Hausgemacht & Eingemacht-Dry Ice Kief Extraktion in vier einfachen Schritten

ES WIRD HIER MIT TROCKENEIS HANTIERT, ES IST EXTREM KALT UND BEI NICHT SACHGERECHTER HANDHABUNG KANN ES ZU VERLETZUNGEN KOMMEN!! DENKT AN EUERE UND DIE SICHERHEIT ANDERER!!! BENUTZT EINE SICHERHEITSBRILLE UND FESTE ARBEITSHANDSCHUHE UM EUCH VOR VERLETZUNGEN UND ERFRIERUNGEN ZU SCHÜTZEN! SEID KONZENTRIERT UND PLANT DAS DRYICE SIFT DURCH.

Hallo liebe Grow Freunde!

Habt Ihr nicht auch schon einmal vor Eurem Berg Trim der letzten Grows gestanden und Euch gefragt, was Ihr damit anstellen sollt? Eins ist klar, wegschmeißen kommt nicht in Frage! Dafür befinden sich viel zu viele Trichome auf den Sugarleaves. Aber Edibles mögt Ihr nicht, mit Cannabutter könnt Ihr nichts anfangen, Öl mit Gas oder Alkohol herstellen ist zu klebrig, eine Presse zum lösungsmittelfreien Extrahieren ist zu teuer und das Abschöpfen von Kief im Bubblebag mit der Ice-o-Later Methode ist zu viel Gepansche? Dann könnte die Dry ICE Extraktion etwas für Euch sein -einfach, schnell, sauber und direkt konsumierbar.

In diesem Artikel möchte ich Euch dieses Verfahren näher bringen und Schritt für Schritt erklären, wie man zuhause mit einfachen Mitteln aus seinen „Resten“ ein hochwertiges Produkt machen kann. Nachfolgend liste ich auf, welche Materialien Ihr benötigt, wo ihr diese her bekommt und in welcher Reihenfolge Ihr sie benutzt.

Was passiert eigentlich bei der Dry Ice Kief Extraktion mit dem Trim? Wenn Ihr den Trim mit Trockeneis in einem Beutel vermengt, werden durch die extreme Kälte die kleinen Trichome auf der Blattoberfläche abgetrennt. Durch die mechanischen Reize beim Schütteln des Beutels mit dem Trockeneis-Trim-Gemisch wird dieser Vorgang noch beschleunigt. Das Schütteln sorgt darüber hinaus dafür, dass der gesamte Trim mit Trockeneis in Kontakt kommt. So ist der Ertrag am höchsten. Das steckt hinter dieser Technik. Eigentlich recht simpel. Aber warum auch in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!

Doch bevor wir so richtig loslegen, noch ein paar Worte zur Sicherheit. Wie aus der Einleitung des Artikels hervorgeht, wird zum Extrahieren Dry Ice, also Trockeneis benötigt. Trockeneis birgt einige Gefahren und sollte nur mit Vorsicht verwendet werden. Aber keine Angst. Wenn Ihr ein paar wenige Grundregeln beim Umgang mit Trockeneis einhaltet, dürfte eigentlich nichts passieren. Trockeneis wird bis zu -79 °C kalt. Durch diese extreme Kälte könnt Ihr Euch bei Hautkontakt böse verletzen, bei Augenkontakt können schwere Verletzungen verursacht werden, welche zu Erblindung führen können. Es ist unbedingt notwendig beim Umgang mit dem Trockeneis feste Handschuhe und eine Schutzbrille zu tragen. Sorgt für eine ruhige, geräumige und saubere Umgebung. Schaut, dass ggf. Eure Haustiere nicht mit im Raum sind, wenn Ihr mit dem Trockeneis hantiert, denn auch sie können sich daran verletzen.

Wenn Ihr diese Verhaltensweisen beherzigt, dann seid Ihr auf der sicheren Seite!

