Hallo zusammen,
es gibt ja inzwischen einige Anbieter von Online Cannabis-Rezepten inkl. ärztlicher Beratung.
Meine Kernfrage: zählt man mit sowas dann als Cannabispatient, sodass man z.B. nicht mehr der 1ng/ml-Regel unterliegt beim Autofahren, sondern nur noch der Auflage, dass man keine Ausfallerscheinungen zeigen darf?
Ich habe z.B. extreme Schlafstörungen und Athrose in beiden Knien, möchte aber ungern meinen Hausarzt oder Orthopäden mit der Frage konfrontieren als Beamtenanwärter der gerne auf Lebenszeit verbeamtet werden würde. Sowas wird dann gemeldet bzw. bei der Krankenkasse hinterlegt und man könnte Probleme bekommen wenn es dann um die eigentliche Verbeamtung geht.
Daher dachte ich an den einfacheren, schnelleren und direkteren Weg mit einem Privatrezept über einen solchen Online-Anbieter.
Bin für Eure Erfahrungen sehr dankbar!
Viele Grüße!
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Ich glaube Du hast dann spätestens ein Problem, wenn Du mit Deinem Rezept kontrolliert wirst. Auch das wird bestimmt weiter geleitet.
Falsche Angaben kommen eher ungut, in Deinem Fall.
Ich würde stealth anbauen und das beste, bei einer Kontrolle, hoffen oder bis zur Verbeamtung warten.
Bei der ärztlichen Begutachtung vor der Verbeamtung ist deine Befundzusammenschau (Schlafstörungen, Kniegelenksarthrose) sicher Thema. Die Kombination aus Schmerzen und Schlafstörungen ist ja keine Situation, mit der man auf lange Sicht gesund bleibt.
Ich persönlich finde, wenn ein Patient mit THC oder CBD gut zurechtkommt, dann ist das erstmal besser als haufenweise Pillen ohne Konzept zu essen.
Es wäre sicher mal interessant zu wissen, wie Cannabiskonsum aus medizinischen Gründen jetzt in Gutachten gewichtet und bewertet wird.
Ich kann aber auch sehr gut verstehen, dass du nicht möchtest, dass das in deinem Fall passiert✌️.
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Noch ein P. S. zu deinem Thema:
Wenn du dir im Rahmen einer medizinischen Indikation Cannabis verordnen lässt, wirst du bei einem seriösen Anbieter ein Beratungsgespräch durch Arzt/Ärztin bekommen. Da solltest du das Autofahren thematisieren - ähnlich wie bei Schmerzpatientnnen, die mit Opiaten eingestellt worden sind, brauchst du eine Bescheinigung, dass du ggf unter THC-Einfluss fahren würdest.
All diese Fakten gehören dann auch bei der ärztlichen Begutachtung auf den Tisch. Du hast lt. Beamtenrecht eine sog. Mitwirkungspflicht, was z B bedeutet, dass du alle Befunde vom HA und dem behandelnden Orthopäden beibringen musst.
Die wenigsten Beamtenanwärternnen werden übrigens nach Aktenlage durchgewunken.
Bleib also auf jeden Fall transparent.
Und probiere es ggf mit CBD.
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Hast du eine verlässliche Antwort gefunden?
Muss man seine Versicherung oder sonstige damit zusammen hängende daten angeben, wenn nicht ist zumindest in der elektronischen Patientenakte nuchts eingetragen und auch die medikamentierung nicht vermerkt. Was anderes kann ich dir dazu auch nicht sagen. 
Ich weis das Thema ist nicht wirklich aktuell aber in Zukunft bestimmt noch interessant für den ein oder anderen. War heute in der Sprechstunde und mein Ärztin meinte wenn ich mir über ein online Portal eun Rezept besorge und mir cannabis nach hause bestelle bekommt sie als Hausärztin davon nichts mit und bekommt keinerlei infos darüber. Sie sagt es ist wie mit privatrezepten, es gibt methadon Patienten die sich bei anderen Hausärzten seit eh und je benzos auf privat Rezept besorgen um nicht auf zu fallen weshalb solch ein bei Gebrauch auch nur über Kontrollen zu erkennen sind. 
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Ich hab aus med. Gründen auch zum online Rezept gegriffen bis der erste Grow konsumierbar ist - ich nenne den Dienst gern Dr. Bombastus

Mal abgesehen davon dass das natürlich Humbug ist und irgend n Arzt das Rezept durchwinkt für 5 Euro … ist es ungemein einfach, schnell und gut. Dafür Teuer.
Aber ja. Rezept ist privat. Keine Versicherungsnummer… keine Eintragung oder sonst was.
Du bezahlst (paypal) und bekommst 4 Tage später per DHL dein „Medikament“.
Ich hab tatsächlich ein „Cannabisausweis“. Hierfür hab ich meine Personalausweisnummer angegeben… scheinbar aber nirgens weiter hinterlegt.
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