Outdoor potente Blüten?


#1

Ich bins mal wieder mit einer neuen Anfängerfrage zum ersten Grow von meinem Kumpel und mir (outdoor). Die Frage ist: Wie bekommen wir unser Weed möglichst stark? Wir hatten schon eine Automatic geerntet, die leider nur mäßige Qualität hatte, ganz zu schweigen von der mickrigen Ausbeute. Höchstwahrscheinlich waren einfach die Gene Schrott, denn die Seeds hatten wir gratis zu den anderen dazu bekommen und waren auch nicht sonderlich gut bewertet. Aber trotzdem, irgendwie muss man doch Einfluss darauf nehmen können, wie stark die THC-Konzentration in den Blüten ist.
Gedüngt haben wir bisher immer mit Brennesseljauche und Kaffeesatz. Sollen wir das ändern, jetzt, wo die Plants in der Blüte sind?
Jemand hat mal gesagt, dass man die Pflanzen eine Weile auf Wasserentzug setzen soll, um eine Stresssituation vervorzurufen, auf die die Pflanzen mit erhöhter Harzproduktion antworten. Funktioniert das wirklich?
Und dann haben wir noch ein wenig Super Cropping betrieben. Nur an ein paar Stellen und nur bei den Blue Widows. Von deren Eltern, also Blue Berry und White Widow sagt man ja, dass die sich sehr gut croppen lassen. Bilder folgen!
Was kann man sonst noch tun? Was habt ihr da so für Tricks?
Grüße - Lightblash


#2

hey hi Lightblash,
also so wie ich das bisher verstanden hab, hängt der THC-Gehalt im Wesentlichen ab von

  • dem Strain
  • dem Erntezeitpunkt
    Um den richtigen Punkt zu erwischen, muss man die Trichome (das sind die Harzblubbel an Blättern und Blüten, dazu brauchst ne gute Lupe) beobachten: die müssen zumindest milchig aussehen, und je nach gewünschter Wirkung mehr oder weniger anteilig ins bräunliche übergehen (milchig=high; bräunlich=stone). Wenn ma erntet, wenn die Trichome noch klar/durchsichtig sind, ist da viel weniger THC drin, und wenn sie schon alle bräunlich sind, baut sich das THC bereits wieder ab.

Düngen, dressieren u.ä. dient mehr der vermehrten Blütenbildung - d.h. ist gut für die Menge, nicht unbedingt für den THC-Gehalt an sich.
Und auch den Wasserentzug zum Schluss verstehe ich vorrangig als eine vorab eingeleitete Trocknungsphase, d.h. es verändert hauptsächlich die Relation von Wasser zu Harz in der Pflanze.

Soweit meine Anfängerantwort auf deine Fragen :wink:
– ich reiche weiter an die Experten :stuck_out_tongue:


#3

Hi Lightbash,

Lichtentzug regt eventuell die Harzproduktion an :wink: glaub hab das in Juniors e-book gelesen…


#4

Hey Lightbash,

Also calliandra und ShoXZ haben eigentlich schon die wesentlichen Punkte genannt.
Am einflussreichsten ist natürlich immer noch der richtige Strain. Ist genau wie bei jeder anderen Pflanze oder Frucht. Es gibt Apfelbäume die produzieren kleine Äpfel und welche die bringen handflächengroße Monster mit super leckerem Geschmack hervor ^^

Ansonsten musst du dich immer gut um deine Pflanze kümmern und nach den Anzeichen schauen, wenn ihr etwas fehlt (bspw. hängende Blätter = Wassermangel)

Zu dem Wasserentzug kann ich nur zwei Dinge sagen:

  1. Outdoor ist ein Wasserentzug sehr schwer denn ich denke nicht, dass du das Wetter beeinflussen kannst xD
  2. WENN dann nur die letzten 2-4 Tage vor der Ernte und bloß nicht zwischen drin

Eine weitere Möglichkeit die Potenz deines Cannabis IM NACHHINEIN zu verbessern ist das Curing und/oder Fermentieren :wink: Es finden chemische Prozesse in den Blüten statt, welche den THC-Gehalt teilweise erhöhen (können). Eine Garantie gibts darauf natürlich auch nicht, aber es wird dennoch auch wesentlich besser schmecken, weniger im Hals kratzen und einen sehr angenehmen Duft entwickeln.

