Schädlingserkennung


#1

Hab leider ein paar Tierchen auf Blättern und in der Erde gefunden - und bin mir leider net sicher was es genau ist…

Ich weiß auch net ob es 2 verschiedene Arten sind, oder vllt. nur verschiedene Larvenstadien?!
Meine Vermutung: Bild 1 Thripse-Larven, Bild 2 könnten Enchytraeiden sein - was anderes passendes hab ich net gefunden–

Hoffe einer von euch kennt da was.


#2

Ich könnte mir vll noch Trauermücke vorstellen, vorallem wegen den Larven in/auf der Erde.

Hab gelesen man soll versuchen, das Growmedium einmal auszutrocknen damit auch die Larven draufgehen. Ansonsten Gelbtafeln gegen die Fliegen und Neem-Öl gegen die Larven auf den Blättern.


#3

War auch meine erste Vermutung - habe 2x in 3 Wochen mit Nemathoden behandelt und ging net weg - hatte ich schon 2-3 mal und da war innerhalb von wenigen Tagen alles an viechern weg aus der Erde.
Hab dann nochmal genauer Recherchiert und bin zu dem Schluss gekommen das es keine Trauermückenlarven sind. Ausgeschlossen zu 98%.
Diese leben außerdem nur in der Erde - daher können die auf dem ersten Bild keine sein, da diese auf den Blättern gefunden wurde…

Hoffe da kommen noch einige andere mit Ideen oder Erfahrung…
Aber danke dir erstmal für deine Mühe @mrhaze_amaze :smiley:


#4

Hi,
Bild 1 könnte auch für mich Thripse sein, obwohl mich die fehlenden Fühler was irritieren.
Wie siehts denn an den Blättern aus, die typischen silberfarbenen Stellen zu sehen? Noch in Vegi oder am blühen?
Hier https://www.newgrowbook.com/forum/index.php?/page/tri auf der Seite ist weiter unten schön erklärt was u.a. biologisch geht bei Thripse!
Bild2 sehen für mich auch irgendwie nach Thripse aus, aber in der Erde? Hast du da vielleicht bessere Bilder…Trauermücken werden unter anderen ja mit ner Schicht Perlite oder Sand bekämpft ( Larven kommen nicht nach oben und Eier können nicht gelegt werden) hilft vielleicht auch hier…blöd nur wenn die hier auf die Wurzeln gehen…wär schon besser die Viecher zu identifizieren :wink:


#5

@all

Krasser Scheiß
Sieht etwas anders aus als alles was ich seither gesehen oder darüber gelesen habe
Aber aus meiner Erfahrung heraus würde ich die Pflanzen einfach mal austrocknen lassen
hatte ich das letzte mal gemacht als ich Ungeziefer hatte (allerdings in Thailand)

Tut zwar den Pflanzen nicht sonderlich gut und zögert alles ein bisschen hinaus aber bei waren nachher alle Viecher gestorben inklusive Larven und die Pflanze hatte sich nach dem gießen dann auch schnell wieder gefangen

Bei meinem letzten Grow habe ich es irgenwie geschafft auch noch Ameisen zu bekommen
nix mitbekommen davon über ne Woche auch keine Ahnung wie sie es in die Box geschafft haben und war mir vorher auch nicht bewusst das die Viecher auf Cannabis stehen
Thai Ameisen sind eh viel penetranter und man wird die fast nimmer los wenn sie mal da sind

Als ich gegossen hatte und das Wasser durch die Erde gesickert war kamen auf einmal tausende Ameisen aus dem Untersetzter mit ihren Eiern und Larven im Gepäck…
Die haben sich wohl dort ein Nest gebaut
.
da hat man das gegenteilige Prinzip angewendet beim Giessen ordentlich übergossen bis das Wasser im Untersetzer 5 cm stand
Habe alle ertränkt nicht gerade die feine englische aber ich wusste vorher ja nicht das die da wohnen
nach ein paar Minuten schwimmen die dann alle im Untersetzer die Sache hatte sich schnell erledigt

nennt mich jetzt bitte nicht Tierquäler oder sowas…
Hätte Ichs vorher gesehen hätte ich (vielleicht) versucht die Mistviecher umzusiedeln :wink:


#6


#7

Problem ist - das die Bekämpfung von Thripsen z.b. so aussieht das man die Luftfeuchtigkeit hoch halten muss - also ist nix mit austrocknen wenns welche sind, die fühlen sich da besonders wohl…
Wenn ich mir den Artikel den ich grad gefunden hab so ansehe sieht es mir aber schon stark danach aus:

Bekämpfung Thripse
Folgende Methoden zur Bekämpfung der Thripse gibt es:

Abwischen oder Abduschen der Pflanzen:
Die effektivste Methode, um schnell einen starken Befall zu reduzieren,
ist das Abduschen der Pflanzen mit lauwarmen Wasser. Der Topf der
Pflanze wird vorher in einem Müllbeutel wasserdicht verschlossen, damit
die Schädlinge nicht auf die Erde fallen. Danach wird die Pflanze
gründlich abgeduscht, vorallem die Unterseite der Blätter. Diese Methode
reduziert den Befall um etwa 95%.

Bei einem leichten Befall genügt es, die jeweiligen Blätter gründlich mit Spülmittelwasser
abzuwischen. Beide Methoden müssen regelmäßig wiederholt werden, um alle
Generationen zu beseitigen.

Natürliche Fressfeinde:
Die Thripse kann auch mit Fressfeinden wie Raubmilben (Amblyseius), räuberisch lebende Blumenwanzen (Orius) oder Larven der Florfliege (Chrysoperla carnea) gekämpft werden.

Pflanzensud und Neemöl:
Die Behandlung der Blätter mit Pflanzensud oder Neem soll ebenfalls
helfen. Pflanzensud wird hergestellt indem die Blätter von Brennesseln,
Zwiebel- oder Knoblauchstücken zerkleinert und mit heißem Wasser
aufgossen werden. Der Sud muss eine Nacht ziehen und kann dann zum
Besprühen oder Gießen verwendet werden. Auch Neemöl soll gegen die
Thripse helfen. Es wird mit Rimulgan angereichert und kann so im Wasser
aufgelöst werden. Mit dieser Neemöl-Lösung werden die betroffenen
Pflanzen besprüht.

Chemische Bekämpfung:
Thripse und andere saugende Insekten können mit chemischen Mitteln
bekämpft werden. Beim Kauf eines Mittels ist zu beachten, dass es gegen
die Thripse wirkt und bei Kübelpflanzen nicht bienengefährlich ist. Die
Anwendung von Chemie ist nur bei Pflanzen im Wohnraum oder auf dem
Balkon angebracht.


Schadbild
Thripse sind auf der Ober- und Unterseite junger Blättern zu finden. Erkennen
kann man einen Befall an den silbernen Saugspuren auf der Blattoberseite
sowie an den vielen braunen Kotpünktchen auf der Blattunterseite.
Betroffene Pflanzen reagieren oft mit einer Wuchshemmung.Eine trockene und warme Raumluft beschleunigt die Verbreitung der Thripse.

Gefährdete Pflanzen sind z.B. Keulenlilie, Ritterstern, Alpenveilchen, Passionsblume, Gummibaum, Flamingoblume und Gloxinie.
Weitere Infos
Thripse Klasse & Familie:
Unterstamm: Tracheentiere (Tracheata)
Überklasse: Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Fluginsekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Fransenflügler
Weitere Namen: Fransenflügler, Blasenfüße, Gewitterfliegen oder Gewittertierchen


#8

Auch die 2 Bilder stammen von dem Artikel - hat mir schon starke ähnlichkeit…

So update, habe gerade noch befallene Blätter auf den großen Mädels gefunden -.-
Dort hab ich jetzt auch mal ein “erwachseneres” exemplar erwischt, und es sieht für mich recht eindeutig nach Thripsen aus… Wobei ich scheinbar noch keine komplett ausgewachsenen habe, habe noch nichts fliegen sehen und keine größeren Tiere gesehen

Bin jetzt nur am überlegen ob ich bei den großen noch was machen soll, die Blüte ist ja schon recht stark ausgeprägt…
Da der Befall noch nicht so stark ist werde ich denke ich alle anderen Pflanzen außer den 2 großen abspülen und ne Nacht im Bad stehen lassen bei hoher Luftfeuchte… Die 2 großen lasse ich in ruhe durchblühen und entferne höchstens betroffene Blätter oder wische Sie ab…


Ungeziefer! Kann jemand helfen?
#9

Vielleicht zur Sicherheit noch blaue oder rosa Klebfallen aufstellen…


#10

Hab jetzt alle Pflanzen mit Spruzit behandelt - so wohl Pflanzen selber als auch die Erde.
Also alle bis auf die 2 größten, die sind schon zu weit…

Bisher siehts gut aus, in der Erde und auf den Blättern bisher nix lebendes mehr gesichtet…


#12

Hallo, ich hatte im Früjahr / Sommer 15 meinen ersten grow.

Settings: Ich habe mir dafür Stecklinge aus Östereich schicken lassen, weil ich mit Sämlingen erfahrungsgemäß Schwierigkeiten haben würde. Ich habe die Pflanzen unter LED Kunstlicht gehalten, was die Pflanzen am Leben gehalten, nicht aber zu kräftigem Wachstum angeregt hat. Warscheinlich waren meine LED Panels einfach zu schwach. Als Erde habe ich die gute vorgedüngte Erde von Composana genommen und das Ganze wöchendlich mit dem Gieswasser mit einem Handelsüblichem Grünpflanzen Dünger gedüngt.

Meine Frage: Schon bald war auf den Blattoberseiten ein weisser Belag zu sehen, so als wenn jemand Kalk auf die Blätter gestreut hätte. Ich dachte natürlich gleich an Mehltau aber wie ich gelesen habe kommt der wohl hauptsächlich während der Blüte vor. Und am Blühen waren meine Pflanzen damals wrklich nicht, Im nachhinein denke ich , dass ich die Pflanzen vieleicht einfach überdüngt habe und das sie, über die Blätter einen Teil von dem Dünger wieder ausgeschieden haben. Hat jehmand so etwas mal bei seinen Pflanzen beobachtet? Oder mal davon gehört? Oder was glaubt ihr was das war? Ich habe leide keine Fotos.
mandolin


#13

Von Dünger über die Blätter ausscheiden in der Form hab ich noch nix gehört.
Eher würden die Blätter “verbrennen”.

Bei Mehltau konnte ich persönlich nichts finden das dieser nur in der Blüte vorkommt. Es sind ja im endeffekt Pilzsporen die sich auf dem Blatt niederlassen und dann dort Eigenheim mit jeder menge Nachwuchs usw. :smile:


#14

Davon hab ich auch noch nichts gehört bzw. selbst beobachten können.
Was mir aber bei weißem Belag einfällt sind wie du schon richtig geschrieben hast der Mehltau und 2. Wollläuse. Die machen auch so nen weißen Belag.


#15

Noch ein kleiner Hinweis, was das denn nun war könnte sein dass der Belag nur an der Oberseite der Blätter war, die Unterseitten waren nicht betroffen. Ist das bei Mehltau so, dass der nur die Oberseiten besiedelt?
An sonsten erstmal danke für die Antworten.
mandolin


#16

Häufig werden der hier beschriebene Echte Mehltau und der Falsche Mehltau miteinander verwechselt. Dieses wohl nicht aufgrund des unterschiedlichen Krankheitsbildes, sondern vielmehr wegen der Ähnlichkeit der Namen.

Die Sporen der Echten Mehltaupilze, (Erysiphales), werden mit dem Wind verbreitet und bilden, falls sie auf einem Blatt zu liegen kommen, ein weißes Pilzgeflecht Oberflächenmyzel) auf der Blattoberseite aus. Der Pilz bildet so genannte Haustorien (Saugfortsätze) aus, welche in die äußeren Zellen (Epidermiszellen) des Wirtes eindringen und hiermit der Pflanze Nährstoffe entnimmt. Das befallene Blatt welkt hierdurch und fällt später ab. Die reichlich ausgebildeten Sporenbehälter (Conidien) lassen die befallene Blattoberfläche anfänglich weiß, später grau bestäubt erscheinen.

Der Echte Mehltau ist gattungsspezifisch, so dass zum Beispiel der Mehltaupilz der Rose nicht auf eine Begonie übergehen kann.
Bevorzugte Pflanzen: Begonia (Begonie, Rosa (Zimmerrosen).
Bekämpfung: Befallene Pflanzenteile abtrennen und vernichten. Da die Mehltaupilze nur auf lebenden Pflanzen leben können, können die Pflanzenteile auf den Kompost gebracht werden. Im Handel gibt es wirksame spezielle Fungizide gegen den Echten Mehltau.

http://www.zimmerpflanzendoktor.de/emehltau.htm
http://www.zimmerpflanzendoktor.de/bestimm.htm

Falscher Mehltau:
Den Falschen Mehltau findet man im Gegensatz zum Echten Mehltau auf der Blattunterseite.
Außerdem ist die Behandlung die gleiche weswegen es fast egal ist welcher es ist :smile: