Der rH Sensor ist der weiße Quader. Aber das ist im Prinzip irrelevant da du das Kabel mit seinen 4 Litzen verlängerst.
Am besten mit einer geeigneten Buchse, so wie sie eben bereits auf dem PCB des Sensors verlötet ist. Alternativ kannst du natürlich auch die Kabel auftrennen und quasi ein 2m Zwischenstück einlöten oder crimpen. Bei mir hat das zu Beginn wunderbar funktioniert und auch für einigermaßen gute Werte gesorgt. Die Abstimmung nach VPD ist zwar so ein kleines bisschen händische Arbeit aber wenn man es schafft die Temperatur einigermaßen konstant zu halten, dann passt das schon ganz gut.
Ein bisschen Hintergrund warum das ganze soweit funktioniert:
Die Temperatur hat einen sehr großen Einfluss auf die relative Luftfeuchtigkeit. Bereits ein Delta von einem Grad Celsius sorgt für beträchtliche Änderungen des Sollwerts der relativen Luftfeuchtigkeit sofern man die selbe Dampfdruckdifferenz anstrebt. Da ist man schnell bei +/- 5% rH. Umgekehrt ergibt sich aus diesem Zusammenhang, dass die Dampfdruckdifferenz vergleichsweise stabil gegenüber Änderungen der rH ist. Sprich wenn sich meine Temperatur um 1 Grad ändert dann macht mein VPD einen verhältnismäßig großen Sprung. Ändert sich meine Luftfeuchtigkeit um 1% dann ist das vergleichsweise harmlos. Ergebnis: Es wäre von Vorteil die Temperatur möglichst konstant zu halten und die Feuchtigkeit einigermaßen gut in einem Fenster zu regeln welche sich aus dem jeweiligen VPD Bereich ergibt. Und dieses Fenster ist gut auch mal 10% rH breit. Daher würde ich meine Energie nicht in eine ohnehin schwer erreichbare Pseudogenauigkeit investieren sondern mich um eine stabile Temperatur bemühen. Warum Pseudogenauigkeit? Ich habe es in einem anderen Post schon einmal beschrieben: Die rH Messung ist extrem empfindlich. Nicht nur dass exakte Sensoren verhältnismäßig teuer sind (>5€ ist in Masse schon eine Hausnummer) und daher in den wenigsten Billiggeräten verbaut werden, der Sensor des Trotec zum Beispiel ist Schrott, der Inkbird mit +/-3% mag ein wenig besser sein aber auch nicht die Welt, sondern auch die Messung selbst enorm den Umwelteinflüssen unterliegt. Diese sind im Growroom oder Zelt zum Beispiel die eingebrachte Temperatur durch die Leuchte sowie diverse Luftströme welche insgesamt alles andere als eine homogenes Klima ergeben. Tatsächlich herrscht in der Zone der Blütenspitzen nahe der Leuchte ein anderes Klima. Die Blatttemperatur ist anders (daher soll man ja theoretisch den Mittelwert aus drei Messungen bestimmen) usw. und damit ist auch die tatsächliche rH anders. Würde unser Sensor nun dort hängen dann würde er mit Sicherheit einen gänzlich anderen Wert zeigen als er es in der Ecke machen würde. Und zudem würde sich unter Umständen das Gehäuse erwärmen und zu einer Temperaturabweichung führen welche nur den Sensor betrifft. Also ein systematischer Fehler der noch hinzukommt. Ist dies nun das reale Klima oder ist das angestrahlte Teil möglicherweise wärmer so wie man es aus der Physik gerne kennt? Und wo messe ich denn dann am besten? Oberhalb der Leuchte wo die lokale Verdunstung der Pflanze weit weniger ins (Mess-)Gewicht fällt als wie wenn der Sensor direkt im Blätterwald hängt?
Habe ich also eine saubere Lösung für all dies und messe an den korrekten Stellen (idealerweise mehrere Stellen im Raum) dann und erst dann würde ich mir Gedanken um eine „punktgenaue“ Sollwertvorgabe der rH machen.
Hab mal irgdwo gelesen, das einer so Cooleispads ins zelt legt? Hmm?
Hi MrFox!
Wenn ich das richtig sehe hast du den Trotec TTK 53 E am Start. Ich habe das gleiche Modell und würde auch gerne den Sensor ins Zelt verlängern. Das bringt aber ja auch nur Sinn, wenn der Trotec die Luft aus dem Zelt zieht und dann nach oben wieder ins Zelt hinein bläst. Wie hast du die Verbindung gelöst?
Ich überlege oben einen 150mm Schlauch anzuschließen der dann ins Zelt führt, aber für die Zufuft vorne ist mir noch nichts eingefallen…
Hi.
