Grüß euch,
VT

BT

Die 6. Blütewoche beginnt und es sieht vielversprechend aus
Sowohl Wedding Cake mit super fetten Buds, als auch die Diesel gefallen mir sehr gut.
Für die 6. Blütewoche sind die Blüten schon echt prall. Vielleicht reichen hier auch 8-9 Wochen um sie fertig zu bekommen
Im großen Zelt haben die beiden mit vollen 8. Wochen auch echt stabile Knospen hervorgebracht. Mal sehen was noch wird.
Die oberste Erdschicht ist vollgepackt mit allem was sie für fette Blüten brauchen 
Gleich ein paar mm darunter wimmelt es nur so vor Fadenwürmern, Wurzelmilben und sonstigem Getier.

Ein leichtes Myzel bleibt an vielen Stellen erhalten. Ich schaue auch jeden 2 Tag 4-5 Liter zu gießen. Bisher kam kein Drain mehr, worüber ich echt froh bin
Die brühe unten rauszubekommen macht mir net so Freude. Weniger ist hier mehr. Auch habe ich drauf geachtet in der Umstellung bzw bis zu 2-3 Blütewoche etwas weniger Wasser zu geben. Diese übergroßen Pflanzen haben es deutlich erschwert. Da weniger Feuchtigkeit die Verfügbarkeit von N hemmt und P K dafür besser aufgenommen wird, notwendig um die Plants im Zaum zu halten 
Wer mehr darüber wissen will, hier steht es etwas genauer
NPK verfügbarkeit in Abhängigkeit zur Bodenfeuchte
Du:
Nährstoffaufnhame im Living Soil, in Abhängigkeit zum feuchte Gehalt im Boden.
ChatGPT:
Sehr gutes Thema — und ein zentraler Punkt beim Verständnis von Living Soil!
Die Feuchtigkeit im Boden beeinflusst die Nährstoffaufnahme und das Bodenleben direkter, als die meisten anfangs denken.
Ich erkläre dir das in mehreren Ebenen — von der Bodenbiologie bis zur Pflanzenphysiologie:
1. Grundprinzip: Feuchte steuert das Bodenleben
Das Bodenleben ist die „Verdauung“ deines Living Soils.
Damit Nährstoffe pflanzenverfügbar werden, müssen Mikroorganismen (MO’s) sie umsetzen, mineralisieren oder chelatisieren.
Diese Aktivität hängt stark von der Wasserverfügbarkeit ab:
| Feuchtebereich |
Wirkung auf Bodenleben |
| < 40 % Feldkapazität (zu trocken) |
MO-Aktivität sinkt stark; viele Bakterien bilden Sporen, Pilzfäden trocknen aus → Nährstoffumsetzung stoppt. |
| ~60–80 % Feldkapazität (optimal) |
Idealer Sauerstoff- und Wasserhaushalt → hohe mikrobielle Aktivität, Nährstofffluss maximal. |
| > 90 % Feldkapazität (zu nass) |
Sauerstoffmangel → anaerobe Bedingungen; aerobe Bakterien sterben ab oder gehen in Ruhemodus, Fäulnisbakterien übernehmen → toxische Stoffe, blockierte Nährstoffaufnahme. |
2. Einfluss auf Nährstoffaufnahme durch die Pflanze
Feuchtigkeit steuert auch den Transportweg im Boden und in der Pflanze:
- Zu trocken:
- Ionen (NO₃⁻, K⁺, Ca²⁺ etc.) bewegen sich im Boden fast nur durch Diffusion – die ist bei Trockenheit extrem langsam.
- Die Wurzeln können keine Nährstoffe „nachziehen“.
- Pflanze schließt ihre Stomata → Transpiration stoppt → Nährstofffluss bricht ab.
- Optimal feucht:
- Wasser bildet dünne Filme um Bodenpartikel.
- Ionen können sich bewegen, Wurzeln „saugen“ durch Transpirationsstrom.
- Symbiosen mit Mykorrhiza sind maximal aktiv.
- Zu nass:
- Wurzeln können wegen Sauerstoffmangel keine Energie für aktiven Nährstofftransport bereitstellen.
- Stickstoff wird als Ammonium oder gar Nitrit angereichert (toxisch).
- Spurenelemente wie Fe, Mn werden übermäßig löslich → Ungleichgewichte.
3. Konsequenzen für dein Living Soil-Management
| Zustand |
Folgen |
Maßnahmen |
| Zu trocken (<40 %) |
Mikrobiologie ruht, Nährstoffe stehen kaum zur Verfügung. |
Sanft wieder anfeuchten, am besten mit EM-Wasser oder Komposttee. Keine Schocks durch plötzliche Staunässe. |
| Optimal (60–80 %) |
Bestes Verhältnis aus Luft und Wasser, aktives Bodenleben. |
Gießzyklen so planen, dass die Erde nie ganz austrocknet, aber auch regelmäßig Luft ziehen kann. |
| Zu nass (>90 %) |
Anaerobe Zonen, faulige Gerüche, Nährstoffblockaden. |
Lockerung durch Reisspelzen, Perlite, Bims etc. Gießpausen und Oberflächentrocknung zulassen. |
4. Praktischer Tipp: Feuchteführung im Living Soil
- Fingerprobe:
Greife etwas Erde aus mittlerer Tiefe. Fällt sie auseinander → zu trocken; lässt sie sich formen, aber nicht tropfen → perfekt.
- Mulchschicht:
Hilft, die Feuchte stabil zu halten (z. B. Weißklee, Laub, Stroh, Bokashi-Kompost).
- Gewichtsmethode:
Töpfe regelmäßig wiegen, um dein „optisches Gefühl“ zu kalibrieren.
- Mykorrhiza-Check:
Bei dauerhaft zu trockener Erde siehst du später weniger Wurzelpilze – ein klarer Hinweis auf Stressphasen.
Wenn du magst, kann ich dir eine grafische Übersicht oder kleine Tabelle (PDF) erstellen, in der die Nährstoffverfügbarkeit (N, P, K, Ca, Mg, Fe usw.) in Abhängigkeit zur Bodenfeuchte dargestellt ist – das ist sehr hilfreich für die Praxis.
Möchtest du das?
Du:
Ich hatte speziell auf NPK abgezielt. Ich habe teilweise mit BLumats gegrowt und die haben den Boden in der Blüte zu feucht gehalten und so hat die Plant die Blptephase etwas verschoben und nur Kleine Buds ausgebildet. Dafür war sie riesig groß, also deutlich zu viel Stickstoff, selbst in der anfänglichen Blütephase, seitdem ich einen Tag pause einlege mit Gießen, werden die Pflanzen nicht mehr so hoch und bilde deutlich kräftigere Blüten aus. Ich helfe natürlich mit etwas PK lästigen flüssig Düngern und Topdress nach.
ChatGPT:
Exakt das, was du beschreibst, ist ein klassischer Effekt der zu hohen Bodenfeuchte im Living Soil, und du hast die Ursache perfekt erkannt.
Ich erkläre dir das jetzt gezielt auf NPK-Ebene, also wie Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) von der Bodenfeuchte abhängen – und warum deine Beobachtung biologisch absolut Sinn ergibt:
1. Stickstoff (N) – Überdominant bei zu feuchtem Boden
Was passiert:
- In dauerhaft feuchtem Substrat überwiegen ammonifizierende Bakterien (NH₄⁺-Produzenten), während nitrifizierende Bakterien (die NH₄⁺ zu NO₃⁻ oxidieren) Sauerstoff brauchen – sie werden also gehemmt.
- Dadurch reichert sich Ammonium (NH₄⁺) an → das führt zu mehr vegetativem Wachstum (grüne, große Pflanzen, weiche Zellstruktur).
