🍂 DIY-Herbarium = Mal ein recht trockener Umgang mit unseren Pflanzen 🍂

:warning: Under Construction :warning:

Hier kommt noch ein Text hin, der den Begriff Herbarium nochmal einleitend erklärt, sowie kurz beleuchtet, was der ganze Bums überhaupt soll.

Um das Ganze mal zu visualisieren und ne Idee davon zu bekommen, wo die Reise hingeht, hier ein paar flott im Netz zusammengeklaubte Beispiele:






Aber vor den Erfolg haben die Götter den Schweiss gesetzt …

:carpentry_saw:
Das benötigte Material ist mittlerweile eingetrudelt - somit kann es los gehen.

Im Bild zu sehen sind:

  • 2 x Siebdruckplatten (30mm) im Format 50x40mm
  • 4 x M10 x 130 mm Senkkopfschrauben (V2A)
  • 4 x M10 FlĂĽgelmuttern (V2A)
  • 4 x M10 „Halbmuttern“ (V2A)
  • 8 x M10 Karosseriescheiben (V2A)
  • Akkubohrer mit 10mm Holzbohrer
  • „Versenker“ fĂĽr die flächenbĂĽndige Verschraubung der Senkkopfschrauben
  • 4 x Einhandzwingen

.

Platten mit den Zwingen flächenbündig angeballert …

… vier zehner Löcher gesetzt …

… Schrauben durch und feddich is die Laube! - DENKSTE !!!


Erstes Zwischenergebnis, was leider zu befĂĽrchten war:
Die Schrauben klemmen und ich bekomm’ das Moped nicht zugeschraubt!
In Ermangelung eine Bohrständers/Standbohrmaschine sind die 4 Löcher nicht alle 100% senkrecht gesetzt. Trage zwar in meiner Berufsbezeichnung das Wort „Arbeiter“, aber das bezieht sich weniger auf den Umgang mit drehenden Maschinen - so wird dat nix! :sunglasses:

Lösungsansatz:
Ich muss wohl die Bohrungen etwas vergrößern, damit die Schrauben etwas mehr „Spiel“ bekommen, aber mit dem 10ner Holzbohrer ist in meiner Werkstatt Ende im Gelände → größere Holzbohrer sind bestellt (11, 12, 13) und kommen wohl am Montag.


… und richtig, die heute gelieferten Holzbohrer brachten die Lösung:
Zuerst den 11er, den 12er Bohrer versenkt und dann den13mm Holzbohrer - et voilĂ  :

Erste „Anprobe“:

Probehalber einmal die A3 Wellpappe + Löschpapier reingelegt:

Finale Sandwichbegutachtung:

Die verbleibende Gewindelänge lässt hoffen, dass mit einem Pressdurchgang mehre Lagen Blätter, Blüten und Co verarbeitet werden können.
Da die Mädels aktuell heija machen, kann ich die ersten Blätter meines Grows erst ab Mitternacht entnehmen … bzw. morgen früh bis 12:00 Uhr. :sunglasses:

tbc

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Da die Mädels bis 12:00 Uhr wach sind, habe ich der vorderen Linken ein paar Blätter abgeluchst und in die Presse gepackt. Leider kann ich den Strain final nicht zuordnen:
Durch das ganze Tohuwabohu vom Anfang des Grows, bin ich mir nicht sicher, ob es sich nun um die Frozen Fuel, oder die Mandarin Cookies von ALCHIMIA handelt. Das lässt sich im Nachgang/Ernte aber bestimmt noch klären … :innocent:

Somit wäre für das erste Karteikärtchen meines künftigen Ganja-Herbariums zu notieren:

- Cannabis Sativa
- Strain (n.n.)
- Photoperiodisch (feminin)
- Vegetationstag 95 (BT48)
- Belichtung GCx9
- Datum der Pressung: 25.09.2024




Ab jetzt heiĂźt es geduldig zu sein:
Mindestens 1 Woche, besser 2 Wochen mĂĽssen die Leaves bis zur Durchtrocknung im Presswerk verweilen.


Hier die „Spender-Dame“ (1. von links).

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Wichtige Ergänzungen, da dieser Punkt wesentlich zu kurz gekommen ist:

Da sollte ich zumindest beschreiben, wie ich das hier angegangen bin und warum!
Bisher habe ich dazu kaum etwas im WWW gefunden, so dass ich meine eigenen Gehirnwindungen bemĂĽhen musste.

Als Kiffer … ähhh … Cannaseur ist man ja regelmäßig etwas bequem. Daher habe ich nicht etwa olle Kartons auf Format geschnitten, sondern passende DIN A3 Zuschnitte im Netz bestellt. :sunglasses:
Derer gibbet so einige, die sich in der „Stärke“ wesentlich unterscheiden. Auf anhieb habe ich da 1,8mm, 4,0mm und 5,9mm Pappen gefunden, mich aber (aus dem Bauch heraus) für die ersten beiden entschieden.

Weiterhin - und wahrscheinlich essentiell - ist da noch das „Löschpapier“ nötig!
Bei meinen Recherchen bin ich da ĂĽber das Blumenpresspapier im A3 Format gestolpert.
Das hat mit dem mir aus meiner Grundschulzeit bekannten Bogen dicken, rosafarbenen Einlegeblättern mal so gar nix zu tun!
Total dünn und mit 2 unterschiedlichen Oberflächen (eine glatt, die andere eher „angeraut“) kommen die Bögen überraschender Weise daher und erinnern ein wenig an Butterbrotspapier.