So, alles klar? Dann geht’s los. Folgende Dinge werden benötigt:

  • Trim oder optional Blütenmaterial

  • Trockeneis

  • Arbeitshandschuhe

  • Schutzbrille

  • 73er Micron Bubbel Bag

  • 2 grosse Schüsseln

  • Müllbeutel

  • Spachtel o. ä

  • Suppenkelle o. ä.

  • Ein oder mehrere Behältnisse für das
    Kief

  • Timer Funktion am Handy bzw.
    Stoppuhr

  • Eine glatte, saubere Oberfläche

  1. Schritt

Wohin mit dem Trim?

Legt Euren Trim vorsichtig in einem geeignetem Gefäß in die Kühltruhe und belasst es dort für 24h. Diesen Schritt führt Ihr im Idealfall einen Tag vor dem Herstellen des Dry Ice Kief durch. Achtet darauf, den Trim nicht zu sehr zu zerdrücken, wenn Ihr ihn in die Kühltruhe legt. Es ist wichtig, dass die kleinen Blätter intakt bleiben. Ansonsten entsteht zu viel kleines Pflanzenmaterial, welches das Endprodukt verunreinigt. Falls Ihr diese Methode mit Blütenmaterial durchführen möchtet, ist dies auch möglich. In diesem Fall zerbrecht und zupft die Buds vorsichtig auseinander, so dass kleine Fragmente entstehen -nicht zerbröseln oder grinden -und verfahrt damit wie mit dem Trim. Durch das Einfrieren lösen sich bei der späteren Extraktion die Trichome besser von den Sugarleaves bzw. den Blütenfragmenten. So, der erste Schritt auf dem Weg Zum Kief ist gemacht. Weiter geht’s mit Schritt Zwei.

  1. Schritt

Woher kommt das Ice?

Eine weitere wichtige „Zutat“ ist natürlich das Trockeneis. Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen? Im Internet gibt es diverse Anbieter und einschlägige Onlineversandhändler, welche Trockeneis anbieten. Schaut einfach im Netz, Ihr werdet schnell einen Anbieter finden. Denkt daran, dass Trockeneis immer eine Terminsendung ist. Das heisst Ihr solltet an dem Tag, an dem es geliefert wird, zuhause sein. Das Trockeneis hält sich zwar recht lange in der Thermo Box, aber mit jeder Stunde wird es halt etwas weniger. Je nach Art und Weise, wie das Trockeneis gelagert wird, der Handhabung und den Umgebungsfaktoren ist mit einem Verlust von zirka 2,5 bis 5 kg je 24 Stunden zu rechnen. Achtet darauf Trockeneis Granulat oder Pellets zu kaufen. Damit lässt es sich leichter arbeiten. Der Trim und das Eis vermischen sich besser und die Handhabung ist um einiges einfacher und sicherer. Wenn Ihr dagegen einen Block oder Scheiben habt, ist durch das Handling die Verletzungsgefahr erhöht. Ihr das Trockeneis bestellt und wartet auf die Lieferung? Damit Euch die Wartezeit nicht zu lang wird, bereiten wir Schritt Drei vor.

  1. Schritt

Was braucht man?

