Hallo habt ihr schon mal von Hop Latent Viroid gehört ich glaube die Plants haben das ? Die Plants sind nicht so Frosty wie sie sein sollten + die gelbe verfärbung, was denkt ihr ?! 118257015_1154042364967689_1452767199936943369_n|375x500
Zur Information:
Viroide sind die kleinsten subzellulären Erreger mit Genom.
Der „Hob Latent Viroid“ ist ein Hopfenviroid. Hopfenviroide sind weltweit ein großes Problem. Dieses Hopfenvirus springt auch auf Hanf über, da Hanf ein Verwandter des Hopfens ist.
Eine Folge der Erkrankung ist, der Viroid „schreibt sich in das Saatgut ein“. Die Krankheit verbreitet sich über die Samen. Man kann nur durch eine DNA-Sequenzierung herausbekommen, ob Saatgut von der Krankheit betroffen ist oder nicht.
Das Krankheitsbild:
- Der Ertrag wird geringer. Kleinere und weniger Trichome.
- Die Blüten bleiben klein.
- Die Phänotypen haben lange Internodienabstände, wirken schwächlich, „schlacksig“ (Siehe Videobild ganz unten)
In Kalifornien nennt man es „Dudding Pathogen“ - Faulenzerkrankheit. Sie ist dort schon ein großes Problem, aber es gibt erste Behandlungsversuche. Ist alles jedoch noch in den Anfängen.
Also Vorsicht bei Saatgut aus Kalifornien! Unbedingt vorher anfragen, ob sie Probleme mit dem Viroid haben, damit dieser nicht in Europa verbreitet wird.
https://darkheartnursery.com/news/hop-latent-viroid/
Ich hole das Thema mal wieder hoch. Ich bin auch echt ein bisschen geschockt, dass HpLVd in diesem Forum noch gar nicht intensiver unter die Lupe genommen wird, während es in anderen gerade jetzt wieder in aller Munde ist. Vor allem gibt es nur ganz wenige Breeder die sich schon aus allein wirtschaftlichen Gründen nicht damit befassen können. Nicht mal eine Handvoll Breeder haben schweren Herzens ganze Genetiken vernichten müssen, da sie zu 100% verseucht waren und diese Kosten mit teuren Samen jetzt wieder rein holen müssen.
Mittlerweile scheint man ja aktuell davon auszugehen, dass in den USA und Kanada nahezu 100% des Cannabis verseucht sind und Global sollen es auch schon 70% sein. Daher ist es denk jetzt wichtig gerde Anfängern dieses Virus vor Augen zu führen. Gerde Outdoor sollte man wenn ein Hopfenfeld vor den Garten oder Balkon ist vermeiden Cannabis anzubauen. Auch Indoor kann man eigentlich jetzt schon nach jedem Grow sein Zelt und Equipment mit Chlor desinfizieren. Auch wenn die Krankheit nicht bei jeder Pflanze ausbricht, ist sie denoch infektiös.
Das Thema sollten wir nicht so auf die leichte Schulter nehmen. Es geht ja nicht nur ums kiffen und Bier saufen, sondern man denke auch mal an die Nutzhanfindustrie. Das schlechte Zeug zu rauchen ist nicht schädlich, aber aus den Fasern einen Pulover stricken kann man sich definitiv knicken.
…hier wird halt oft Calmag Probleme diagnostiziert ![]()
https://www.growglide.com/de/hop-latent-viroid-hlvd-handling-cannabis-cultivations-biggest-threat/
Deswegen ist Hygiene sehr wichtig. Am besten man nutzt für jetzt Pflanze anderes Arbeitsmittel.
Ich mir auch erzählen lassen, das Alkohol etc kaum, zur desinfektion geeignet ist, weil die Viroiden das überleben.
Das ganze ist definitiv ein sehr wichtiges Thema
Genau. Alkohol hilft dagegen nicht und vor allem Outdoor ist dagegen nicht kontaminiertes Werkzeug ein Problem, sondern dort wird das Virus durch Schädlinge von Pflanze zu Pflanze übertragen. Beim Hopfen hat man es schon fast aufgegeben das Virus jemals wieder los zu werden und konzentriert sich eher darauf Genetiken zu entwickeln, die weniger starke Symptome zeigen. Das kann aber einfach keine lösung sein finde ich.
Von Forscher wird HpLVd auch als das Corona der Hopfenpflanzen bezeichnet. Wer weiß was noch alles passieren kann, wenn das weiter mutiert.
Ja, diese Thematik ist echt nicht zu unterschätzen.
Es geht auch gerade eine Krankheit, bei den Olivenbäumen umher. Es sind schon viele, teils über hunderte von Jahren alten Bäumen, gestorben.
Vor Jahren war es bei Bananen. Wie da der Stand heute ist, weiß ich gerade nicht.
Wenn sowas den Weizen befällt, dann Mahlzeit. Dann kosten ein Brot 1000€ ohne Inflation. ^^
Naja, um beim Thema zu bleiben.
In einem Artikel laß ich auch, dass mindestens 90% der Pflanzen aus Californien diesen Virus inne haben.
Jetzt frag ich mich, ob die hierigen Breeder und Reseller, die Samen und Pflanzen testen.
Hier gibt es auch geng Genetiken die direkt aus Cali kommen, wenn man es erstmal nicht denkt.
Es gibt immer mehr Anbieter, bei denen man eine Probe hinschicken kann. Preislich geht es auch.
Bergrow bei Youtube, hat ein Video dazu gemacht.
In einem Anderen Forum haben die User bei den Breedern angefragt. Die meisten antworten nur schwammig. Der Kostenfaktor ist aber nicht zu unterschätzen. Es ist wie bei Corona, ein Schnelltest ist zu ungenau und ein PCR Test kostet pro Pflanze 20-30€. Das ist für Breeder nicht machbar alle ihre Pflanzen zu testen.
Die Labore haben sogar verfahren das Virus aus der Pflanze raus zu bekommen, kostet pro Pflanze aber weit über 1000€.
Ah gut, dann kann ich mir das sparen ^^
Heute wollte ich sämtliche Geschäfte anschreiben ( vielleicht mache ich es trotzdem noch) und fragen wie die da vorgehen.
Viele Sorten haben inzwischen Genetiken aus den USA enthalten und wer weiß wie clean die Breeder arbeiten also noch höher Gefahr, dass da was mitkommt.
1000€ um eine sagenhafte Genetik zu retten, geht ja noch ![]()
Was bringt es den den gemeinen Grower darüber zu diskutieren? Wenn das Viroid in der Pflanze ist dann ist es so.
Professionelle Cannabis Züchter testen ihre Pflanzen regelmässig. Als Endverbraucher vertraue ich darauf, mehr kann man nicht machen.
Was soll ich dazu sagen…
- Es ist ein Viroid, kein Virus, und daher auch so schwer loszuwerden
- Das erwähnte Verfahren schimpft sich „in-Vitro-Meristem-Kultur“ und ist in größerem Umfang auch deutlich günstiger als 1000 Euro zu haben. Zudem: 1000 Euro, um eine Genetik zu retten, ist kein Geld.
- Die Geschäfte musst du nicht anschreiben, sondern die Breeder. Oder du testest halt selber. Altus Labs in Wien kann ich empfehlen, gibt aber auch andere gute.
- Eine gute Maßnahme wäre schon mal, Substrat nicht wiederzuverwenden oder zu sterilisieren, da sich das Viroid vor allem wurzelbürtig verbreitet, oder man baut direkt erdlos an. Zudem ordentliches Hygienemanagement betreiben, heißt Box, Werkzeuge und Töpfe mit Chlorreiniger putzen. Werkzeuge kann man auch mit RNAse-Reiniger behandeln, das macht man im Labor und killt das Viroid garantiert.
Ok, Wenn doch alles so einfach ist, warum wird außer hier davor gewarnt?
Werbung für Altus wird übrigens auch nicht gerne als Werbung gesehen und daher kommen die Preise von über 1000€…#
Edit: Sorry aber ich bin hier raus. Wenn das direkt in solch eine Richtung geht. So einen Relativierenden Post sehen ich hier zum aller ersten mal. Corona hat mir echt schon gereicht. Und es ist wie Corona, seit den 60er Jahren ist HpLVd bekannt, aber es kommt erst zur Diskussion wenn es zu spät ist.
und wenn dann die ersten User trotz der guten Flo-Samen bei sich das HLV erkennen, werden die Packs als B-Ware verkauft und mit einem Zusatzaufkleber versehen auf dem steht: " vielleicht resistent / viel Glück / Danke für Ihren Einkauf …".
Solange er keine Garantien gibt werd ich da bestimmt nicht kaufen. Die Breeder sollen Genetiken entwickeln die mit dem Problem klar kommen.
Ein positiver Labornachweis heißt doch noch lange nicht, dass die Pflanze verkümmert bzw. dass du davon überhaupt was siehst.
Aus dem Grund haben sich ja viele einfach damit abgefunden.
Muss jeder selbst entscheiden, welchen Aufwand er betreiben möchte.
Der Flo kann auch nur Stichproben-artige Kontrollen durchführen lassen.
Ich möchte dir raten, deinen eigenen Nutzernamen zu beherzigen.
HpLVd ist sicher kein Spaß, aber man muss auch keinen Alarmismus verbreiten. Am Ende liegt es doch sowieso in Breeders Hand, nicht in unserer. Die „guten“ werden darauf testen.
Vielleicht mag das der ein oder andere hier anschauen:
Danke für das Video, aber ich kann Flo echt nicht zuhören. Der Typ sollte wirklich sehr viel weniger kiffen, der kriegt ja kaum noch nen geraden Satz raus.
Eins stimmt allerdings, und hoffentlich ändert sich das jetzt: Eine echte Sorten- oder Resistenzzüchtung hats bei Cannabis nie gegeben. Die Selektion hat immer auf irgendner Wiese in nem Drittweltland oder in ner Garage stattgefunden.
Der Vollständigkeit halber noch:
Viele Pflanzen tragen auch HLVd in sich ohne dass es als Krankheit ausbricht. Wir Menschen haben ja auch dauerhaft Viren in uns (z.B. Herpes, HPV) von denen wir normalerweise nichts merken, außer unser Immunsystem wird stark geschwächt, dann kann es sein, dass man Herpes oder schlimmeres bekommt.
Man erkennt einen Ausbruch daran, dass die Pflanzen schwächlich bleiben und -ganz wichtig- eine Tendenz zeigen in die Breite statt in die Höhe zu wachsen. Auf jeden Fall sollte man niemals zwei Pflanzen mit derselben Schere beschneiden. Jede Pflanze hat den gesamten Grow über ihre eigene Schere und die werden nach dem Grow mit Bleiche oder Chlor gereinigt.