Ein Hinweis darauf fehlt in Gänze bei der Artikelbescheibung und einen „Beipackzettel“ gab es nicht. :confused:

Daher habe ich meinen eigenen Grips angestrengt und bin zu dem Entschluß gekommen, dass die glatte Seite zur „Blumenseite“ gehört und verhindern soll, dass das Pressgut am Papier anpappt, hingegen die raue Seite für den flotten Abtransport der entzogenen Feuchtigkeit sorgt und diese großflächig verteilt. Mir erscheint das logisch und wurde daher so umgesetzt. :innocent:

Und die Pappen? :thinking:

Der Querschnitt durch den Stapel offenbart es und lässt auch hier Rückschlüsse zu:

DĂĽnne Pappe = schlanke Stege
Dickere Pappe = breitere Stege

→ Hier kann dann wohl die Feuchtigkeit entfleuchen! :bulb:

Als Freund einer gewissen Symmetrie, habe ich dann pro „Presspacken“ zuerst eine dickere, dann 2 dünnere Pappen, dann das „Löschpapier“ (pro Blumenseite jeweils 3 Bögen) und dann wie gehabt wieder eine dicke + 2 dünne genommen.
Das ist aber auch dem Lieferumfang geschuldet, da ich nur 10 von den dickeren Pappen habe, während die Dünnen als 20er Pack geliefert wurden. :wink:

So, ich glaube, jetzt mein Pulver zum bisher Geschehenen komplett verschossen zu haben. :upside_down_face:

In einer der anschließenen Pressungen, sofern mich die erste hier zufrieden stellt, werde ich mich mal an Triebe & Blüten heran wagen. Da hier ja im Vergleich zu den Blättern ne gehörige Menge mehr Flüssigkeit abgeführt werden muss, werden wohl auch die zarten „Blumenpressblätter“ an ihre Grenzen stoßen.
Daher werde ich jetzt die zuvor verschmähte VERDI Mitgliederzeitung nicht mehr sofort dem Altpapier zuführen, sondern für die „krasseren“ Pressungen verwahren. :clamp:

Endlich ergibt die Zeitung auch fĂĽr mich einen Sinn! :joy:

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NEIN - NEIN - NEIN!

Die rauhe Seite auf die Pflanze, wegen der Saugfähigkeit -
die glatte Seite nach aussen, wegen dem gleichmässigen Anpressdruck.

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:joy:
… der Zug ist leider abgefahren! :wink:
Aber was macht dich da so sicher?
Ist meine Logik so unlogisch?


Edit

Was gegen deine Annahme spricht, ist das mein zweiter Packen Papier (war bis gerade noch ungeöffnet) wider Erwarten 2 glatte Seiten hat!
Da muss man seinen Kopp dann nicht für anstrengen … :wink:

Leider ja -
dieses Papier ist extra dafĂĽr konzipiert.

Leicht vortrocknen, arrangieren und dann pressen.
Die rauhe Seite nimmt die noch vorhandene Feuchtigkeit auf und leitet sie ab.
Die Glatte Seite sorgt dafür, das der Druck sich gleichmässig verteilt -
da sie nicht an der Pappe oder anderen rauhen Materialen haften bleiben kann.

SO ist das gedacht.
Glatte Seite auf der Pflanze macht Schimmel, da die Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Rauhe Seite auf der Pappe macht Knicke, weil sich das Papier der Pappe anpasst und nicht der Pflanze. Von der rutscht es ja ab.

Ergo - aufschrauben, umdrehen, zuschrauben …
Und niemand wird was merken.

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Ich habe noch etwas gefunden -
eine Anleitung, fĂĽr ein Herbarium, fĂĽr wissenschaftliche Mitarbeiter in Museen.

Da drin ist auch mehrfach die Rede von „Seidenpapier“ -
und nach deiner Beschreibung mĂĽsste es das auch sein, was du hast.
Ich kenne Seidenpapier ganz gut - das gibt es einseitig rauh,
speziell fĂĽr Blumenpressen oder andere Anwendungen.
Und beidseitig glatt - Verpackung, Schutz, etc.

.

Ein Herbarium anlegen

Zentralstelle Floristische Kartierung Baden-WĂĽrttemberg

Schon seit vielen Jahrhunderten werden Pflanzen durch Pressen und Trocknen haltbar gemacht. In alten Sammlungen kann man sehen, wie sie sich erstaunlich gut erhalten haben. Jahrhunderte alte Exemplare sind kaum von frischen zu unterscheiden.

Das Anlegen eines Herbariums macht viel Spaß, es schärft den Blick für die Pflanzen und die feinen Unterschiede, durch die intensive Beschäftigung lernt man schnell viele Arten der einheimischen Flora kennen.

Wissenschaftliche Herbarien sind eine wesentliche und unverzichtbare Grundlage für die Benennung und Unterscheidung von Pflanzenarten. Jeder Beschreibung einer neuen Art liegt ein Herbarbeleg zugrunde, der so genannte Typus, mit dem der Name verknüpft ist. .Der Typusbeleg ist also sozusagen das Archivstück, das „Urmeter“, für eine bestimmte Art. Allerdings sind die meisten Herbarbelege keine Typen, sondern weitere Aufsammlungen schon bekannter Pflanzenarten. Mit Hilfe solcher Belege werden z.B. Verbreitungskarten erstellt oder man kann damit nachweisen, dass eine bestimmte Art früher in einer Gegend vorkam, wo sie jetzt erloschen ist (Rote Listen).

Diese zwei Anwendungen setzen voraus, dass die Angaben auf dem Etikett über Fundort und Funddatum wirklich zutreffen. Jeder, der einen Herbarbeleg anlegt, schafft damit ein Dokument, auf das sich auch andere Forscher verlassen können müssen.

  • Tipps und Tricks fĂĽrs Sammeln

Ins Gelände mitnehmen: Plastiksammeltüte(n). Notizbuch, Stift, Topographische Karte, (selbstklebende) Zettel, Messer oder Gartenschere, evtl. Schaufel, Lupe, Bestimmungsbuch, Pflanzenpresse

Welche Arten soll man sammeln?

Das hängt davon ab, welchen Schwerpunkt man für sein Herbarium setzen will. Wer Pflanzen kennen lernen will, wird mit den häufigen Arten anfangen und sich nach und nach das Artenspektrum erweitern. Auf Exkursionen kann man unbekannte Arten sammeln, zu Hause nachbestimmen und herbarisieren. Ein komplettes Herbarium zu erstellen, das alle Arten eines bestimmten Gebiets enthält ist ein ehrgeiziges Ziel und braucht sicher einige Jahre.

Welche Arten fĂĽr die Floristische Kartierung gesammelt werden sollen steht in den Kartierrichtlinien.

Was darf nicht gesammelt werden:

  • geschĂĽtzte Pflanzen (also im Zweifelsfall erst bestimmen, dann pflĂĽcken)
  • gefährdete Arten (Rote-Liste-Arten)
  • Pflanzen, die am jeweiligen Standort nur in wenigen Exemplaren vorkommen, unabhängig von ihrer Gefährdung. Faustregel (1:20-Regel): Von 20 Exemplaren am Standort darf höchstens eines entfernt werden. Von 20 Zweigen eines Gehölzes darf nur einer entfernt werden. Diese Regelung stellt halbwegs sicher, dass isolierte Pflanzenstandorte nicht durch Sammeln vernichtet werden.

Wo darf nicht gesammelt werden:

  • in Naturschutzgebieten
  • in sonstigen geschĂĽtzten Biotopen (z.B. Naturdenkmale)
  • auf Autobahnmittelstreifen (stellvertretend fĂĽr alle unnötig riskanten Sammelaktionen)

Grundsätzlich sollte man beim Sammeln auf folgendes achten:

  • Pflanzen möglichst komplett sammeln: Grundblätter, Stängel, BlĂĽte, FrĂĽchte, Wurzel. Nur dann lassen sie sich sicher bestimmen.
  • Typische, schön ausgebildete Exemplare sammeln.
  • Bei trockenem Wetter sammeln. Dadurch trocknen die Pflanzen schneller und die Farben werden besser erhalten.
  • Gesammelte Pflanzen in einer geschlossenen PlastiktĂĽte transportieren. Bei heiĂźem Wetter kann man ein feuchtes Tuch in die TĂĽte legen. TĂĽte nicht in die Sonne legen und Pflanzen so schnell wie möglich in die Presse legen.
  • Sehr hinfällige Arten (z.B. Veronica, Helianthemum) kann man gleich im Gelände in eine kleine Mappe mit einfachem Zeitungspapier einlegen, dann bleiben die BlĂĽtenblätter dran.
  • Wenn man an einem Tag an mehreren Standorten sammelt, fĂĽr jeden eine neue TĂĽte nehmen und beschriften.
  • Nur so viel sammeln, wie man auch versorgen kann.
  • Sammelorte im Notizbuch genau festhalten.

Tipps fĂĽr einzelne Arten:

Einjährige: Mit der ganzen Wurzel herausziehen, verschiedene Größen mitnehmen.

Perennierende Kräuter: Stets auch Wurzel mitnehmen, auf Rhizom, Pfahlwurzeln oder Ausläufer achten. Dicke Wurzeln und Rhizome längs halbieren, Knollen und Zwiebeln ebenfalls in Längslagen schneiden, unbedingt die äußeren (abgestorbenen) Hüllen mitnehmen. Ein bis zwei Exemplare pro Beleg, je nach Größe, ggf. Seitenäste abschneiden, aber so, dass man noch erkennen kann, dass sie da waren, also ‚Stummel’ lassen.

Fleischige Arten (Sedum, Sempervivum…): Über Nacht einfrieren, auftauen lassen und erst dann pressen. Häufig Papier wechseln!

Sträucher: Mit Messer oder Gartenschere abschneiden. Bei blühenden Sträuchern auch auf Früchte des letzten Jahres achten (z.B. Reste unter dem Strauch).

Campanula, Scrophulariacee, Primula: BlĂĽtenfarbe aufschreiben, verbleicht bei Glockenblumen und wird bei Scrophulariaceen schwarz.

Grasartige, insbesondere Carex: Unbedingt Wuchsform notieren (horstig, rasig,…), Ausläufer mitsammeln.

Gehölze: Nicht nur Blätter, sondern auch Zweige sammeln. Möglichst mit Früchten, Blüten und Knospen (evtl. zu verschiedenen Jahreszeiten sammeln).

Weiden: Auf männliche und weibliche Blüten achten, Zweige zum Teil schälen, um die Striemen sichtbar zu machen.

Rubus: Einen blühenden Zweig von diesem Jahr und einen Schössling vom letzten Jahr von

derselben Pflanze sammeln.

  • Pflanzenpresse

Die gesammelten Pflanzen werden zwischen trockenem Papier gepresst, bis sie ganz trocken sind. Gitterpressen aus Metall sind leicht und praktisch aber, recht teuer (siehe Bezugsquellen). Die häufig angebotenen quadratischen „Blumenpressen“ aus Sperrholz sind unpraktisch: erstens von der Form her, da Pflanzen grundsätzlich eher länglich als quadratisch sind, zweitens ist der Verschluss durch Schrauben umständlich. Eine brauchbare Pflanzenpresse lässt sich jedoch einfach herstellen.

Material:

  • zwei Sperrholzbretter, ca. 5-10 mm dick, von der Größe einer zusammengefalteten Zeitung
  • zwei Packriemen (Sport- oder Outdoorgeschäft)

In die Bretter bohrt man zahlreiche Löcher (Durchmesser 1-2 cm), um eine gute Durchlüftung zu gewährleisten. Die einfachste Form der Presse ist schon fertig, wenn man einige Zeitungen zwischen die Bretter legt und alles mit den Riemen straff zusammen schnürt. Für die komfortablere und schönere Ausführung kann man die Bretter noch lackieren, aus kurzen Lederstückchen Laschen anschrauben, mit denen die Riemen an ihrem Platz gehalten werden und aus einem weiteren Riemenstück oben einen Griff anbringen.

  • Trocknen

Die Pflanzenpresse wird mit Zeitungspapier, passend zugeschnittenen Wellpappelagen und doppelt gelegtem Zeitungspapier- oder Seidenpapierbögen gefüllt.

Die Pflanzen werden auf der einen Hälfte eines offenen Seidenpapier- oder Zeitungsbogens naturgetreu und schön ausgebreitet, so dass sich möglichst wenige Teile überlappen. Einzelne Blätter werden umgedreht oder umgeknickt, um die Blattunterseite erkennen zu lassen. Große flache Blüten legt man so hin, dass man hineinsehen kann. Blüten und Köpfchen können teilweise aufgeschnitten werden, um z. B. die Staubblätter erkennen zu lassen. Hat man sehr dicke Blütenköpfe, kann man sie halbieren und die abgeschnittene Hälfte daneben legen. Besonders dicke Strukturen (Knollen, Stängel, Blütenköpfe) polstert man ringsherum mit mehrfach zusammengelegten Zeitungen ab. Zu lange Pflanzen knickt man zickzackartig. Grundregel: das gepresste Exemplar soll alle kritischen Aspekte der Pflanze zeigen.

Wenn auf dem Blatt genügend Platz ist, können mehrere Exemplare gepresst werden, die die Variationsbreite der Population zeigen, oder es können zusätzlich Jungpflanzen oder vegetative Exemplare mitgepresst werden.

Man legt einen Zettel mit Fundort- und Standortangabe, Sammeldatum und Namen zur Pflanze.

Jetzt wird die Zeitung geschlossen. In dieser einfachen Papierlage sollte die Pflanze bis zum endgültigen Trockenwerden bleiben (am zweiten Tag kann man noch die Lage von Blättern und Blüten korrigieren). Als Zwischenlage, sozusagen als „Windel“, legt man eine doppelte, gefaltete Zeitung auf den Beleg und dann den nächsten Bogen zum Einlegen der nächsten Pflanze. Legt man die Falze der Zeitungen mit Pflanze nach rechts, die der Zwischenblätter nach links, so hat man es bei Umlegen der Pflanzen leichter.

Alle paar Lagen ein StĂĽck Wellpappe einlegen, das sorgt fĂĽr gute BelĂĽftung und begradigt die Unebenheiten.

Sind alle Pflanzen eingelegt, kommt der ganze Stapel in die Presse. Die beiden Bretter werden mit den Riemen zusammengezogen und so die Pflanzen „gepresst“. Das soll aber mit Gefühl geschehen. Die Pflanzen sollen glatt eintrockenen, aber nicht zerquetscht werden.

Der Erfolg beim Herbarisieren hängt direkt vom Fleiß beim „Windeln wechseln“ ab: Am Anfang sollte man jeden Tag die Zwischenlagen gegen trockene Zeitungen austauschen.

Es ist sinnvoll, die volle Pflanzenpresse an einen warmen, trockenen Platz zu stellen, z.B. auf die Heizung oder an ein sonniges Fenster, bei längeren Exkursionen hinter die Windschutzscheibe des in der Sonne geparkten Autos. Je schneller die Pflanzen trocknen, umso besser erhalten sich die natürlichen Farben.

  • Etikett

Zu jedem Beleg gehört unbedingt ein vollständiges Etikett. Schreibt man die Etiketten von Hand, sollte deutlich lesbar schreiben und einen lichtechten Stift (Tuschestift, dokumentenechter Kugelschreiber), sonst möglicht einen Laserdrucker verwenden. Viele Kugel- und Filzschreiber bleichen nach wenigen Jahren aus, ein wissenschaftlicher Herbarbeleg hält sich aber über Jahrhunderte.

Das Etikett muss folgende Angaben enthalten:

  • Herbarbesitzer

  • Pflanzenfamilie

  • Lateinischer Pflanzenname mit Autor. Der Autor ist ein Namensbestandteil

  • Fundort: Staat, Land, Kreis, Provinz, Kanton etc. nicht vergessen! Auch ein ortsunkundiger soll die Fundstelle im Gelände aufsuchen können, z.B. Deutschland, Niedersachsen, Göttingen: Elliehäuser Wald, östl. der StraĂźe Elliehausen-Esebeck. Vor den Namen kleiner Orte sollten Sie unbedingt einen größeren Bezugsort setzen.

  • Koordinaten

  • Standort: z.B. Lichter Laubwald; Ruderale StraĂźenböschung, Schattiger Graben, Kalkmagerrasen, Gartenunkraut etc. Wenn möglich auch geologischen Untergrund.

  • Sammeldatum mit vollständiger Jahreszahl, also 2008 und nicht nur 08

  • Angabe ĂĽber den Sammler: leg. (legit = hat gesammelt). Alles Material, das man von anderen bekommt, wird unter deren Sammlernamen aufgefĂĽhrt.

  • Angaben ĂĽber den Bestimmer: det. (determinavit = hat bestimmt) muss man dann beifĂĽgen, wenn er mit dem Sammler nicht ĂĽbereinstimmt.

  • Sammelnummer: Wer ein wissenschaftliches Herbar anlegen will, sollte seine Herbarbelege mit fortlaufenden Sammelnummern versehen.

  • Aufkleben und Aufbewahren

Die trockenen Pflanzen werden mit schmalen Papierstreifen auf einen steifen Papierbogen aufgeklebt. Tesafilm ist ungeeignet, er vergilbt, greift das Papier und die Pflanze an und löst sich schnell wieder ab. Gummierte Klebestreifen gibt es in großen Rollen in Läden für Künstlerberdarf.

Beim Aufkleben muss man darauf achten, dass man mit den Streifen keine für die Bestimmung wichtigen Merkmale überdeckt. Man klebt also mitten im Internodium, aber kurz unter Endblüten. Große Blätter müssen an der Spitze fixiert werden. Die Papierstreifen sollten nie über Blüten geklebt werden. Grundsätzlich soll die Wurzel nach unten und die Blüte nach oben zeigen.

Die Herbarbögen lassen sich besser stapeln, wenn nicht alle Pflanzen genau in der Mitte des Bogens ihre dickste Stelle haben. Die Etiketten sollten aber immer in der gleichen Ecke des Herbarbogens kleben (unten rechts). Zum Aufkleben der Etiketten hat sich lösungsmittelfreier Klebstoff bewährt.

Kleinteile, die sich beim Pressen gelöst haben (Samen, Blütenblätter…) werden in so genannten Kapseln aufbewahrt. Man faltet dazu ein postkartengroßes Papierstück zu einem Umschlag, gibt die Einzelteile hinein und klebt ihn auf den Herbarbogen.

Der Herbarbogen wird zum Schutz am besten noch in ein gefaltetes Blatt Papier gelegt. Die fertigen Herbarbögen werden alphabetisch nach Familie, Gattung und Art sortiert und in Jurismappen oder Schachteln trocken und lichtgeschützt in einem dicht schließenden Schrank (Insektenbefall!) aufbewahrt. Wenn doch einmal Käfer auftreten sollten, muss man das Herbar in Plastiktüten verpacken und ein paar Tage gut durchfrieren lassen.

  • Belege fĂĽr das Staatliche Museum fĂĽr Naturkunde

Wir freuen uns, wenn wir Belege erhalten. Bitte kleben Sie sie nicht auf, sondern legen Sie sie nur mit einem Etikett in einen Bogen Zeitung. Wenn Sie die Angaben auf den Etiketten noch als Excel- Tabelle speichern und mitschicken, können wir sie schnell einarbeiten. Das Format der Museums- Herbarbögen beträgt 45 x 27 cm, die Belege sollten also nicht größer sein.

  • Bezugsquellen

Gitterpresse aus zwei verzinkten Drahtgitterrahmen; ca. 40 x 26 cm; exakte Spannung durch verstellbare Spanngurte, Trockenpapier; inkl. kurzer Anleitung zum Sammeln und Trocknen von Pflanzen. FĂĽr 55,00 Euro bei Fiebig Lehrmittel, Pflanzenpresse Metall

Herbarbögen: Pflanzenpresspapier.1 steife Mappe (Umschlagmappe), 100 Pflanzenbogen, 25 Familienbogen (braun), 10 Ordnungsmappen (grün), 100 Pflanzenzettel, 1 kurze Anleitung für das Sammeln und Trocknen von Pflanzen und das Anlegen einer Pflanzensammlung, 15 Bogen für 35,00 Euro beim Deutschen Apothekerverlag, Kleines Herbarium | Deutscher Apotheker Verlag

Gummierte Klebestreifen können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der floristischen Kartierung Baden-Württembergs meterweise beim Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart erhalten.

