Auto Girl Scout Cookies - Indoor (Mars Hydro 48) / Outdoor (Sonne) Hybrid-Grow

Hallo Leute,
hier ein kleiner Growbericht meiner Solo-Pflanze: Girl-Scout-Cookies (Fast Buds). Die Planze wächst in hochwertiger Erde. Bei Sonnenschein steht sie draußen, sonst seit Anfang September im Zelt unter 100 W LED Funzel. Die Hardware ist Low-Budget. Die Facts in Kürze:

Seeds: Auto Girl Scout Cookies (Fast Buds)
Location: kleine Growbox 60x60x180
Beleuchtung: LED Mars Hydro Reflector 48 (100 Watt), 18/6 h, 20 cm Abstand zur Pflanze
Belüftung: Umluft-Ventilator
Growmedium: 10 Liter Supererde (20 % lehmiger Boden, 10 % Sand, 20 % Kompost, 20 % Perlite, 30 % Kokosfasern, Vordüngung: Seevogel-Guano Pellets, Pferdemist, Oscorna Animalin Bio Gartendünger, Fledermaus-Guano-Pulver), pH-Wert und EC-Wert nicht gemessen
Dünger: seit 22.9. ergänzende Düngung für die Blüte mit BioBizz Bloom und BioBizz Top Max, 2 ml/L mit dem Gießwasser

Das Setup ist also ähnlich wie im Grow von Sir_33:

Am 15.7. hat die Plant das Licht der Welt erblickt. Die vom Breeder angegebenen 55-63 Tage Lebenszyklus (!) hat die Planze letzte Woche bereits abgeschlossen und hat gerade erst vor 3 Wochen mit der Blüte begonnen. Es werden sicherlich noch 4-6 Wochen vergehen bis zu Ernte. Soviel zum Thema der schnellen Autoflowering-Sorten…

Nach 25 Jahren Outdoor-Grow-Erfahrung in allen Varianten ist dies mein erster Indoor-Grow, richtig müsste es heißen: Outdoor-Indoor-Hybrid-Grow. Meine Outdoor-Vergangenheit ist auch der Grund dafür, dass ich der Pflanze den Sonnenschein schenke, wenn er da ist.

Bei der Mischung der Erde habe ich diesmal mehr Aufwand getrieben als in früheren Grows (siehe oben). Es scheint der Pflanze gut zu bekommen: Obwohl ich bisher nicht zusätzlich gedüngt habe, ist die Pflanze ausgesprochen kräftig und gesund. Ich habe im Blütestadium selten so dermaßen dunkelgrüne Blätter im gesamten Bereich der Pflanze gesehen.

Das Growzelt habe ich erst Anfang Septeber angeschafft. Es steht in einer unbeheizten Scheune. Ich habe etwas Sorge, dass die Temperatur für die Blütenausbildung im Zelt zu niedrig ist. Die Lampe heizt das Zelt zwar etwas auf, aber die optimalen 25 Grad erreiche ich nicht, in den bevorstehenden kühleren Wochen erst recht nicht. Naja, outdoor schaffen die Plants das ja auch irgendwie, also: wird schon!

Hier zwei Pics aus Woche 9, 3. Woche Blüte:

Die nächsten News und Pics kommen leider erst Mitte Oktober. Bis dahin.

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Da liegt womöglich der Fehler, zu viel Stickstoff verzögert die Blüte

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Danke für den guten Hinweis! Der Einfluss des Stickstoffniveaus auf den Blütestart war mir nicht so klar, ist aber logisch. Überdüngt scheint die Plant zwar nicht zu sein, aber vielleicht hätte es den Pferdemist nicht auch noch gebraucht…

Mit N schon :joy: die ist schon verdammt grün, und auch kurz vorm glänzen
Naja, wird schon

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Traveller hat da Recht. Durfte die Wochen auch ziemlich mit Stickstoffüberschuss kämpfen. Habe einen Strain, der da so empfindlich war, dass es ganz schön abging (Adlerkrallen, Blütewachstum ausgesetzt, etc.). Da scheint jeder Strain anders darauf zu reagieren.

Was macht man gegen Stickstoffüberschuss? Kann ich den auch “messen”?

Spülen und klar kannst du wenn du weißt wie

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Hallo Leute. Ich habe nicht mehr große Hoffnungen auf eine gute Ernte von meiner Girl Scout Cookies. In den letzten drei Wochen sind zwar die Blütenstände gewachsen, aber an der Spitze der Hauptzweige gibt es inzwischen 5-7 cm hohe degenerierte, hellere Wuchsentwicklungen. Da läuft irgendwas richtig schief:

Die Autoflower-Dame hat inzwischen mit 13 Wochen schon ein sehr fortgeschrittenes Alter erreicht. Von Reifephase der Blüten gibts noch keine Spur.
Zwar hat die Pflanze nicht die befürchteten Krallenblätter oder größere nektrotische Stellen entwickelt aber die starke Vordüngung der Erde war sicherlich eine Fehlentscheidung. Der “Spülen”-Hinweis von Kannaspikulus ist bei Verwendung der üblichen flüssigen Dünger richtig, aber bei meiner Feststoff-Vordüngung (s.o.) bringt das leider nicht viel, weil sich das Zeug nicht wirklich rauswaschen lässt. Hab ich wieder was gelernt: Nährstoffniveau bei Granulat-/Pulver-Vordüngung ist schlecht regulierbar, besser die Finger davon lassen und bei den bewährten flüssigen Komponenten bleiben.

