🥦 LEGALISIERUNG 2024 - Fakten & Diskussion 🥦 (Teil 6)

Nicht verkehrt. Entsprechende Vorgaben entnehmen sie dem CannGlas.
Das sind Verrücktheiten wie in den 90ern. Sein wir mal ehrlich.

Also kurz:
Bundesregierung: Der Wert muss erheblich höher liegen.
BGH: Nö.

Warum hat man sich nicht einfach an die Empfehlung des Gesetzgebers gehalten? Sitzen im BGH nur CDU/CSU-Verbandelte?

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Mich würde interessieren was ist wenn man 100g zuhause hat, 50g in Hasch und 50g blüten… welches würde genommen werden um die nicht geringe Menge fest zu stellen? :thinking:

Bei Blüten könnte man ja noch unter der nicht geringen Menge bleiben, mit dem Hasch eher nicht… wird dann von beidem 25g zum berechnen genommen?
Amanda Seyfried I Have Questions GIF by PBS SoCal

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Kontrollillusion. Man hält sich halt noch an der Vorstellung fest, Lagermengen exakt von oben festlegen, Weitergabe verhindern und den Konsum in der Öffentlichkeit weitgehend verhindern zu können, wenn man nur hinreichend streng dreinschaut. Dabei funktioniert das schon seit Jahrzehnten nicht.

Wird Zeit für konkretere Schritte zu Säule 2. Damit auch der Letzte erkennt, dass das im Moment nur Übergangslösungen sind, und man langfristig an ner richtigen Legalisierung und einer ehrlichen und realistischen Drogenpolitik (auch für die „traditionell“ legalen Drogen) nicht vorbeikommen wird, wenn man sich nicht bloß die Augen zuhalten und so tun will, als gäbe es das alles gar nicht.

Und wir sehens ja auch grad an den Apotheken, sowie es die Möglichkeit gibt, damit Geld zu verdienen, sind alle vermeintlichen Sorgen um „die Kinder“ schneller dahin als Schnee in der Sonne. Leider funktioniert die Welt halt doch nur so.
In den Marginalien darf man dann vielleicht auch frei seinem Hobby nachgehen und seinen Freunden was schenken.

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Was ich überhaupt nicht kapiere ist dass Gesetz und BGH Urteil mit völlig unterschiedlichen Einheiten arbeiten.
Das ist ja wie wenn ich ein Kilo Bananen kaufe und an der Kasse rechnen sie nach Litern oder cm ab…

Viele Grüße

Der Depp

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Dann hätten sie. Und jetzt halten wir uns alle fest.
DAS GESETZLICH REGELN MÜSSEN. :exploding_head:

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Am augenfälligsten find ich’s eigentlich, wie in dem Gesetz und seiner Umsetzung jegliches Gemeinschaftserleben systematisch unterbunden wird: Jeder darf SEINEN Samen erwerben, SEINE drei personengebundenen Pflanzen hochziehen, SEINE exakt bemessene Ernte einfahren, und dann SEIN Zeug alleine und am besten im stillen Kämmerlein rauchen. Macht man auch nur ne Sammelbestellung mit Samen, stellt das Pflänzle vom Nachbarn zur Anzucht in sein Zelt, oder raucht es gar gemeinsam mit anderen (selbst wenn die selber anbauen), ist man ein Krimineller.
Selbst den Clubs wird das Social so systematisch ausgetrieben, das kann doch kein Zufall sein.

Was ist da die Intention? Soll das verhindern, dass mehr Leute damit anfangen?

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Das hat mit dem Gesundheitsschutz zu tun. Jeder weiß doch, dass Drogenkonsum ohne jegliche Gesellschaft/Spaß wesentlich gesünder ist.

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Ja. Dabei sollte der Gesundheitsschutz ja eigentlich ursprünglich mal an erster Stelle stehen.
Ich find die Art von Konsum und den Typ Konsument, der der einzig legale ist und den man da versucht zu etablieren, einfach nur gruselig. Da bleib ich lieber kriminell.

Und dann macht man sich Sorgen über Folgen für die psychische Gesundheit der Konsumenten (die körperliche kann’s ja net sein bei sauberem Cannabis). Dabei kennt doch jeder Psychonaut die wichtigste Regel gegen psychische Abstürze: Nie alleine. Also ebendas, zu dem uns das Gesetz und seine Umsetzung zwingen will.

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„Der Entscheidung, den Grenzwert hinsichtlich der nicht geringen Menge beizubehalten, legten die Richter die Erkenntnis zugrunde, dass im Schnitt 15 mg THC erforderlich sind, um durch das Rauchen eines Joints in einen Rauschzustand zu kommen. Diese Annahme kombiniert mit der konkreten Wirkweise und Gefährlichkeit von THC, die sich auch nach der Gesetzesänderung nicht geändert habe, ergebe den Grenzwert von 7,5 g – genau wie vor 30 Jahren.

Auch aus der seit dem 1. April gemäß § 3 KCanG erlaubten Besitzmenge von 25 bis 50 g Cannabis pro Person, ließen sich keine veränderten Aussagen zur Gefährlichkeit des Wirkstoffes ableiten, so die Karlsruher Richter. Die Entkriminalisierung führe nicht zu einer geänderten Risikobewertung.“

Jahrzehnte der Dämonisierung fallen einem da jetzt auf die Füße. :grinning_face_with_smiling_eyes:

Paradoxerweise, der Fall, der Anlass war, zeigt, wie ein kommerzieller Schwarzmarktgrow aussieht, um rentabel zu sein, und wie wenig Gefahr tatsächlich besteht, einen solchen mit nem Hobbygrow im 60x60er zu verwechseln:

„Die beiden lebten und arbeiteten in einer zweistöckigen Indoor-Marihuanaplantage, in der über 1.763 Cannabispflanzen angebaut wurden. Gegen ein monatliches Entgelt von 1.000 Euro und freie Kost und Logis, waren sie für das Gießen und Düngen sowie den Betrieb von Lüftungsanlagen und Wärmelampen zuständig. Die bei einer Durchsuchung im vergangenen Jahr sichergestellten Pflanzen wiesen 160 kg Marihuana und über 22.000g THC auf.“

Selbst wenn einer mal 4 statt 3 Pflanzen oder 61 statt 50 g daheim hat, dürfte er da nicht wirklich konkurrenzfähig sein :joy:

Auch augenfällig, die man da erwischt und aufs Härteste bestrafen möchte, sind die nützlichen Idioten. Absolut austauschbar. Damit wird man den Schwarzmarkt ganz sicher nicht in den Griff bekommen, auch wenn man die für 100 Jahre einsperrt.

Als Gesellschaft könnte man sich ja auch mal fragen, warum es in der drittstärksten Volkswirtschaft der Welt Leute gibt, die so verzweifelt sind, für 1000 Euro im Monat mehrjährige Haftstrafen zu riskieren. Und ob daran härtere Strafen so großartig was ändern.

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Ich fürchte, wir müssen uns damit abfinden, dass dieses Gesetz Stück für Stück nachgebessert und / oder verschlimmbessert wird. Ursache ist wahrscheinlich die Vereinbarkeit mit dem EU-Recht. Nur deshalb sind ja viele Passagen unklar und / oder nicht ganz ausformuliert. Ich schätze es wird ca 6-12 Monate dauern, in denen wir primär (Dauer-)Konsumenten unfreundliche Regelungen finden, Einschränkungen kommen usw. Danach könnte eine Phase von Klagen folgen, bei dem die Grenze zwischen legal und illegal sehr dünn ist und in Kombination mit steigender Akzeptanz in der Allgemeinbevölkerung es dann zu Lockerungen kommt.
Alles pure Spekulation selbstverständlich.
Aber Aussagen, dass die bisherigen Gesetze es Konsumenten unmöglich macht legal zu konsumieren oä, würde ich trotzdem pauschal abwinken. Wenn man sich die vorgegeben Regelungen anschaut, gibt es mehr als genug Konsummöglichkeiten in privaten wie öffentlichen Bereich. Es muss nur erstmal dazu kommen, dass auch Tante Erna im August / September ihre Blüten raucht.

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Monate- oder jahrelange Rechtsunsicherheit dürfte gerade Tante Erna gar nicht gefallen. Da liest die die Waage net richtig ab und steht quasi mit einem Bein im Gefängnis. Wo soll da denn die Akzeptanz herkommen.

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War wegen einer Knieverletzung vor 2 Wochen im Krankenhaus für paar Tage. Rate mal, was Thema Nummer 1 der Besucher der anderen patienten war. War eine Woche vorher in den Niederlanden (tatsächlich nur zum Sightseeing) und ging da in 1-2 Growshops. Da haben sich auch vor allem Ü40er Samen geholt.
Wieviele ältere Leute gerade dabei sind selbst was anzubauen, ist der Wahnsinn.
Wir dürfen nicht vergessen: Das Forum hier spiegelt nicht unbedingt die Allgemeinheit wieder. Zich Leute bauen jetzt auf dem Balkon oder im Garten an und wollen es dann mal am Wochenende auf den heimischen Gartenstühlen konsumieren. Diese Leute werden (wahrscheinlich) nie in Berührung mit der Justiz kommen. Auch ich gehöre zu denen, bei denen 50g genug für ein Jahr+ ist. Da tut es auch nicht weh hinterher den Großteil der Ernte zu vernichten.

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Es ist an der Zeit, dass die US-Bundesregierung die Zeichen der Zeit erkennt und dem Beispiel der Bundesstaaten folgt. Fordern Sie die US-Bundesregierung auf, den Zugang und die Produktion von Marihuana jetzt vollständig zu legalisieren!
#petition

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Kann ich bestätigen. Nachbarn, Arbeitskollegen (alle Ü40 und sogar meine Schwiegermutter :sweat_smile: haben mich gefragt woher sie Samen für Cannabis bekommen. Schwiegermama hat natürlich gleich welche bekommen und schickt mir jetzt regelmäßig Fotos wie ihre drei Autos auf der Fensterbank gedeihen. :blush:

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Ü40 ist eh das neue 20 :love_you_gesture:

Besser drauf als viele junge Leute, jung geblieben.

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Mein Cheffe und mindestens ein Kollege bauen auch an :slight_smile:

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Facebook ist voll von Typen die auf der Fensterbank oder mit der 29 Euro LED von Amazon „anbauen“.

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