SAMMELTHEMA: Legalisierung im Jahr 2024 ! (Teil 3)

Wenn ordentliche Statistiken gemacht werden und davon gehe ich bei der Evaluierung eines Gesetzes einfach mal aus, wird das berĂŒcksichtigt werden

Siehe Soziale ErwĂŒnschtheit | Statista

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Ich spreche z.B. von diesen 10% - darauf hatte ich hier schon hingewiesen.
Und hier nochmal genauer erörtert im Vergleich zu den Daten aus Kanada.

Moin,

ich finde es immer schrecklich, wenn Informationen aus dem Kontext gerissen werden. In dem Bericht wird gesagt, dass vorher 1% der Jugendlichen gekifft hĂ€tten, jetzt 10%. Wenn man sich aber mal die Strafen vor 2022 anschaut wird schnell klar warum: Bis zu 1Jahr GefĂ€ngnis fĂŒr Konsum, 2-10 Jahre bei nachweislicher Verkaufsabsicht und thailĂ€ndische GefĂ€ngnisse sind kein Spaziergang. Es gab vorher also wenig Erfahrung in der Bevölkerung, also eine Art Überkompensationshandling. Das ist bei uns z.B. anders. Cannabis gehört seit Jahrzehnten zur RealitĂ€t vieler Jugendlicher und wenn man den Umgang mit einer Droge wie Cannabis lernt ist sie deutlich unkritischer.

Kenn viele die in der Jungend hart gekifft haben und dann 20Jahre nicht mehr und aus fast allen ist was geworden. Ein Paar sind abgestĂŒrzt, aber nicht wegen Cannabis
 einer meiner frĂŒheren besten Freunde ist fĂŒr 10 Jahre in Knast gegangen: Party, 5 gehen im Streit auf Dach eines Hochhauses und einer landete im Vorgarten


GrĂŒĂŸe

GrĂŒĂŸe

2 „GefĂ€llt mir“

Joa. Den Statistiken wĂŒrd ich auch vertrauen. In den Studien wird das auch sauber eingebettet. Wir sehen aber auch aktuell, wie wenig Fakten zĂ€hlen, wenn es die Gelegenheit gibt, irrationale Ängste fĂŒr die eigenen Zwecke zu schĂŒren. Da wird der Kontext dann auch gern mal weggelassen. Und wer liest schon selber die Studien.

Das ist auch ne Tendenz, die mir allgemein zunehmend Sorge bereitet. Die Welt wird irrationaler. Ganz ohne Drogen.

Übrigens ein ganz seltsamer Punkt, und vielleicht geht’s da auch nur mir so. Aber ich hatte immer den Eindruck, dass die Leute sich bei illegalen Sachen besser informieren. Da liest man dann vorher Erfahrungsberichte, informiert sich ĂŒber Dosierungen, Risiken und mögliche Beimengungen, fragt Leute, die‘s schon kennen. Schlicht, weil man weiß, dass man da auf sich gestellt ist. Bei Alkohol hab ich das nie getan.

1 „GefĂ€llt mir“

Zu dem Thema:

„„Was ich momentan sehe, ist permanente Angstmacherei mit veralteten Argumenten, ohne ein wissenschaftliches VerstĂ€ndnis fĂŒr das BetĂ€ubungsmittel Cannabis.““

So ist das! :+1:

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Der Tagesschau Schnipsel scheint aus der von mir (in einem anderen Thread) verlinkten Weltspiegel Kurzreportage sein

Ich empfinde das aber nicht als Angstmacherei - die Reportage schien mir hinsichtlich der befragten Protagonisten durchaus ausgewogen zu sein.

Gerade beim Thema ‚Kotztempel‘ wurde klar herausgestellt dass es mehr um Mischintoxikationen geht als um den reinen Cannaniskonsum.

Fand das Filmchen interessant - so wĂŒrde ich mir das fĂŒr Deutschland nĂ€mlich unter keinen UmstĂ€nden wĂŒnschen.

Auch die Legalisierung in Deutschland wird nicht ohne Probleme ablaufen auch wenn wir Kifferchen das liebend gerne ausblenden (möchten).

FĂŒr den Grossteil der Bevölkerung hat das nĂ€mlich eher weniger den ‚Gerechtigkeitsanspruch‘ durch die annĂ€hernde Gleichstellung von Alkohol und Weed
da gehts schlicht darum NOCH eine Droge zu legalisieren.

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Naja bleibt dieses Bild nicht trotzdem hÀngen?
Und was hat das dann ĂŒberhaupt in einem Beitrag ĂŒber Cannabis verloren, wenn das nur am Rande eine oder gar keine Rolle spielt?
Das kritisiere ich auf jeden Fall!

Kein Problem.
Alkohol verbieten und Cannabis als gesĂŒndere Alternative legalisieren.
Damit auch alle Prohibitionisten zufrieden sind - schließlich geht es denen doch um die Volksgesundheit. :wink:

2 „GefĂ€llt mir“

Ausgangsbasis fĂŒr das Gesetz war ja die simple Erkenntnis: Wir werden Drogen nicht los. Also gilt es, einen vernĂŒnftigen gesellschaftlichen und individuellen Umgang damit zu finden. Dass man darĂŒber, wie der aussieht, geteilter Meinung sein kann, kann ich total verstehen. Aber Ehrlichkeit und Augenmaß auf allen Seiten wĂ€re halt Grundvoraussetzung fĂŒr einen vernĂŒnftigen Umgang. Das einzufordern find ich fair.

2 „GefĂ€llt mir“

Nur ein zwischen bemerker,

Die Welt ins insgesamt Populistischer geworden.

Warum?
Weil Schlagzeilen mehr klicks bringen, wer darunter leidet ist egal.

Money Talks!

Aktuell sah man das auch gut an der SZ-Chefredakteurin und auch an Cannabis wie darĂŒber berichtet wird.

Die Politik fÀngt ja gerade erst richtig an immer Populistischer zu werden.

Das man da Wissenschaft einfach weg ignoriert ist Alltag.

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Neuigkeiten bzgl. CannG und wann es auf die Tagesordnung kommt von Hr. Heidenblut:

Wer kein Insta hat:

Zuerst kommt es auf die Tagesordnung des Gesundheitsausschusses diese Woche.
Auf die Tagesordnung im Bundestag kommt es spÀtestens nÀchste Woche Dienstag.

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Genau sowas will ich lesen.

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Das hat er doch schon vor einer Woche gesagt. Und ich habs auch hier gepostet. :wink:

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Davon gehe ich auch aus.

Aber mal ehrlich. Im Gesetz steht dazu nichts drin. Außerdem sind u.U. bis zu 1,5kg „Nassmaterial“ bei 3 Pflanzen plausibel. Den Richter will ich sehen, welcher dich per Gesetz dafĂŒr bestraft. Wenn dazu nichts im Gesetz steht, wird womöglich auf PlausibilitĂ€t geprĂŒft.

Du darfst bloß nicht mehr als 50g getrocknetes Material bevorraten. Soweit die klare Formulierung :smiley:

Schau mal, auch Frau Wegge hat auf diese Fragen keine konkrete Antwort geben können (oder wollen).

Wenn wir mal theoretisch davon ausgehen, dass es erlaubt wĂ€re, den „Rest“ einfach einzufrieren und quasi zu bunkern, dann könntest du bei 3 Grows pro Jahr mit großen Pflanzen mal gut ĂŒber 4 kg nasse BlĂŒten anhĂ€ufen.
Ich glaube nicht, dass das legal sein wird.

WĂŒrde das theoretisch funktionieren? Vor dem Trocknen alles einzufrieren, dann aufzutauen und zu trocknen?
Wieviel Verlust an Wirkstoffgehalt mĂŒsste man dafĂŒr einbĂŒĂŸen?

Klar!

:rofl:

Mag schon sein, dass es dann nicht mehr ganz so gut ist wie direkt nach dem Ernten zu trocknen.

Moin,

Wenn Dinge im Gesetz nicht (ausreichend) geklĂ€rt sind, dann muss sich ein Richter immer Fragen. „Was wollte der Gesetzgeber mit dem Gesetz und den einzeln Paragraphen erreichen/bewirken“. Mit dieser Überlegung muss er/sie dann entscheiden, wie es sich mit 1,5kg nass eingefroren verhĂ€lt.

Ich wĂŒrde mal tippen, das er das Torckengewicht von experten abschĂ€tzen lĂ€sst und dann entscheidet. Ggf fĂ€llt das Urteil milder aus, da es eben nicht eindeutlig geklĂ€rt war.

Das ist ja genau der Grund warum unsere Gesetze so lang und kompliziert sind: Es mus alles geregelt werden.

Gab mal einen Ă€hnlichen Fall beim Elterngeld und Zwillingen. Da im Gesetz „Kind“ also singular stand, wollten Zwillingseltern doppeltes Elterngeld haben. Haben sie aber nicht bekommen, da das Ziel des Gesetzes der Ausgleich des Lohnausfalles des Elternteils welches nicht arbeitet ist
 Der Lohnausfall hat mit der Anzahl der Kinder hier aber nichts zu tun.

GRĂŒĂŸe

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Hu- hu! Growen ist ja aber doch ein tolles Hobby.

Ich warte bezĂŒglich der ÜberschĂŒsse ja noch auf die Zulassung von so was wie Cannabis- Kreissparkassen, wo man dann irgendwie 3370Gramm auf dem Konto hat und seine 25 oder 50 Gramm zuhause. Abheben (das Wort passt ja so gut): maximal 50 Gramm pro Monat
 Dealen unmöglich! Aber Vernichten nicht mehr nötig.

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Dann sollen sie doch mal ordentlich definieren, was was ist und was wohin kommt.
So wie sich das in diesem Land gehört. :sweat_smile:

Moin,

Evtl sollten die Medien mal in diese Richtung berichten:

What Happens When You Quit Marijuana?

Sorry, zu langweilig und ohne Apokalypse, also entspricht nicht den Standards einer erfolgreichen Berichterstattung


GrĂŒĂŸe

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