Hi Leute,
als erstes muss ich mich mal bei @green_buddy für die schöne Formulierung, und bei @Dirty69 (schöner Forenname übrigens) für das mir noch unbekannte Video bedanken! Bei @Heckenschere auch für die Verlinkung sonst wäre mir der Thread vielleicht noch lange verborgen geblieben.
Ich seh vielleicht nicht so aus, aber ich betreibe auch hobbymäßig Forschung über freie Energie, wobei mir der erste Grundsatz der Thermodynamik immer wieder in die Suppe spuckt. Aber auch andere Ideen in anderen Bereichen haben sich zum Teil sogar materialisiert. Ich würde mich als dumm, aber auch irgendwie schlau bezeichnen.
So und nun mach ich mal etwas, was extrem selten passiert, nämlich mir selbst mal auf die Schulter klopfen! ![]()
„Haste damals als du mit 36 so grob das Gärtnern angefangen hast gut gemacht. Einfach den gesunden Menschenverstand auf ON gedreht und gut ist“ ![]()
Der Thread ist schon etwas her, aber ich denke er verdient eigentlich sehr hoher Aufmerksamkeit, und da es (schon mal nachgefragt) nicht verboten ist,
belebe ich ihn wieder. Nicht nur fürs Danke sagen, sondern für ALLE im Forum, da ich eigentlich über die Thematik meine Klappe hielt, gleichzeitig aber kopfschüttelnd vor dem PC saß.
Ich werde auch etwas von meinen Erfahrungswerten dazu beitragen, selbst wenn ich neu im Cannabis-Anbbau (4. Grow) bin.
Aber erstmal:
Ohne jegliches Grundwissen habe ich vor ca. 7 Jahren mir mal einen Balkonkasten gekauft, mit der billigsten Erde aus dem Penny, und einfach mal ein paar gekaufte Lauchzwiebeln (Frühlingszwiebeln) reingesteckt.
Abgefuttert, sind nachgewachsen… cool ![]()
Frisch Single, neu eingezogen ca. Juni 2018 bot mein Balkon eine triste Mischung zwischen schönem Ausblick, schöner althölzerner Dachschräge und Terracota-Fliesen, aber gleichzeitig auch leblosem Betongeländer.
Mehr tat sich 2018 nicht, außer viel Lebertraining ![]()
Aber 2019 ging es explosionsartig voran. Aus einem Balkonkasten sind 30 geworden, plus ein Mini, und 1 Topf. Alles in billiger Discount-Erde, und nem billigen Gemüsedünger, beides vom Penny. Angebaut wurde alles was ich gern esse, hier auch wieder mit billiger Saat.
Wuchs alles spitze, hier und da ein paar kleine Anfängerfehler, aber auch Probleme mit den Sonnenstunden, da trotz Südbalkon aufgrund der Dachschräge erst nachmittags die Sonne auf die ersten Beete trifft, und leider auch nur nennenswerte Sonnenstunden auf 11 von 32 Einheiten.
Ich setzte mich, nun 2019 wieder gemäßigt, mit ein paar Becks nach draußen, gute Mucke, und beobachtete den ganzen Tag die Sommersonnenstunden. Erstellte einen Plan, wie wo welches Gemüse am Besten hier oder da hin. Klasse!
Soweit so gut, autark wird man mit der Fläche nicht, und noch mehr Kästen würde den Balkon zu eng wirken lassen, aber es fielen ein paar eingekochte Tomaten und Chillipulver, Teekräuter, Knoblauch, etc. auch für den Winter ab
und Salat, Gurken, etc. etc. gabs den ganzen Sommer und Herbst für fast lau.
Solche Becksabende gabs dann auch eigentlich fast jedes Wochenende im Sommer, aber auch in den Herbst rein. Ich beobachtete die sich ändernden Sonnenstunden da die Sonne immer tiefer wurde, den Pflanzenwuchs, machte Notizen. Aber auch die Fauna stellte sich als sehr interessant heraus. Besonders interessant zu beobachten war die Grabwespe. Irgendwie gibt es ein paar hier und den scheint es bei mir zu gefallen ![]()
Hornissen waren auch schön zu beobachten, aber wenn man dann einmal ins Bett geht und sich zudeckt und 3 einen stechen, dann hat man kein Bock mehr auf die. Fliegengitter nachgerüstet, diverse Schutze an die Neststellen von Wespen/Hornissenstellen angebracht. War auch eh fällig wegen den Mücken!
Mit Beginn der Anbausaison 2020 stellte sich mir aber die Frage, wie ich mit möglichst geringen Folgekosten weiter anbaue.
Jedes Mal 10 neue Sack Erde schleppen? Alle Kästen leeren und neu befüllen? Und und und…
Gehirn wieder von Durchzug auf Denkmodus gestellt, und einfach nur simple Logik verwendet.
Und da geschah genau das, was green_buddy hier so schön formulierte und der Herr aus Diry69´s Video auch nochmal sehr schön erklärbar von sich gibt.
Ich erinnerte mich an die Grabwespe…
Und, so blöd wies klingt, an das hier:
Und dann:

Es fiel innerhalb von Millisekunden alles zusammen wie ein Kartenhaus.
Immer noch 2020…
Neuerde kaufen? Nö! Brauchts viel Schnickschnack? Nö! Brauchts überhaupt Dünger? Eigentlich Nö! (Also ja, aber zumindest keinen gekauften bei meinen Methoden) Anmerkung: Ich habe der Einfachheit halber trotzdem immer nen Universal-Gemüsedünger hier, falls ich einfach kein Bock hab
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Vorweg, bitte fangt jetzt niemand an in seine Beete zu kacken, dass mach ich auch nicht, und dafür gibts auch Vorgaben! Wer will kann, aber dann erst die Regeln/Gesetze dazu lesen!
Über den Begriff „Alterde“ kann man diskutieren, muss man aber nicht. Für mich gibt es keine „Alterde“. Der Einfachheit halber nutze ich den Begriff aber trotzdem weiter.
Ich ließ die Alterde von 2019 einfach in meinen Kästen und wasserte sie ein paar Tage davor. (Ab 2024 ließ ich sogar ein paar im Winterbetrieb für ausgewachsene Frühlingszwiebeln, und testweise Chillies. Überlebten, bei Frühlingszwiebeln ok, aber Chillies? Hab einfach nicht weiter drüber nachgedacht)
Da meine Haare eh zu lang wurden, rasierte ich mir den Kopf und gab die Haare verteilt in die Kästen.
Aaaah schöner Morgen, jetzt erstmal einen Kaffee… hey… der Kaffeesatz ab damit in die Kästen…
Feine Altwurzeln? Bleiben drin…
Am Beachvolleyballplatz vorbeigefahren, cool gratis Sand! (Nicht zuviel!)
Von der Stadt heimgeradelt, Brennnesseln am Straßenrand entdeckt, keine Handschuhe dabei… Schmerz reinigt, sagt die Domina, also einfach n Strang abgemacht und mitgenommen, und in die Beete eingearbeitet.
Hier und da ein paar kleine Zweige, geht aufs Haus!
Oi ne tote Fliege, rein damit ^^ Da sind auch gleich noch paar Mikroben drauf, gratis Living-Soil eher Dead-Soil… hehehe
und so weiter und so fort… alles kostenlose Langzeitdünger…
So mache ich das seit 6 Jahren auf dem Balkon, meist im Februar rum, um die Erde auf die Saison vorzubereiten. Und hatte nie Probleme mit meinem Gemüse, ohne viel herumgerechne. Im Gegenteil, die Ernte hat sich von Jahr zu Jahr sogar verbessert, und selbst unterm Gefrierpunkt überlebt so manches! Allerdings übertreibe ich es auch nicht und schmeiß täglich alles irgendwie in die Beete ne? Also falls das jemand ausprobieren will, nur ab und zu was rein. Eine Überversorgung entstand auf jeden Fall nie! Und falls doch mal eine Pflanze etwas magerer aussah, was extrem selten vorkam, gabs dann doch nen Schuß Universal Gemüsedünger 2 Euro ausm Penny… pfff… ich bin relaxed, aber wenn ich mal das eine oder andere Youtube Video ansehe mit Menschen über 30, die immer noch rumrennen wie 14jährige, mit Kappies und so (nicht übel nehmen, gibt durchaus Leute denen der Stil passt, es ist eher die Unwissenheit oder deren „Affliate-Links“ oder wie das heißt was mir bißchen aufstößt, aber egal jetzt), und irgendeinen teuren Dünger lobpreisen, weil sie oft damit selbst ein wenig dazuverdienen… die Stirnader fängt mir dadurch nicht das pochen an… es macht mich eher traurig…
Habe mir dann auch im Nachhinein paar Videos von alten Gärtner Hasen und Häsinnen angesehen, was, wie hier der Thread auch, meine eigenen Theorien und Praktiken einfach nur noch mal unterstrichen hat. Den einen oder andren Tip hab ich auch noch mitgenommen, man lernt nie aus!
Es ist immer schön selbst auf was zu kommen, und erst dann zu merken das es klappt und man es richtig gedacht und gemacht hat. Das was ich machte, meine Güte ist auch nix neues oder besonderes, das haben schon die Steinzeitmenschen geschnallt! Was halt die ganze Sache mit dem überteuerten Düngerkauf übelst witzig macht!
Ich hab mich halt einfach damit nie beschäftigt, erst als ich selber das Anbauen anfing.
Nur eins von vielen verlink ich hier mal, alles andere würde den Rahmen total sprengen, ich schreibe eh schon einen Roman. Ahh ich find das eine, dass so ziemlich alles abdeckt nicht (indoor/outdoor/organisch/anorganisch, wovon mehr, wovon weniger) Aber egal, Dirty69´s Video hat ja die Thematik eh schon entdramatisiert. Egal das tut es auch:
Es gibt tausende solcher Tips, selber nachdenken, selber suchen
Aber auch hier ne Warnung: Net vergessen auch hier, lasst euch nicht gleich was andrehen wenn die irgendwelche Produkte anpreisen.
So, und da wir nicht im Fröhlich&Günstig-Gärtnern Forum, sondern beim Cannabis anbauen sind, hier mal meine kleine Abwandlung dafür.
Outdoor:
Genau wie ich weiter oben alles so geschrieben habe mit den Beigaben und ein paar nicht aufgeführte die ich grad nicht im FF hab, plus selbst näher dazu informieren, weil man sich auch nicht alles in die Beete hauen sollte. Plus ich würde alles etwas tiefer in die Beete arbeiten, und oben etwas nährstoffarmer halten, ich nenn das immer Anzuchtmulde, keine Ahnung ob es den Begriff schon gibt.
Indoor:
Genau wie outdoor, würde hier nur zweimal davor überlegen was ich einarbeite, damit man sich keine zusätzlichen Viecher ins Haus holt!
Ich hatte outdoor sowie indoor nur im Erstjahr etwas stärkere Probleme mit Viechern da Frischerde… seit dem bis jetzt mit Viechern nie groß Probleme, und wenn doch, gab es mal ne Gelbtafel und, ggfs. ein Spray mit einer Alkohol/Seife Mischung und/oder ein paar (extreeeem weeeenig) Tabakbrösel auf die Erde und spätestens dann war Ende Gelände. Bzgl. Nikotin bitte aber auch aufpassen bzw. Regeln/Gesetze checken, vor allem es schadet auch Nützlingen.
2025 kommt ein kleines Update, was ich schon seit 2023 vorhatte.
Vom Balkon runtergeschaut, ui beim Nachbar hat der Maulwurf zugeschlagen. Sonst sah ich die Hügel immer nur draußen am Feld, war aber immer zu faul da raus zu gehen da ich erst ums ganze Haus müßte. Und über den Zaun zu hüpfen bin ich grad noch zu fett ![]()
Biobizz Microbes, 150g, 69,90 Euro
PAHAHAAAAA da schlackern mir die Ohren!
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Ich bräuchte die Maulwurfserde nicht mal, da es bei mir auch ohne geht. Aber hier denke ich, es könnte meinen Pflanzen gut tun. Besonders die Hügel näher an Bäumen haben es mir angetan, warum weiß ich noch nicht, muss ich noch zu Ende denken. Werde die Maulwurfserde eh nur untermischen zur alten Erde.
Da hab ich meine Mikroben, meinen All-Mix, mein Living-Soil, mein Mykorrhiza etc. kostenlos vor der Haustür liegen. Der Rest macht die Natur. Und selbst wenns nicht so wäre, irgendwo sogar in Metropolen gibts Parks!
Hierzu muss ich mich aber selbst noch informieren. Outdoor in meine Kästen kommt die sowieso, aber indoor weiß ich noch nicht, hier muss ich auch noch zu Ende denken, liegt aber grad irgendwo inner andren Synapsen-Schublade.
Und bevor ich das mach hol ich mir eh noch bißchen gratis Sand vom Beachvolleyballplatz, und hol noch bissl Seramis/Perlite, weil die könnte sich bestimmt sehr verdichten.
Wie man es macht muss jeder selbst wissen, ich verteufel niemand! Und die Produkte Erde/Dünger und Co. sind ja nicht generell schlecht, das darf man nicht vergessen!
Ich bedanke mich sogar von ganzem, ganzem Herzen bei allen, die das Zeug kaufen! Diejenigen halten somit die Wirtschaft und die zukünftigen Innovationen bzgl. des Cannabis Anbaus in Gange! ![]()

