: Käsereibe ist ne scheiß Idee. Robert lässt sich von der Mutter verarzten. (Lol, Lappen.)

11:25 Uhr: Ich zerhack das Zeug jetzt ganz altmodisch mit dem Messer.

11:40 Uhr: Habe dann endlich das ganze Hasch klein gemacht und untergerührt.

[Anmerkung des Autors: ALLES!!]

11:45 Uhr: Robert heult immernoch, weil er seinen Daumen abgehobelt hat (Stimme im Hintergrund: „Halts Maul, Felix!“)

12:00 Uhr: Dank unseres Zauberbackofens sind die Brownies früher fertig! [Anmerkung: Das scheiß Teil ist defekt und hat kein Thermostat mehr]

14:00 Uhr: Wir konnten nicht warten und haben noch 2 Tüten geraucht in der Zwischenzeit. Die Wirkung ist stattlich und bringt einen näher mit der Natur in Verbindung. Robert, lass den Hund endlich in Ruhe, die beißt dich gleich!

14:15 Uhr: Brownies abgekühlt und wir sind mittlerweile wieder auf Kurs! Jeder isst einfach mal 2 und dann sehen wir, was passiert.

16:00 Uhr: Ja gut, wir sitzen auf dem Balkon und spielen Karten, von irgendeiner Wirkung kann hier keine Rede sein. Wir rauchen noch einen! (Stimme im Hintergrund: „Jawoll! Kiffen!“)

[Ab hier gab es für den Tag keine Aufzeichnungen mehr, aber soweit ich mich erinnern kann, haben wir noch ein paar Tüten geraucht und ich bin um 11 ins Bett. Am nächsten Morgen war ich noch stark bekifft, schob das aber auf die ganzen Joints am Vortag. Oh, wie naiv ich doch war…]

6.09.15
Ich habe Robert die Hälfte der Brownies mitgegeben, schließlich hat er die Hälfte beigesteuert.

16:30 Uhr: Ich glaube, der kaputte Ofen hat das gute Hasch verbrannt und die Brownies sind wirkungslos. Schade, trauriges und teures Ende dieses Experiments. Ich esse die restlichen 5 in Gedenken an 10 Gramm Hasch und die abenteuerliche Heimfahrt. Cheers.

21:15 Uhr: Ich bin ein bisschen benebelt.

21:20 Uhr: Es wird schlimmer.

21:30 Uhr: Oh Gott, ich bin so dicht, wie nach 2 Joints.

21:40 Uhr: Junge, es wird immer schlimmer!!

21:45 Uhr: Ich bin so hart bekifft, ich musste mich erstmal auf die Couch legen!

22:00 Uhr: Aaaalteeeeer, ich war noch nie so drauf, wie jetzt! Hört das auch mal auf?!

22:10 Uhr: Alles dreht sich!

22:20 Uhr: Allein mein Handy an den Mund zu heben kostet mich so viel Kraft…

22:40 Uhr: Es wird und wird einfach nicht besser…

22:45 Uhr: Alter scheiße, ich muss morgen arbeiten! Wie soll ich so auf Arbeit kommen?!

22:50 Uhr: Ich muss mich wohl ins Bett kämpfen… und wenn ich auf allen 4 ins Bad und ins Bett krieche. [Anmerkung: Rotzedicht und dennoch pflichtbewusst, sich die Zähne zu putzen]

23:00 Uhr: Gute Nacht, ich bin total dicht und keine Besserung in Sicht…

[Am nächsten Morgen war ich total verklatscht, was sich über den Tag legte. Robert wollte sich nicht äußern, ob er was von den Brownies bemerkt hat. Ich ahne ähnliches]

Das war übrigens das erste und einzige Mal bis jetzt, dass ich Edibles gebacken habe :smiley:

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Mega cool geschrieben :smiley: Einige Lacher gab es von mir. Wenn du irgendwann ein Buch schreiben willst, dann bin ich definitiv ein Käufer davon. :smirk: :drooling_face: :nerd_face:

Wird es noch weitere Tagebucheinträge von dir geben? :smiley:

Das Lied ist auch MEGA :heart_eyes: :star_struck:

Lg :sunglasses:

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Wird es, wird auch in Bälde sein :grin:

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Ich hab mal das Verhalten von Besuchern in einem niederländischen Coffeeshop über mehrere „Sitzungen“ beschrieben. Aus breiter Sicht, und versorgt mit Earl Grey Tee, natürlich. Im Wesentlichen waren die Bereiche „Produktqualität“, „Konsumvorbereitung“ und „Konsumform“ Gegenstand der Betrachtung.

