Teillegalisierung und die Folgen für die Gesellschaft und den Einzelnen

Ich hoffe einfach mal auf die Vernunft und Rücksichtnahme der Konsumenten, um die neugewonnene Freiheit nicht gleich wieder an die Wand zu fahren. Ich finde öffentliches Kiffen übrigens genauso assozial wie öffentliches Saufen. Aber das nur am Rande.

Was ich viel bedeutender finde ist der enorme Zuwachs an Know How was das Growen betrifft. Tausende Leute werden sich Wissen aneignen, erste Grows starten und besser werden. Mit jeder Pflanze lernst du dazu, der Austausch mit Gleichgesinnten in CSCs wird das noch beschleunigen. Wenn das Gesetz Bestand hat, könnte sich in Deutschland ein enormes Potential an Fachleuten entwickeln.

Ich bin mir nicht sicher ob der Eigenanbau irgendwo sonst in diesem Ausmaß erlaubt ist. Falls wir also irgendwann Säule 2 bekommen und Cannabis dann auch kommerziell angebaut werden darf, würden bereits entsprechende Fachkräfte bereit stehen.

In einem hoffentlich wachsenden (europäischen) legalen Markt, könnte Deutschland führend sein.

Wie seht ihr das?

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Moin,

Ich denke es wird auch auf die Konsumform ankommen:

Wenn 10 Leute mit Bongs und Joints im Park sitzen wirkt das anders, als wenn die 10 vapen würden… Aus meiner Sicht: Konsum in der Öffentlichkeit mit etwas Sinn und Sachverstand. Die Freude über die Freiheit sollte im Vodergrund stehen und nicht das „den anderen was vor zu rauchen, wo es nur geht, als Trotzreaktion auf die Ungleichbehandlung“. Also nicht 101m von der Kita mit ner 1m Bong und Revolverkopf auf die Bank sitzen, dabei jeder die 25g sichtbar neben sich…

Eigenanbau führt dazu, dass man sich mit Cannabis beschäftigt und damit auch mit dem Konsum. Das führt in allg. zu einem reflektierterem Umgang. Hier im Forum wird bei Konsum ja oft z.B. auf CBD + THC verwiesen, Terpenprofile etc. Hatte letzens mit einen Bekannten gesprochen und er meinte: „Alter 50g pro Person, wie krass…“ Ich darauf hin: "Nicht wenn du 5-7 Sorten zu Hause haben möchtest, da eben nicht immer jede Sorte passt… "

Es ist schade, dass die unentgeltliche Weitergabe zum direkten Konsum aus dem Gesetz gestriechen wurde, da dass im Bezug auf dem Schwarzmarkt deutlich mehr gebracht hätte. Aber man muss das Alles auch auf Vorbereitung auf Säule 2 sehn, bzw. ohne die Trennung hätten wir am 1.4. sehr wahrscheinlich keine Säule 1…

Also meine Bitte an Alle: Das trotzige innere Kind in den Arm nehmen und sich klar machen, dass man Erwachsen ist. Oder einfach mal sein Verhalten als Aussenstehender anschauen und sich fragen: „Ist das gerade sinnvoll? Was will ich damit erreichen?“

Grüße

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Aber es ist wie mit allem; wenn man dreimal auf die Nase gefallen ist, setzt vielleicht mal ein Nachdenken ein. Die Möglichkeit, sich gezielt, nach eigenen Kriterien zu informieren, haben die Leute jedenfalls.

Das kommt jetzt nach und nach. Die Holländer sind auf dem Weg; in Spanien wird ja schon gegrowt wie wild. Wichtig wären Tschechien und Frankreich. Da gibt’s verdammt viele Kiffer, und es hätte Strahlkraft. Die Nachbarländer, wie Polen oder Österreich fallen dann als nächstes.
Wer jetzt wie gut anbaut, ist eigentlich egal! Für eine Reduktion der Kriminalität (Stichwort „Einstiegsdroge“, wenn der Dealer einem mal umsonst etwas Pappe dazugibt) und auch für niedrige Preise ist der Anbau in der Breite wichtig; die Qualität ist eher zweitrangig. Also dass es möglichst viele Kiffer mit ihren selbstgezogenen 50 oder 200 Gramm gibt. Dazu vielleicht noch Shops, die aber in dem Umfeld mit hohen Preisen und schlechter Auswahl nicht wettbewerbsfähig wären.

Nein, sieht doch gleich asozial aus. Die Vaperwolken sieht man auch von 101m problemlos. Ob da jetzt eine Hookah steht oder ein Standvaper mit Schlauch…
Viele Menschen haben einen Wunsch nach Rausch. Ich weiß nicht, ob es in Deutschland möglich ist, dessen Ausleben aus der Öffentlichkeit komplett rauszukriegen. So viele sind hier im Alltag unzufrieden und wollen Dampf ablassen oder sich betäuben.

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Moin,

Also bei allen Vaporizer die ich kenne (mit Blüten in der Kammer), ist manchmal gar kein Dampf zu erkennen… manchmal ganz leicht, aber in jedem Fall deutlich weniger als Bong oder Joint… auch vom Geruch her…

Und Standvaper brauchen in der Regel eine Steckdose…

Grüße

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Komischerweise, jetzt wo es in aller Munde ist, werd ich bekifft in der Öffentlichkeit paranoid. :sweat_smile:
Vorher kam da eh keiner drauf.

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Die Regierung in Thailand will die legalisierung wieder zurücknehmen.