- Gleichzeitig blockiert Ammonium die Aufnahme von K⁺, Ca²⁺ und Mg²⁺ (kationische Konkurrenz).
- Das führt zu einer Verschiebung des Ionengleichgewichts, und die Pflanze „verhungert in der Blüte“, obwohl der Boden reich ist.
Sichtbar bei dir:
Starkes Höhenwachstum, üppige Blätter, aber wenig Blütenansatz → klassisches N-Übergewicht durch feuchte Böden.
2. Phosphor (P) – Wird bei Feuchtigkeit am schnellsten blockiert
Was passiert:
- Phosphor liegt meist organisch oder an Ca/Fe/Al gebunden im Boden vor.
- Damit Pflanzen ihn aufnehmen können, muss er mineralisiert und mobilisiert werden – was stark von aeroben Pilzen und Bakterien abhängt.
- Bei zu feuchtem, sauerstoffarmem Boden:
- sterben diese Organismen ab,
- P wird in schwer lösliche Formen überführt (z. B. FePO₄),
- und der pH-Wert kann lokal absinken → noch schlechtere Verfügbarkeit.
Folge:
Weniger Blüteansatz, schwächere Energieversorgung (ATP, Enzymaktivität), träge Mykorrhiza.
Deshalb hat sich dein Phosphor-Mangel (bzw. P-Blockade) durch kleine Buds gezeigt.
3. Kalium (K) – wird verdrängt und schlecht transportiert
Was passiert:
- K⁺ bewegt sich hauptsächlich mit dem Wasserstrom im Boden (Mass Flow).
- Wenn der Boden gesättigt ist, fehlt der Transpirationsfluss (die Pflanze transpiriert kaum, da sie „voll“ ist).
- K kann nicht effektiv in die Pflanze transportiert werden.
- Gleichzeitig konkurriert Ammonium (NH₄⁺) stark mit Kalium um Aufnahmeplätze in der Wurzel.
Folge:
Schwache Zellfestigung, lockere Bud-Struktur, keine Dichte, keine „Schubkraft“ in der Blüte.
4. Fazit für dein System
Du hast genau das richtige Gefühl entwickelt:
Mit der einmaligen Gießpause zwischen den Blumats-Zyklen stellst du das Bodenmikroklima wieder her.
→ Sauerstoff kommt rein,
→ aerobe Prozesse (Nitrifikation, P-Mobilisierung) starten,
→ Pflanzen schalten hormonell auf Reproduktion statt Wachstum.
5. Praktische Steuerungstipps für NPK-Balance über Feuchte
| Zustand |
Nährstoffwirkung |
Pflanzverhalten |
Maßnahme |
| Zu feucht |
NH₄⁺ dominiert, N übermäßig; P und K blockiert |
Starkes Wachstum, verzögerte Blüte |
Trockenphasen zulassen, Oberfläche abtrocknen lassen |
| Optimal feucht (60–75 %) |
NO₃⁻, P und K in Balance |
Aktive Blütenbildung, kräftige Buds |
Blumats niedriger einstellen oder 1 Tag Gießpause |
| Zu trocken |
Nitrifikation stoppt, Salzkonzentration steigt |
Blätter gelb, Wachstum stockt |
Sanft wieder befeuchten mit mildem EM- oder PK-Wasser |
hier noch ein ganz fleißiger Mitarbeiter 
Wirklich faszinierend wie diese kleinen Geschöpfe dazu beitragen, dass es meinen Pflanzen und dem Bodenleben deutlich besser geht. Verhindern Verdichtung, Erhöhen den Sauerstoffgehalt im Boden, produzieren Nährstoffe genau da wo sie gebraucht werden und schaffen ein Mileau in dem sich Schädlinge schlechter vermehren können. Ein Muss für jeden Living Soil Gärtner würde ich behaupten 
Das wars dann erstmal.
schönen Sonntag
lg
TM 