Meine Morocco Beldia Kif reg. F1 sind jetzt ausgewildert. Es sind aber nur vier Stück; die kräftigsten, die ich hatte. Eventuell würde ja noch eine passen? Theoretisch könnten ja alle vier männlich sein, da sind fünf oder sechs Stück immer etwas sicherer, dass man auch Samen bekommt und nicht nur Pollen.
Dieser spot, „neat shrubbery“, ist am Rande eines Waldes jüngeren Datums, wo er in Gebüsch übergeht. Dieses Gebüsch wurde fachgerecht zurückgeschnitten, wie von einem Gärtner, der seine Holunder und Haselnussbüsche nur etwas verjüngen will. Ein seltener Anblick, wo hier doch meistens der Wald nur als Kippstelle für Erntereste und Gartenabfälle dient…
Ich hoffe aber, derjenige hat während der Saison wichtigere Dinge zu tun. Die abgeschnittenen Äste und Triebe liegen auf der Freifläche herum und dienen als teilweiser Wildschutzzaun. Von einer Seite kommt man aber dran, deswegen habe ich mal lieber noch etwas Hasendraht verbaut.
Gedüngt wurde nicht… Letztes Jahr die Beldia wurden ja sehr groß, und ich will die Sorte lieber hart und zäh erhalten und nicht irgendwie während der Weiterzucht verhätscheln! Gleiches gilt für’s Gießen: Die sollen jetzt mit ein wenig Betreuung einwurzeln und danach alleine klarkommen, komme was wolle!
Eine Afghan Kush von world of seeds (Pos. A), ebenfalls bekannt aus meinem letztjährigen Hasch- Landrassen- Growreport, rundet die Gruppe ab und wird einfach mal mit bestäubt. Was dabei dann herauskommt, ist bestimmt kein Schrott, aber eben eine Sativa/Indica- F1 Hybride.
Da jetzt die neuen Samen am Keimen sind, während andere ja leider von der Teilnahme ausgeschlossen sind, möchte ich die aktualisierte strain- Liste für diesen Report vorstellen:
- Nepal Jam von ACE Seeds
- Morocco Beldia Kif reg. F1 von ACE Seeds
- Easy Sativa von Female Seeds
- T.N.R von KC Brains
- Durban Poison von Oaseeds
- Dubai Poison von Bulk Seed Bank
- Purple Satellite reg. von Green Mountain Seeds
- Mountain Gold reg. von Green Mountain Seeds
- Danish Gold reg. von Hybrids from Hell
- tja..
Ja, leider! Nur noch neun Sorten, der Titel wurde geändert. Ich habe zwar noch andere strains am laufen wie z.B. ACE Seeds’ Panama oder Chocolope von DNA oder auch die erwähnte Afghan Kush, aber das sind halt keine richtigen hot bets für outdoor, sondern eher Experimente. Bzw. die sollen einfach nur lange genug am Leben bleiben, um sich vermehren zu können. Wenn ich die hier mit reinnehmen würde, wäre das irgendwie irreführend. Ich muss die erst mal selber testen.
Disclaimer: Die neue Sorte in der Liste, Danish Gold, ist indica- lastig; eine Kreuzung aus Guerilla Gold #3 und Danish Passion. Passt also eigentlich gar nicht zum Titel. Aber es ist halt eine eindeutige outdoor- Sorte, die ich hier im Forum noch nie im Einsatz gesehen habe, deswegen wollte ich euch den Grow nicht vorenthalten. Wahrscheinlich kommt sie in Deutschland viel besser zurecht als die marokkanischen Landrassen und eignet sich daher auch eher zum züchten für outdoor. Ich will sie erstmal beobachten, testrauchen halt auch und selber weitervermehren- wenn ich dutzende Samen vorrätig habe statt meine vier Stück, kriege ich daraus ja auch noch Jahre später brauchbare Kreuzungspartner, wenn mir das Sortenprofil bei einem Zuchtprojekt fehlen sollte.