So nun müsst Ihr Euch folgendes Material zusammensuchen: Für Eure Sicherheit ein Paar feste Handschuhe, hier bieten sich derbe Arbeitshandschuhe aus dem Baumarkt an. Vielleicht fahrt Ihr auch Motorrad und habt noch ein paar alte Lederhandschuhe rum liegen. Die würden auch funktionieren. Als nächstes besorgt Euch eine Sicherheitsbrille aus dem Fachhandel oder Baumarkt -ohne Wenn und Aber, wenn Ihr nicht auf Euer Augenlicht verzichten könnt. Als nächstes braucht Ihr einen Bubbel Bag, nach Möglichkeit mit einer feinen Meshgrösse. Je feiner die Siebstärke, umso hochwertiger wird das Endprodukt, weil weniger Pflanzenmaterial durch das Sieb gelangt. Bewährt hat sich ein 73er Micron Sieb. Die Bubbel Bag’s können günstig im Netz oder im Growshop Eures Vertrauens gekauft werden. Da sie wiederverwendbar sind, lohnt sich diese einmalige Investition. Jetzt besorgt Euch zwei große Schüsseln, welche für den Trim und das Trockeneis benötigt werden. Holt für
den anfallenden Müll ein paar Müllbeutel. Bitte trennt den Müll, falls dies notwendig ist. Denkt an die Umwelt! Um mit dem Trockeneis arbeiten zu können, braucht Ihr eine Suppenkelle oder ein ähnliches Werkzeug. Um später das Dry-Ice-Kief zusammen zu schieben, benötigt Ihr einen sauberen Spachtel. Wenn keiner zur Hand ist, tut es auch eine Bankkarte oder ähnliches. Nun sucht Ihr Euch noch den ein oder anderen Behälter um das Kief zu lagern. Beispielsweise Tupperware oder ein ausgewaschenes Marmeladenglas. Jetzt braucht Ihr noch euer Handy um später die Zeit stoppen zu können. Wenn Ihr eine Stoppuhr besitzt, könnt ihr auch die nehmen. So, nun sucht Euch eine schöne waagerechte GLATTE Oberfläche und reinigt sie gründlich. Sie sollte fett-und staubfrei sein. Hier bieten sich Glasflächen oder Tischplatten an. Die Oberfläche wird benötigt, um das Kief aufzufangen. Aber dazu später mehr. Ist das Trockeneis eingetroffen? Wir sehen uns bei Schritt Vier wieder.

4.Schritt

Los geht’s -Vorbereitung und Durchführung

Der Trim ist in der Truhe, das Trockeneis eingetroffen, alle Materialien sind vorhanden, das Handy ist geladen und die Oberfläche sauber? Dann kann es ja los gehen. Als erstes setzt die Schutzbrille auf und zieht die Handschuhe an. Dann stellt die beiden Schüsseln bereit. In eine Schüssel füllt Ihr den Trim und in die andere Schüssel Trockeneis. Wenn Ihr sehr viel Trim habt, teilt diesen in mehrere Portionen auf, damit der Trim zwischen den Arbeitsschritte nicht auftaut. Mit dem Trockeneis verfahrt Ihr genaueso. Immer nur soviel umfüllen, wie gerade gebraucht wird. Nun befüllt zu gleichen Teilen den Bubbel Bag, bis er annähernd zu Hälfte gefüllt ist: Immer eine große Hand Trim und eine Kelle Trockeneisgranulat/ Pellets. Zieht den Beutel nach dem Befüllen richtig dicht zu, damit beim Schütteln kein Pflanzenmaterial aus der Öffnung fliegt. Jetzt lasst Ihr den Beutel für 20-30 Sekunden stehen, damit das Trockeneis den Trim nochmal richtig schockfrostet. Das funktioniert am besten, wenn der Trim von vornherein richtig durchgefrostet ist.

Nun geht’s los! Stellt den Timer auf Eurem Handy auf 30 sec., nehmt den ordentlich verzurrten Beutel in die Hand und stellt Euch über die Oberfläche. Startet den Timer und fangt an, den Beutel rhythmisch und gleichmäßig nach oben und unten zu schütteln. Aber achtet darauf nicht zu fest zu schütteln. Ihr werdet nach einigen Sekunden sehen, wie es unten am Beutel anfängt zu nebeln. Dieser „Nebel“ wird im Verlaufe des Schüttelns immer mehr und setzt sich auf der Oberfläche ab. Nun bildet sich nach und nach ein feiner Film auf der Oberfläche. Wenn die 30sec. abgelaufen sind, lasst Ihr den Beutel erneut für einige Sekunden ruhen, damit sich die Kälte nochmal im Trim verteilen kann. Nun wiederholt den Vorgang über 30sec. Ihr werdet feststellen, dass im Idealfall der „Nebel“ in der zweiten Runde zunimmt. Ihr könnt diesen Vorgang beliebig oft wiederholen bzw. solange ausreichend Trockeneis im Beutel ist. Ich empfehle aber nicht mehr als drei mal 30sec. für ein sauberes Kief ohne hohen Pflanzenanteil. Je mehr Ihr schüttelt, umso mehr Pflanzenmaterial wird im Beutel pulverisiert und Ihr siebt immer mehr Pflanzenmaterial mit aus. -Gut zu sehen am grünlichen Endprodukt-. Ein zu hoher Pflanzenanteil wirkt sich negativ auf den Geruch und Geschmack aus. Optional könnt Ihr mehrere Durchgänge durchführen. Die erste Siebung für ein hochwertiges, harziges Dry Ice Kief und eine zweite Siebung für ein etwas „grüneres“ Kief. Zum vapen oder rauchen weniger geeignet aber super zum kochen und backen.

