Low Stress Training (LST) Herunterbinden

Ich bin durch die Suche nach Zeitrafferaufnahmen auf eine Seite gestoßen, die Low Stress Training - auf Deutsch (Herunter-)Binden zeigen möchte - eine sehr beliebte Methode, weil sie - wie der Name es sagt - suggeriert, dass die Pflanze weniger Stress einstecken muss. Was ich jedoch in Bild dort festgehalten sehe, ist eine sehr strenge, nach meiner Meinung nicht minder stressige Weise gegenüber schneiden und knicken, eine Pflanze in eine gewisse Form zu bringen.

Was meint Ihr denn so dazu?

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Das sieht mir eher nach Mainlining aus.
Alle unteren Blätter sind weg und alle Buds auf einer Höhe. (naja zumindest halbwegs)

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Für mich sieht das nach einer sehr zufriedenen und vorbildlichen Pflanze aus. Hart wie Haschisch, zäh wie Schmodder.

Die Idee hinter dem „geringen Streß“ ist ja auch nicht, dass die Pflanze ein möglichst entspanntes Leben geboten wird, sondern dass der Streß durch diese Methoden möglichst gering gehalten wird um ungewünschte Reaktionen zu vermeiden.
Anders als „stressigere“ Methoden, wo es bei einer nicht optimalen Durchführung eher zu Problemen kommen kann (für den finalen Ertrag des Menschen).
Und mMn sind wir da über den Status des Suggerierens hinaus. Der Name LST paßt also optimal für den angestrebten Zweck.

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Wie kann man seiner Pflanze nur sowas antun? Is ja wie Anbindehaltung. :pleading_face: :hatching_chick: :ca_hempy:
(ich meine eher das Entfernen aller Blätter als LST)

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Vorallem weil das entfernen der Blätter da ja keinen echten Zweck mehr erfüllt ausser halt einer fragwürdigen Optik.

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Das würde ich nicht behaupten. Bei Mainlining wird getoppt, entlaubt und gebunden. Dadurch erhältst du keine popcornbuds sondern nur maincolas. Hast weniger zum trimmen und sparst zeit

Über korrekt angewendetes ML habe ich das auch nicht gesagt :slight_smile:

Gutes ML ist Effizienz und Kunst zugleich.

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Ich entferne aus Platzgründen in gewissen Abständen auch bestimmte Blätter, das passt schon. Wenn die Pflanze ein gutes wurzel Werk hat und eine gewisse Größe und die Umgebung ohne große Schwankungen gleich bleibt steckt sie sowas locker weg, kommt natürlich auch auf den strain an. Ich kombiniere meist mehrere Methoden bei meinen grows… Zurzeit… Topping, LST, cropping und lollipopping, meist erst im letzten drittel/Viertel des gesamten Zykluses. Wichtig ist, habe ich festgestellt, geduldet zu haben und nach einer Aktion sie möglichst in Ruhe zu lassen… Das heisst nur gießen und nich permanent Zelt auf Zelt zu, dran rumfrimmeln oder irgendwelche Einstellungen verändern… (ich rede von indoor bei meinen erfahrungen) outdoor toppe ich nur und vielleicht ein wenig cropping aber ansonsten lass ich sie wachsen

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Ja ok, dachte du meinst es allgemein

Um meine echt platte erste Antwort (nochmal) zu ergänzen :roll_eyes::
Die vom OP gestellte Frage halte ich für schwierig, weil ich es für schwierig errachte Streß bei Pflanzen zu quantifizieren. Daher ist ein Vergleich der Maßnahmen mMn nicht möglich abseits einer esoterischen Ebene.
Und klassifiziert man nach der Chance, ein ungewolltes Ergebniss zu erziehlen, macht die hinterfragte Kategorisierung ja schon Sinn. Wenig Gefahr = LST.

Ich mag das Beispielbild weil es auch auf mich fragwürdig wirkt. Ist halt eher so ein „Weil ich es kann“ Projekt bzw. auf Optik frisiert. Sogesehen nutzlos und irgendwie schon „Buh“ wie Stierkampf in kleiner. :slight_smile:

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Schöne Ergänzung :+1:

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Wie man bei dem Bild auf Low Stress kommen kann ist mir rätselhaft. Das ist Mainlining in Reinkultur. Das stresst doch sogar den Gärtner.

Andererseits greifen die Trainingsmethoden auch oft ineinander oder sind leicht zu verknüpfen. Ob ich jetzt in purer LST-Manier erst nur den Haupttrieb und dann nach und nach die anderern Triebe runterbinde und in Position bringe oder genau das eben Beschriebene unter einem Netz/ Gitter mache ist von der Art her völlig egal und der Pflanze (vegane) Wurst. Einmal ist es ein ScroG und einmal LST. Dazu kommen wie oben bereits von @LocDog85 beschrieben weitere Methoden wie Topping und Cropping etc.

Wichtig ist unterm Strich aber nicht wie wir das nennen sondern ob es den gewünschten Effekt hat.

  • Mainling sieht geil aus, dauert aber lange.
  • ScroG ist auch geil, aber 4 Pflanzen im 60x60 mit Netz sind eben kein Scrog
  • Toppen ist einfach und geht schnell, aber die Pflanze braucht ca eine Woche um sich zu erholen

Und jetzt liegt es an jedem Einzelnen sich zu fragen was er/ sie denn möchte.

Wenn ich ganz schnell ernten möchte dann lasse ich meine Pflanze einfach in Ruhe, halte die Veggie kurz und benutze kleinere Töpfe. Wenn ich mehr ernten will mache ich mehr Veggie und in größeren Töpfen und „bearbeite“ die Pflanze und wenn ich ganz viel pro Pflanze haben will muss ich eben noch mehr Zeit einplanen und pflanze den Samen direkt in nen Sack frischer Erde und stell die Uhr erst auf 12/12 wenn das Zelt zugewachsen ist. Man kann innerhalb dieser drei Szenarien natürlich variieren, aber man nicht alle drei zusammen haben.

Bei allem was man vorhat sollte man den Stromzähler im Blick haben. Auch wenn Mainling geil ist oder wenn eine einzelne Pflanze ein 80x80 füllt - es dauert eben. Und wenn nach drei Monaten Veggie das Zelt so langsam voll wird merkt man, dass manche Dinge besser als Liebhaberei oder Experiment zu sehen sind.

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Schöner Thread, ich setz mich schonmal dazu!

:couch_and_lamp: :popcorn:

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:smiley: geil! ich lach mich schlapp :smiley: