Gegen falschen Mehltau helfen nicht die selben Hausmittelchen, wie beim echten Mehltau.
Deshalb erstmal genauer untersuchen, welcher Mehltau auf der Pflanze sitzt.
Aber es scheint ein echter Mehltaubefall zu sein, weil er auf den Blättern oben sitzt.
Der Echte Mehltau ist ein Ektoparasit. Er sitzt also außen an den Blättern und dringt mit seinem Myzel, einem wurzelähnlichen Fadengeflecht, nicht in die Pflanze ein. Zu Beginn des Befalls ist der Belag daher noch leicht abwischbar und außerdem gut zu erkennen. Der Belag tritt nur auf der Oberseite des Blattes auf.
Der Falsche Mehltau befällt hingegen die Blattunterseite.
Wie wäre es denn, wenn Du mal das andere Mittelchen mit Kaisernatron probierst?
Eine weitere Möglichkeit, den gefürchteten Echten Mehltau zu bekämpfen, ist die Behandlung mit einer Mischung aus Backpulver, Rapsöl und Wasser. Das im Backpulver enthaltene Natron (Natriumhydrogencarbonat) zeigt in Verbindung mit Wasser eine schwach alkalische Reaktion, die dem schädlichen Pilz nicht sonderlich gut gefällt. Das Öl enthält zudem sogenannte Lecithine. Hierbei handelt es sich um eine Gruppe chemischer Verbindungen, den sogenannten Phosphatidylcholine. Lecithine sind vor allem als wichtige Abwehr- und Pflanzenschutzmittel bekannt. Mischen Sie für eine korrekte Anwendung des Hausmittels ein Päckchen Backpulver mit etwa 20 Millilitern Rapsöl und zwei Litern Wasser. Bringen Sie die Mischung ungefähr alle zwei Wochen auf die betroffenen Pflanzenblätter aus. Backpulver kann auch vorbeugend gegen Echten Mehltau zum Einsatz kommen. Da die hilfreiche Spritzung schnell durch Regen abgewaschen wird, sollten Sie die Behandlung mehrere Male wiederholen.