Ich habe einen Gedanken zur Ruderalis-Mutation (ich nenne das jetzt mal so, weil es eine genetische Anpassung an nördlichere Bleuchtungsklimazonen ist), in der Hoffnung, dass jemand mehr weiß und ggf. sogar Literatur dazu hat:
Sorgt die Ruderalis-Eigenschaft dafür, dass Cannabis, eigentlich ja eine Kurztagspflanze, die Fähigkeit zum Photoperiodismus verliert, also zu einer tagneutralen Pflanze wird, oder dass sich ihre Photoperiode einfach umkehrt, sie also zur Langtagspflanze wird, wir das aber nicht merken, weil wir von Anfang an mit min. 20 h Licht draufballern und somit die Nacht schon von Beginn an so kurz ist, dass die Pflanze sofort blüht.
Vielleicht weiß das jemand, würd mich sehr interessieren.
Ich hab leide auch keine Literatur dazu .
Aber würde gerne meine Beobachtungen und Gedanken dazu Teilen.
Ich zb geb 18/6 stunden Licht.
Fangen zu Blühen je nach Sorte Tag 20-25
Ein bekannter von mit züchtet Photos.
Der wollte mal sehen was passiert wenn er zu seinen Pflanze 12/12
ne Auto mit dazu packt.
Und sieh da meine der selben Sorte
fingen am Tag 24 zu Blühen an
Seine am Tag 25.
Natürlich war seine kleiner und auch die Ernte weniger aber sonst war kein wirklicher Unterschied.
Also ich denke das der Ruderalis Anteil wirklich dazu fürt das Cannabis mit Ruderalis gen die Fähigkeit zum Photoperiodismus verliert.
Und egal bei wieviel Stunden denen ist das egal.
(Frage von mir:
Auto’s wären doch fähig Samen zu erzeugen . Oder ?)
Das würde schon sehr für Tagneutralität sprechen. Außer natürlich, man müsste noch viel kürzer rangehen, z.B. 8 Stunden. Kein vernünftiger Grower würde das machen, weils ne miese Ernte gibt, aber neugierig bin ich doch…
Auch wenn das blöde klingt
Soviel weniger war das bei meinen Kumpel nicht als bei mir kann aber auch sein .
Es war eine F1 Automat und ich bin ein Anfänger.
Können Auto’s eigentlich samen machen ?
Und wennn ja sind das dann auch Auto’s
Ich denke ja, und kommt wahrscheinlich darauf an, womit du sie kreuzt. Ich hab gelesen, dass wenn man ruderalis reinkreuzt, die in der ersten Generation noch nicht automatisch blühen, aber in der zweiten dann. Kenn mich damit aber auch noch nicht wirklich gut aus.
Das mit der Erzeugung einer Auto hab ich auch gelesen und ich denke einen Großteil sogar verstanden.
Aber im Endeffekt für meine zwecke auch vollkommen egal
Ich glaube nicht daran das es ein Ruderalis „Gen“ gibt. Alle Pflanzen sind Sativas, nur an die Umgebung gewöhnt mehr nicht.
Meine ersten zufälligen Kreuzungen waren nicht in der Lage draußen ordentlich zu wachsen bzw. zu Ende zu Blühen, auch Samen wurden nicht wirklich reif da war die Ausfallrate sehr groß.
Natürlich gab es sehr intensive Sommer mit langem warmen Herbst da sind die perfekt geworden, aber auch schlechte Ernten und auch wenig Samen.
Mittlwerweile sind die so stabil das die selbst im letzten „Sommer“ fertig wurden. Im Gegensatz zu vielen anderen im Bekanntenkreis die irgendwas (Skittlez oder so) neues angebaut haben (keine Autos) die alle den Mehltau und dann noch dem Budrot zum Opfer fielen.
Also ist es möglich ohne extreme Ausfälle (und ich habe wirklich viel gelesen darüber und sowas von unterschiedliche Meinungen eingeholt) einen neuen Fem. Strain mit einer männlichen etablierten Sorte zu kreuzen? oder kommt es da zu Problemen und ich sollte mich nach regulärem neuen Saatgut umsehen?
Anderes Thema:
Positiv ist zu bemerken das bei mir in der Gegend der Schwarzmarkt den ich immer nur belächelt habe mittlerweile total tot ist (Keine Abnehmer mehr für schlechtes Albanisches Gras, Punkerplatten etc…). Also die Dealer die auch sonstigen Scheiß verkaufen (verstrecktes Koks etc.) sind jetzt Geschichte, das finde ich genial.
Naja, doch. Es gibt eine Mutation, die dafür sorgt, dass die Pflanzen unabhängig von der Tageslänger anfangen zu blühen. Weiter nördlich war diese Mutation vorteilhaft, weil so die Pflanzen fertig blühen konnten, die früh genug damit angefangen haben, und das waren eben die, die nicht auf das kürzer Werden der Tage gewartet haben. Insofern gibt es das „ruderalis“ Gen schon, nur dass die Mutation allein noch keine neue Art oder sogar nur ne Unterart begründet. Im Endeffekt ist alles die gleiche Art, Cannabis sativa L.
Der Beiname Sativa heißt im Übrigen nur „kultiviert“ oder „gezüchtet“, und wird für allen Hanf als Bezeichnung benutzt, einfach aufgrund der Tatsache, dass die Pflanze schon so lange kultiviert wird und angenommen wird, dass es garkeine rein wilden Populationen mehr existieren.
Kann nur immer wieder empfehlen, kurz zu googeln und sich bei Bedarf auch Infos zu anderen Pflanzen anzuschauen. Hanf ist ja vergleichsweise weniger erforscht, wird aber nach und nach besser durch aufkommende Studien.
Ja, können Seeds machen. Gibt auch reguläre Ruderalis Strains, die Männchen erzeugen. Ob die Nachkommen alle Automatics sind, kommt drauf an, ob dominant oder rezessiv vererbt wird, bzw. auch ob ein Photo Strain eingekreuzt wurde oder nicht. (Ist ja oft die Regel, aus einem Strain eine Photo- und eine Auto-Version auf den Markt zu schmeißen.)
Dem kann ich mich vollumfänglich anschließen. Zumal, und das wollte ich noch an meine Ausführung anhängen, es keinen grundsätzlichen Zusammenhang zwischen pflanzenphysiologischer Funktion (z.B. und botanischer Einordnung gibt. Oder anders gesagt: Ein- und diesselbe Art kann aufgrund von Mutation unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.
Der Artikel bestätigt im Grunde genau das: Je weiter nördlich oder südlich eine Pflanze wandert (entweder natürlich oder durch Kultivierung und künstliche Selektion), desto mehr passt sie sich an diesen Standort an, und diese Anpassung erstreckt sich auch auf den Blütezeitpunkt. → Gleiche Art, unterschiedliche Eigenschaften.
Hab mich da falsch ausgedrückt, wollte nur schreiben das Ruderalis keine eigene Art ist. Allerdings wie du schreibst eben eine Gen „Mutation“, bzw. anpassung an die Umgebungs Gegebenheiten, in dem Fall einfach kurze Sommer und somit ein Selbsterhaltungstrieb.
Habe ich ja selbst festgestellt mit meinen Kreuzungen schon vor Jahren, die ersten waren nie ganz ausgereift, aber es wurde über die Jahre besser, dann der „Durchbruch“ mit einer Genetik die Bayrisches Bergklima gewöhnt war (damals schon gut 15 Jahre aklimatisiert) . Seit dieser Strain mit reinkam in den Genpool fingen die Bäume schon Mitte/ende August zum blühen an und waren Mitte Oktober meist durch (also Samen reif und und auch die Blüten bei den Sensimilla Pflanzen ausreichend gereift).
Ja das geht, die Blütephase ist ähnlich lange wie bei Photos nur sollten sie relativ früh bestäubt werden.
Nur hat man dann das schon angesprochene Problem welche Gene dominanter sind.
Freund von mir hat auf dem Balkon Autos stehen gehabt letztes Jahr und in der Nähe war ein Nutzhanf Feld. Die Autos waren alle mit Samen voll aber die 6 die er davon dieses Jahr gezogen hat waren teils unbrauchbar ohne Wirkung, teils früh blühend teils Spät blühend… Von 6 Pflanzen war ein brauchbarer Pheno dabei, der zwar Wirkung hat aber nicht mehr wirklich früh blühend. Glückspiel und mit sehr viel Try and Error bzw. Auswahl zu tun hat.
Würde meinen das für einen Stabilen Strain gute 50 Pflanzen wachsen müssen um das passende auzuwählen.
Wenn du mit Ruderalis Gen das Autoflower (AF) Gen meinst, gebe ich dir recht,…da gibt es umterschiedliche.
Beispiel: mit dem Lowryder Gen
Auto x Photo
Um eine dauerhaft gleichbleibende Automatik sein eigen zu nennen, muss man lediglich gegen die AF-Eigenschaften selektieren.
Dazu muss logischerweise der eine Elternteil keine Automatik sein.
Beispiel:
Part1: Wir kreuzen unsere Automatiksorte mit einer Photo-Sorte (Auto x Photo) und erhalten eine nicht Automatische F1!
Part2: Die (Auto x Photo) F1 bringen wir nun in die F2
Part3: In der F2 sind nun die ersten AF-Eigenschaften sichtbar. Circa 20-25% fangen nun an automatisch zu blühen. Von Bedeutung sind aber die Pflanzen die der F1 identisch sind und nicht automatisch blühen! Also kreuzt man die nicht automatische (Auto x Photo) F2 female mit dem nicht automatischen (Auto x Photo) F2 Male.
Part4: In der F3 treten nun vermehrt AF Eigenschaften auf (~50%). Wie in „Part3“ nimmt man jeweils den nicht automatischen F3 female Part und den nicht automatischen F3 Male part! Male und Female werden als Steckis gesavt und in der Vegi gehalten.
Die nun entstandene F4 ist voll Automatisch und kann immer nachproduziert werden, um gleichbleibende Qualität zu liefern.
Das gilt für „größere“ AF´s (Selektion auf die Photo-Phänotypen bis einschließlich F4)
Für die kleinere AF Variante muss man lediglich die F2 nach den Auto-Phänos suchen und diese miteinander kreuzen, um alle Pflanzen ab der F3 zu Automatics zu machen.
Das Lowrydergen ist in der F1 zu 99% rezessiv. Vielleicht 1 Pflanze von 1000 haben Autoflower-Eigenschaften.
Trotzdem ist es ein dominantes Gen, das immer stärker zum Vorschein kommt je mehr per Inzucht gekreuzt wird.
Nochmal kurz Zusammengefasst:
(Auto x Photo) selektiert mit ausschließlich Photo x Photo-Phänos für große AF´s
F1= 0%
F2= 25%±
F3= 50%±
F4= 75%±
F5= nah an den 100% (jede weitere F-Generation wird 100% Automatisch sein!)
(Auto x Photo) selektiert nach Auto-Genen für Auto (P1) ähnliche Pflanzen
F1= 0%
F2= 25%±
F3= 100% (jede weitere F-Generation wird 100% Automatisch sein!)
Weitere Infos:
Auch wenn das Lowryder-Gene in der F1 nicht die Pflanzen automatisch zum blühen bringt, ist es wahrnehmbar (also doch irgendwie Dominant…)
Die Pflanzen werden schneller blühen, als der Photo-Elternteil und auch das Clonen wird für manche Pflanzen in der F1 nicht mehr möglich sein, geschweige denn in der Vegi zu halten mit weniger als 24h Licht.
Wenns dominant wäre, würde mans in der F1-Generation finden. Es werden einfach solange die Pflanzen selektiert, in denen beide Allele die gewünschte Eigenschaft vererben. Macht man das oft genug, bleibt im Genpool nur noch dieses Allel übrig, und ist somit das einzige, das noch vererbt werden kann.
Zwar recht selten, aber es gibt noch die intermediäre bzw. kodominante Vererbung. Dabei weisen die Nachkommen im Phänotyp uniform Merkmaleigenschaften beider Elternteile auf.
Das Auto-Merkmal des Cannabis Ruderalis scheint sich hier also ebenso intermediär zu vererben, indem das Merkmal Auto ~ Photo anteilig vererbt auftritt - das Photo mehr, das Auto weniger.
Wäre glaube ich besser gewesen, etwas mehr Text zu zitieren…
weil das ein klares Indiz für diese anteilige Mischvererbung ist
Wie gesagt, das Lowryder Gen…ne Mighty Mite z.B. „kann“ etwas anders funktionieren, muss es aber nicht unbedingt
Ich wollte jetzt nicht das ganze Genetik-Vokabular auspacken, weil wenn ich jetzt von Pleiotropie, Epistasie und Genkopplung anfange, dann haben wir hier wirklich den letzten verloren.
Übrigens, bei der Blütezeit würde ich nicht unbedingt einen intermediären Erbgang (Polyploidie) vermuten, sondern eher additive Polygenie.
…is nicht so, dass mir davon nicht der Kopf rauchen könnte Letzendlich aber auch ein Beleg dafür, dass man zum ernsthaften züchten mehrere hundert Pflanzen zum selektieren braucht, mit dem nötigen Wissen. Wir sind dann doch eher Pollen Chucker
Ich tendiere da auch weiterhin Richtung intermedären Erbgang, da laut Definition
Bei intermediärem Erbgang hingegen kommt es zu einer gemischten Merkmalsausprägung, die von beiden Allelen her beeinflusst wird.
Bei der F1 ist das Lowryder AF Gen zu 99% rezessiv und das „Photogen“ dominant. Nichtsdestotrotz gibt es eine Merkmalausprägung „verkürzte Blüte“ der F1, was dem rezessiven Gen geschuldet ist. Passt für mich wie Faust aufs Auge