Wenn du noch weitere Fragen hast einfach drauf losfragen :smiley:

Greetz,

Mr. Haze Amaze


#5

Brennesseljauche würde ich weglassen in der Blüte.
Gibt ja auch so mittelchen zu kaufen welche die Blüte und Harzproduktion anregen sollen. Shugar Royal z.b. - Blütebooster usw. Ob die viel bringen weiß ich allerdings net.
Ich nutze gelegentlich PK 13-14 Dünger und gelegentlich Hesi Blühkomplex, allerdings weit unterm Düngeschema - und ich bin zufrieden mit der Blütenbildung. Ich hab allerdings auch keinen vergleich was da die Top Blüte wäre…

Wasserentzug ist Stress für die Pflanze, was dazu führt das die Pflanze denkt es naht bald das Ende, und wohl schneller Reifen und mehr Harz produzieren soll. Ob das aber so ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall sollte man Indoor vor der Ernte die Pflanze 2 Tage ins dunkle stellen und Sie die letzten Tage auch relativ stark austrocknen lassen.


#6

Ha! Gestern war ich wieder mal beim rumlesen in Mel Thomas’ “European Cannabis Cultivation” und stolpere über folgenden Absatz über THC Gehalt (ich übersetze, weil ich soooo nett bin :stuck_out_tongue_closed_eyes:):

Edit: hier noch ein Link zum aktuellen Wissenstand @UV-B Licht - spannend!
http://www.hightimes.com/read/grow-hack-does-uv-light-increase-cannabis-potency


#7

Da hat Calliandra vollkommen recht :wink:
das hab ich nämlich auch schon oft gelesen. Ob das THC die Pflanze vor UV-Licht schützt oder nicht sei mal dahin gestellt ^^ aber es passt schön zu diesem Thread, weil es nochmal ein kleiner Boost ist für diejenigen die sich fürs Outdoor-Growing entschieden haben: In der Natur ist UV-Licht von der Sonne ja völlig normal und kostenlos :wink: Daher sind viele Sorten, die auf Outdoor gezüchtet wurden, draußen wesentlich potenter als wenn sie in einem Growraum ohne UV-Licht gegrowt werden.

Ich persönlich finde man schmeckt auch den Unterschied zwischen einer ökologisch angebauten Outdoor-Pflanze im Gegensatz zu einer Indoor-Pflanze ^^
Schmeckt irgendwie… intensiver und natürlich ;D


#8

Seh ich etwas anders,…mir kommen die Indoor-Ladys potenter vor, was in meinen Augen auch Sinn macht. Indoor definitiv 18 bzw. 12 Std volle Kanne Sonne, fast optimale Bedingungen einstellbar etc. und outdoor muss man in unseren Breitengraden immer ne Kerze aufstellen und um einen goldenen Herbst beten, auch wenn der Sommer ok war! Ich glaub aber auch, das eine z.B. in Spanien gereifte Outdoor Lady ganz andere Qualitäten hat…steht und fällt halt mit den Klimabedingungen und die sind hier halt suboptimal!


#9

Ja genau - zwar gehts beim Zitat um indoor, aber wenn ma gelesen hat, was die dafür machen, und im verlinkten Artikel dann darüber liest, in welchen Breitengraden/Höhenlagen Cannabis im Freien den höchsten THC-Gehalt hat, kann ma daraus möglicherweise Kriterien für den Growplatz extrapolieren - an unseren jeweiligen Breitengraden kann ma nix ändern, aber wenn wer zB die Wahl hat zwischen Berg oder Tal (oder Inland oder Küste), ist sicherlich Berg (Küste) angesagt. :stuck_out_tongue_winking_eye:
Auch ist für uns interessant, wie sehr sich die UV-Strahlung über den Jahresverlauf verändert. Hier eine Seite, auf der das grafisch für Sylt gezeigt wird: http://www.uni-kiel.de/med-klimatologie/uvinfo.html
Wenn ich so dasitze, und mir diese Grafik ansehe, beginne ich an schnell wachsende auto strains zu denken, die ich so vorziehe, dass sie um die Sonnwende rum ausblühen… lalala :joy: :joy: :joy:
Leute, es gibt so viel auszuprobieren, ich könnte das hauptberuflich machen!
greetz!


Zeitplan-Problem Outdoorgrow?
#10

Du sprichst mir aus der Seele ^^ wenn ich nicht durch einige Dinge hier gebunden wäre würde ich direkt in die USA nach Colorado oder Spanien auswandern und das beruflich tun.


#11

Ich warte auch darauf das es endlich legal wird und ich hier nen Coffeeshop aufmachen kann…
Und passend dazu natürlich ein paar Monster-Lagerhallen voll mit Ladies :smile:

Wenn ich dann Leute für die Weiterentwicklung des Equipments und der Techniken suche, melde ich mich bei dir Calli :stuck_out_tongue_winking_eye: