Nomen est omen, Shivva⊠
Der âGoa-Kontextâ ist bei mir auch gegeben. Aber auch Trance, Acid und Techno â bis heute!
Das war nicht umsonst von '93-'98 meine VollzeitbeschÀftigung 
Als FeierKind der spĂ€ten 80er und vor allem der 90er Jahre kam man mit einer gewissen AffinitĂ€t zwangslĂ€ufig damit in BerĂŒhrung. Damals waren Psilocybin und LSD allerdings noch völlig unbedarft ein Freiteit- und Spass-MolekĂŒl.
SpĂ€ter hatte ich dann eine Phase, in der ich mich offen mit psychotropen Substanzen befasst habe, sozusagen als âMember of Psychonauticsâ.
In dieser Zeit, die eher spirituelle Suche evtl. mit der Absicht eines Erkenntnisgewinns war, habe ich erst richtig verstanden, was fĂŒr ein Potential diese Substanzen haben â und zwar jenseits allem Spass-Konsums!
Als âTherapeutikumâ ist Psilocybin ein ganz anderer Ansatz, der sich momentan (glĂŒcklicherweise) versucht, aus der ach so âbösenâ Drogen-Ecke loszulösen.
Infolge einer nicht mehr ganz so restriktiven Drogen-Politik, haben nach ca. 50 Jahren Forschende endlich wieder den Mut gefunden, sich dem Thema Psychedelika als Therapeutikum anzunehmen.
Die Zahl derer, die an psychischen Störungen wie PTBS und Depressionen leiden, nimmt stetig zu. Warum also sollte man der pharmazeutischen Industrie das Monopol ĂŒberlassen, wenn bisher alle Studien mit MolekĂŒlen aus der Gruppe der Psychedelika den etablierten Psychopharmaka in ihrer Wirkung ĂŒberlegen sind? Langzeitwirkung, VertrĂ€glichkeit, Nebenwirkungen, etc pp.
Derzeitig laufende klinische (oder
bereits abgeschlossene) Studien bestÀtigen das Potenzial von LSD, Psilocybin, Ketamin aber auch z.B. MDMA (bei PTBS).
Als ich mich dafĂŒr entschied, den therapeutischen Effekt von Psilocybin im Selbstversuch zu eruieren, war ich inmitten in einer Major-Depression (incl. suizidaler Tendenzen).
Was bitte hatte ich zu verlieren� Noch beschissener ging es gar nicht!
OK, ohne all die Erfahrungen, die ich bereits mit diesen Substanzen gemacht habe, hĂ€tte ich sicher nicht in ErwĂ€gung gezogen, mich selbst zu therapieren! Aber so war es, nach Freizeit-Konsum und (ernsthafter) Psychonautik, nur ein weiterer, fĂŒr mich derzeit aber vollkommen logischer Schritt, dem MolekĂŒl die âChanceâ zu eröffnen, da zu wirken, wofĂŒr es eigentlich (schon immer?) vorgesehen war.
Zu vergleichen mit (ĂŒberspitzt) einem an Krebs Leidenden, dem die Möglichkeit eröffnet wird, als Proband an einer Studie mit einem neuen, vielversprechenden Medikament teilzunehmen (nur, wenn er dann nicht gerade in der Kontrollgruppe mit den Placebos landet⊠genau, Sarkasmus!)
Ich habe in den Phasen verstĂ€rkt auftretender psychischer EinflĂŒsse, (zumindest organische) Drogen als ein probates Mittel gesehen, mit deren Hilfe sich ein Manifestieren der psychischen Beeinflussung verhindern lĂ€sst. Sehr subjektiv, ich weiĂâŠ
Hm, die Frage wĂ€re, ob ĂŒberhaupt ein kausaler Zusammenhang besteht â also substanzinduziert bedingte Abstinenz oder wegen einer möglichen Kontraindikation bei verordneter Einnahme von Psychopharmaka?!?
Ich schlieĂe mich dir dahingehend aber gerne an, und ĂŒberlasse die Interpretation der Wissenschaft.
P.L.U.R.