Sammelthema: Diskussion Legalisierung (Teil 1)

In diesem Zusammenhang sollte auch Doppelmoral aufgedeckt bzw. vermieden werden. Wieviel Leute kiffen heimlich und woken nach außen hin? Will sagen: wieviel kiffen oder koksen heimlich und vertreten in der Öffentlichkeit eine hardcorige Verbotspolitik?

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Moin,

schön wäre es, aber ist das wirklich aktuell relevant? Was kann der Gesetzgeber hier tun? Doppelmoral als seperater Straftatbestand in CanG → Alle CanG Gegner, welche nachträglich kiffen werden mit bis zu 20 Jahren bestraft?

Oder ist es einfach nur Whataboutism?

Grüße

Wenn ein Rechtsvertreter dasselbe tut wie Derjenige, den er verknackt, dann kann die Tat nicht wirklich so „grausam“ sein. Würde es ehrlich zugehen, dann wäre so ein Gesetz gar kein Problem (Stichwort Söder - pro Alkohol, contra Cannabis).

Mir ist es egal, wenn die Polizei selbst kifft (kiffen sollte), solange es nicht im Dienst ist. Dann darf sie aber nicht „Gleichgesinnte“ dingfest machen/verurteilen.
Hat auch was mit Ethik zu tun.

Daher die Antwort auf Deine Frage Was kann der Gesetzgeber hier tun: fair sein und endlich legalisieren! Aber richtig.

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Schon einmal das CanG nach den Auflagen für CSCs durchgeschaut?
Wer da mitmacht, kann auch nackig in ein Glashaus aufm Marktplatz einziehen und sein Rektum 24/7 weit geöffnet an die Glasscheiben drücken.
Der Schritt vom „unterm Radar Gärtner“ hin zum „Huhu-ich-bin-CSC-Stoner“ ist für mich nicht gangbar.
MMn sind die Rahmenbedingungen definitiv ein NoGo, jedenfalls wenn man @home auch noch ein paar Pflanzen stehen haben möchte.

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Moin,

ich verstehe schon was du damit meinst und sicherlich ist ein solches Verhalten ethisch und moralisch mehr als fragwürdig, aber wenn man sich mal alle Aktuere in der politischen Landschaft anschaut, dann sind es doch nicht so viele, auf die das zutrifft… auch wenn die manchmal sehr laut sind.

Aber die Frage ist doch vielmehr, warum die das tun. Hier geht es meiner Meinung nach zu 95% um machtpolitische Überlegungen, man möchte eben sein Klientel bedienen, gemeinsame Feindbilder aufbauen etc. Und da sind wir wieder bei der Gesellschaft und Akzeptanz. Eine 100% Gleichstellung mit Alkohol in einem Schritt wäre nur Wasser auf die Mühlen von CxU, AFD etc. Das würde die Doppelmoral nicht bekämpfen aber der AFD noch einige Bürgermeister (und evtl mehr) und Merz die Kanzelerschaft bescheren.

Was hat den die Polizei mit der Gesetzgebung zu tun? Soll ein Polizist, der kifft einfach seinen Job nicht mehr machen? Es gibt Dinge, die nicht im Ermessenraum eines Polizisten liegen, das ist dann Starfvereitelung im Amt (6 Monate bis 5 Jahre Gefängnis). Ist dir klar, welche Konsequenzen auf einen Polzisten zukommen können, wenn er beimn kiffen erwischt wird?

Ja, eine Gleichstellung von Alkohol und Cannabis wäre sicherlich fair, aber aktuell in D (aus meiner Sicht) nicht machbar, aber wor können den ersten Schritt gehen. Wir haben aktuell eine Oposition, welche durch Klagen vor dem Verfassungsgericht bewusst die Handlungsfähigkeit der Regierung einschränkt und sie versucht diese zu demontieren. Was meinst du, was die bei eine Gleichstellung machen? Zumal hier ja auch noch EU Recht etc dazu kommmt, was beachtet werden muss… Oder sollen wir auch aus der EU austreten, damit wir kiffen 100% legalisieren können?

Grüße

Natürlich soll er das nicht! Darum gehts ja: WENN die Polizei & Co. sich von ihrer Denke her gar nicht so sehr von „uns“ unterscheidet, dann stimmt was nicht. Dann muß man sich Gedanken um den offensichtlich gemeinsamen Nenner machen, warum das so ist; und das Gesetz immer wieder in Frage stellen.

Apropos EU: Ich frage mich immer wieder, wie andere Länder das hinkriegen (wenn natürlich auch nicht perfekt). Wir suchen immer perfekte Lösungen, landen dann aber bei sicherlich gut gemeinten Bürokratiemonstern, die praktisch kaum umsetzbar sind. DA hat die Polizei bisweilen tatsächlich die A…karte.

Ohnehin würde ein Austritt aus der EU und Bildung einer EU-Kernzone Sinn machen, damit Länder wie Ungarn oder Polen wichtige Entscheidungen nicht blockieren und Europa erpressen. Aber das ist natürlich ein anderes Thema.

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Es gibt ja nicht DIE Polizei. Jeder Beamte denkt genauso unterschiedlich wie wir hier im Forum bzw im bayerischen Landtag. Trotzdem kann ich nicht alles Private genauso im Beruf ausleben, das gilt für alle Berufstätigen. Am Ende ist die Legalisierung eine politische Meinung, und die hat im Job erstmal nichts zu suchen. Ich kann im Verkauf auch nicht jedem Kunden erzählen wie übel ich Rattenköder und Co. finde, ohne vom Chef auf den Deckel zu kriegen.
Und ich habe tatsächlich schon Polizisten (natürlich privat) auf Canna Demos kennen gelernt, die versuchen also schon etwas zu ändern…

Kriegen sie ja nicht unbedingt. Die Niederlande sind zB das negativ Beispiel wie man es auf keinen Fall machen sollte.

Da wäre ich eher dafür eine 2/3- oder 3/4-Mehrheit oä. einzuführen, dann wären einzelne Quälgeister kalt gestellt. Gilt übrigens auch für die UN, wie ich finde. Aber ganz anderes Thema…

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Vermutlich will man so kriminellen Banden das eröffnen von CSCs vermiesen. Ich kann mir aber vorstellen, dass doch genau das Gegenteil dabei herauskommt. Profitorientierte doppelt buchführende Kriminelle führen die Clubs und von den normalen Growern und Kiffern kriegt das keiner richtig hin.
Dass der Bedarf am besten durch die Überschüsse von lokalen Kleinerzeugern gedeckt werden sollte, und frei zugänglich in der Landschaft wachsender Hanf keine gefährliche Biowaffe ist, muss erst noch in die Köpfe der Politiker einsickern.
Oder Anbau für Cannabis- shops in staatlich geführten Betrieben? In 25 Jahren?

Die WELT will wohl zu Weihnachten nochmal Kiffer ärgern.
Anders kann ich mir das nicht erklären, dass sie diesen etwas älteren Beitrag gerade heute nochmal hochgeladen haben:

Ist aber auch unfreiwillig komisch.

Ein Herr Wendt, der als Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft sagt, dass sich für Kinder und Jugendliche mit dem neuen Gesetz gar nichts ändern wird, weil die weiterhin auf dem Schwarzmarkt im öffentlichen Raum einkaufen werden → Ja prima, dann spricht doch auch nichts gegen das neue Gesetz, wenn für die ach so gefährdeten Kinder und Jugendlichen alles beim Alten bleibt. Ist ihm da ein kleiner Denkfehler in seiner Argumentation passiert? :grin:

Ein Herr Dr. Luderer, der als Arzt im Zusammenhang mit unheilbaren Hirnschäden und Psychosen auch darauf hinweist, dass Kiffer häufiger ihre Schullaufbahn abbrechen → Er scheint den Unterschied zwischen Kausalität und Korrelation nicht zu kennen. Und kennen wir nicht alle genügend Gegenbeispiele von Kiffern, die sehr erfolgreich ihre Ausbildung, Hochschulabschlüsse etc. gemacht haben?

Und dann noch der Herr Von der Groeben, seines Zeichens Gründer von Demecan (Medizinal Cannabis), der nicht möchte, dass CSCs oder Privatleute Cannabis selbst anbauen → Da kann ja dann nur verschimmeltes, mikrobiell belastetes, hochgiftiges Rauschgift herauskommen… wie haben es die Menschen nur all die Jahrhunderte geschafft, diese Pflanze zu nutzen jenseits von sterilen Hochsicherheitsanbauanlagen? Außerdem wäre das ganz schlecht für sein Geschäft, wo kommen wir denn da hin, wenn sich jeder selbst eine Pflanze auf den Balkon oder ins Growzelt stellt? :thinking:

Die Passanten-Meinung von der Einstiegsdroge darf natürlich auch nicht fehlen…

Hoffentlich hat das ganze Theater bald ein Ende und die Teil-Legalisierung geht durch!

