Samen in Erde einsetzen

Samen einsetzen

In diesem Schritt wird nun der Samen in die Anzuchterde gesetzt. Ab hier ist das Vorgehen für vorgekeimte Samen (mit der weißen Keimwurzel draußen) exakt das gleiche. Ziel ist es dem Samen die beste Umgebung zu bieten, damit er seinen Trieb aus der Erde strecken, danach die ersten Blätter bilden und fortan zu einer kräftigen Pflanze heranwachsen kann.

Als Anzucht-Behälter empfehlen wir stinknormale kleine quadratische Töpfe (TEKU etc.). Diese werden mit nährstoffarmer Anzuchterde gefüllt. Wir raten Anfängern von Jiffys, Eazy Plugs, Steinwollewürfeln oder Torftöpfen ab, da sie oft Probleme mit sich bringen oder zu schnell austrocknen.

Das Wasser sollte einen ph-Wert von 5,5 bis 6,5 und einen EC-Wert von 0,2 bis 0,4 haben.

Die optimale Temperatur für die Keimung liegt zwischen 23 und 26 Grad Celsius. Am einfachsten ist es die Töpfe dafür auf die Heizung zu stellen. Falls man eine Heizmatte nutzt, sollte man unbedingt darauf achten, dass es nicht zu heiß wird. Dafür empfehlen wir stets ein Thermostat zu nutzen.

Für die Luftfeuchtigkeit sind etwa 40-60% optimal, so dass die Töpfe nicht zu schnell austrocknen. Wichtiger als die RLF ist, dass die Anzuchterde stets feucht gehalten wird. Die Beleuchtung wird erst gebraucht, wenn sich der Keimling aus der Erde wagt. Für die Belüftung reicht es die Töpfe offen stehen zu lassen, so dass Sauerstoff drankommt.

Man braucht:

  • Anzucht-Töpfe (0,2 - 0,5L)
  • Anzuchterde
  • (Vorgekeimter) Samen
  • Nitril-Handschuhe
  • sterile Pinzette
  • pH-angepasstes Wasser
  • Zerstäuber/Sprühflasche

Schritt 1: Wässerung der Erde (am besten Tag vorher)

Wichtig ist, das die Erde VOR Einsetzen des Samens ausreichend gewässert wurde. Die gesamte Erde sollte feucht sein. Gießt man nämlich erst nach Einsetzen des Samens an, spült man den Samen tief in die Erde und somit sitzt der Samen dann zu tief! Er sollte maximal 1-2 Zentimeter tief eingesetzt werden.

Das Medium sollte man nie ganz austrocknen lassen. Der Keimprozess würde zum Erliegen kommen, da die Samen keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen können.

Zu viel Wasser im Anzuchtmedium kann wiederum Pilze und Schimmel entstehen lassen. Für den empfindlichen Samen kann das schnell den Tod bedeuten. Deshalb ist es wichtig ein gutes Mittelmaß zu finden. FEUCHT aber nicht Patschnass!

Tipp: Erde am besten am Abend vorher anwässern und über Nacht stehen lassen. So vermeidet man alle typischen Probleme wie Trockenspots, zu kalte Temperatur des Substrats, Überwässerung etc. Gleichzeitig wird die Erde über Nacht absacken sodass keine Luftlöcher verbleiben.

Vorgehen zum Wässern:

  1. Anzucht-Erde in Topf füllen
  2. Mit einer Wassermenge von etwa ein Drittel des Topfvolumens angießen, so dass unten am Topf ein ganz wenig Wasser rausfließt (Drain)
  3. Über Nacht bei 23-26ºC stehen lassen
  4. Am nächsten Morgen den Samen einsetzen (Zu Schritt 2: Samen einsetzen springen)

Schritt 2: Samen/Keimling einsetzen

Nachdem die Erde angewässert (und bestenfalls über Nacht stehen gelassen) wurde, kann nun der Samen eingesetzt werden. Danach wird die Erde noch mal leicht nachgewässert, damit keine Luftlöcher in der Erde verbleiben und sie so noch mal etwas verdichtet wird. So stellen wir auch sicher, dass absolut kein Licht an den Samen rankommt.

Der Samen wird mit der spitzen Seite nach oben eingesetzt. Die Keimwurzel tritt an der spitzen Seite aus, formt ein U und wächst dadurch nach unten. Die Samenschale wird dann nach oben durch die Erde gedrückt.

Vorgehen:

  1. Mit einer sauberen Spitze (bspw. Zahnstocher) ein kleines 1-2cm tiefe Mulde graben.
  2. Samen ganz vorsichtig mit einer Pinzette Mulde stecken. Die Spitze des Samens zeigt IMMER nach oben.
  3. Das Loch mit Erde wieder zuschieben
  4. Einen kleinen „Schluck“ Wasser über die Stelle geben, wo der Samen eingesetzt wurde
  5. Töpfe in die Growbox oder ins Mini-Gewächshaus stellen.
  6. Die Erde dort, wo man den Seed eingesetzt hat noch einmal mit etwas Wasser nachfeuchten.

Schritt 3: Feucht halten

Von nun an muss die Erde stets feucht (aber nicht klitschnass!) gehalten werden.

Für die optimale Feuchtigkeit der Anzuchterde sollte man diese täglich überprüfen und ggf. nachwässern. Hier aber niemals voll nachgießen, sondern mit einer Sprühflasche regelmäßig nachfeuchten. Wie schon erwähnt, die Erde soll immer feucht, jedoch nie komplett durchnässt sein.

Solange die Luftfeuchtigkeit um die Töpfe herum bei 40-60% bleibt, reicht es die Erde einmal morgens und einmal abends nachzufeuchten. Alternativ kann man den Topf auch mit etwas Klarsichtfolie oder einer Glasscheibe usw. abdecken. So muss man seltener nachfeuchten, dafür aber alle 3-4 Stunden lüften. Ansonsten besteht die Gefahr von Schimmelbildung oder Pilzen.

Nach einigen Tagen sollte sich der grüne Stängel zeigen. Nun hat man einen Keimling bzw. man befindet sich in der Keimlingsphase. Nun muss man als nächstes das Licht einschalten.

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