Im unbeheizten Zelt war es in der ersten Oktoberhälfte länger nur 15-17 Grad. Jetzt liegt die Temperatur wieder um die 20 Grad. Ich beleuchte nach wie vor 20/4 h und gebe 2-3 ml / L BioBizz Bloom und Top Max.

Ich werde einfach abwarten und die Trichomen beobachten. Ober habt Ihr noch andere Tipps?

Zum Glück hat sich meine Outdoor gewachsene, photoperiodische Durban Poison trotz des misereablen Herbstwetters schön entwickelt und wird geschätzt 150 g liefern. Schön lila:

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Deine automatische scheint zu doll im Stickstoff zustehen, kommt dann schlecht in die Blütenbildung.

Zudem scheint sie noch zu foxtailen, was der Auswuchs an den Spitzen anzeigt.
Was bei dieser schon extrem aussieht, das erinnert mich irgendwie an die Phase beim Neuauswuchs beim Reveggen.
Normalerweise wächst sich die Blüte beim Foxtailing Ährenförmig aus.

Dein Poisen scheint dagegen sehr gut dazustehen, viel Erfolg mit ihr.

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Interessant! Ist das vielleicht auch genetisch bedingt, oder meinst du, dass das nur an den Umweltfaktoren liegt?

Scheint mehr von äußeren Faktoren abhängig zu sein.

Ich denke auch, dass der Fehlwuchs an den Spitze ein Reveg-Phänomen ist, bedingt durch dauerhaft starken Stickstoff-Überschuss oder durch meine gut gemeinte aber offenbar nicht gut verträgliche Beleuchtungs-Mischung mit Sonne und LED oder eine Mischung von beiden. Auffällig war die Pflanze ja schon mit ihrem für eine Autoflower sehr späten Blütebeginn erst in Woche 6/7. Das lag sicherlich am Stickstoffüberfluss.

Was ich fürs nächste Mal mitnehme:

  • Entweder Outdoor oder Indoor, ein Wechsel bzw. eine Mischung der Lichtsituation bringt keine Vorteile oder ist möglicherweise schädlich.
  • Wenn man bei indoor-grows Langzeit-vorgedüngte Erde (“Supererde”) einsetzen will, muss man genau wissen, was man tut, oder ansonsten viel Lehrgeld bezahlen. Die bewährte Flüssigdüngung - egal ob organisch oder mineralisch - ist nicht umsonst das dominierende Verfahren zur Nährstoffversorgung, denn sie ist einfacher und sicherer regelbar und bringt am Ende gute, wahrscheinlich bessere Ergebnisse als “Supererde”. Meine Vorstellung, die Pflanze mit den ganzen festen Nährstoffsubstraten zu “verwöhnen” und ihr eine ideale Nährstoffsituation bereit zu stellen, war falsch.

Trotzdem bin ich gespannt, wie die GSC aus der Nummer raus kommt. Immerhin gibt es ja eine Entwicklung bei der Blütenbildung. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

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Ich bin gespannt. Vor so etwas fürchte ich mich schon, da steckt man mehrere Wochen in die Pflanze und am Ende kommt nicht so viel rum. Ich hoffe für dich, dass noch alles anschwillt was weibliche Merkmale sind. Bin gespannt was am Ende dabei rumkommt und werde es weiter verfolgen.

Hier der Schlussbericht:
Habe die Pflanze am 27.10. (Tag 104) geerntet. 5-10 % der Trichomen waren bernsteinfarben.
So sah die Pflanze am Ende aus:

  • Die Pflanze ist nahezu noch komplett grün, was am Stickstoff-Überschuss liegen dürfte. Die befürchteten Überdüngungserscheinungen (Krallen, Verfärbungen) sind zum Glück nicht eingetreten.
  • Der reveg-artige Krüppelwuchs an den Spitzen hat sich fortgesetzt.
  • Eine Spitze war von Budrot befallen.
  • Alle Blütenstände sind leider sehr fluffig, mit hohen Blattanteilen.

Die Blütenstände werden auf den Pics leider ziemlich von den ganzen grünen Blättern verdeckt. Deshalb kann man nicht auf den ersten Blick sehen, dass die Mühe nicht umsonst war: Trotz aller Probleme hat die Plant am Ende immerhin 63 Gramm trocken geliefert. Fotos von den Buds und ein Wirkungsbericht folgen in Kürze.

Der nächste Grow einer GSC (Fastbuds) ist schon gestartet. Diesmal ganz schlicht mit normaler Erde, normalen Raumtemperaturen und den Standard BioBizz Produkten. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

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Stimmt, sieht man der Dame nicht an! 63g trocken ist ja respektabel -
Glückwunsch! :slight_smile:

Die Blüten sind sehr fluffig, von “Buds” kann man eigentlich nicht sprechen. Die Ernte ist wegen der geplanten Keks-Verwendung nur getrocknet und nicht fermentiert. Der Geschmack ist mit Blick auf die hohe Blattsubstanz relativ mild aber auch nicht nennenswert aromatisch. Die Wirkung ist Haze-typisch und von mittlerer Stärke.

Der nächste Durchgang mit GSC unter Standardbedingungen (diesmal mit normaler Erde und BioBizz-Produkten) ist am 4.11. gestartet. Bin gespannt auf die Unterschiede und werde berichten.

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Na dann lass mal was hören - und gutes Kecksen will ich meinen :wink:

Sieht doch noch schöner aus, als es das letzte lebendige Bild vermuten hat lassen. Und wenn es wirkt bzw. auch einigermaßen schmeckt ist es immer noch besser als sich auf die Beschaffungskriminalität einzulassen!

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