Setup
Location: Outdoor auf der Terrasse
Behälter: Standard 15-Liter-Terracotta-Töpfe
Growmedium: Erde mit Perlit + Wundergartens torffreie Pflanzerde mit Pflanzenkohle
Bewässerung: 3,5–4 Liter Leitungswasser in unregelmäßigen Abständen
Dünger:
- Während der Vegetationsphase RUBIN Guano-Pflanzendünger, ca. 1x wöchentlich
- Während der Blütephase Purgrün Bloom-Dünger, ca. 2–3x wöchentlich
Seeds
- 5x Early Skunk-Samen bestellt, 7x erhalten: Early Skunk :: Cannabis Sorten Infos (seedfinder.eu)
- Züchter: Sensi Seeds
- Geschlecht: feminisiert
- Blühverhalten: photoperiodisch
- Genotyp: 35 % Indica, 65 % Sativa
- THC-Gehalt: 12–15 %
- CBD-Gehalt: < 1 %
Einleitung
Hallo zusammen!
Fast pünktlich zur Legalisierung begleite ich seit Mai diesen Jahres sieben prächtige Early Skunk-Pflanzen im Wachstum und werde schon bald mit der Ernte und Trocknung beginnen, sobald die Trichome den gewünschten Bernstein-Anteil erreicht haben. Aber erstmal zum Anfang. Kleiner Disclaimer: Ich bin blutiger Anfänger im Bereich Cannabisanbau und bitte etwaige Fehler in diesem Growreport zu entschuldigen und zu korrigieren!
Zunächst war ich positiv überrascht, dass im bestellten Sensi Seeds-Päckchen für fünf Samen zwei zusätzliche drin waren. Über mehr Ertrag – und eine Absicherung, falls 1–2 Pflanzen verkümmern oder befallen werden – freut man sich natürlich immer. In einer WG aus drei Leuten sind wir somit fast am erlaubten Maximum von neun Pflanzen. Da am Ende nur 150 Gramm erlaubt sein und wir deutlich darüber sein werden, wird eine ganze Menge davon verschenkt werden.
Keimungs- und Sämlingsstadium (21. Mai bis 21. Juni)
Ich habe die Samen mit ausreichend Abstand vorsichtig mit einer desinfizierten Pinzette in feuchte Küchenrolle gelegt und das Ganze in eine kleine Dose gesteckt. Danach habe ich einige Tage lang immer wieder die Temperatur und Luftfeuchtigkeit kontrolliert und ggf. leicht angepasst. Zum Glück sind alle Samen nach ca. einer Woche gekeimt. Es gab einige Spätzünder, daher hat die Keimung etwas länger gedauert und manche Samen waren einen Ticken weiter fortgeschritten als andere. Halb so wild.
Als Nächstes habe ich ein paar billige Pappbecher aus dem Discounter genommen, unten mit einem Schaschlikspieß einige Löcher hereingestochen und diese zu ungefähr 1/3 mit Erde befüllt und darin die gekeimten Samen eingepflanzt. Um die Feuchtigkeit der Erde beizubehalten, habe ich die Becher ab und zu mit Frischhaltefolie abgedeckt und mit einem Gummiband befestigt. Bisher läuft also alles mit low-budget-Zubehör aus dem Haushalt.
Es war nicht besonders klug, Pappbecher zu verwenden, da diese recht schnell auseinandergefallen sind und wegen der Feuchtigkeit sogar etwas Schimmel gebildet haben. Nächstes Mal würde ich daher auf jeden Fall Plastikbecher oder eine andere Methode wählen. Plastikbecher sind natürlich eine Umweltsünde, aber das gleiche ich mit Fahrradfahren und wenig fliegen wieder aus ![]()
Jedenfalls musste ich durch den schlechten Zustand der Becher zügig umtopfen und habe die jungen Sämlinge nach etwa zwei Wochen in mit Erde und Perlit befüllte 15-Liter-Terracotta-Töpfe umgetopft. Die Töpfe stellte ich nach regelmäßigem Gießen ohne den Einsatz von Dünger auf unsere kleine Terrasse. Mitte Juni sahen die Pflanzen gesund und munter aus:
Vegetatives Stadium (22. Juni bis 30. August)
In dieser Phase habe ich (zugegeben etwas spät) angefangen, mit Guano-Dünger zu düngen und der Effekt war sofort anhand eines kräftigen Wachstumsschubs zu erkennen:
Die Pflanzen wurden allmählich größer und vor allem lag zunehmend der charakteristisch süße Cannabis-Geruch in der Luft. Ich zitiere einen Feriengast nebenan: „Boah, hier kifft doch jemand?!“
Nicht ganz richtig. Zumindest noch nicht. Der Geruch ist übrigens ein Thema, das in der Blüte noch spannend wurde… Jedenfalls reichte, wie man unschwer an folgendem Bild erkennen kann, der Platz auf der kleinen Terrasse für die Ladies nicht mehr aus, sie kamen sich in die Quere:
Daher haben wir uns entschieden, die Pflanzen auf die größere Terrasse zu stellen, wo sie auch deutlich mehr Sonnenlicht abbekommen und praktischerweise direkt neben der Wasserquelle stehen können:
In der WG gab es mehrere Streits darüber, wie nah die Pflanzen beieinander stehen sollten. Ich war der Meinung, dass sich die Pflanzen nicht in die Quere kommen sollten und der Abstand wie z.B. der im oberen Bild nicht ausreichend wäre. Letztlich spielte das wohl keine besonders große Rolle, da sich die Pflanzen prächtig entwickelt haben. Hier noch ein paar abschließende Bilder aus der Vegetationsphase:
Blütephase (31. August bis heute)
Ende August bildeten sich dann die ersten Blütenansätze. Damit die Energie vollständig in die Blüten gesteckt werden kann, haben wir einige Blätter entfernt, insbesondere weiter unten.
Langsam schien es mir sinnvoll, die Trichome der Blüten unters Mikroskop zu nehmen (hier noch weiß und nicht milchig):
Durch die nächtliche Kälte wurden sogar einige Blätter violett!
Inzwischen sind nahezu alle Trichome milchig und ich warte auf ca. 15 % bernsteinfarbene. Dann geht es endlich an die Ernte und Trocknung.
Ich halte euch natürlich die kommenden Tage auf dem Laufenden.
Cheers!




































