Cannabis hat lange und tiefe Wurzeln in der Geschichte Indiens und ist in Geschichten und Religion verwoben.
Cannabis wurde erstmals in den Veden, den heiligen hinduistischen Schriften, erwähnt, die zwischen 2000 und 1400 vor Christus zusammengestellt wurden. Laut den Veden war Cannabis eine von fünf heiligen Pflanzen, und in ihren Blättern wohnte ein Schutzengel. In den Veden wird Cannabis als Quelle des Glücks, ein Freudebringer und ein Befreier dargestellt. Es wurde den Menschen als Geschenk gegeben, um ihnen zu helfen, Glück zu finden und ihre Ängste und Sorgen zu überwinden.
Shiva wird oft mit Cannabis in Verbindung gebracht, das in Indien „Bhang“ genannt wird. Nach einem Streit mit seiner Familie soll Shiva in die Felder gegangen sein. Erschöpft vom Familienkrach und der sengenden Hitze döste er unter einer blättrigen Pflanze ein. Als er aufwachte, probierte er aus Neugier die Blätter der Pflanze. Sie belebten ihn sofort, und so wurde Shiva als der Herr von Bhang bekannt.


