Bei dieser Pflanze handelt es sich um eine zufällige Farbmutation. Ich habe keine andere Sorte, wie beispielsweise die Pablo Picasso, eingekreuzt. Mutiert ist lediglich das cremeweiß gestreifte Blatt rechts, die restlichen Farbunterschiede ergeben sich aus der Blattform und dem einfallenden Sonnenlicht.
Die Pflanze ist bestäubt, das Blättchen hatte ich erst danach durch Zufall entdeckt. Natürlich habe ich mich darüber tierisch gefreut, denn ich hab schon mit Variegationen bei der Pablo Picasso gearbeitet. Aber eine variegierte ABC hab ich noch nie gesehen.
Die Samen von dem Trieb bei dem Blatt will ich erstmal separat aufbewahren und dann nachrangig auf eventuelle Farbmutation keimen, da verspreche ich mir aber nicht allzu viel von.
Darum will ich die Pflanze nach dem Samenpicken erstmal in den Revegge schicken, um dann speziell aus dieser Ecke Stecklinge zu schneiden für eine Selbstkreuzung. Diesen Selfie würde ich dann wieder mit Männchen aus den Samen aus dieser Ecke kreuzen, beziehungsweise auch den ein oder anderen Steckie selbst.
Kann mir hier jemand vielleicht noch ein paar Tipps und Ideen mitgeben? Denn die Wahrscheinlichkeit diese Variegation weiterzuentwickeln, schätze ich so schon als sehr gering ein.
Kommt sich drauf ob das Gen dominant ist oder nicht, das Freakgen z.b. (gefächerte Blätter)wird erst in der F2 sichtbar und nicht bei allen Pflanzen.
Brauchst wahrscheinlich etwas Geduld. Aber cooles Projekt bin jedenfalls dabei.
Das Krasse ist, dass sich solche Mutationen nicht unbedingt genetisch fixieren lassen. Bei der Pablo Picasso werden die Variegationen nur von den Weibchen ĂĽbertragen, als ein Zellschichtdefekt. Ich hatte mir das zweimal durchgelesen und trotzdem nicht wirklich verstanden. Weil ich auch nur in Erbgut denke.
Das hier war mein letztes Weibchen, ich finde sie unglaublich schön:
Heute habe ich die 5 reifen Samen neben dem mutierten Blättchen separat gesammelt und dann noch die restlichen, die schon reif waren. Das sind die ersten Samen, es sind noch einige dran, die in den nächsten 2 Wochen reifen werden. Die kleine Monster Hunter geht jetzt nach drinnen, um bei 20/4 zu reveggen.
Und hier noch ein paar Eindrücke von einem unbestäubten Monster Hunter Weibchen, das jetzt dann fertig wird. Die Pflanze duftet herrlich beerig, hoffentlich ist die Wirkung angenehm und ausgewogen.
Zu dem Freakgen wollte ich dich noch kurz fragen: Hast du diese Erfahrung selbst gemacht und mit welcher Linie? Ich hatte letzten Sommer eine Zufallsbestäubung von 1.0 Kali Mist x 0.1 Freakshow (Humboldt Seeds, 3. Generation bei mir). Und das Ergebnis war 50/50, also die Hälfte waren Freaks. Demnach müsste zumindest diese Linie dominant sein.
nö ich habe das mitverfolgt im Grower.ch - da hat jemand aus einer kreuzung selektiert und gesagt, dass das erst in der F2 auftaucht und nicht bei 100% der pflanzen, kann mich nicht mehr erinnern wie die proportionen sind, findest den Post von Franky aber im Grower.
Aber ich erinnere mich an die Freaky Pablo, das war eine kurze Sonderedition bei Terpyz, eine Kreuzung zwischen Blue Freak und Pablo Picasso. Da hatte ich in der F1 nur gröber gezahnte Blätter und erst in der F2 dann wenige Freaks.
Wahrscheinlich hängt das wirklich von der Linie ab…
Das Weibchen hat den Revege leider nicht geschafft.
Darum muss ich mich entscheiden:
A) Ich keime die Samen von der mutationsnähen Blüte und schau ob was Verwertbares rauskommt.
B) Ich starte mein anderes Projekt mit der Kreuzung aus der Double Dalai V2 von ACE Seeds mit meiner Freakshow von Humboldt Seeds. Das Ergebnis soll eine Pflanze werden mit den unglaublichen Farben der Double Dalai und der Freak Blattmorphologie.
2 wollten nicht so recht die Keimblätter öffnen. Ich nehme dann das obere Blatt ab, damit sich darunter kein Kondenswasser sammelt und das erste Blattpaar angammelt. Bisher hatte ich damit gute Ergebnisse, weil die freiliegenden Blättchen schnell mit der Photosynthese loslegen.
Und dann sind hier noch die kleinen Freaks: 9 StĂĽck jeweils in einem 7l Topf. Die Freakshow ist stabil, alle Pflanzen werden die Blattmorphologie zu 100% zeigen. Es handelt sich bei den Samen um die bei mir gezogene erste Generation f1 der Freakshow von Humboldt Seeds. Wenn ich Samen einer Sorte vermehre, bei der die Generation vom Breeder unbekannt ist, nehme ich Kleinbuchstaben. Dann weiĂź ich, dass es nicht wirklich eine F1 ist, sondern die f1 einer weitgehend stabilisierten Sorte bei mir.
Diese F1 wird einerseits eine Open Pollution der Double Dalai. Bei den Freaks ist geplant die Jungs gleich zu Blütebeginn zu entfernen. Die verbleibenden weiblichen Freaks, ungefähr 9 Pflanzen, werden mit der Double Dalai bestäubt.
Ich hatte im Frühjahr eine Zufallsbestäubung von 1.0 Kali Mist x 0.1 Freakshow. Da kam die ausgeprägte Freakmorphologie schon in der F1 raus. Mal schauen, ob das nur ein Zufallstreffer war oder ob ich wirklich das Glück habe, dass diese Freak Linie dominant ist. Das wäre ziemlich cool…