Ich nehme als Beispiel aus meinem Vermehrungsprogramm mal die south african Kwazulu.
Letztes Jahr war ich verblüfft, wie gut sich die etwas späteren Sativas mit Erntereife ab Ende Oktober geschlagen haben… Groß, weitgehend gesund, und spannender weil konsequenter in der Wirkung als diejenigen strains, die man nur anbaut, weil sie früh reif sind.
Meine south african Kwazulu gehörte definitiv dazu! Wo ist also hier der Haken? Ich würde sagen, Ende Oktober lässt sich nicht überall in Deutschland leicht umsetzen, und selbst in meiner etwas wärmeren Gegend nicht jedes Jahr. Also ist es leicht möglich, dass man Kwazulu irgendwie unreif ernten muss, oder sie tatsächlich in der zweiten Hälfte der Blütezeit eingeht.
Trotzdem hat mir 2025 gezeigt, dass es gelingen kann, und deswegen schicke ich sie bald mal als reguläre an den Start, um eigene Samen zu gewinnen. Fünf Exemplare müssten ausreichen, damit es Samen gibt. Wenn das Wetter total mies wird, oder am spot ein Unglück passiert, bleiben mir dann ja immer noch fünf Samen in der Packung für einen zweiten Versuch.
Als energetisch wirkende, reinerbige 100% Sativa eignet sich Kwazulu auf jeden Fall zum Kreuzen mit anderen strains, um früher reifende Pflanzen zu erhalten, die nicht allzu viele Phänos aufweisen. Es geht im Grunde nur um eine zwei Wochen frühere Blüte; da könnte vielleicht Durban Poison ins Spiel kommen. Die beiden kommen ja aus der gleichen Ecke und sind nicht so stark unterschiedlich… Kwazulu finde ich von der Wirkung her nicht so extrem, dass ich ein „Verwässern“ ihres Charakters in kauf nehmen wollte, sonst könnte man einfach etwas deutlich früheres einkreuzen.
Bei der oben abgebildeten Mountain Gold wäre das schon eher eine Überlegung, obwohl sie eigentlich noch ein paar Tage früher fertig wird als die Kwazulu. Denn ihre Potenz und aktivierende Wirkung ist quasi im Übermaß vorhanden! Ein Hybrid daraus würde bestimmt immer noch aktivierend wirken. Grund ist vermutlich die Kona Gold aus Hawaii, die in Mountain Gold drinsteckt, aber als nordamerikanische IBL. Mountain Gold ist ja praktisch das, was die Maui Waui immer sein wollte: eine große, hübsche Pflanze mit Hawaii- Einschlag, die zwar etwas spät reift, aber normalerweise gesund bleibt, und einem ordentlich Dampf unterm Hintern macht. Aber das ist ein Thema für ein anderes Jahr. Vermehrt habe ich sie ja schon, und baue jetzt erstmal andere strains an.