Genetischer Verlust durch Mehrfachklonen

Moin Grower,

seit längerem nutze ich für den nächsten Grow Klone.

Samen schmeiße ich eigentlich nur in den Ring, um eine neue Sorte zu testen.
Dann wird sofort ein Reserveklon gezogen, falls das Produkt mundet, wird der Klon danach zur Mutti…

Soweit, einfach und effizient.

Ich frage mich jedoch, wenn ich z.B vom Klon wieder ein Klon gemacht habe, u.s.w. wird die xte… Klongeneration dann noch die gleichen Eigenschaften haben?

Ich habe eine 5 fach geklonnte Pflanze gerntet und empfand das Ergebnis als konstant gleichwertig zur 1. GENERATION,
also der 1. Mutti.

Eigentlich teilen wir unsere Pflanze beim klonen ja nur, der eine Teil wächst normal weiter, der für den Klon abgetrennte Teil wird zur Wurzelbildung motiviert und wächst auch weiter.

Gibt es da Erfahrungen?
Habt Ihr beim Mehrfachklonen, Nebeneffekte entdeckt?

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Ich habe keinerlei Erfahrung, aber weil beim Klonen die DNA sozusagen bit-identisch bleibt, kann es ja eigentlich nur so sein, dass sich nichts verändert.

Ich lese mal mit hier. :ca_hempy:

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zumindest liegt es nahe, das zwar eine biologische kopie jeweils erstellt wird. aber durch die Umwelteinflüsse nicht ausgeschlossen werden kann, dass mutationen an den klonen (die dann erneut geklont werden) auftreten könnten. ich sage gleich, könnten, denn wenn man beinahe immer exakt gleiche Bedingungen bereitstellen kann, ist es genauso naheliegend das keine oder irrelevante mutationen auftreten.

nach meinem Verständnis dann ein klares: je nach dem :wink:

Hintergrund: Does cloning ruin cannabis strains over time? | Leafly

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Wenn ich eine Mutter habe und davon einen Klon nehme von diesen wieder Stecklinge nehme und vermehre sind die selben Informationen in der Pflanze.
Also ist der Klon identisch.
Solange ich nicht mit anderen Informationen komme, also durch Bestäubung und vermehrung wird diese geninfo immer gleich bleiben.

Also ist der Klon von einen Klon identisch.

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Unter optimalen perfekten Bedingungen sollten diese vernachlässigbar sein aber wer hatt das schon als Homegrower.
Was sich auf jeden Fall zeigt ist das es immer schwieriger wird nach etlichen Jahren sie richtig zurück ins Wachstum zu bekommen.
Meine langjährige Grapefruit hab ich nie wieder ohne Stempel später gesehen.Die ersten 10 Jahre bei der Haze waren fleckenlos nur die letzten 4-5 zickt sie mir sehr schnell rum.
Ertrag und Quali ist aber wenn alles rund läuft wie am 1ten Tag sobald sie sich gefangen hatt,man ihr genug Zeit gab vorher.
Es zeigte sich auch das sie was schneller anfällig werden auf EC und PH Schwankungen und man es nicht übertreiben sollte,sondern die Dosis nur langsam erhöht.
Von einer sehr leckeren Blueberry musst ich mich mal trennen nach einigen Jahren wegen Mehltau aber auch die Klone waren ständig nur mit Stempel versehen,wahrscheinlich um so höher der Indicaanteil um so gefühliger werden sie ,ist aber nur eine Vermutung.
So lang sie schnell wieder umschalten ins Wachstum bei intensiveren/blaueren Licht und angepasster Düngung fällt das alles nicht so sehr auf,aber auf Dauer werden sie da was müde und brauchen eindeutig mehr Zeit.
Macht man halt nur wenn man von der Genetik auch wirklich überzeugt ist.

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Nach Klon x10 bin ich schlauer…und bis da hin, genießen.

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Ein Growlege hat jetzt seit 6-7 Jahren den immergleichen Sour Diesel. Er zieht immer wieder Steckis aus Steckis und macht sich damit regelmäßig neue „Muttis“, die er ausblühen lässt, wenn sie ihren Dienst getan und ein paar Steckis geliefert haben.

Das stimmt, aber theoretisch wandert der Punkt, an dem man die Stecklinge schneidet, immer weiter nach außen, je älter die Pflanze ist. Manche Genetiken werden da immer unsymmetrischer, je mehr Internodien zwischen Stamm und Schnitt liegen. Bei meinem 2 Jahre alten Cheese spüre ich das mittlerweile ein wenig, wenngleich die Erträge und der Geschmack bislang stabil sind.

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Mit jeder neuen Nodie die dazukommt, steigt die Chance von neuen sogenannten „somatischen“ Mutationen, was letztendlich bei 1-jährigen Pflanzen zur Verlust der Fitness führen kann.

Gibt ne Studie darüber die das selbst bei einer Mutter mit kurzer Lebenszeit aufzeigt.
Dennoch ist das Genom vieler Pflanzen so stabil daß man augenscheinlich da lange nichts von merkt.

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So halte ich meine GG#4 seit Jahren…