Feminisierte Samen selbst gemacht


#1

Servus Leute,
Hat schon mal einer Gibberellinsäure (GA3) verwendet und selbst feminisierte Samen produziert?
Ausm Netz:

“Gibberellinsäure kann ausserdem dazu verwendet werden um feminisiertes Saatgut (Samen die ausschließlich weibliche Pflanzen hervorbringen) zu züchten. Feminisierte Cannabissamen werden gezüchtet, indem die weibliche Pflanze, durch Einsatz von Gibberellinsäure, sich selbst befruchtet und dann ausschließlich weibliche Samen ausbildet.”


#2

Woher nehmen und wenn man es hat wie geht das?
Gruß Fred


#3

Nabend.
Das ganze soll u.a. auch mit kolloidalem Silber funktionieren. Man nimmt 2 rein weibliche Pflanzen, bei denen man anhand diverser Stresstests zu der Erkenntnis gelangt ist, dass sie selbst unter den widrigsten Umständen nicht zum zwittern neigen. Besprüht während der Vorblüte die Internodien von Pflanze A täglich bis sie männliche Blüten ausbildet. Lässt sie reifen und befruchtet Pflanze B mit dem Pollen von Pflanze A. Heraus kommen feminisierte Samen von AxB.

Weitere Möglichkeiten wären das ganze Mithilfe einer Sts (Silberthiosulfat) Lösung oder eben direkt mit GA3 durchzuführen. Laut diverser Quellen im Netz soll das Verfahren mit Kolloidalem Silber aber die schonendste und einfachste Methode sein.


#4

Thx, muss man Pflanzen aus feminisierten seeds auch so nem stresstest unterziehen? Die sollten ja eigentlich rein weiblich sein?:thinking:


#5

Wenn du sie nicht stresst, zwittern sie nicht und ohne männlichen Pollen - keine Befruchtung
= keine Samen :sunglasses:


#6

Wenn man’s nur für sich macht und nicht zum professionellen Breeder werden will, und auch mit dem ein oder anderem Zwitter bei dem Nachwuchs leben kann, is das glaub ich nicht nötig. :sweat_smile: Die Stresstests werden wohl separat mit Klonen durchgeführt um einfach die Eigenschaften der Pflanze so gut zu kennen wie möglich. Und dienen nicht dazu das man den beim zwittern ggf. entstandenen Pollen zur Vermehrung nimmt, da dieser dann männliche Chromosomen enthalten würde und man dann normales Saatgut erhält.

Den Pollen zur Vermehrung erhält man indem man wie oben geschrieben die Pflanzen mit KS oder Sts manipuliert. Dadurch greift man in den Hormonhaushalt der Pflanze ein. Die Ethylenproduktion (verantwortlich für weibliche Blüten) wird gehemmt und die Gibberelinproduktion wird erhöht (verantwortlich für männliche Blüte und Höhenwachstum etc).


#7

Irgendwie ist das ein wenig widersprüchlich, man soll sich rein weibliche Pflanzen suchen,also ohne männliche Chromosomen, und durch besprühen mit Chemikalien sollen männliche Blüten wachsen, hmm
Eine Behandlung mit GA3 scheint mit " gesünder ", weil es ein pflanzeneigenes Hormon ist


#8

Das direkte behandeln mit GA3 stell ich persönlich mir ziemlich schwer vor, eben weil’s ein Hormon ist. Hormone wirken schon in extrem niedriger Dosierung… Und da GA3 U.a. auch für’s Höhenwachstum verantwortlich ist, soll’s bei Überdosierung auch schon dazu gekommen sein, dass sich Pflanzen “zu Tode stretchen”. Ich vermute mal da ist es definitiv einfacher bei den Pflanzen die Synthese von GA3 mithilfe von KS oder Sts anzuregen.

Generell halte ich das eigene erzeugen von qualitativ hochwertigem fem. Saatgut für ziemlich kompliziert und vor allem Zeit und Ressourcen​ aufwändig. Interessant ist das Thema allemal, das steht ausser Frage. Aber ob sich der Aufwand lohnt um ein paar Euros zu sparen steht auf einem anderem Blatt Papier. Wenn’s um den Spaß an der Freude, das sammeln von Wissen und praktischer Erfahrung geht ist das ganze natürlich wieder was anderes…


#9

Was den Widerspruch angeht… Man selektiert mit großem Aufwand 100% Mädels aus, die weder genetisch noch aus Stress zum zwittern neigen, um ein stabiles feminisiertes Saatgut zu garantieren. Diese werden dann entweder direkt mit GA3 oder mit Chemikalien welche die GA3 Synthese anregen dazu gezwungen männliche Blüten auszubilden, welche aber, wenn sie denn Potent sind, nur die weiblichen Chromosomen enthalten.