Weed Badtrips Eure Erfahrungen + Tipps

Klingt für mich jetzt eher nach ner deutlichen Überdosierung, die dich halt völlig unerwartet erwischt hat. Wenn die Symptome nach dem Abklingen des Rausches wieder komplett weg sind, würd ich nicht von ner Psychose sprechen. Die Angst, dass sowas wieder passieren könnte, ist ja eher ziemlich rational, wenn einem was Unangenehmes widerfahren ist.

Das Problem bei Edibles ist die Dosierung. Je nachdem, wie effizient Decarboxylierung, Extraktion und Verstoffwechselung laufen, kann die Wirkung um ein Vielfaches schwanken, selbst zwischen Chargen, bei denen man alles möglichst gleich gemacht hat. Wenn man relativ empfindlich ist, ist man dann sehr schnell mal in nem Bereich, wo man eigentlich nicht hinwollte. Also vielleicht künftig noch vorsichtiger rantasten, und zwar an jede Charge aufs Neue, oder a la LSD mit Tripsitter. Oder halt leichter dosierbare Konsumformen wählen.
Bin von Edibles auch bißchen abgekommen. Effekt wenig vorhersehbar, Wirkungsdauer zu lang, passt gerade nicht in mein Leben.
Und wenn ich mal die Zeit habe und es wirklich knackig will, sind Pilze eh besser. :grin:

(Ehrlich gesagt find ich’s ziemlich mutig, wie in Amsterdam Edibles an häufig völlig uninformierte und drogenunerfahrene Touristen zu verkaufen und die dann durch die Stadt rennen zu lassen. Da kann schon fieses Zeug passieren.)

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Ich bin auch nicht mehr scharf auf die Sorte. Linda hatte mir ein paar Samen (Dutch Passion) dabeigepackt, aber die werd’ ich wohl einem Kumpel vermachen!

Eine Geschichte muss ich jetzt doch noch erzählen, die ist allerdings ziemlich heftig. Ist schon viele Jahre her.
Zu der Zeit habe ich allein in einem Studentenwohnheim im 13. Stock gewohnt. Eine Wand war eine Fensterfront mit einem Balkon. Hab zu der Zeit nicht oft gekifft, aber ein Kumpel hatte mir grad ein bisschen was mitgebracht. Was macht man da so als junger Mensch? Man schaut, wie weit man gehen kann. Also ordentliche Tüte (für meine Verhältnisse viel) gedreht und geraucht.
Kurze Zeit später waren meine Ohren erfüllt von einem Dröhnen und Rauschen, das sich nach und nach zu Worten formte. Und mir wurde klar, dass das der Abgrund hinter der Fensterfront, hinter dem Balkongeländer war, der mich zu sich rief. Und ich Bekam plötzlich eine panische Angst, dieser Stimme nicht widerstehen zu können, weil ich meine letzte Willenskraft gerade weggekifft hatte.
Ich habe mich dann aufs Bett geworfen und mich abwechselnd festgekrallt und mir die Ohren zugehalten, um irgendwie dieser Stimme zu widerstehen. Irgendwann wurde sie dann leiser.
Danach habe ich’s tatsächlich noch ein paarmal übertrieben mit dem Kiffen. Aber nie wieder in diesem Zimmer. Ich bin bis heute sicher, dass ich da ganz objektiv in ganz konkreter Lebensgefahr war.

Viele Jahre später bin ich übrigens wegen einer schweren depressiven Episode mit akuter Suizidalität 6 Wochen stationär in der Psychiatrie gewesen. Einen direkten Zusammenhang gibts da aufgrund des großen zeitlichen Abstands wohl nicht. Aber die Episoden plötzlich einschießender Suizidimpulse, die mich dazu gebracht haben, mich selbst einzuliefern, haben mich an nichts so sehr erinnert wie an ebenjenes Erlebnis. Nur ohne die Stimme und ohne Drogen.

Musste ich jetzt mal loswerden. Sorry.

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Ich finde solche Berichte gut, weil es anderen helfen kann!

Völlige Zustimmung bzgl Edibles! sind echt ne andere Hausnummer, vor allem weil das sogar bis zu 24h Effekte haben kann & wenn man einen Bad Trip hat, kann das echt schlimm sein.
Angeblich soll es direkt helfen CBD zu konsumieren…

Auch bei meiner „Überdosierung“ habe ich das nicht kommen sehen und wollte halt mal die volle Ladung.
Es wird anscheinend ganz anders verstoffwechselt vom Körper.

Habe auch schon vorher andere Substanzen konsumiert und hatte immer das Gefühl noch alles kontrollieren zu können aber das hat mich auch echt umgehauen im negativen Sinne.

Also tastet euch lieber langsam ran und seid vorsichtig bei Edibles!

Als jemand die in ihrer Sturm und Drang Zeit viel Salvia, Holzrose, LSD und Pilze zu sich nahm, muss ich mich erstmal über den Begriff „Badtrip“ bzw. „Trip“ bei Brokkoli echauffieren.

Sonst habe ich nichts beizutragen, außer das sich Brokkoli auf Trips gut zum erden eignet.

Warum musst du dich denn echauffieren?

Edit:
Nur weil du andere Sachen zu dir genommen hast, die einen stärkeren Tripp ( für dich und andere) auslösen kann man den Menschen die nur Weed kennen die Erfahrung nicht absprechen.

Den Begriff Trip für einen Hanfrausch zu verwenden empfinde ich als Steigerungsform des karlschen Gebrabbels über „toxische THC Werte“. Wenn ich zuviel davon intus habe schlafe ich halt mehr oder minder angenehm ein (green out). Salvia dagegen reisst mich binnen Sekunden in eine komplett andere Welt, ohne jegliche Erinnerung an die reale. Das ist n Trip.

Ja gilt nur für dich, habe den ersten Text Korrigiert/erweitert.

Jeder Jeck ist anders und empfindet anders.

(Mit Dabben hast du einen Tripp die ersten male. Da dieser Cannabisrausch sehr intensiv ist)

Interessanterweise hab ich mit Pilzen nur angenehme und letztlich ziemlich harmlose Erfahrungen gemacht. Klar, das ist viel bunter und tripsiger. Aber eher wie ein Traum, der mich persönlich gar nicht so betrifft, gerade weil alles, was man wahrnimmt, so weit hergeholt ist. Cannabis kann (bei meiner Hirnchemie zumindest) sehr tripsig, aber eben auch sehr persönlich werden.

Jedes Hirn funktioniert bissl anders. Und jede Droge kann einen auch mal auf dem falschen Fuß erwischen. Oder Türen aufstoßen, die vielleicht besser verschlossen geblieben wären. Ja, auch Cannabis. Das macht es doch eben reizvoll.

Blaubarts Zimmer.