Moringa Oleifera - ein Wunderbaum?!


#1

High Leute,
heute möchte ich euch eine Pflanze vorstellen die sehr interessante Eigenschaften besitzt.

Der Moringa ist ein aus Indien stammender Baum aus der Familie der Bennussgewächse.

Er zählt zu den Nährstoffreichsten Pflanzen die es gibt. Allerdings nicht so sehr wie er oft angepriesen wird.

-Nun wird’s für uns interessant.-

Denn eine Besonderheit des Baumes ist sein rasantes Wachstum. Bis zu 30 Zentimeter pro Monat kann er wachsen. Und erreicht bereits im ersten Jahr eine Höhe von 8 Metern. Wie diese beiden Zahlen zusammen passen weiss ich auch nicht, lassen wir aber Mal so stehen.

Verantwortlich für dieses Tempo ist die Hohe Konzentration des Wachstumshormons und Antioxidans Zeatin.

Eigenschaften von Zeatin sind u.a.:

Zeatin kommt als cis und als trans-Isomer vor. Das trans-Isomer ist ein Botenstoff in der pflanzlichen Abwehr gegen Bakterien. Weiterhin ist trans-Zeatin beteiligt an der pflanzlichen Embryonalentwicklung, der Regulation des apikalen Meristems, der Organentwicklung und der Seneszenz (Alterung). trans-Zeatin induziert die Biosynthese von Salicylsäure, die an der pflanzlichen Abwehr von Bakterien beteiligt ist. cis-Zeatin ist ebenfalls an der Abwehr beteiligt, wirkt jedoch schwächer.

Zeatin und das strukturell verwandte Kinetin sind in Kokosmilch enthalten und fördern als Wirkstoff das Pflanzenwachstum.

Bei meinen Recherchen bin ich auf zwei Produkte auf Moringa Basis gestoßen.

Zum einen den speziell für Hanf entwickelten 'Spray On’ Blattdünger von der deutschen Firma Growholistic und dem 'Blattdünger Konzentrat’ von Moringa Deutschland. Beides für roundabout 15€ zu haben.

Folgendes steht auf der Seite von Moringa Deutschland:

Die Erfahrungen mit dem Moringa-Stärkungsspray sind überzeugend. Pflanzen tragen mehr und größere Früchte und bringen daher auch größere Ernten. Wenn man Pflanzenblätter mit diesem Spray einsprüht, leben die behandelten Pflanzen länger, sie entwickeln sich besser und sind kräftiger, haben schwerere Wurzeln und größere Blätter, größere Früchte mit höherem Zuckergehalt und so weiter. Die Erntemenge erhöht sich zwischen 20 und 35 Prozent. Das Frischgewicht von Knospen verdoppelte sich fast, und das der Wurzeln stieg in Tests von 350 Milligramm pro Pflanze auf 800 Milligramm.
Moringa ist also nicht nur ein Geschenk der Natur für unsere Gesundheit und eine Lösung für das Problem der Unter- und Mangelernährung in Entwicklungsländern. Moringa oleifera ist das Mittel, um genügend Nahrungsmittel für alle herzustellen! Entweder isst man es direkt, oder man verfüttert es an Nutztiere, was Wachstum und Milchleistung fördert, oder man verbessert damit die Ernten um einen Prozentsatz, wie es kein Dünger vermag. Hier ein paar Beispiele, wie der Ernteertrag durch Moringa-Pflanzenhormone bei ausgewählten Obst- und Gemüsearten gesteigert werden konnte: Erdnusspflanzen ergaben größere Blüten, eine bessere Qualität der Nüsse und eine Kiloernte auf 7050 Quadratmetern von 3.750 statt normal 2.954. Bei Soyabohnen hatten die Pflanzen größere Blüten, eine größere Biomasse und eine größere Ernte, statt 1.591 Kilo 2.182 Kilo. Auch bei Mais war die Ernte größer, 6045 Kilo statt ohne Moringa-Stärkungsmittel 4.454 Kilo. Tomaten blühten besser. Kantaloupe-Melonen verloren weniger Blüten nach der Befruchtung, wiesen einen höheren Prozentsatz an Fruchtzucker und Mineralien auf, und es konnten 11 592 Stück statt normal 8 820 geerntet werden. Bei Kaffee wogen die einzelnen Bohnen mehr, sie waren größer und in der Qualität besser. Es konnten 1.682 statt 1.409 auf den 7 050 Quadratmetern geerntet werden. Bei Zuckerrohr gab es mehr Sprösslinge sowie einen höheren Prozentsatz von Zucker und Mineralstoffen. Es konnten statt normal 77 320 Kilo 82.400 auf der gleichen Fläche geerntet werden. Bei schwarzen Bohnen ergab die Ernte 1.125 Kilo statt normal 945 Kilo. Diese Ergebnisse sind sehr überzeugend.

Das klingt natürlich alles sehr interessant, so interessant das ich der Sache natürlich Mal nachgehen muss. Aber da ich nunmal ich bin, werde ich mich dem Thema in DIY Manier widmen und hab mir erstmal ein Beutel mit 50 Samen bestellt.

Die Samen des Oleifera haben zudem auch eine Eigenschaft die auch für uns interessant sein könnte. In pulverisierter Form oder grob zerstoßen besitzten sie die Eigenschaft Wasser zu klären. Verunreinigungen heften sich an ein den Samen enthaltenes Protein und werden ausgefällt.

Bedenken bei der Anwendung von Zeatin:

Die Vorteile bei der Verwendung klingen fantastisch. Allerdings sollte man das ganze auch kritisch betrachten. In den Hormonhaushalt von Pflanzen einzugreifen kann ungeahnte Folgen haben, das sollte man sich immer vor Augen halten.

Daher werde ich, und das rate ich auch jedem anderen, in der Blüte nur sehr sparsam mit dem Mittel umgehen oder ganz darauf verzichten.

Ob Cytokinine, zu denen auch Zeatin gehört, auch das Entstehen von anormalen Blüten induzieren kann, ließ sich nicht verifizieren.

Aber die Möglichkeit ist gegeben.

Zum anderen sehe ich bei der Anwendung in der Blüte, die gleichen Probleme wie bei anderen Ertragssteigerern.

Eine Erhöhung des Erntegewichts geht auch immer mit einer Qualitätsminderung einher.

Das Gewicht und Volumen wird durch Wasser und Zellulose erhöht, der Wirkstoffgehalt bleibt allerdings gleich.

Das war’s vorerst.
Falls ich euer Interesse geweckt habe und/oder ihr schon Erfahrungen mit Moringa Oleifera gemacht habt könnt ihr diese hier natürlich gern mitteilen.
Ich würd mich freuen. Bis dahin, euer Honey. :v:


#2

Klingt eigentlich nur für professionelle Grower/Dealer zur Ertragssteigerung interessant. Mehr Gramm auf der Waage, dafür geringere Qualität.


#3

In der Blüte ja. Genauso wie PK13/14, die ganzen Booster etc. pp. Darum schrieb ich ja, das ich den Einsatz in der Blüte kritisch sehe.
Mich interessiert der Einsatz als Stärkungs und Schutzmittel in der Vegi sowie für Obst und Gemüse.


#4

Nach weiteren Recherchen zu Zeatin und Cytokininen im allgemeinen, habe ich meine Bedenken hinsichtlich einer Anwendung in der Blüte überdacht.
Auch Growholistic empfiehlt für ihr Produkt eine Anwendung bis kurz vor der Ernte.

Da Cytokinine nicht nur die Zellteilung fördern, sondern den gesamten Stoffwechsel beschleunigen, inklusive der Förderung der Biosynthese von DNA, RNA, Proteinen und anderen Stoffen, sollte natürlich auch die Biosynthese von Terpenen und Cannabinoiden gefördert werden.

Obendrein wirken Cytokinine auch als Jungbrunnen. Solange der Nachschub nicht unterbrochen ist, können sie den Alterungsprozess aufhalten. Jeder hat schon einmal beobachtet, dass abgefallene Laubblätter relativ schnell vergilben. Ursache für dieses Phänomen ist der Abbau des grünen Blattfarbstoffs Chlorophyll. Diese Blattalterung lässt sich jedoch aufhalten, wenn die abgefallenen Blätter mit Cytokinin „geimpft“ werden.


#5

wenn die abgefallen sind, was nützt das dann? oder einfach als experiment um die wirkung zu demonstrieren?


#6

Genau, das ist einfach ein Experiment gewesen um die Wirkung zu demonstrieren.