Wir haben hier ja schon den „outdoor- lounge“- thread (der vielleicht ein bisschen in Vergessenheit geraten ist, vermutlich weil beim aktuellen Teil 3 der hashtag „outdoor“ fehlt), aber ich vermisse hier bisher eine Plauderecke für guerilla- Anbau! Das sind ja schon deutlich andere Methoden als daheim im Tomatengewächshaus oder auf dem Südbalkon am Wohnzimmer…
Es sind ja bereits verbale und bildliche Beiträge zum Thema, vereinzelt auch Growreports von verschiedenen Mitgliedern gekommen. Aber ich glaube einfach, dass wir mehr zu hören und zu sehen kriegen würden, wenn es einen Sammelthread gibt, in dem man kurz und unverbindlich was posten kann!
4 „Gefällt mir“
Bei mir wurde gestern die Saison eröffnet! Ich habe reguläre Moroccan Beldia aus meiner Vermehrung von 5 ACE Seeds Samen 2024 gepflanzt, und dazu eine feminisierte ACE Seeds Nepal Jam (auf den Fotos in der Mitte).
Der Platz wurde schon letztes Jahr genutzt und hat sich als ziemlich sicher vor Vernichtung durch Menschen oder Tiere erwiesen. Ob der Jäger oder Förster nicht doch mal durch die niedrigen Brombeeren in diesen Teil des Waldes stapft, oder sich ein hungriger Feldhase dorthin verirrt, kann man natürlich nicht vorhersagen… Aber der Platz liegt einfach ziemlich versteckt, dabei aber am sonnigen Waldrand, und bietet genug Platz für eine einstellige Zahl Pflanzen. Perfekt für open pollination! Allerdings leiden die Pflanzen hier unter Wassermangel, wenn der Sommer trocken ist, denn der Boden ist sehr durchlässig, also besteht vor allem aus lehmigem Sand und grobem Humus, und wie man sieht, ist hier überdies eine Erhebung im Gelände. Es ist auch keine Wasserstelle in der Nähe, und die Strecke vom Weg ist zu weit, um mehr als ein paar Liter mit vertretbarem Aufwand zu den durstigen Pflanzen zu bringen. Ich habe das einmal gemacht, letztes Jahr für die Rettung meiner Mountain Gold, aber ich will fortan einfach den Aufwand für den Unterhalt der einzelnen Plätze im Rahmen halten!
Und weil ich sowieso Beldia weiter vermehren wollte, und auch eine Hybridlinie mit Nepal Jam starten wollte, fiel meine Wahl dafür schnell auf diesen Platz. Beldia gilt ja als trockenheitsresistent, und soll diese Eigenschaft bei der Weiterzucht auch behalten. Nepal Jam gilt eher als nässe- und kältetolerant, und muss dann eher auch mal gegossen werden.
In dieser trockenen Ecke gibt es kaum Nacktschnecken; da müsste es schon wirklich länger mal regnerisch werden, und das ist zur Zeit nicht in Sicht. Vermutlich wird die erste Jahreshälfte eher zu trocken, und danach sind die Pflanzen halt groß. Also einfach den Schneckenkragen mal weggelassen! 
Ich habe die Kleinen eigentlich alle etwas tiefer gepflanzt, in eine Mulde, was später das Gießen erleichtert, und sie auch jetzt beim Anwachsen von der feuchten Erde profitieren lässt- die obersten paar Zentimeter Waldboden sind hingegen schon ausgetrocknet…
Abschließend habe ich die feuchten Pflanzstellen noch mit Blättern und Grobhumus abgestreut, als Verdunstungsschutz. Gedüngt wurde noch nicht.
12 „Gefällt mir“
Lese selbstverständlich hier mit, auch wenn ich kein Outdoor Guerilla bin.
deine Berichte mag ich einfach!
2 „Gefällt mir“
Danke, aber wie gesagt, hier sollen sich auch die anderen „Guerillas“ austoben dürfen; auch über diese Saison hinaus.
Gestern habe ich all’ den Zecken zum Trotz hochwertige Schneckenkragen (mit breitem Rand gegen die fetten Wegschnecken) aus einem ziemlich unzugänglichen spot abgeholt, den ich aufgeben will wegen des sauerstoffarmen Bodens, dem hohen Zeitaufwand beim Besuch, und der windabgeschirmten Lage. Jedes Mal wuseln zig Zecken am Körper herum, und alle Pflanzen werden krank… Ich habe die Hose insgesamt drei Mal abgesucht, und immer locker ein dutzend entfernt, vor allem ganz kleine schwarze.
Die Schneckenkragen habe ich dann nahe eines neuen Platzes deponiert, den ich noch vorbereiten muss. Wiederum Waldrandlage Richtung Süden, hinter Brombeeren. Man kommt vom Weg aus durch den Wald dorthin, der ziemlich spärlichen Unterwuchs hat, also kein langes Gras mit Zecken oder ähnliches. Er soll mir später zum Erkreuzen regulärer auto’s dienen.
Ein kleiner Spaten lag noch da von einer anderen Aktion im Februar, den habe ich dann mal näher am Hauptweg versteckt, wo ich demnächst zur Pflanzung meiner Kwazulu reg.'s vorbeikomme.
Dann noch einen anderen bisher ungenutzen Platz begutachtet… Eigentlich hatte ich eine eingezäunte Schonung vorgesehen, die ziemlich verwahrlost wirkte, aber seit letztem Jahr scheint dort wieder häufiger gearbeitet zu werden… Das Gebiet liegt nördlich einer Baumreihe sehr hoher, aber auch sehr schmaler Bäume, zwischen denen die Sonne in Streifen hindurchscheint, bis sie ohnehin viel lichter werden, wenn sie früh im Herbst das Laub abwerfen.
Mir ist dann aufgefallen, dass neben dem Zaun der Schonung noch ein ziemlich breiter Streifen mit recht hohen Brombeeren liegt, bevor der Wald beginnt, so dass man auch dort einen ausreichend sonnigen Platz einrichten könnte. Eine ziemlich versteckte alte Zufahrt in den Wald bietet optimale Deckung; von dort kann man im Wald über niedrige Brombeeren schnell in den interessanten Bereich. Mitten in der betreffenden Fläche, zwischen einigen kleinen Bäumchen, die Tarnung bieten, wäre dann mein Platz der Wahl.
Ich bin zufrieden, dass ich so die Risiken ausschließen kann, die mich sonst in der Schonung erwartet hätten, und werde hier drei feminisierte Pflanzen unterbringen (sonst läuft bei mir heuer guerillatechnisch alles regulär).
2 „Gefällt mir“