Wenn Ihr mit dem Sieben fertig seid und Euch die Arme vom schütteln brennen, ist es Zeit, die Früchte Eurer Arbeit zu ernten. Räumt alles weg, entsorgt den Müll und zieht Euch die Handshuhe aus. Nun stellt Eure Behälter bereit und greift Euch den Spachtel. Zieht mit dem Spachtel das Kief zusammen und füllt es in die Behälter. Im Anschluß reinigt Ihr die Oberfläche. Falls die Kiefreste zu klebrig sind, benutzt Spiritus oder ein Lösungsnittel zum Entfernen. Vergewissert Euch aber vorher, dass die Oberfläche alkohol-und lösungsmittelresistent ist. Lasst die/den Behälter mit dem Dry Ice Kief für ca. 24h offen stehen. Dadurch verflüchtigt sich ggf. anfallende Feuchtigkeit. Rührt zwischendurch auch ruhig vorsichtig um. Nach den 24h könnt Ihr den Behälter schließen oder optional noch ein Boveda Pack 62% dazu geben. Das Kief bleibt dadurch schön frisch und die Terpene bleiben erhalten.

Das Produkt kann aber auch direkt nach dem Sieben konsumiert werden. Das Trocknen dient lediglich als Schutz vor Schimmel im Behältnis.

So, nun habt Ihr hoffentlich einen schönen Haufen Kief, der Euch den Alltag versüßt.

Ihr könnt das Kief in vielerlei Art und Weise verwenden. Das naheliegenste ist, es zu inhalieren. Ihr könnt damit aber auch wunderbar kochen und backen. Falls Ihr nun doch auf den Geschmack gekommen seid und Euch für Lösungsmittelextraktion begeistern könnt oder neugierig auf Lösungsmittelfreie Methoden seid, könnt Ihr das Kief nun noch weiter extrahieren. Sozusagen ein Extrakt vom Extrakt.

Ich hoffe, dieser Beitrag hat Euch gefallen.

Bei Fragen, Lob und Kritik meldet Euch bei mir

:blush::wink:

Hightere Grüße vom Monkey :grinning: :ca_hempy: :v:t3:

22 Like

Also erstmal ein Like für die Arbeit :+1:

Ein paar mehr Absätze wären nett, so ist es schwer zu lesen. Deshalb lese ich es morgen, jetzt bin ich zu müde :disappointed: .oO ( :bed: )

:wink:

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Mit Bildern wäre das ganze Tip Top :+1:t2:

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Das war neu für mich… ich hab es einmal mit so Blöcken versucht… Katastrophe
Granulat besser wie Pellets?

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Ich bestell bei Lindegas immer Pellets 3mm Durchmesser.

Funktioniert super damit.

:grinning::v:t3:

5 Like

Sobald ich wieder etwas herstelle werden Fotos nachgereicht. :slightly_smiling_face:

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@Sebugsux

So erledigt.

Hoffe ist nun besser zu lesen.

:slightly_smiling_face::v:t3:

2 Like

Dann ises schon einen Artikel in ner Zeitschrift wert, gute Arbeit :+1:t2:

3 Like

Kann man aus dem Kief auch Hasch machen mit einem Föhn und Backpapier?

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Kannst du machen. Hab ich auch schon ausprobiert aber mit ner kleinen Pollenpresse. Funzt gut.

:slightly_smiling_face::v:t3:

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