Master Kush macht Probleme

Hallo zusammen, meine Pflanzen haben offensichtlich einen Mangel, den ich aber nicht wirklich deuten kann. Von den Beschreibungen her müsste es Stickstoff sein der fehlt, was aber eigentlich nicht sein kann, da ich von Beginn an immer wieder mit Kaffeesatz zu füttere.

Stadium: Vegi
Location: Outdoor
Growmedium: Blumenerde (keine billige)
Dünger: sporadisch Kaffeesatz
Bewässerung: Leitungswasser, eher hart / Regenwasser
Strain: Master Kush fem. Sensiseeds / Indica

Beide Pflanzen haben kurz hintereinander angefangen, von unten gelbe Blätter zu bekommen, die irgendwann braun werden und sich zusammen rollen, bis sie hinüber sind.
Ich habe versucht mit einem Allround-Dünger (NPK) gegenzusteuern, aber das hat nichts verbessert.

Eine der beiden Pflanzen war von Anfang an ein wenig komisch, sie hatte sich trotz gleicher Umgebung zu einem waren Riesenspargel entwickelt, nach dem Umtopfen hatte sich das aber normalisiert.

Parallel zu den beiden habe ich noch eine andere Pflanze (Golden Strawberry/Sativa) deren Samen schon 5 (!) Jahre alt ist, und die sich prächtig und bisher ohne Probleme im exakt selben Medium und unter den gleichen Bedingungen entwickelt.

Hat jemand eine Idee was da los ist und was man da noch retten kann?

Danke!

Das ist ein komplexes Problem. Lockout und Spurenelemente. Da muss ich erstmal drüber nachlesen.

Das Gesamtbild der Pflanze wäre toll und eine genaue Beschreibung.

Die Pflanze steht aber nicht im Boden? Sondern in Töpfen? Gibt es die Möglichkeit, nochmal umzusetzen oder die Erde zu tauschen? Spülen und dann in einen womöglich größeren Topf oder direkt in die Erde setzen? Das sollte auf jeden Fall funktionieren.

Kaffeesatz würde ich lassen. Solche Verrottungsprozesse funktionieren nur gut, wenn das Bodenleben entsprechend vorhanden ist. So zieht es nur den Schimmel und anderen Pilzkrankheiten - wie Rost - an.

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Servus
genau da liegt das Problem… dein Kaffesatz senkt dir deinen PH-Wert auf unter 5… somit ist stickstoff nicht mehr aufnehmbar… dein boden ist zu sauer… kaffeesatz hat in kübelpfanzen nichts zu suchen… wenn dann brüht man nochmal auf und verdünnt ihn mit wasser als dünger… aber nie in den topf.

Ich schliesse mich Hare an… am besten grosszügig umtopfen… dabei versuchen den kaffeesatz zu entfernen… was leicht möglich sein sollte weil dort keine wurzeln reinwachsen.

Mit spülen und ph anheben wird das nicht klappen… das wird danach wieder unter 5 wandern.

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Ohje ich hab’s ja fast geahnt.

Ich finde es nur merkwürdig, dass die GoldenStrawberry bisher gar keine Anzeichen auf irgendwelche Mängel oder falschen PH o.ä. hat. Sind die Sativas so unterschiedlich zu den Indicas was die Nährstoffaufnahme betrifft?

Ich muss aber sagen, dass das keine großen Mengen Kaffee sind. Das waren bisher pro Woche vielleicht 1,5 Esslöffel je Pflanze

Umtopfen oder gar in den Garten setzen fällt wegen Platzmangel und „störungsfreien Zonen“ aus.
Aktuell sind das Töpfe mit 27cm Durchmesser, eine Literangabe fehlt mir leider.
Dazu kommt, dass die Pflanzen jetzt schon hart an der Grenze sind was die Höhe betrifft und sie beim Umtopfen bestimmt doch nochmal eine Ecke wachsen. Geplant war eigentlich, dass sie erheblich kleiner und kompakter werden (so waren jedenfalls die Angaben).

Hier nochmal Bilder vom Zustand der beiden Geschädigten.

Wäre es vielleicht möglich, einfach einen Großteil der Erde aus den Töpfen zu holen und zu ersetzen? Was macht man mit den gelben Blättern?

Danke euch.

nein das ist leider nicht möglich… zumindest nicht ohne massive verletzungen im wurzelbereich… bei maximalen stress für die pflanzen… kein erstrebenwertes szenario.

In dem fall würde ich trotzdem umtopfen… und zwar in tontöpfe… die wirken dem PH-Fall entgegen… gleiche töpfgrösse aber anderes material welches auf grund des kalkgehaltes eine stärkere puffernde wirkung für das medium darstellt.

Du bist ja lustig… der grosse wachstumsschub steht erst bevor… die werden ihre höhe gut verdoppeln…

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Ja, das mit der Größe habe ich falsch ausgedrückt. Ich meinte es auch ausgehend davon, dass die noch mal einen ordentlichen Schuss machen werden, wenn die Blüte ansteht.

Gut also, dann werde ich mir erst mal die am stärksten geschädigte vorknöpfen und zusehen, dass ich sie in neue Erde bekomme.

So hat ein wenig gedauert, aber jetzt gibt’s neue Erkenntnisse.

Die Pflanze die es besonders getroffen hatte, habe ich zuerst „behandelt“, d.h. ich habe sie umgetopft und zwar gleich in einen erheblich größeren Topf, die andere Pflanze habe ich erst mal so belassen. War anscheinend im Endeffekt das Richtige, denn die umgetopfte Pflanze ist nun nicht mehr existent und die andere hat sich einigermaßen erholt - sieht zwar etwas kahl aus, aber es ist noch leben in ihr.
Ich gehe aber lieber mal nicht davon aus, das es bei ihr etwas zu ernten gibt.

Anders sieht es hingegen bei der Golden Strawberry mit dem uralten Samen aus. Die wächst wie verrückt in die Höhe und ist dazu sehr buschig bzw. dicht zugewachsen.
Da hier allerdings von unten gerade ein paar große Blätter gelb werden, habe ich ein wenig Sorge, dass die mir nun auch noch kaputt geht.
Kaffeesatz habe ich von der Düngerliste verbannt, aktuell gebe ich nur noch sporadisch minimalste Mengen an NPK.
Die Frage wäre hier jetzt, ob 1. man die Pflanze irgendwie luftiger schneiden muss und wenn ja wie und 2. ob das mit den gelben Blättern wirklich ein Problem sein könnte.
Achso, Blüten sind weit und breit noch keine zu sehen.

Grüße und Danke.

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Also ich bin zwar kein Profi und kann leider zu den gelben Blaettern nicht viel sagen ohne Bild, aber schau mal hier


Vielleicht sieht ja eins der Bilder deiner Pflanze aehnlich, ist leider auf Englisch.

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