Flüssig CalMag vs Substrat aufkalken bzw. Dolomitkalk

Hey Leute,

Die Frage geht mir schon länger durch den Kopf. Hier im Forum wird ja meistens Flüssig Calmag mit Berechnungen anhand der Wasserwerte empfohlen.

Wenn ich das bei Dolomitkalk richtig verstanden habe, ist eine Überdüngung aufgrund der langsamen Freigabe nicht wirklich möglich. An Dosierungen hab ich schon von einer Hand pro Topf oder 2-10g/L Substrat viele unterschiedliche Ansätze gelesen und die scheinen alle zu funktionieren, da sich die Pflanze nur das nimmt was sie braucht?

Außerdem sind unsere Dünger meistens eher sauer und kalken hilft den PH wert im Optimum zu halten bzw bei der Selbstregulation der Erde.
Ich habe sogar schon gelesen, dass ein zu hoher PH Wert ebenfalls damit behandelt werden kann.

Wenn ich das bei Flüssig CalMag richtig verstanden habe, hat dieses zusätzlich noch den Nachteil unser Substrat zu versalzen?

Also auf dem Papier hat Dolomitkalk für mich nur Vorteile:

  • deutlich günstiger
  • keine Komplizierte Wasserwerteberechnung bzw schwankt bei einigen die Range ja auch stark.
  • immer die richtige Menge für die Pflanze
  • einmal mit reinmischen anstatt je nach Stadium abzuschätzen wie viel sie nun genau brauchen
  • ph regulation

Haut gern mal eure Meinung raus oder weitere Infos/ Korrekturen.:v:t2:

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Ich kann zum überdüngen auch nur hören sagen beisteuern und das deckt sich mit dem was du schreibst. Ich hatte mit Osmosewasser bei 5/L einen starken Mangel bekommen, ein bischen probieren und Menschen Verstand schadet also nicht. Bin bei 10g/L angekommen.

Mich würde schon ein bischen interessieren was passiert wenn man hartes Wasser hat und dann 10g/L Dolomitkalk in die Erde gibt.

In Kombination mit Osmosewasser auf Erde finde ich Dolomitkalk spitze!

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Ich weiß nicht sicher, wie das mit der „Freigabe“ der Nährstoffe läuft bei Dolomitkalk. Aber selbst wenn eine Überdüngung nicht möglich ist, dann kann ich mir gut vorstellen, dass eine erhöhte Gabe den pH-Wert des Substrats stark nach oben jagt.

dolomitkalk hat einen PH von 7…(meiner zumindest)…also höher als 7 geht dann nicht… im organischen anbau sollte der Ph zwischen 6-7 sein…da jagst du gar nichts nach oben…das bodenleben und die pflanze regeln das schon…

bei weichem wasser sollte man das substrat immer aufkalken am besten noch zusätzlich mit granuliertem kalk (langsamere Freisetzung) sonst rauscht dir der Ph nur nach unten…und verursacht Probleme…

:v: :wink:

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Gut, ich denke das hängt auch von der Löslichkeit ab und die ist meist eher gering im Wasser.

Die Pflanze muss ja in der Erde einen wesentlich höheren H-Ion Ausstoß vollbringen um es aufzuspalten, um dann an das Ca oder Mg ranzukommen, da sie es nicht wesentlich mehr macht, außer man hilft z.B. mit Säuren oder auch gar mit NH4 haltigen Düngern nach, ist eine Übersalzung somit daher relativ gering.

Man müsste also erst mit Säure den pH-Wert reduzieren, dann Dolomit zugeben und dann wäre es evtl. so, das eine Übersalzung zugrunde kommt, weil sich das CaCO3 und MgCO3 bzw. der CO3 Anteil im Wasser zu HCO3 umwandelt und mit weiteren freien H Ionen wieder zu H2O und CO2 umwandelt.
Aber nunja, so ganz blicke es auch noch nicht…