Viele von euch kennen uns vielleicht schon — für alle anderen: Ihr könnt mich als Prof. Genetix ansprechen, ich vertrete hier künftig den @House-of-Seeds.de Account hier im Forum.
Wir sind House of Seeds — ein Seed-Shop aus Deutschland, der in den letzten zwei Jahren eines der größten Sortimente im deutschsprachigen Raum aufgebaut hat.
Von zeitlosen Klassikern wie Sensi Seeds, Barney’s Farm oder RQS bis hin zum absoluten Elite-Segment mit Wizard Trees, Doja oder Compound Genetics. Wir decken hier eine breites Spektrum ab.
Einige dieser Brands haben wir als Erste nach Deutschland geholt. Und fĂĽr viele davon sind wir bis heute die erste Anlaufstelle fĂĽr Grower in Deutschland.
Aber genug ĂĽber uns - denn wir sind hier, um mehr ĂĽber euch und eure Erfahrungen zu lernen.
Und direkt eine Frage an alle Outdoor Grower unter euch…
Was waren bisher eure größten Genetik-Reinfälle beim Outdoor Growing?
Wer von euch hat schon mal auf Sorten gesetzt, die angeblich „perfekt für Outdoor“ waren - nur um dann zuzusehen, wie sie bei der ersten kühlen Nacht im Mai eingegangen sind?
Oder Strains, die im September noch nicht ansatzweise in der BlĂĽte standen und am Ende einfach nicht das geliefert haben, was die Beschreibung versprochen hat?
Nach der Legalisierung fing ich einfach mal mit einem Outdoor Grow an und bemerkte schnell, das wird nichts. Also mussten die Pflanzen rein. Der nächste Grow offenbarte dann aber recht zügig, nur mit stabiler Genetik (ordentliche Zuchtarbeit) kann man drinnen auch gut was machen. Natürlich kann man hier und da mit günstigen Seeds was ernten, aber kontinuierlich gute Qualität beruht auf einem anderen Level.
Das ist zumindest meine Erfahrung.
Diese Season werden zwei Autoflower nach drauĂźen gestellt. Mal sehen, ob die ihr Versprechen halten
Seid gegrĂĽĂźt, Prof. Genetix, willkommen im Forum
Interessante Frage, hab da noch nie drĂĽber nachgedacht.
Also die meisten Reinfälle lagen an mir selbst (zu nass/kalte Erde, zu schattig, sowas).
Genetiken hab ich nur selten gezielt nach „Outdoor-Tauglichkeit“ ausgesucht, sondern immer nach Lust & Laune. Nur langblühende Sativas versuch ich gar nicht erst.
Und an sich sind sie alle was geworden! Manchmal relativ früh geerntet, aber (b)rauchbar. Wenn ich so überlege, kann ich mich nur an 2 Totalausfälle erinnern. Eine ist nicht gekeimt, und eine ist einfach eingegangen, das war ne kleine Auto, offenbar eine Neuentwicklung, die noch nicht stabilisiert war (so hab ich das verstanden, gab ein paar Unklarheiten).
Will aber keine Namen nennen, das kann auch Zufall gewesen sein, n einmaliger Aussetzer, oder auch mein Fehler … das kann ich halt gar nicht beurteilen.
Also kurze Antwort:
Reinfälle: keine
Ich kann nur jeden Outdoor-Grower ermuntern, alles auszuprobieren, worauf er/sie Lust hat. Man muss es in der Praxis testen, im eigenen individuellen Grow-Umfeld; und meist geht mehr als man denkt … Unkraut halt
Die Liste an Strains die NICHT Outdoor was werden ist um ein 1000faches kleiner als die abreifen.
Erwischt man so einen August wie vor 2-3 Jahren ( 1mal in 10 Jahren)ist nix dem, gewachsen und nur ganz wenige Sorten schaffen da noch draussen was abzuwerfen bei VPD unter 0,4 wo kaum noch Nährstoffe gefördert werden und die Erde auch noch absäuft vom vielen Regen.
Die rechtzeitig in unseren Breitengraden abreifen haben meisstens zu kämpfen mit Plagen b.z.w. extra Massnahmen die man da vorher nehmen muss,oder/und eben genug Begleidpflanzen drumehrum als öko-Gleichgewicht.
Dann die in den ungĂĽnsitigen Wind-OrkanstĂĽrmen wegbrechen ohne genug Training oder Spot der von Anfang an gut windgeschĂĽtzt bedacht werden muss.
Und die mit spáten,wo die 5te Blütewoche erst vorbei darf sein wenn die VPDs draussen hoch gehen wenn es zwar kalt,aber trockener wird und das Nebelwetter vorbei,anders allein Schimmel.
Da aber je nach Ort und Lage und Jahr alles sehr unterschiedlich sein kann,
gewinnt am Ende immer die Genetik die zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort steht und das kan gut und gerne auch mal eine hoch%tige Sativa sein die den November bei guten Wetter noch dick abwirft.
Ich bin seit der Legalisierung hier unterwegs, ausschlieĂźlich Outdoor.
Schimmel ist bei mir eigentlich immer n Thema an irgendeiner Pflanze, Outdoor hat man die Luftfeuchtigkeit halt nicht im Griff und unsere Breitengrade sind ja eher nicht das natĂĽrliche Habitat.
Deshalb wähle ich aktuell hauptsächlich Autos aus, einfach um das Wetter Lotto im September/Oktober zu umgehen. Hab wenig Lust 6 Monate Zeit in eine Lady zu investieren für ne 50/50 könnte oder nicht Ernte.
Find’s cool wenn ein deutscher Shop kleinere High Quality breeder zugänglich macht. Dafür sollte man aber für die Laien dann auch die USPs der breeder Vs den bekannten Marken herausstellen.
Was fĂĽr eine Frage?
Was kostet ein Motorrad? Welcher Ofen hat nicht so funktioniert, wie beim Kauf gedacht?
Oder, noch besser, welche Haarfarbe muss eine Frau haben, um mit Ihr glĂĽcklich zu werden?
Wenn Breeder/Trader für Indoor-Anbau Angaben machen, mag das für kontrollierte Verhältnisse im Zelt ja treffend sein. Vielleicht. Oder eben auch nicht.
Outdoor ist aber nicht kontrollierbar. Der Strain der bei Farmer Paul im californischen Triangle immer bestens performt, klappt bei Farmer Sepp im oberbayrischen Voralpenland gar nicht.
Und was letztes Jahr gut geklappt hat, gibt keinerlei Garantie dafür, dass es im nächstes Jahr wieder gut performt.
Je mehr Sugarfruitdieselcaramelblackberriesinpinkbananacocostrallallalla, je mehr Durcheinander fĂĽr den Grower.
Bei mir performt alles gut. Jeder Strain. Außer natürlich es ist ein Blattlausjahr. Oder Grasshoppers. Oder Minierfliegen. Oder zu kalt. Halt nein, könnte ja zu heiß gewesen sein. Jene Viecher, anderer Wind. Calima-Regen oder doch zu trocken…
Versteht mich bitte nicht falsch, aber wer zufriedene Outdoor - Kunden haben will, sollte sein Angebot regionaler gestallten. Regionale Begebenheiten Schädlinge betreffend z.B. angeben.
Viecher die Dir auf Sylt die Ernte versauen sind beim Gärtner in Thüringen gegebenenfalls gar nicht existent.
Haben die Gärtner in Marokko, in Afghanistan, in Indien sich damals so Fragen gestellt?
Eher nicht.
Ich muss dir zustimmen. Gäbe es einen Saatgutlieferanten der zuverlässige Angaben dazu macht, wie die Strains im deutschen Klima performen, sie sogar für das deutsche Klima verfeinern würden….
Ich denke das wĂĽrde sich schnell rum sprechen und entsprechend viele Grower wĂĽrden dann auch ihr Saatgut von dort beziehen.