ich bin hier ja nicht so aktiv, aber dafür mehr im Bereich Kommentaren von Artikeln, Abgeordentenwatch und im echten Leben…
In diesem Thema bitte nur Argumentationlinien für die Legalisierung von Cannabis behandeln und diskutieren. Gerade auch Rückmeldung wie man die Argumente verbessern kann sind wichtig.
Das Ziel: Jeder kann hier nachschauen und findet Argumente Pro Cannabis, die jeder einfach in Diskussionen anwenden kann.
Wichtig: Bitte auf die Belegbarkeit der Argumente durch möglichst allgemein akzeptierte Quellen achten und die Quellen verlinken… Warum: In (öffentlichen) Diskussionen werden meist zu erst die Quellen in Frage gestellt und Sachlichkeit ist die Abgrenzung zun Union etc…
" Die Anwendung der Freiheits- und Gleichheitsgrundsätze des Grundgesetzes auf den Umgang mit Substanzen wie Cannabis, Alkohol und Nikotin wirft Fragen auf, die sowohl rechtlicher als auch gesellschaftspolitischer Natur sind. Hier eine Analyse der beiden Prinzipien in diesem Zusammenhang:
1. Freiheitsgrundsatz
Der Freiheitsgrundsatz garantiert jedem Individuum das Recht, sein Leben eigenverantwortlich zu gestalten, solange die Rechte anderer nicht verletzt werden.
Bezug auf Substanzen:
Konsumfreiheit: Menschen könnten argumentieren, dass der Konsum von Cannabis, Alkohol oder Nikotin eine persönliche Entscheidung ist und daher durch die allgemeine Handlungsfreiheit (Art. 2 Abs. 1 GG) geschützt sein sollte.
Selbstbestimmung und Eigenverantwortung: Der Freiheitsgrundsatz respektiert, dass erwachsene Bürger eigenverantwortlich Entscheidungen treffen können, selbst wenn diese potenziell gesundheitsschädlich sind. Einschränkungen, wie bei Cannabis, könnten als Eingriffe in diese Freiheit gewertet werden.
Einschränkungen durch das Allgemeinwohl: Der Staat ist berechtigt, Freiheit zu begrenzen, um das Allgemeinwohl zu schützen, z. B. durch Regulierungen wie Altersbeschränkungen oder Werbeverbote, um Jugendliche vor Suchtmitteln zu schützen oder öffentliche Gesundheitskosten zu senken.
Problematische Aspekte:
Ungleichbehandlung: Der legale Zugang zu Alkohol und Nikotin steht im Widerspruch zur Kriminalisierung von Cannabis. Kritiker sehen darin eine Einschränkung der persönlichen Freiheit, die nicht durch nachvollziehbare gesundheitliche oder gesellschaftliche Gründe gedeckt ist.
2. Gleichheitsgrundsatz
Der Gleichheitsgrundsatz fordert, dass der Staat alle Bürger gleich behandelt und keine willkürlichen Ungleichheiten schafft.
Bezug auf Substanzen:
Ungleichbehandlung von Substanzen: Alkohol und Nikotin sind trotz ihrer nachgewiesenen Gesundheitsrisiken legal und gesellschaftlich akzeptiert, während Cannabis lange Zeit kriminalisiert wurde, obwohl Studien teilweise geringere oder vergleichbare Risiken aufzeigen.
Diskriminierungsverbot: Eine unterschiedliche Behandlung von Konsumenten dieser Substanzen könnte als Ungleichbehandlung gesehen werden. Der Gleichheitsgrundsatz verlangt eine sachliche Rechtfertigung für diese Unterschiede.
Stigmatisierung: Die Kriminalisierung von Cannabiskonsumenten kann gesellschaftlich diskriminierende Auswirkungen haben, z. B. durch Vorstrafen, die berufliche und soziale Chancen beeinträchtigen.
Problematische Aspekte:
Gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen: Der Staat profitiert von den Steuereinnahmen aus Alkohol und Tabak, während Cannabis-Konsumenten sanktioniert werden, was zu einer Ungleichbehandlung führt.
Gesundheitliche Gerechtigkeit: Die staatliche Förderung von Prävention und Aufklärung müsste bei allen Substanzen gleichermaßen erfolgen.
Zusammenführung:
Die gegenwärtige Regulierung von Alkohol, Nikotin und Cannabis lässt sich wie folgt im Lichte der Grundsätze bewerten:
Freiheitsgrundsatz: Die Kriminalisierung von Cannabis schränkt die persönliche Freiheit im Vergleich zu Alkohol und Nikotin stärker ein. Eine Legalisierung mit klaren Regulierungen könnte den Freiheitsgrundsatz besser umsetzen, ohne die Rechte anderer zu beeinträchtigen.
Gleichheitsgrundsatz: Der rechtliche Unterschied zwischen Cannabis, Alkohol und Nikotin könnte als ungerechtfertigte Ungleichbehandlung gesehen werden, insbesondere wenn die gesundheitlichen Risiken dieser Substanzen vergleichbar sind. Eine einheitliche Regelung aller Substanzen, z. B. durch Regulierung statt Verbot, würde dem Gleichheitsgrundsatz besser entsprechen.
Politische und rechtliche Implikationen:
Eine Legalisierung und Regulierung von Cannabis, ähnlich wie bei Alkohol und Nikotin, könnte sowohl den Freiheits- als auch den Gleichheitsgrundsatz stärker berücksichtigen.
Aufklärungskampagnen und Jugendschutzmaßnahmen müssten unabhängig von der Substanz für alle gleich strenge Maßstäbe anlegen.
Der Staat könnte durch gleichbehandelte Steuermodelle soziale und gesundheitliche Präventionsprogramme finanzieren, um die negativen Folgen des Konsums zu mindern.
Die Grundsätze des Grundgesetzes liefern also Argumente dafür, die rechtliche Behandlung von Cannabis zu überprüfen und eine Balance zwischen individueller Freiheit, Gleichheit und Schutz des Allgemeinwohls zu finden."
alles richtig und wenn ich auf einer CDU Wahlkampfveranstaltung stehe und dort von innere Sicherheit, die Gefährundung durch Cannabis und Verteilungskämpfe wg. des Mehrbedarfes gesprochen wird, alle ein „P“ in den Augen haben, überzeuge ich mit diesem Argument…
Auf einer CDU Wahlkampfveranstaltung würde ich erstmal gar nicht argumentieren.
Das ist einfach nicht das richtige Format dafür.
Besser ist schon der Weg über Kanäle, wo schriftliche Antworten produziert werden.
Müsste ich mir nach gestern im Bundestag ein Opfer aussuchen, dann wären das die Badenberg aus Berlin und der Oellers aus Heinsberg.
Deren Argumentation war inhaltlich richtig blank.
Ich möchte nur Argrumente sammeln die jede/jeder im Alltag und wo auch sonst immer anbringen kann, die auf Gegenargumente eingehen, Behauptungen entlarven und im besten Fall zum Nachdenken anregen…
Wenn DU das als falsch erachtest, dann ist das dein gutes Recht. Aber jeder kann alleine entscheiden. Ich würde mich freuen, wenn du mir und anderen die es ähnlich sehen das Recht und den Raum gibts das zu diskutieren…
Also bitte beim Thema bleiben oder bitte raushalten.
Hier findet man Einstiegsinformationen nach dem gestrigen Tag.
Hoffentlich liegen da bald die Plenarprotokolle vor.
" Dr. Silke Launert (CDU/CSU) sagte, die Ampel-Koalition habe mit der Legalisierung von Cannabis eine Einladung an Kriminelle ausgesprochen und die Folgen nicht bedacht. Sie verwies auf die sogenannte Mocro-Drogenmafia, die in den Niederladen agiere und längst den Weg auch nach Deutschland gefunden habe. Diese Mafia stehe für brutale Bandenkriege und Schießereien im öffentlichen Raum. Sie warf den damaligen Ampel-Koalitionären vor, Warnungen der Polizei vor diesem erwartbaren Problem ignoriert zu haben.
Es sei auch nicht gelungen, den Schwarzmarkt auszutrocknen mit diesem „vermurksten“ Gesetz. „Der Drogenmarkt ist größer denn je.“ Die Koalition habe die Tore geöffnet für die niederländische Drogenmafia. Launert forderte eine entschlossene Bekämpfung der Drogenkriminalität, dazu müssten alle verfügbaren Instrumente genutzt werden."
Dr. Launert scheint eine Wissenschaftlerin zu sein, die mit der gleichen Versuchskonstellation versucht verschiedene Ergebnisse zu erreichen.
Hier könnte man Einstein zitieren (Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.) oder einfach vergangene statistische Daten aufführen.
Die Launert bekommt grad ordentlich Lack bei Facebook.
„Statt sich um die echten Alkoholprobleme von Jugendlichen zu kümmern stilisiert man nicht vorhandene Cannabisprobleme bei Erwachsenen hoch“
Aber wenn hier alle etwas posten wird das so unübersichtlich, das ich lieber gleich bei Google meine Argumente untermaure wenn nötig. Glaube da werde ich dann einfach schneller fündig. Als wenn ich hier unter einer masse Posts den richtigen raus suche.
Ist nicht böse gemeint aber für so was gibt es schon eine riesen Datenbank. Man muss nur wissen wie man die Suchmaschine nutzt.
Aber wenn ich dran denke werde ich dir hier dann auch Informationsquellen posten die ich dann grade nutze zur Lösung von Fragen.