EC-Messung biologischer Anbau

High Growlegen, habe das mal kurz zusammengefasst und werde das ab sofort nur noch verlinken.

Der EC misst den Stromfluss anhand der gelösten Mineralien/Salzen (die leiten) im Wasser; also die elektr. Leitfähigkeit (in und um die Pflanze bewegt sich immer alles). Immer, permanent.

BIO besteht aus organischen Molekülen (keine Salze). Diese leiten aber KEINEN Strom! Tun sie einfach nicht.

Und weil Pflanzen keine ungeladenen Moleküle aufnehmen können, verarbeiten die Mikroorganismen in der Erde (Mykorrhizen/Rhizobakterien usw.) den Dünger. Und diese kleinen Mikroorganismen produzieren bei der Zersetzung der ungeladenen Moleküle (aus dem BIOdünger) organische Säuren und Enzyme und diese Säuren und Enzyme setzen Mineralien frei und die werden von der Pflanze aufgenommen.

Und deshalb ist das EC-Messen von BIO Material absolut nicht verlässlich! Es ist Quatsch.

Ich habe den Prozess mal auf ein Minimum runtergebrochen … weil es immer wieder Thema im Forum is’.

Gruß

12 „Gefällt mir“

Hoffe das stört nicht, das Ganze nochmal etwas ausführlicher.

Biologischer Dünger, auch als organischer Dünger bezeichnet, ist eine natürliche Art der Versorgung von Pflanzen mit essentiellen Nährstoffen. Im Gegensatz zu synthetischen Düngemitteln, die chemisch hergestellt werden, stammt biologischer Dünger aus lebenden Organismen oder organischen Materialien. Hier ist eine ausführliche Erklärung, wie biologischer Dünger funktioniert:

1. Organische Materialien: Biologischer Dünger besteht aus organischen Materialien wie Kompost, tierischem Mist, Pflanzenrückständen und anderen biologisch abbaubaren Substanzen. Diese Materialien sind reich an Nährstoffen wie Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K) und vielen anderen Mikronährstoffen.

2. Zersetzung durch Mikroorganismen: Sobald biologischer Dünger auf den Boden aufgebracht wird, beginnen Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze mit dem Zersetzungsprozess. Diese Mikroorganismen bauen die organischen Materialien ab und verwandeln sie in lösliche Nährstoffe, die von Pflanzen aufgenommen werden können.

3. Freisetzung von Nährstoffen: Während des Zersetzungsprozesses werden die Nährstoffe aus den organischen Materialien freigesetzt. Zum Beispiel wird Stickstoff in Form von Ammonium und Nitrat freigesetzt, Phosphor wird in einer für Pflanzen verfügbaren Form umgewandelt, und Kalium wird gelöst.

4. Langfristige Nährstoffversorgung: Biologischer Dünger bietet eine langfristige Nährstoffversorgung für Pflanzen. Da die Zersetzung organischer Materialien einige Zeit in Anspruch nimmt, werden die Nährstoffe nach und nach freigesetzt, was dazu beiträgt, dass Pflanzen über einen längeren Zeitraum hinweg gleichmäßig mit Nährstoffen versorgt werden.

5. Verbesserung der Bodenstruktur: Biologischer Dünger trägt zur Verbesserung der Bodenstruktur bei. Er erhöht die Wasserhaltefähigkeit des Bodens, verbessert die Belüftung und fördert das Wachstum nützlicher Bodenmikroorganismen. Dies führt zu gesünderem Boden und erhöhter Bodenfruchtbarkeit.

6. Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit: Biologische Düngemittel sind umweltfreundlich, da sie auf natürlichen Materialien basieren und keine schädlichen Chemikalien in die Umwelt freisetzen. Sie tragen zur Reduzierung von Bodenverschmutzung und Gewässerverschmutzung bei.

7. Anwendung: Biologischer Dünger kann in verschiedenen Formen verwendet werden, darunter Kompost, Mist, Fischmehl, Knochenmehl und viele andere. Die Wahl hängt von den Nährstoffbedürfnissen der Pflanzen und den Bodenbedingungen ab.

Trotz dieser Vorteile hat der EC-Wert (elektrische Leitfähigkeit) bei der Verwendung von biologischem Dünger einige Einschränkungen:

EC-Messen bei mineralischem Dünger vs. organischem Dünger:

  • Der EC-Wert ist ein Maß für die elektrische Leitfähigkeit einer Lösung, wie z.B. des Bodenwassers. Er gibt an, wie viele gelöste Ionen in der Lösung vorhanden sind und wie effizient die Lösung elektrischen Strom leitet.
  • Bei mineralischem Dünger, der in der Regel schnell lösliche Salze enthält, ist der EC-Wert ein nützliches Maß, um die Konzentration der Nährstoffe in der Lösung zu überwachen. Ein höherer EC-Wert deutet auf eine höhere Konzentration von Nährstoffen hin.
  • Bei biologischem Dünger handelt es sich jedoch um komplexe organische Materialien, die von Mikroorganismen abgebaut werden müssen, bevor die Nährstoffe für Pflanzen verfügbar sind. Der EC-Wert von biologischem Dünger ist oft niedrig, da die Nährstoffe zunächst in organischen Formen vorliegen und erst im Laufe der Zeit freigesetzt werden.
  • Daher ist der EC-Wert allein kein genaues Maß für die Verfügbarkeit von Nährstoffen für Pflanzen bei der Verwendung von biologischem Dünger. Er gibt nur an, wie viele Ionen in der Lösung sind, aber nicht, ob sie in einer für Pflanzen verfügbaren Form vorliegen.
  • Bei biologischem Dünger sind andere Faktoren wie der Zustand des Bodens, die Mikroorganismenaktivität und der pH-Wert wichtiger für die Nährstoffverfügbarkeit. Daher ist die alleinige Messung des EC-Werts nicht ausreichend, um den Nährstoffstatus im Boden korrekt zu beurteilen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der EC-Wert bei der Verwendung von mineralischem Dünger sinnvoll ist, da er eine schnelle Überwachung der Nährstoffkonzentration ermöglicht.

Bei biologischem Dünger ist der EC-Wert jedoch weniger aussagekräftig, da die Nährstofffreisetzung ein komplexer Prozess ist, der nicht allein durch die Messung der Ionenkonzentration erfasst werden kann. Es ist wichtig, andere Faktoren und Bodenparameter zu berücksichtigen, um die Nährstoffverfügbarkeit für Pflanzen in einem organischen Anbausystem richtig zu bewerten.

Bei beiden Düngern gild dass das Medium den richtigen PH wert haben muss da die Pflanze die Ionen nur in der richtigen ladung also als Anionen oder Kationen aufnehmen kann.

10 „Gefällt mir“