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Ich vermisse hier eigentlich einen Bericht über den kürzlich stattgefundenen Brandanschlag.

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Mit Brownies hatte ich auch schon einen sehr harten Tripp. Kann mich jedoch noch an alles erinnern, kein Blackout.

Ein Kollege hatte von einem anderen Kumpel, den ich selber nicht kenne, damals manchmal Brownies und Schokolade geschenkt bekommen. War nicht das erste mal, nur bis jetzt waren sie immer schön sanft und mellow, wie ein bißchen Indica schätze ich heute, für einen gemütlichen Abend halt. Wir hatten damals noch null Ahnung und null Toleranz und eigentlich nichts mit Drogen am Hut. Nur ein paar mal von den Brownies von dem Typ probiert.

Nur dann kam diese eine Lieferung mit zwei Brownies und der Kerl sagte nichts. Wir dachten die Brownies wären wie immer, total harmlos und schmissen jeweils ein ganzen Teil vor dem Abendessen rein.

Erst eine Woche nach dem Höllentripp, verrät der uns dass da für 20€ Silver Haze je Brownie drin war. Ich schätze also 2gr pro Brownie. Ihr könnt euch ja vorstellen was das für ein Abend war.

Mit dem Bong bin ich nicht mal ansatzweise auf so einem Tripp gewesen, selbst jetzt wo ich regelmässig rauche. Seitdem habe ich keine fremden Edibles mehr angefasst.

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@OverEngineer
Bitte bitte bitte bring demnächst noch etwas raus hier es war so amüsant. Liebe Grüße :green_heart:
Edit:
@all falls ihr auch lustige Geschichten habt, gerne teilen

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Haha wie geil , will mehr :joy:

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So, bitteschön :smiley: hatte in den letzten Wochen leider nicht so viel Zeit…

Heutiges Thema:

Bong selber bauen

In der Woche, in der ich das erste Mal gekifft habe, habe ich auch das erste Mal Bong geraucht.
Da die gute Bong leider total versifft und voll mit Schmand war, haben wir uns kurzerhand aus einer Plastikflasche, einem Kugelschreiber und einer heißen Nadel eine neue Bong gebastelt.

An dem Abend haben wir zu sechst 8 Gramm Haschisch und Weed im Hühnerstall verquarzt.

Sagen wir es so, für mich lief es nicht ganz so gut.

An diesem Abend kam mir übrigens auch die Idee, meine Experimente aufzuzeichnen.

Zum Glück, sonst wären so manche Perlen nie aufgezeichnet worden.

Ich: Test? Aah, es nimmt auf!

Anna: Muss das sein? Ich fühl mich da unwohl…

Torben: Jetzt entspann dich mal! Felix macht schon keinen Scheiß!

Paul: So, Bong fertig. Wer will?

Torben: Felix muss! Ich will ihn sterben sehen!

[Paul erklärte mir die Bong und wie sie zu verwenden ist, während Torben mit Marius im Hintergrund Pave Low von Dame grölt]

Ich: Okay, dann mal los. (Blubbergeräusche) (husten) Fuck, das is ja noch berstiger als n Joint!

(Hysterisches Gelächter)

Torben: Ich wusste es, du packst es nicht!

[Danach reichten wir die Bong reihum durch, viel verstehen kann ich leider nicht]

Torben: (hustet) (geschlagene 2 Minuten Hustenanfall)

Lena: Ach Schatz, das kommt davon, wenn man so große Töne spuckt…

[Ende der ersten Aufnahme, ab hier gabs nur einzelne Audios, die aber entweder uninteressant waren oder schlicht nicht verständlich]

[Letzte Aufnahme des Tages]

Ich: Es ist 23 Uhr, ich hab keine Ahnung, wieviel ich gekifft hab. Jedenfalls ist mir speiübel.

(Lautes Geraschel, Schritte, Würgegeräusche)

Paul: Felix, ist alles in Ord… Alter! Das nächste Mal bitte nicht mitten aufs Pflaster!

Anna: Hat er gekotzt? Iiih!

Paul: Schatz, wenn du mir noch einmal sagst, ich würde nicht kauen, erinnere ich dich an diesen Moment! Da draußen liegt ne ganze Gurke, die ist noch gut!

(Hysterisches Gelächter)

[Ende der Aufnahme]

Soweit ich mich noch erinnern kann, habe ich den restlichen Abend versucht, mit dem Schlauch den halb gekauten Döner in den Gulli zu spülen, bis mich Paul aufs Zimmer gebracht hat.

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