Nachtrag:
Also, das mit dem Seidenpapier wusste ich ja noch irgendwie -
aber das die „Windeln“ wechseln, dass es eine Gitterpresse gibt und dass die Profis Spanngurte bevorzugen - völliges Neuland.
Habe ich so nicht erwartet ..

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Diesen Text hatte ich auch gefunden - gibt wesentlich mehr her, als die vielen Bastelanleitungen für Kindergärtnerinnen! :sunglasses:
Nachdrücklich in Erinnerung geblieben ist der letzte Satz, in dem die Mitarbeiter der „floristischen Kartierung BWs“ (gibt schon abgefahrene Jobs im Ländle) sich ihre Klebestreifen für umme im staatl. Museum abholen können. → nice!

Momentan hoch im Kurs steht bei mir Buchbinder-Leim, der nicht nur UV beständig ist, sondern auch, ich zitiere:

  • „Der gemäß einer alten Rezeptur der Buchrestauratoren „nachgestellte“ Leim trocknet innerhalb weniger Minuten elastisch, matt und nicht vergilbend auf. Dadurch eignet er sich besonders gut fĂĽr alle Papierklebe- und Restaurationsarbeiten (Verkleben von BuchrĂĽcken etc.) Besonders vorteilhaft: Nach dem Auftrocknen ist der Leim nicht mehr sichtbar.“

Liest sich doch ganz gut!

Diese Spanngurt-Mappen sind meiner Meinung nach eher fürs sammeln der Pflanzenteile unterwegs gedacht → Flottes Öffnen & Schließen, sowie sicherer Transport.
Für das finale Pressen müssten die Dinger (ebenso mMn) suboptimal sein, da die einwirkende Kraft eben nicht optimal vertikal verläuft (Druck), sonden eher „rundum“ einwirkt, bzw. sich an den Umlenkpunkten sogar konzentriert. Also eher ein "Würgen", als ein „Drücken“.

logical star trek GIF

Zumindest für mein verkifftes Hirn annähernd zwingend logisch - muss aber nix heißen, lag ja schließlich schon bei meiner „Papier Erklärung“ komplett daneben … :joy:

Na toll, seit ner Stunde wühle ich in Webseiten herum und gucke mir alles mögliche über Herbarien an - das mit der Gitterpresse und diesen Schlabbergurten hat mir keine Ruhe gelassen.

Hier habe ich dann mal endlich eine zufriedenstellende Erklärung bekommen -
letztes Bild.

Aha, macht natĂĽrlich immens Sinn, im Dschungel nicht mit ner Siebdruckplatte rum zu rennen - das leuchtet sogar mir ein.
Womit das Mysterium, der leichten Schlabbergurte, auch gelöst ist.

Wieder was gelernt, es gibt also:

Blumenpressen und Pflanzenpressen

Blumenpressen und Pflanzenpressen dienen dem gleichen Zweck, haben aber kleine Unterschiede in ihrer Anwendung und Konstruktion, je nachdem, welche Pflanzenteile man pressen möchte.

Blumenpressen:

  • Anwendung: Blumenpressen sind speziell fĂĽr empfindliche Pflanzenteile wie BlĂĽten und Blätter entwickelt. Sie sind darauf ausgelegt, die zarten Teile der Pflanze flach und detailgetreu zu pressen, um eine ästhetische Konservierung zu ermöglichen.
  • Konstruktion: Typische Blumenpressen bestehen aus zwei Platten (meist aus Holz oder Kunststoff), die mit Schrauben oder Gurten zusammengedrĂĽckt werden. Zwischen den Platten wird saugfähiges Papier wie Seidenpapier oder Blotting Paper verwendet, um Feuchtigkeit aufzunehmen.
  • Ziel: Hauptsächlich fĂĽr dekorative Zwecke oder fĂĽr Herbarien, wo die BlĂĽten in ihrer schönsten Form erhalten werden sollen.

Pflanzenpressen:

  • Anwendung: Pflanzenpressen sind oft robuster und werden fĂĽr eine breitere Palette von Pflanzenteilen verwendet, einschlieĂźlich dickerer Stängel, Zweige und ganzer kleiner Pflanzen. In der Botanik werden Pflanzenpressen verwendet, um Pflanzenmaterial fĂĽr wissenschaftliche Herbarien oder botanische Studien zu konservieren.
  • Konstruktion: Sie sind oft größer und können schwereren Druck ausĂĽben, um auch dickere Pflanzenteile zu trocknen. Pflanzenpressen bestehen häufig aus Holzrahmen mit Gurtbändern und dicken Lagen von Karton oder saugfähigem Papier, das regelmäßig gewechselt wird.
  • Ziel: Oft fĂĽr wissenschaftliche und dokumentarische Zwecke, da die Pflanze möglichst vollständig und präzise erhalten werden soll.

Unterschiede:

  1. Anwendung: Blumenpressen sind eher fĂĽr dekorative Zwecke ausgelegt, Pflanzenpressen eher fĂĽr wissenschaftliche Arbeiten.
  2. Konstruktion: Pflanzenpressen sind oft größer und robuster, um ganze Pflanzen aufzunehmen, während Blumenpressen oft kleinere, ästhetischere Geräte sind.
  3. Feuchtigkeitsaufnahme: Blumenpressen verwenden häufig spezielles, saugfähiges Papier, während Pflanzenpressen auch dickeres Material wie Karton nutzen, um größere Feuchtigkeitsmengen aufzunehmen.

