Ein Riesen Thema bei der Legalisierung ist, dass die zuhause erlaubten 50 Gramm geerntetes und getrocknetes Marihuana leicht überschritten werden können; weil Hanf eben so dankbar und wüchsig ist. Viele fragen sich, ob sie ihre Überschüsse jetzt wegschmeißen müssen oder was damit passieren soll, damit das neue Recht nicht gebrochen werden muss.
Jetzt kam wiederholt der Vorschlag, diese Mengen außerhalb der eigenen Wohnung, wahrscheinlich auch außerorts, in einem Erdversteck zu lagern. Denn unter der Erde ist es nicht nur den Blicken entzogen, sondern die Temperatur steigt oder sinkt nicht so extrem wie oberirdisch, was erstmal super ist als Rahmenbedingung für einen Mikro- Lagerraum.
Wie aber kann dort Feuchtigkeit, Insekten und Nagetieren getrotzt werden? Welche Methode ist leicht umzusetzen, aber sehr erfolgversprechend?
Wie würdet ihr das angehen, sagen wir mal 100 Gramm an einem geheimen Ort zu lagern, so dass die zuhause gelagerte Menge stets im Rahmen bleibt und keiner eine Verbindung zwischen dem Grasversteck und eurem grow sehen wird?
Ich glaube halt, dass Kunststoffbehälter aufgenagt werden und Metallkisten nicht wasserdicht sind, am Deckel. Außerdem bildet sich am Blech gerne Kondenswasser.
Man könnte ein KG- oder HT- Rohr in ein Blech- Fallrohr stecken. Aber die meisten Fallrohre sind nicht dicker als 10cm, und oben und unten offen ist ja auch doof. Oder sind die KG Rohre mit ihrem zähen Kunststoff etwa schon mäusesicher? Für die KG Rohre gibt’s ja wenigstens gummierte Abschlusskappen.
Das allereinfachste wäre vielleicht so etwas wie eine vergrabene Butterbrotdose aus inox- Blech, in der ein Zip- Gefrierbeutel mit dem Überschuss steckt. Dann in den Beutel wiederum einen Trockenbeutel mit reinlegen und hoffen, dass dadurch nichts mehr gammelt.
Aber vor Hobby- Schatzsuchern mit ihrem Detektor wäre dieses Depot nicht sicher!
Also ich fange ja jetzt nach vielen Jahren wieder neu an, in denen ich immer nur ein paar Gramm zuhause rumliegen hatte, da gibt’s also kein eingefahrenes System. Ich muss mich halt entscheiden, wie viele Risiken ich eingehen will. Einen geeigneten Platz zu finden wird überhaupt kein Problem sein, aber wenn das bei der Lagerung schlecht wird, war der zwar geringe Aufwand des Versteckens doch die schlechtere Lösung.
Und ich würde das jetzt auch allgemein nicht einfach so abtun, weil es wirklich viele umzutreiben scheint, mit ihrem setup und allem anderen im neuen legalen Rahmen zu bleiben.
Unbeschadet von Absatz 2 ist Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, ein über Absatz 1 hinausgehender Besitz von Cannabis nur erlaubt innerhalb des befriedeten Besitztums einer Anbauvereinigung mit einer Erlaubnis nach § 11 Absatz 1 oder zum Zweck des Transports nach § 22 Absatz 3.
Übersetzt: Innerhalb einer nach § 11 erlaubten Anbauvereinigung darfst du über 25 Gramm (Absatz 1) hinaus Cannabis besitzen, zusätzlich zu den 50 Gramm, die du zuhause haben darfst („unbeschadet von Absatz 2“).
Also verbuddel du gerne im Wald, ich such mir einfach eine Anbauvereinigung, in die ich meinen abschließbaren Cannabisschrank stelle, zu dem nur ich den Schlüssel habe (womit ich Besitzer des Inhalts bleibe).
Schraubdeckeldosen mit Dichtung. Gibts im 100, 250, 500, 1000, 2500, 5000, 10000ml.
Sind wasserdicht, chemiefest. Weißer Kunststoff mit rotem Deckel. Und nein, die werden normalerweise nicht angenagt.
@bergrow
Ok, aber bis wie viel euro Mitgliedsbeitrag rechnet sich die Lagerung, wenn Du 50 oder 100 Gramm dort einlagerst?
Wenn das z.B. 300 euro pro Jahr sind, ist es wahrscheinlich unter dem Strich kein Vorteil.
Ist doch egal. Unverhofft kommt oft - kann ja auch aus einem komplett anderen Grund sein dass sie vorbeischauen. Man muss ja keine Steilvorlage liefern.
Vielleicht wenn ich doch Ärger bekomme wegen meiner outdoor Aktivitäten; die über das, was im eigenen Garten steht, hinausgehen.
Da hat jeder seine eigenen Gründe. Bei manchen will vielleicht der Partner nicht, dass in der Wohnung was illegales läuft, und so dürfen nur 50 Gramm bleiben. Jedenfalls ist eine etwas größere Menge in der Bude ja schon ein Risikofaktor. Und wenn es nur ist, dass einem nachher eine Platte Eishasch bei einem Einbruch abhanden kommt- ob die Hausratsversicherung den Schaden ersetzt, ist fraglich.
Also das beste wird wohl sein, einen festen, fraßsicheren, größeren Aussenbehälter zu wählen, an dessen Deckel Stark- oder Dauerregen abläuft. Darin vielleicht so eine Tonne mit Schraubdeckel. Vielleicht steckt über der Tonne noch ein Sack mit Verpackungs- Dämmmaterial im Außenbehälter, um die Temperatur konstanter zu halten, weil der Deckel ja nicht tief unter der Erde ist. Ich würde eine Drainageschüttung um den Außenbehälter anlegen und besser auch darunter. Das Depot wird vielleicht 10cm tief verscharrt, mehr nicht.
Aber ich meine halt, mit irgendwelchen Feuchtigkeit aufnehmenden Hilfsmitteln wird man arbeiten müssen.
Aber wenn halt bei dir mal einer wegen sonstwas vorbeischaut und das mitbekommt, ist das halt Beifang und du bist dran. Und weil das gern mal ungeplant kommt kann ich durchaus die Leute verstehen die den Überschuss außerhalb lagern wollen und würde das selbst wahrscheinlich auch so machen. Vorsicht ist besser als Nachsicht. Die Legalisierung ist ja recht stark beschränkt und kein Freifahrtschein für alles, vorerst.
Hoffentlich kommt jetzt nicht schon wieder so ein hilfreicher Post mit „ja, aber das ist doch Blödsinn, irgendwo im Wald ein Versteck anzulegen“.
Die einen finden das spannend als Gedankenspiel oder hilfreich für die Zukunft, die anderen sind ja nicht gezwungen, hier alles mitzulesen.
Es gab ja jetzt schon einige Gedankenspiele, aber wichtig wäre noch zu sehen, was sich tatsächlich bewährt hat. Danke schon mal an @Bavaricus für die Kombi Dose mit Dichtung/vakuumierter Beutel! Aber wie viele Jahre hält sich das, so oberflächennah bei Sommer und Winter?