Frohe Weihnachten allerseits! :slight_smile:

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Moin,

Ich würde gerne mit dir diskutieren und Standpunkte austauschen, aber du machst es einem richtig richtig schwer die Lücke zum ansetzen in deinen Ausführungen zu finden!!!

Weiter so! Mag deine sachliche und unaufgeregt Art mit ein bisschen Comedy hier und da!!!

Grüße

Edit mag besonders das du dich fast immer an konkreten Quellen etc abarbeitest!

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Vor allem ist er nur Vorsitzender EINER Polzeigewerkschaft, nicht DER Polizeigewerkschaft, wie er fälschlicherweise immer wieder gerne andeutet…Der Herr Wendt ist immer im Thema wenn es um restriktivere Sicherheitspolitik geht :roll_eyes:

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Danke für dein Lob!
Das freut mich sehr! :slight_smile:

Das ist mir wichtig, deshalb verlinke ich gerne auch bestimmte Artikel und Videos, dann kann es auch jeder selbst nachprüfen - und sich auch gerne selbst ein eigenes Bild machen. Ich geb ja meistens nur meinen Senf dazu ab. :grin:

So wie ich es geschrieben hatte, stimmt es schon, er ist Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG). Es gibt aber auch noch die Gewerkschaft der Polizei (GdP).

Ich weiß aber, was du meinst.
Er spricht generell nicht für alle Polizeibeamten im Lande.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat sich auch schon für eine Entkriminalisierung von Konsumenten bei geringen Mengen ausgesprochen.

Ja, du hast es richtig geschrieben, der Name ist clever gewählt.In den Medienunterschriften klingt es dadurch fast immer so ,als ob es nur diese eine Gewerkschaft gäbe,darüber rege ich mich ständig auf :ca_giggle_joint: So aufgeklärt wie wir hier sind die meisten ja leider nicht. So denkt halb Deutschland die Polzei hätte generell was dagegen.
Vom BDK wird leider selten jemand ins zB Frühstücksfernsehen eingeladen, der Herr Wend wird dagegen ständig überall zugeschaltet…, sehr mitteilsam der Mann :unamused:

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Fehlt noch der unsägliche Prof. Dr. med. Rainer Thomasius (Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie), um die apokalyptischen Reiter der Prohibitionsfront zu ergänzen, die immer von der Axel Springer Presse (WELT; N24; BILD) ins Feld geführt werden.
:nauseated_face:

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Der Spiegel hatte ihm auch schon ein Podium geboten, zusammen mit Karl Lauterbach.
Und immer wieder taucht er in Schnipseln von irgendwelchen Beiträgen im öffentlich-rechtlichen TV auf. Ärgert mich auch jedes Mal. Zum Glück spricht er auch nur für sich und nicht für alle seine Fach-Kollegen.

Hier mal ein schöneres Gespräch zum Ausgleich:

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So ein Blender dieser Typ !!!

Das beste ist eh dass er gegen Cannabis hetzt, aber selbst nichtmal weiß ob seine Patienten eine Psychose durch Cannabis haben oder durch künstliche Cannabinoide die die Leute nur in Ihrem Weed haben weil sie es auf dem Schwarzmarkt kaufen müssen.

Ich glaube ja nicht an Gott, aber wenn es Ihn gibt, bin ich der festen Überzeugung dass es für solche menschen einen Platz in der Hölle gibt.

Tausenden Menschen nachhaltig schaden aber sich moralisch überlegen fühlen.
Chrapuu auf solche Leute !

Mehr kann ich leider dazu nicht sagen, da ich sonst sprachlich auf ein level komme, dass hier nicht unsanktioniert bleibt.

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Selbst wenn es das sauberste Gras wäre, das auf dem Schwarzmarkt verkauft würde, könnte man immer noch nicht nachweisen, dass es eine Psychose ausgelöst hat, also ursächlich dafür ist.