Beide Geräte haben denselben Grundmechanismus, aber ihre Anwendung und Ausführung variieren je nach den spezifischen Anforderungen an das Pflanzenmaterial.

Whow - und wir haben das damals mit ner Buchpresse gemacht.
Sowohl als auch - ich meine da schon die ganz Grosse.

.

Funfact -
beim Durchstöbern der Herbarium-Website aus Vermont, stiess ich auf:
Hori-Hori
und weil das witzig klang und auf der Website nichts mehr zu finden war, wurde recherchiert.

Konichiwa - zukĂĽnftiges Hori-Hori:

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Jetzt steht es da, wie in Stein gemeiĂźelt:
Ich bin nicht der akademisch arbeitende Hobby Gärtner, sondern nur euer Deko-Onkel!

:partying_face:

Och, die Grenzen sind da fliessend -

Andy Goldsworthy

zum Beispiel,
ohne exzellente Kenntnisse der Naturwissenschaften, kann man nicht solche Kunstwerke schaffen.

Und trotzdem werden Leute das fĂĽr puren Dekorativismus halten.

.

Da nun knapp 2 Wochen verstrichen sind, seit dem ich die FlĂĽgelschrauben angeballert habe, habe ich heute mal nachgeschaut:

Das Pressen hat gehörig „Eindruck“ hinterlassen, wie man auf dem Zwischenblatt einigermaßen erkennen kann. Die getrockneten & gepressten Blätter gefallen mir jedenfalls sehr gut (sind noch 2 Bögen mehr, passten aber nicht aufs Foto). Jetzt noch nen schicken Rahmen finden, die Blätter adrett arrangieren und dann wird noch mal geschaut.

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Die sind ja super geworden - die Farben, whow …
Im nächsten Durchlauf - kommen da auch ein paar Herbstblätter mit rein?

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Dankeschön - freut mich, dass es gefällt. :smiling_face:

Das ist genau mein Plan - jetzt nur nicht mehr mit „Überraschungseffekt“. :upside_down_face:
Weniger Plan hab ich, wie ich am besten „erhabene“ Pflanzenteile (Stiele, Nodien, Calyxen, Blüten, etc.) am besten konserviere? Herausfordernd auch, weil sich dabei im Idealfall das „Begleitgrün“ (kl. Blätter) nicht aufrollen sollten … schwierig! … macht evtl. auch nen Dörr-Apparillo Sinn, oder ne große Tupperdose mit Silica Gel Kissen? :thinking:


Edit

Later GIF

  • Dörromat verworfen
  • Glycerin bestellt
  • Silicia Packs im Themenspeicher
  • Skalpell & Rasierklingen zum „reduzieren“ vorhanden
  • Anti-Blätter-Kräusel-Moped als Idee in der Mache … :bulb:

tbc

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Das mit dem Halbieren oder Aufschneiden, kenne ich noch von frĂĽher.
Mein Ding ist es nicht, zumal offene Pflanzen und so - ich weiss nicht.

Viel interessanter finde ich da, den Ansatz mit dem Auspolstern.
Wo ja jetzt geklärt ist, dass es sich um schnödes Seidenpapier handelt -
also keine Druckerschwärze mit in die Presse muss -
könnte ich mir das eher so vorstellen.
Dass man die Unebenheiten mit kleinen geknĂĽllten Seidenpapierabschnitten ausgleicht.

Aus Ermangelung an eigener Brain Power,
kam noch Folgendes heraus -
da sind auch ein paar interessante Ansätze dabei.

Dry Big

Um dickere Pflanzenteile wie Stiele, Blüten oder dicke Blätter korrekt in einem Herbarium zu trocknen, wird ein spezieller Prozess angewendet, der sich von dem für dünnere Pflanzenteile unterscheidet. Bei Cannabis, das dickere Blütenstände und Stiele aufweist, sind besondere Vorkehrungen nötig, um Fäulnis oder unvollständige Trocknung zu verhindern.

Korrekte Vorgehensweise:

  1. Schneiden und Vorbereiten: Dickere Teile der Pflanze, wie die Blüten und Stiele, sollten in kleine, handhabbare Stücke geschnitten werden, um eine gleichmäßige Trocknung zu ermöglichen. Große Blütenstände werden in der Regel der Länge nach aufgeschnitten oder flachgedrückt, um die Trocknung zu beschleunigen.

  2. Entfernen von Feuchtigkeit:

    • Vordehydrierung: Ein häufig verwendeter Ansatz ist die Vortrocknung durch Luftzirkulation in einem gut belĂĽfteten Raum, idealerweise in einem kĂĽhlen, trockenen Umfeld, um den GroĂźteil der Feuchtigkeit zu entfernen, bevor die Pflanzen in die Herbariumpresse gelangen.
    • Saugfähiges Papier: Legen Sie die Pflanzenteile zwischen mehrere Schichten von saugfähigem Papier (z. B. Zeitungspapier oder Filterpapier), um ĂĽberschĂĽssige Feuchtigkeit aufzusaugen. Diese Papiere mĂĽssen regelmäßig gewechselt werden, um Schimmelbildung zu vermeiden.
  3. Verwendung einer Pflanzenpresse:

    • Anpassen an die Dicke: Bei dicken Pflanzenteilen kann eine normale Herbariumpresse zu viel Druck ausĂĽben und das Material beschädigen. Verwenden Sie Abstandshalter oder Schaumstoffeinlagen, um den Druck besser zu verteilen. Dies verhindert Quetschungen, erlaubt aber dennoch eine effektive Trocknung.
    • Regelmäßiger Wechsel: Die Presse sollte alle paar Tage geöffnet werden, damit das saugfähige Papier ersetzt werden kann, bis die Pflanzenteile vollständig getrocknet sind.
  4. Zusätzliche Trocknungsmethoden:

    • Silica-Gel: FĂĽr besonders feuchte Pflanzenteile kann Silica-Gel verwendet werden, das die Feuchtigkeit schnell entzieht, ohne die Pflanze zu beschädigen. Die Pflanzenteile werden in einem luftdichten Behälter zusammen mit dem Silica-Gel gelagert.
    • Lufttrocknung oder Mikrowellen-Methode: Alternativ kann eine Lufttrocknung mit geringer Wärme (nicht ĂĽber 40 °C) oder eine Mikrowellen-Methode zur Beschleunigung des Prozesses verwendet werden.
  5. Endlagerung: Nach dem vollständigen Trocknen können die Pflanzenteile in Archivpapier oder säurefreies Papier eingeschlagen und in einem herbariumsgeeigneten Ordner gelagert werden, um sie vor Feuchtigkeit und Licht zu schützen.

Besondere Vorsicht bei dicken Cannabis-BlĂĽten:

Da Cannabisblüten besonders dick und harzreich sind, ist es entscheidend, dass die Pflanze nicht zu schnell austrocknet, da dies die Struktur und das Erscheinungsbild beeinträchtigen kann. Schimmel kann bei unzureichender Belüftung oder hoher Restfeuchtigkeit leicht auftreten, weshalb eine langsame, kontrollierte Trocknung empfohlen wird.

Dieser botanische Prozess sorgt dafür, dass auch dickere Pflanzenteile langfristig in einem Herbarium gelagert werden können, ohne dass sie verfallen oder ihre Struktur verlieren.

Je mehr ich darĂĽber nachdenke -
dieses ganze Auspolstern stelle ich mir doch auch ziemlich nervig vor.
Wie auch immer - noch einen Link zum
Herbarium Hamburgense

EDIT:
Aha, es gab noch ein Edit.
Womit mein Posting schon wieder veraltet ist -
egal, ich lösch es jetzt nicht.
Das mit dem Silicia fand ich auch am besten.

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Here we are …

Dieses Mal den anderen Strain - so wie es bisher ausschaut, habe ich jeweils 3 Ladies je Sorte in der Growbox.

  • Vegetationstag 107 (BT60)
  • PflĂĽck- & DrĂĽcktag 09.10.2024

Edit

Trivia:

Habe mal den Button „Zusammenfassen“ geklickt und musste schmunzeln!
Insbesondere der letzte Satz ließ meine Augenbrauen Limbo tanzen …

  • „Der Austausch umfasst eine FĂĽlle von Tipps zum Sammeln, Aufbewahren und korrekten Beschriften von Exemplaren im Herbarium und betont einen fundierten Ansatz fĂĽr Enthusiasten und Wissenschaftler gleichermaĂźen..“

Also die KI haben wir hier schon einmal schwer beeindruckt! :joy:

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Preview:

Habe gerade einen kleinen Seitentrieb fĂĽrs Herbarium abgeschnitten.

Jetzt steht er in einer (noch) ~38°C warmen Glycerin-/RO-Wasser Mischung (1:2).
Stiel wurde schräg angeschnitten und auf eine Heizmatte verfrachtet, um die Temperatur der Lösung relativ hoch zu halten. … mal abwarten, was passiert.

tbc

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3 Tage später sieht der Trieb so aus …

Sollte also reichen und sobald ich ein geeignetes Gefäß/Box gefunden habe, wird sie vorsichtig in Silicia Päcken trocken gelegt.

tbc

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Der Trieb wurde gestern abend wie angekündigt in eine mit Silicia-Päckchen (10 x 50g) gefüllte Tupperdose umgebettet. Damit die abstehenden Blätter so einigermaßen gerade und „in flucht“ mit dem künftigen „Trägerpapier“ bleiben, wurden sie sanft mit Pappstreifen beschwert. Ein Pack Filtertips, der sich dafür anbot, sollte dieses richten.

Ein Hygrometer in der Tupperdose gibt AufschluĂź ĂĽber die innewohnende RLF:

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… unboxing des Blütentriebs …

Nun schlummerte der Trieb bei rund 8% RLF nen Monat vor sich hin. Schön zu sehen, dass die Blüten noch recht ansehnlich und die Blätter so einigermaßen gerade getrocknet sind.

Mutig wurde auch der Buchbinderleim zum Fixieren der Pflanzenteile eingesetzt, der transparent trocknen sollte und dann optisch in den Hintergrund rückt … so zumindest der Plan.

Sobald der Leim abgebunden ist, kommt das Sujet (wie wir KĂĽnstler sagen #hĂĽstel) in einen Rahmen und ich werde mir dann etwas mehr MĂĽhe bei dem finalen Foto machen. :wink:

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