So, heute war Basteltag, meine Lady ist am Start Blütephasen ist angesagt, da braucht’s neuen Dünger, Bananentee nach Hausrezept war angesagt.
Gesagt getan, doch der PH Wert des Gemisch zügelte meine Motivation etwas.
PH 5,5, nicht das was ich mir vorstelle, doch auf dem Grill dort arbeite ich auch Biologisch, nö nicht die CurryWurst von letzter Saison, sondern die Asche wurde genommen, 5g beigemixt und oh böser Zauber das Gebräu lag bei PH 6,8.
Das gibt big Buds, doch ganz ohne N geht’s nicht, noch ein wenig Brennesseljauche dabei, da es ja auch Sekundären und Primären Bedarf gibt noch ein wenig schwarze Melasse dazu.
Fertig Ergebnis PH 6,5 Dünger Nährstoffreich mit NPK und ein bisschen Zusatzgetüdel…
Hoffe nur das meine Dosierung passt sonst muß wieder der Forumsdoktor ran.
Ist natürlich ok, muß ja nicht jeder so einen Wind ums Düngen machen wie ich.
Mal eine wirklich indiskrete Frage, was gibst du so pro Lady, keine Autos, eine reguläre Lady von Sämling bis zur Budträgerin für Dünger und Boster aus?
Lass die Erde weg und das Wasser auch, dat brauchen wa ja alle.
Ich kenne Silberwasser und benutze es schon lange bei meinen Tieren .
Mir ging es explizit um Silberwasser im Bezug auf grow und ob es Auswirkungen auf die Pflanze hat .
Da ja mit Silberwasser feminisierte Samen hergestellt werden
Wir hatten mal letztes Jahr einen gehabt, der hat auch seon Urin zum Düngen benutzt. Aber er war ein ganz komischer Gaudi, sodass man ihm nicht mehr gerne zugehört hat. Wer erinnert sich noch?
Mich hätte es wirklich interessiert, wie es so ist mit Urin
Man muss vorsichtig sein. Der pH geht bis 9 hoch und kann zu einem totalen Lockout führen. Deshalb immer vorsichtig, gut verdünnt und nicht zu häufig. 10-20tel Teil von Wasser oder am besten oberflächlich verteilen, denn es geht um die Oxidation, diese neutralisiert die Ammoniakradikale. Danach ist Urin ein sehr guter Dünger und recht harmlos - solange man den EC nicht zu hoch treibt.
Urin ist ein sehr guter Stickstoffdünger, in hoher Konzentration allerdings auch gefährlich für die Pflanze. Der PH Wert ist abhängig von dem, was du zu dir genommen hast.
Kaffee zum Beispiel ist sehr sauer, nachdem du viel Kaffee getrunken hast kann dein Urin auch bis auf PH 5 runter gehen.
Wichtig ist vor dem Düngen den aktuellen PH Wert zu kennen.
Vor allem muss man den pH-Wert stabilisieren. Die Pflanze bzw. die Erde um die Wurzeln, die Mikroorganismen vertragen das nämlich überhaupt nicht gut, wenn der ständig schwankt. Aber das wirst Du in Deinem Experiment bestimmt auch noch erkennen. Deshalb führt eigentlich kein Weg um eine Rotte herum. Ab und zu kann man das machen, aber nicht immer und vor allem nicht in ausreichender Menge, denn die fehlende Arbeit an der Rotte, muss dann direkt im Boden stattfinden. Das kostet Kraft und Zeit.
Gibt schon einen Grund, warum Bauern den Mist und die Gülle während des Winters aufbringen…
Was beim „Verrotten“ so passiert. Rotte ist sozusagen ein Oberbegriff von allen Vorgängen, die Materialien natürlich zersetzen. Am Ende der Verrottung ist das Ergebnis chemisch stabil(er) als am Anfang, wenn noch sehr viel Energie im Material vorhanden ist.
Ich lese was du schreibst und Versuche alles zu verstehen
Urin sollte frisch verwenden, sonst wird Stickstoff in Ammoniak umgewandelt und es riecht unangenehm, dass habe ich beim recherchieren vorher gelesen.
Du stellst das so dar,
der langfristige Prozess ist notwendig damit der Umwandlungsprozess stattfinden kann.
Bei der direkten Zugabe von Urin in den Boden, kann der Nährstoff nicht schnell aufgenommen werden und es ist deshalb nicht effizient.
Habe ich das so richtig verstanden?
Heißt das, dass auch beim Umwandlungsprozess im Boden, sich der Eingangs PH Wert des Urin, den man frisch gemessen hatte, noch einmal verändert und damit auch im nachhinein der Boden PH Wert?
Genau. Der pH ist am Anfang niedriger, steigt dann schnell in der ersten Woche bis 9 an. Dann dauert es sehr lange, bis die Nitrite, die sich gebildet haben zu Nitrat verwandeln. Diese Nitrate sind dann letztlich die stabilen Salze, die den Pflanzen als Nährstoffe dienen.
Soweit ich das verstanden habe - aber da passieren währenddessen andere Reaktionen, bei denen Gase entstehen und und und. Ist alles etwas komplexer.
Sehr interessant, ja das ist komplex und mit Teilwissen schwer zu verstehen.
Zur Nitrifikation, habe ich auch einiges gelesen, da findet man einiges im Bereich Abwasserreinigung, Aquarium und Klärtechnik, hat zwar auf den ersten Blick nix mit unserem Hobby zu tun, doch die chemischen Prozesse sind ähnlich.
Mir ist gerade ein Licht auf gegangen, denn ich habe nicht verstanden, wieso sich der PH Wert im Boden in die falsche Richtung verändert, obwohl meine Gießmischung, eigentlich den PH Wert in die gewünschte Richtung verändern müsste.
Das bedeutet, bitte korrigiere mich wenn ich falsch liege, eigentlich müsste das Urin alt sein, so das der Umwandlungsprozess schon abgeschlossen ist, dann würde auch der PH Wert sich im Boden nicht nachträglich verändern.
Urin ist für meine Düngung als reiner Stickstoffdünger gefragt, gibts da noch etwas anderes was nicht so instabil ist und sich schnell herstellen läßt?
Das könnte eine Alternative sein bis die Rotte funktioniert, biologisch organisch.
Also im Garten halt die sogenannte „Flächenkompostierung“ indem man Mulch aufbringt. Ansonsten macht macht Urin auf Strohballen oder düngt den Kompost immer wieder mal mit Urin über, sodass praktisch die Oberfläche damit benetzt wird, die Oxidation schneller voran schreitet. Die Rieselfelder funktionieren ähnlich, man verspritzt halt den flüssigen Anteil der Kloake auf großen Oberflächen.
Semi-Industriell wird der Urin in einem Reaktor beatmet, dann aufgekocht und eingedampft, bis eine zähe Flüssigkeit entsteht. Die ist auch stabil. Ich habe das mal probiert, aber der Reaktor muss in sich geschlossen sein, denn es staubt unglaublich stark. Ist das selbe Problem, was auch Bauern mit ihren Ställen haben. Es sind Ammoniakverbindungen, die als weißer Staub hernieder gehen und die Feinstaubbelastung ist immens.
In Afrika und anderen Entwicklungsländern wird das bereits gemacht - aber auch hierzulande ist das in der alternativen Bewegung ein Thema.
Das sind sehr interessante Links, ich mußte zwar 3 Mal lesen, hochkompliziert, um zu verstehen.
Aber Wissen schadet ja nicht.
Mein Experiment wie du sagtest, sehe ich übrigens auch so, geht weiter.
Vielleicht wird’s ja was und am Ende geht mir ein Licht auf…
Bei meinen selbst gemixten Düngern ist der PH Wert fast immer sauer.
Urin ist nur ein Anteil der nicht bei jeder Düngung genutzt wird, eher selten und wenn, dann stark verdünnt.
Je nach Mixart, liegt die Ausgangssuppe so bei 5,5 - 6,5 PH.
Ich hebe den Wert mit Holzasche ( kalium- und phosphorreiche Substanz), unbedenklicher Herkunft an.
Ich versuche inzwischen, am Ende, den Dünge-Gießwassermix damit auf konstant 6,5 PH zu bringen.
Bisher funktioniert’s gut, gibt’s da etwas zu beachten, muß ich auch dabei mit Problemen rechnen?
Nach all diesen Details sollte es klar sein aber ich frage trotzdem sicherheitshalber: Das Wasser lässt du paar Stunden stehen (ausgasen) bevor du mischt? Und Wassertemperatur spielt natürlich auch eine Rolle. Ich bin immer relativ nah an der Growtemperatur dran also in der Früh so 20°C
klar, bei Leitungswasser 24h ausgasen, allein schon wegen der möglichen Chlorung.
Brunnenwasser muß nicht lange ruhen, dass kann man schnell verwenden.
Temp. ist Raumtemperatur also nah dran.
Hier ein Bild von meinem Versuchsobjekt.
Die Kleine hat während der Versuche Ihre Auf und Abs gehabt, beim testen passieren Fehler, ich habe dann den Error als neues Wissen eingepflegt.