Darum geht es u.a. auch in dem Gespräch, das ich vorhin verlinkt hatte. Dr. Birger Dulz sieht den Cannabis-Konsum mitunter auch als mögliches „Symptom“ von psychischen/seelischen Problemen. Was ja auch eigentlich jedem einleuchten dürfte:
Stellt euch einen jungen Menschen vor, der z.B. Erfahrungen von Gewalt (körperlich und psychisch) oder sexuellen Missbrauch im familiären Umfeld erleiden musste - dieser greift dann irgendwann zu Alkohol und später Cannabis, um das alles besser ertragen zu können.
Dann kommt ein Thomasius daher und sagt: „Das Cannabis ist schuld, dass es dieser Person so schlecht geht“. Ein Wahnsinn sowas!

Solche Leute wie ihn muss es leider wohl auch geben.
Ich frage mich aber, was sich diejenigen mit gesundem Menschenverstand denken, die ihm ein Podium geben.
Das ist wie mit der CSU in Bayern, die nichtmal die Möglichkeit zum Drug Checking anbieten möchte und lieber zuschaut, wie Leute an giftigen Beimengungen und Streckmitteln in ihren „Drogen“ krepieren - ganz nach dem Motto „selbst schuld, wenn du sowas konsumierst“. Da weiß ich dann auch nicht mehr, wo die ihr C und S im Parteinamen her haben.

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Ich bin selbst in Behandlung um ein paar dinge aus der Vergangenheit aufzuarbeiten, es ist keine normale niedergelassene Praxis sondern eine akademie (akademische Ausbildungsstätte für psychotherapie usw.) und dort ist man der Meinung das cannabis weniger der Ursprung einer Psychose ist sondern ein verstärker, trigger oder Auslöser für etas das ohne hin schon in einem schlummert. Es heißt dort das bei über 90% der Jugendlichen die dort aufgrund vin cannabis in Behandlung sind, vor dem beginn dew Konsums bereits alle weichen für eine psychische Erkrankung gestellt waren aufgrund von Misshandlung, Traumata usw. Mein artzt sagt das allein die natürlich Entwicklung eines Kindes zum Erwachsenen schin ohne negative Einflüsse auf die psyche genug Potenzial hatt durch den Konsum vin cannabis psychisch zu erkranken. :v:t3:

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Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du das schaffst!
Dass Cannabis ein Trigger sein kann, wenn die Psychose bereits in einem schlummert (da scheint es auch eine gewisse Veranlagung zu geben), glaube ich auch.
Aber Cannabis kann auch helfen und heilen, auch bei Traumata im Rahmen einer umfassenden Therapie.

Die Ukraine hat ganz aktuell Cannabis als Medizin legalisiert (hatte ich im entsprechenden Thread schon gepostet) - und da wurde auch explizit darauf hingewiesen, dass es neben der Behandlung von körperlichen Schmerzen auch sehr viele Soldaten gibt, die Cannabis wegen PTBS benötigen.

Moin,

diesen Gedanken kann man auch noch weiter gehen:

es gibt einige Faktoren, welche grundsätzlich die Affinität und das Suchtpotential erhöhen. Die Droge, die sich dort „einnistet“ ist dann ziemlich egal: Alkohol, Cannabis bis Heroin, Fetanyl etc.

Logischerweise werden die ersten Schritte mit weichen Drogen unternommen. Kein 16 jähriger wird sagen: lass mal ne Line zeihen, wenn er zuvor nie geraucht hat, kein Alkohol getrunken hat und/oder mal gekifft hat. Der Weg zum Einstieg ist somit gezeichnet und bekannt, nur ob und wie weit jemand diesen Weg geht, liegt in der Person selbst.

Aber ich muss sagen, dass ich Drogen wie Koks, Heroin, Crack, Meth etc auch nicht frei verkäuflich für jeden ab 21 in der Apotheke habe will. Hier besteht eben auch das Potential eines erheblichen gesellschaftlichen Schadens, aufgrund des höheren Suchtpotentials und Auswirkungen des Konsums. Wichtig ist aber, dass man den (potentiel) Abhängigen Hilfe anbietet, sie nicht an den Rand der Gesellschaft drängt und nicht stigmatisiert und z.B. durch Strafverfolgung die Situation noch verschlimmert. Das folgt auch dem oben geschriebenen: Es liegt in der Person, dieser muss man helfen und die die sich systematisch an dem Problem dieser Person bereichern muss man hart bestrafen.

Grüße