Also du stellst den Trotec vor das Zelt. Und dann platzierst du ein 100er oder 150er Luftschlauch (Baumarkt und Co) etwas über dem Auslass des Trotec. Am besten machst du um das Schlauchende noch ein Fliegengitter. Bei mir sind nur die letzten paar Zentimeter mit Schlauch gemacht. Den Rest habe ich mit Luftrohr gemacht, um die Strömung zu optimieren. Der Schlauch ist praktisch, weil sich damit der Winkel der Öffnung drehen lässt und so lässt sich der Druck Justieren. Der Trotec bläst ganz schön. Ich habe den Druck so „eingestellt“, dass das Zelt noch minimalen Unterdruck hat, wenn er läuft.
Ich kämpfe aktuell auch mit dem Problem. Habe auch den Sensor von meinem Entfeuchter verlängert und im Zelt positioniert. Allerdings nutze ich den Entfeuchter als Zuluft. Sprich, Die Entfeuchtete Luft wird ins Zelt geblasen, die Abluft wird aus dem Fenster geleitet. Bin aber die ganze Zeit am hirnen warum ich es trotzdem nicht ganz in den Griff bekomme. Jetzt habe ich gestern die Vorstellung vom neuen Vivosun Entfeuchter gesehen und der hat zwei Schläuche. Einer saugt die Luft aus dem Zelt ins Gerät und der andere bläst die Entfeuchtete Luft wieder rein. Abluft macht was sie soll. Zuluft dann keine vorhanden. Also muss ich ja eine weitere Öffnung machen für zuluft. Dann habe ich ja aber wieder ein Lichtleck im Zelt. Ich Dreh mich Grad irgendwie im Kreis ohne wirklich voran zu kommen. Wo ist mein Denkfehler? Vielleicht könnt ihr mir ja helfen, sofern ich mein Problem halbwegs verständlich geschildert habe ![]()
Um das Fliegengitter zu befestigen und um den Schlauch sauber fest zu bekommen, habe ich mich einer Hülse bedient. Hier würde ich allerdings die üblichen Falzrohrteile empfehlen. Im Netz kosten die ein Drittel dessen, was sie im Baumarkt kosten.
Also bei mir hat das eigentlich soweit ganz gut funktioniert. Bei einem randvollen Zelt kommt man schon an die Grenze wenn man zum Beispiel 40 % oder Ähnliches erreichen möchte. Rezirkulation kann hier ggf. helfen. Eine Zuluft brauchst du aber auf jeden Fall, weil du ja Luft aus dem Zelt absaugst. Nehmen wir mal an das System „Entfeuchter“ Inklusiv der Verschlauchung ist zu 100% dicht (was natürlich nicht der Fall ist), dann würdest du ja einen Unterdruck gegen null im Zelt produzieren, was natürlich auch nicht geht, weil der Lüfter da nicht mitmacht. Aber Fakt ist: So wird es einfach keine gute Frischluftzufuhr geben.
Du kannst ja mal die Luftfeuchte der Ausgangsluft des Entfeuchters messen. Und wenn du diesen Wert noch unterschreiten möchtest, dann benötigst du gegebenenfalls eine Rezirkulation. Allerdings musst du auch beachten, dass dein Raum quasi mit entfeuchtet wird. Wenn das ein Wohnraum ist der auch bewohnt wird, klappt das nur bedingt, weil die Tür oft auf und zugeht. Wenn das eine Abstellkammer ist oder Ähnliches, dann wird der Raum ja auch zunehmend trockener. In deinem Fall allerdings ist das Fenster offen, so dass auch Zuluft rein strömen kann. Hier müsstest du dann vielleicht noch nachbessern, so dass nur die Abluft raus kann. Und dann dient der Raum als Puffer und bildet damit die Rezirkulationszone.
Was sehr wichtig ist, ist die Einstellung der Abluft. Ich habe mir hierfür extra einen Strömungmesser gekauft, um die Abluft wirklich soweit runter zu fahren wie möglich. Es reicht aus, wenn das Zeltvolumen alle 90…120 Sekunden getauscht wird.
Den 150’er Schlauch habe ich schon. Ich wollte ihn so mit dem Trotec verbinden, dass er die komplette Abluft des Trotec aufnimmt…
Wenn ich dann aber darauf hoffe, dass ich durch meinen 100’er Abluftschlauch, in dem ja auch noch ein Rohrventilator steckt, die Luft aus dem Zelt nur mit der Kraft des Trotec heraus zu blasen denke ich das Ding geht in die Knie. Daher meine Überlegung eine Rezirkulation zu installieren…
Wobei ich ja auch noch die Zuluft Öffnung habe (250 mm via Secret Jardin Ducting Flange mit Lichtfalle). Das könnte dann fast alles auch ohne Rezirkulation klappen… ![]()
Wie gesagt: Rezirkulation ist möglich aber aus meiner Sicht kein Muss. Je nach Raum / Situation kann es helfen Energie zu sparen und auch den absoluten rH Wert noch weiter zu senken.
