Living Soil Tricks und Tipps, Erfahrungsaustausch und aktuelle Anbaumethoden inkl. Growreport Light (Teil 1)

Das Wort Vegan triggert hier wohl einige…
Ich mach das ganze für eine Freundin die halt auf (Abfall)Produkte der Massentierhaltung wie Hornspähne und Hühnermist usw verzichten möchte. Nicht mehr und nicht weniger ^^

Eigentlich wollt ich auch nur wissen ob sich das Luzerne-Kaninchenfutter als Dünger eignet oder ob es Probleme mit gewissen Inhaltsstoffen wie Natriumchlorid geben könnte :sweat_smile:

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Ich verstehe gar nicht wo das Problem an living soil ohne tierische Inhaltsstoffe ist.
Wahrscheinlich triggert das Wort vegan manche einfach zu hart.
Ich mische meine Erde auch nur mit pflanzlichen Inhaltsstoffen bzw auch so etwas wie Wurmkompost.
Es gibt einfach Menschen, die nicht daran interessiert sind, die kommerzielle Tierhaltung zu unterstützen. Das würde man eben auch machen, wenn man Dinge wie HMP, Hornmehl oder ähnliches kauft.

:v:

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Mich triggert das nicht. Ich ernähre mich vegan und darf es trotzdem witzig finden, wie es jede Branche nach und nach überrollt. Was jeder einzelne macht und will ist mir dabei völlig schnuppe. Es gibt kein veganes Living Soil, gleichwohl man auf einzelne tierische Produkte darin verzichten kann. Wenn einem das bewusst ist, ist doch alles super. :heart_hands:

Edit: Im Gegenteil, ich habe Flo vor nem Jahr gewarnt, dass er ein Akzeptanz Problem bekommen wird, wenn er nicht auf den Zug aufspringt.

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Ist doch super :+1: :v:

Du weißt schon das da im Boden alles lebt und das es dort heißt fressen oder gefressen werden :scream:
Mikroben zersetzen halt alles was sie kriegen können und
ich setze Nematoden vorher schon mit in den Boden ein
dann kommen Fressfeinde in die Pflanzen die Spinnen Milben oder tripse futtern können also bei mir lebt das ganze Zelt
dort heißt es gefressen oder gefressen werden
Ach ja und Regenwürmer durchwühlen den Boden auch

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Keine Ahnung, ob meine Mischung überhaupt als Living Soil zählt. Zweiter Anbau damit läuft auch noch, aber bislang scheints zu funktionieren.
Ich mische bloß 50% Anzuchterde (einfach irgendeine nährstoffarme), 25% Wurmhumus (Plagron Mega Worm, der muss es dann schon sein), 25% Kokoserde (Baumarktkram, diese Blöcke zum Einweichen). Sehr sorgfältig durchmischt und zerbröselt, ohne Klümpchen (da nehm ich mir echt Zeit für), sehr locker eingefüllt. Plus Biotabs nach Herstellerangaben, um halt paar Starterbakterien reinzubringen. Angießen mit bissl Melasse. Töpfe 15 oder 25 l, ganz normale Plastikdinger.

Würd das gern noch aufbohren, aber bislang funktioniert es auch so.

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Damit bist du direkt in der nächsten, oft ideologischen Grundsatzdiskussion. Wer darf was als Living Soil bezeichnen und wer nicht. xD

Für mich ist es in erster Linie ein Marketingbegriff. Dennoch bezeichne ich alles als Living Soil, was versucht, das Bodennahrungsnetz zu imitieren, also in dem Moment wo ich nicht zielgerichtet Nährstoff X zugeben, sondern mich um die Vermehrung von MOs kümmere, die den Job für mich übernehmen.

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Ich habe eine Frage zur Aktivierung:

  • Growshit Konzentrat 5L (ja ich weiß, viel zu teuer…)
  • Plagron Light Mix 50L
  • 1 Kokosziegel
  • Wasser 5L (laaaange abgestanden, also ohne Chlor)
    Das ganze in einer Tonne ordentlich vermischt und zurück in die Plagrontüte. Da ich die mengenmäßig nicht mehr verschließen kann, habe ich sie offen in die Tonne gestellt und den Deckel drauf gemacht.

Momentan steht die Tonne noch auf dem Balkon, aber ich habe bedenken, dass die derzeitigen Temperaturen (5-10°) ein aktivieren extrem verlangsamt, wenn sich da überhaupt was entwickelt. Ist meine Sorge berechtigt und ich hol die Tonne lieber rein? Oder ist das Wurscht?

Chlor ist, wie uns hier neulich ein Wasserexperte erklärt hat, in deutschem Leitungswasser kein Thema. Das wird mal punktuell verwendet, kommt aber beim Endverbraucher nicht mehr in nennenswerter Menge an. Ist in den USA wohl anders.

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Moin. Reinholen. Bei den Temperaturen diese Woche wirst du wenig bis keine der gewünschten Prozesse im Soil haben.

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Ja, triggert mich sehr.
Vegan bedeutet ja den Verzicht auf alles, was „tierischen Ursprungs“ ist. Betrifft das jetzt in dem Fall auch Wurmhumus etc.? Das stelle ich mir tendenziell unmöglich vor. Düngen ohne die Vorarbeit, die Tiere leisten (i.e.: scheissen) halte ich für ziemlichen Schwachsinn. Da würde ich dann eher auf Dinge zurückgreifen, die definitiv nicht aus Massentierhaltung stammen (bspw. Fledemausmist) und damit wäre das ganze für mich erledigt.

Was die Frage nach den Luzernepellets angeht: Ich würde Dünger kaufen, der auf Luzerne basiert, da hier NPK Angaben vorhanden sind, z.B.:

Hat man dann noch ein P-Problem…

Hier Mal die offizielle Definition:

Veganismus ist eine Lebensweise, die versucht – so weit, wie es praktisch durchführbar ist – alle Formen von Ausbeutung und Grausamkeiten an leidensfähigen Tieren für Essen, Kleidung und andere Zwecke zu vermeiden; und die in weiterer Folge die Entwicklung und Verwendung von tierfreien Alternativen zu Gunsten von Mensch, Tier und Umwelt fördert. In Bezug auf die Ernährung bedeutet dies den Verzicht auf alle Produkte, die zur Gänze oder teilweise von Tieren gewonnen werden.

Also nicht ganz so dogmatisch wie viele meinen

Praktisch und durchführbar sind dann eben persönliche Auslegungssache

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Da fall ich dann schon drunter. Bin bloß die faule Variante davon. :smile:

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Jetzt chillen wir mal alle wieder und lassen das Thema vegan in puncto Erde einfach weg, okay?

Entweder benutzt man einige Quellen tierischen Ursprungs oder eben nicht. Jedem selbst überlassen, war auch keinerlei Kritik von mir oder Bunk. Nur eine kurze Auffassung was das für mich bedeutet.

Für mich sind tierische Abfälle sowieso schon da, ob ich Fleisch kaufe oder nicht, jemand anders tut es und die „scheiße“ ist da. Daher sehe ich das hier nicht so eng… nur kommt mein Beet auch recht gut mit hauptsächlich pflanzlichen nährstoffquellen zurecht.

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Also ich chill total :sunglasses:

Hatte nicht das Gefühl, dass jemand irgendwen angreifen will.
Wollte nur evtl Missverständnisse aus dem Weg räumen

:v:

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Ok und läuft z.B. Wurm- oder Fledermauskacke jetzt unter Ausbeutung oder geht das klar?

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Wurmhumus finde ich super. Habe eine eigene Wurmfarm. Da empfinde ich das eher als Symbiose oder rede mir das so schön? Ich weiß es nicht :sweat_smile:

Zu Fledermaus Guano wollte ich mich schon länger informieren. Nach kurzer Recherche habe ich jetzt nur entdeckt, dass der Guano „Abbau“ wohl nicht so unproblematisch ist.
Die Fledermaushöhlen werden wohl teilweise beschädigt. Bei Vogel Guano werden wohl auch die Nistplätze teilweise zerstört. Ich kann mir schon vorstellen, dass es nicht ohne größeren Eingriff in das Ökosystem der jeweiligen Art funktioniert das Guano zu „ernten“

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Stehe vor demselben Problem. Mir wäre es ja egal wenn es langsam abläuft, aber wäre halt schon doof wenn dadurch die Organismen erfrieren/kaputtgehen etc.
Die Vorstellung das Ganze in der Wohnung zu machen behagt mir auch nicht sonderlich. Soll ja über doch mehrere Tage ne ziemlich üble Geruchsentwicklung haben.

Jemand Ideen für eine Lösung? Oder ist die Geruchsentwicklung nicht so dramatisch.

PS: Ich besitze kein Growzelt oder ähnliches.

Habe es mittlerweile rein geholt.



Habe das ganze wie gesagt in einer Tonne. Auf dem zweiten Foto sieht man einen Kleiderbügel, der den Deckel einen Spalt offen hält, damit nix schimmelt. Bisher keine Geruchsentwicklung. Aber das hängt sicher auch von den verwendeten Zutaten ab (z.B. Hühnertrockenkot :thinking: ).

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Wenn ihr das in die Beutel von Lightmix zurück packt nach dem wässern und mischen und die ins Bad stellt oä. Ist das schon machbar. Aber geruchlos ist es vermutlich nicht. Aber draußen ist das gerade nicht optimal. Zudem auch ein Mega Magnet um sich direkt Schädlinge einzusammeln.