Toll trieben es die alten Römer.
Sollte es hierzulande zu exzessiv werden, kann ich mir das vorstellen.

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Exzessiver als Alkohol sicher nicht. Dazu ist die Wirkung zu anders.

„Evaluierung“ nennen sie es, gucken, was passiert und nachschrauben.
was passiert, ist ja mal das Ding …

Ich hab so viele Sachen im Kopf, grad mal eben das Fußballstadion, öffentliche Sportstätte, Sondergenehmigung des Veranstalters wegen drohenden Zuschauerverlustes, Kifferkurve.

Und wenn sich mal eine „la ola“ bildet, bleibt die Kifferkurve sitzen. Die einen bauen grad und die anderen haben frischen coutchlock…

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Der Geruch beim Konsum wird dem Cannabis den Nacken brechen.

Ein großartiger Vorteil des neuen Gesetzes ist mir noch eingefallen:
Wenn du als homegrower mal 1, 2 Wochen wegwillst … Zack, die Pflanzen mit dem Bollerwagen, dem Fahrradanhänger oder im Beifahrerfußraum kurz zur Pflege gekarrt (gießen reicht) und wieder nach Hause.

neue Perspektiven öffnen sich :grinning:

Wäre leider strafbar.
Du darfst nicht einfach mit deinen Pflanzen durch die Gegend fahren.
Ausnahme hier: Wenn du Stecklinge vom CSC holst - oder die CSCs selbst, wenn sie eine Genehmigung haben.

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So 100% praxistauglich ist die Regelung aber dennoch nicht. Was, wenn du mal umziehen musst? Verlangen sie dann von dir dass du erst deinen Grow und die Trocknung abschließt und die Ernte dann in 25g Portionen von A nach B transportierst? Oder deine noch in Wachstum befindlichen Pflanzen absäbelst und am Zielort einen neuen Grow startest?

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Würde gerne auch mal wissen wie es Datenschutzrechtlich aussieht, wenn ich in einem CSC angemeldet bin und wie einfach die Rennleitung darauf Zugriff hat.

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Die dürfen jederzeit da vorstellig werden, alle Daten einsehen, unbeschränkt Kopien ziehen und diese Daten auch an beliebige weitere Behörden weitergeben.

So mancher riecht auch ohne Konsum net besser.
Nach dem Rauchverbot in Clubs roch man erstmals den Schweiß auf den Tanzflächen. Tolle Verbesserung, dacht ich mir da. :smile:

Vielleicht übertreiben wir’s auch manchmal mit der Leisetreterei. Einen eigenen Cannabis-Kotzhügel wünscht sich ja doch keiner. Aber dass Menschen manchmal Geräusche oder Gerüche produzieren, ist ein Fakt, mit dem man leben muss, wenn man nicht allein auf ner Insel wohnt.

Kiffen liegt von der Belästigung für Dritte her irgendwo zwischen Grill anzünden, Kippe rauchen und Bier verschütten. Alles Teile eines ganz normalen Wochenendes in Deutschland. Nicht mehr und nicht weniger.

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Es gibt auch Missernten, bei mir zumindest. Reicht schon wenn der Kumpel gießen muss und denkt, es wäre besonders intelligent von meinem Gieß und düngeschema abweichen. Oder das sprühen zwar von bio mittel gegen spinnmilben, diese aber die Pflanze killt wenns zu viel wird. Die flasche war leer, ich sagte 1x noch. Neu ganz neue Flasche, zu tode gespritzt. Auf vollkommen trockenfe erde Gedüngtes Wasser. Hilfe. Ich verdampfe lieber Spinnmilben als so Biozeugs mit Geruch. Hilfe.

Also, es gibt höhere Gewalt die rechtfertigen, dass man eventuell etwas mehr da ist, man muss doch überhauot nicht mehr anbauen als da ist, wer sagt das? Ich hab seit Monaten nix mehr Im Zelt weil ich muss das Zeug erst mal wegrauchen schaffen, das ist alleine echt schwer hahaha.

ich liege aktuell ganz klar im gesetzlichen Rahmen, reicht locker bis die erste fertig ist, ansonsten kenn ich aktuell niemand mehr der Zeug vertickt, ist nicht meine Welt, mir gehts nur um Genuß.

Werde mutiger, weniger Angst, keine Paranoia mehr, mit Blick auf die Kosten schließe ich den AKF erst an, wenn die Weiber so richtig anfangen nach Moschus zu riechen.
Praktisch heisst dass, die letzten 4 Wochen, wenn sie beginnen Harz anzusetzen, wird der Abluftschlauch auf den Filter gesetzt.

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NOGO sich da zu registrieren.
Halte mal Dracula das Kurzifix hin…
Entweder anonym oder gar nicht, stell Dir mal vor, die Laufhäuser würden nach dem Peso fragen und Registrierung verlangen…tja, müssten die Weiber sich einen anderen Job suchen.

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Moin,

mal ne Frage:

Würdet ihr Alkohol kaufen, wenn der Kauf mit Personaldaten erfasst werden würde?

Grüße

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Finde das eine sehr schwierige Frage.
Einerseits so lang man sich an die Gesetze hält hat man ja nichts zu befürchten, so weit so gut. Andererseits mit der immer mehr werdenden Kontrollen und Überwachung im Alltag, vorallem was die Digitalisierung angeht verliert man halt seine Privatsphäre als einzelner Bürger immer mehr.

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