Die Abluft spielt jedoch auch eine Rolle. Zu wenig bedeutet dass überschüssige Feuchtigkeit nicht schnell genug abgeführt werden kann. Zu viel bedeutet dass die Abluft des Entfeuchters nicht hinterher kommt (zugegeben muss die Abluft dafür schon recht mächtig sein). Ich habe mich im vorherigen Post vielleicht falsch ausgedrückt. Kritisch ist eher, wenn die Abluft zu gering ist als zu hoch. Höher als nötig, kann jedoch im Winter bedeuten, dass man unheimlich viel Energie verbläst. Mit anderen Worten, man muss das ein bisschen ins Gleichgewicht bringen. Ich bin wie folgt vorgegangen: ich habe meine Abluft so eingestellt, dass ich alle 90 Sekunden einen vollständigen Austausch des Zeltvolumens habe. Dann habe ich über leichtes Querstellen des Zuluftschlauchs den Zuluftstrom soweit gedrosselt dass das Zelt immer noch im Unterdruck bleibt. Wenn ich gemerkt habe, dass dies gegen Ende der Blüte an die Grenzen stößt, habe ich die Abluft etwas erhöht. Zeitgleich kann man auch hier die Drosselung der Zuluft etwas zurückfahren. Das Ergebnis ist einfach mehr trockene Luft, welche durch das Zelt strömt, im Winter aber auch mehr Wärmeenergie, die verloren geht.
Die Luft aus dem Zelt zu blasen ist eine sehr schlechte Idee, dann kann man sich sämtliche Filtermaßnahmen sparen. Du brauchst im Zelt stets einen minimalen Unterdruck, sonst hast du eine Geruchsbelästigung.
Die Lösung von Lucifer ist nicht so ganz optimal, da die Abluft des Entfeuchters mit dem Zuluftschlauch verbunden ist und man hier keinerlei Möglichkeit zum drosseln hat. Somit bleibt gar keine andere Wahl als die Abluft höher zu stellen als der Output des Entfeuchters. Das Ergebnis ist ein relativ hoher Volumenstrom durch das Zelt, der eigentlich nicht notwendig ist. Diese Lösung sollte aber eigentlich recht ordentlich die Feuchtigkeit in dem Griff bekommen.
Allerdings reicht es ja vollkommen aus der Zuluft ein trockenes Klima vor den Rüssel zu setzen wenn man es so ausdrücken möchte. Die saugt sich das ja alleine an. Dieses aktive zupumpen ist m.E. nicht nötig und sorgt für mehr Probleme als Freude.
Und was oftmals der wichtigste Punkt ist: Die Messung der rH selbst. Diese ist sehr anfällig gegenüber Temperaturschwankungen. Man kann das schön in h-x-Diagrammen nachsehen. In unseren Arbeitspunkten reicht 1°C um eine Veränderung ca. bis zu +/- 10% rH zu erzeugen. Hängt der Sensor nicht lichtgeschützt unter der Leuchte dann hat man ruckzuck mehr als 1°C beisammen.
Ich messe die rH an verschiedenen Stellen im Zelt. Teils habe ich Unterschiede bis zu 5 %, obwohl die Messgeräte auf der selben Höhe hängen und alle Lichtgeschützt sind. Die Messgeräte selbst haben eine Toleranz von 3 %. Hänge ich sie alle an eine Stelle zeigen Sie alle den selben Wert an. Sie sind also miteinander abgeglichen.
Das muss mir zum Glück keinen Kopf drum machen ![]()
Ich habe jetzt aber mal folgendermaßen getestet…
Zelt zu und Trotec an. Durch die große Zuluftöffnung (wie geschrieben 25 cm!) fließt dann die Luft aus dem Zelt wieder raus… und der Trotec hört sich soweit normal und nicht durch den schmalen (150’er) Schlauch gestresst…
Somit hätte ich dann zumindest innerhalb des Raumes in der Nacht eine Rezirkulation, wenn auch nicht vollständig. Frische Zuluft ziehe ich jeden Stunde ein paar Minuten über mein Veggiezelt in den Raum, so das davon im Blütezelt auch genug ankommen sollte. Könnte passen… ![]()
Jetzt muss ich nur noch schnell zum Baumarkt und 4-adriges Kabel für den Sensor kaufen… ![]()
Als ich das letzten Sommer so gemacht habe, hatte ich im Zelt etwa 5 grad mehr. Merkt ihr davon nichts oder stehen eure Zelte alle im Keller?
Doch natürlich erwärmt die Abluft in dem Fall zusätzlich. Bei mir 3-4 Grad. Habe zwar zum Glück auch Strains die höhere Temperaturen abkönnen sollen. Ich nehme aktuell die Temperatur (Licht an 28° und bei Licht aus 23-24°) in Kauf. Dafür ist die Luftfeuchtigkeit zwar bei 48-50% aber dafür stabil. Weiter runter bekomme ich sie nicht. 3 Ventilatoren sorgen für hoffentlich ausreichend Umluft.
F*CK…
Alles installiert, Sensor verlängert, Trotech ans Zelt angeschlossen (hatte noch zusätzlich was selbst gebaut für die aktive Rezirkulierung, s. Fotos!)… aber der Sensor zeigt irreale Werte - WTF???
21% RLF? Hat jemand eine Erklärung? Bitte, ich werde sonst wahnsinnig! Die Werte ändern sich auch nicht, wenn ich den Sensor anhauche o.ä., wie kann das sein? Alle Kabel sollten richtig angeschlossen sein (Lüsterklemmen auf beiden Seiten, Halt haben alle Kabel, Kabel= 3 Meter, kürzer ging auf Grund der Zeltgröße nicht!), der Sensor ist offen in eine Kunststoffhülle verbaut und hängt kopfüber direkt über den Pflanzen und mein Technoline zeigt:
irgendwas um die 70% - was läuft so total falsch (bzw. was habe ich so falsch gemacht?) ???
Vielleicht Durchmesser Kabel? Das Zwischenstück hat einen größeren Durchmesser?!! Ich bin kein Elektrotechniker…
Kabel zu lang? @MrFox du hattest ja geschrieben das die Kabel nicht zu lang werden sollen…???
Bin zwar kein Elektriker aber vielleicht versuchst es mal mit nem kleineren Querschnitt bei den Kabeln ![]()
Durch den dicken Kabelquerschnitt hast du die Impedanz erhöht, danach müsste der Sensor eigentlich neu kalibriert werden. Nimm einfach ein geschirmtes dünneres Kabel, aber wie @MrFox sagte.. sooo kurz wie möglich! Und am besten Telefonleitung oder Netzwerkkabel z.b also eine geschirmte Leitung.. sollte dann gehen.
Also, konnte gestern weil das Licht schon aus war (habe es gerade so bis Sonnenuntergang geschafft das ganze Geraffel zu installieren) nicht mehr an der Länge des Kabels fummeln. Eben auf 1 Meter gekürzt, anders ins Zelt geleitet um Weg zu sparen - funzt!
(Werte stimmen auch!)
Hi. Also bzgl. Kabel ist das immer ein Thema wenn man es mit analogen Elementen zu tun hat.
Eine Möglichkeit ist es ein geschirmtes und gedrilltes Kabel zu verwenden (Twisted Pair). Der Schirm muss dann aber auch einseitig an Masse angeschlossen sein. Aber auch schon die Verdrillung hilft ein wenig gegen EMV-Probleme da der so genannte Cross Talk deutlich reduziert wird. Die Störung der elektromagnetischen Felder im Signalfluss heben sich teilweise gegenseitig auf.
Typische Sensorik für die Luftfeuchtemessung basiert auf einer kapazitiven oder resistiven Messmethode mittels Dielektrikum bzw. einem Material, welches seine Leitfähigkeit in Abhängigkeit, der Feuchte möglichst linear ändert. Diese Messzellen sind dann meist von einer Messbrücke o.ä. Schaltung umgeben welche eine analoge Spannung zaubert. Bei der resistiven Messung ist es auch möglich einen Spannungteiler zu nutzen, um einfach nur die Widerstandsänderung zu messen. Jedoch egal wie, das über die Kabel kommende Signal ist ein analoger Spannungswert und damit tendenziell anfällig für Störungen. Störungen werden reduziert durch Schirm oder kurze Kabel, welche vor allem nicht entlang andere Leiter liegen sollten. Dass die Kapazität des Kabels für sich genommen ein Problem war, glaube ich nicht. Entweder war ein Kontakt nicht leitend und beim erneuten zusammenbauen funktioniert es nun oder aber die Leitung ist parallel zum Lüfter oder irgendwelchen Versorgungen gelegt worden.
Leider ist der verbaute Sensor unterste Qualität und eigentlich ein Ramschteil. Solche Sensoren liefern üblicherweise eine Messgenauigkeit von +/-5 % rH.
In unserem Falle ohnehin egal, denn wir machen es anders. Wir nutzen nicht den Absolutwert des Trotec, sondern kalibrieren in so einem Fall unsere Sollwertvorgabe „manuell“.
Hierzu hängen wir den funktionierenden Trotec Sensor ins Zelt und an die selbe Stelle ein Messgerät mit höherer Genauigkeit. Der sich ergebende Offset ist dann der Unterschied, den wir bei unseren zukünftigen Sollwerten berücksichtigen müssen. Diese Einstellung prüfen wir mit einem Datenlogger auf Langzeitstabilität.














