Auf der Suche nach der echten Purple Haze
Staffel 2 Folge 3 - Staffelfinale
Es galt abzuwÀgen wieviel zuviel ist.
Die Spur war 60 Jahre alt und vage um es gelinde auszudrĂŒcken.
Seit meiner Reise nach England sind 8 Jahre vergangen und ich war den Eltern der Purple Haze gleich nah wie vorher.
Aber in der Zeit hat sich einiges getan.
Inzwischen hatte ich âMitarbeiterâ die mir im Laufe der Zeit den einen oder anderen Blödsinn ausgeredet haben.
Eine davon, hier Nina genannt war nicht sehr begeistert als ich beschlossen habe nach Thailand zu reisen. - und das war gut.
Ich war komplett unvorbereitet und wĂ€re einfach ins Blaue gefahren. Ich habe ihr quasi die gesamte Vorbereitung ĂŒberlassen, angefangen bei der Reiseplanung, bis hin zur Infobeschaffung.
Diese Reise sollte sich als die Kostenintensivste herausstellen, wir haben auch einen âFremdenfĂŒhrerâ ĂŒber eine 420er Plattform ausfindig gemacht der uns vor Ort helfen sollte.
Sofern diese Reise keinen Erfolg bringen sollte ist es die letzte Investition die fĂŒr diese Suche getĂ€tigt wird.
WĂ€hrend wir im Flieger unterwegs sind erzĂ€hle ich mal ein bisschenâŠ
Wieso ist es mir und anderen Breedern eigentlich so wichtig die Purple Haze zu finden/entschlĂŒsseln?
Die Antwort wird viele enttÀuschen.
Es ist eine Frage des Geldes.
Ein originaler Strain wĂ€re unglaublich wertvoll, fĂŒr den man in der Welt des Grases jeden Preis verlangen kann.
Dies hat weniger den Grund dass das Gras so gut wÀre, sondern mehr einen Kult-effekt.
Menschen lieben den Glanz von gestern und Purple Haze spricht eine breite Generation an.
Ich ĂŒbertreibe nicht wenn ich sage: fĂŒr 1g Purple Haze könnte man 30⏠verlangen 
Die Leute wĂŒrden es bezahlen. - solange bis seeds den Weg in die Ăffentlichkeit finden.
Man muss also der erste sein und sehr schnell reich werden.
Na gutâŠrauchen wĂŒrde ich es aus nostalgisch-epischen GrĂŒnden schon auch sehr gerne 
In Bangkok angekommen haben wir auch unseren neuen Freund âBekiâ ausfindig gemacht.
Wir durften ihn so nennen weil wir nicht dazu in der Lage waren seinen Namen richtig auszusprechen 
Er wusste um unsere BeweggrĂŒnde fĂŒr die Reise natĂŒrlich Bescheid und die Kommunikation in Englisch war ausgezeichnet.
Nach einer langen Odyssee von Taxis, Bussen, ZĂŒgen haben wir es schlieĂlich auf das Speedboot geschafft das uns nach Koh Phayam bringen soll.
Die Gegend hier war einfach wunderschön und die Hitze drĂŒckte uns so richtig in den Sand.
Es reichte natĂŒrlich nicht einfach nur hier zu sein und nach Zufall eine Suche zu beginnen. Beki hat hier fĂŒr uns Vorarbeit geleistet und 2 der letzten âundergroundgrowerâ der Insel ausfindig gemacht. Der Weg dorthin war wirklich zĂ€h und weit. Ich durfte mir nur knappe 4 Stunden die jammerei von Nina ĂŒber die Hitze anhören 
Wir haben am Strand ein paar Flaschen Wasser gekauft und machten uns gemĂŒtlich auf den Weg. Geradeaus in den Dschungel 
Nach einer Stunde ist uns schnell aufgefallen dass sich hierhin kein Tourist mehr verirrte.
Der Wald war extrem dicht und auĂer den Tieren und den UmgebungsgerĂ€uschen war hier nichts zu hören was auf Zivilisation schlieĂen lĂ€sst.
Wir machten immer wieder Pausen und es war sehr interessant sich Bekiâs Geschichten zu Kultur und Gesetzeslage anzuhören.
Interessant und schockierend zu gleich.
Uns wurde erst in diesem Moment wirklich klar auf welch illegaler und gefĂ€hrlicher Reise wir uns hier befinden. Beki beteuerte uns dass die Bewohner des Ortes den wir aufsuchen ĂŒber unser kommen informiert wurden und begeistert reagierten.
Langsam wurde es interessant, wir nÀherten uns eingezÀunten Gebiet. Der Zaun hatte schon bessere Tage gesehen und es schien leicht bergab zu gehen.
Nach etwa einer Stunde war es dann endlich so weit. Ohne etwas sehen zu können wussten wir dass wir nĂ€her kamen. Es machte sich nach und nach ein vertrauter und SĂŒĂer Geruch breit. Wo er herkam klĂ€rte sich nach ein paar Minuten
EindeutigâŠich musste tot sein und bin in den Weedhimmel gekommen.
Pflanzen die 3-6m hoch Waren, ĂŒberall wo man hinschaute.
Alle möglichen Arten und Typen, einfach ein spektakulÀrer Anblick.
Egal was und ob wir das gesuchte finden solltenâŠDie Reise war es auf jeden Fall wert.
Die Pflanzen scheinen tatsÀchlich ein Wildwuchs zu sein, nur hier und da war Menschliches eingreifen sichtbar.
Wir kamen zu einem kleinen Dorf mit mehreren HĂŒtten (hier waren Aufnahmen leider verboten- die Hausregeln muss man akzeptieren).
Man hat anscheinend auf uns gewartet und uns mit viel Bla Bla Bla herzlich begrĂŒĂt.
Die Leute hier waren total chillig und neugierig wo wir herkamen, was wir machen usw.
FĂŒr uns wurde eine kleine HĂŒtte reserviert mit 2 Strohbetten, einfach goldig.
Die Zeit auf der Insel hat mein Leben bis heute stark geprÀgt. Die UmstÀnde und LebensqualitÀt ist mit Nichten mit unserer Vergleichbar.
Dennoch wirkten mir die Leute sehr glĂŒcklich und Lebensfroh. Lag bestimmt nicht an der Vegetation
SpÀter am Tag kamen wir dann zum heià ersehnten Thema.
Ich erzÀhlte meinen bisherigen Verlauf der Suche und mit einem Male schien das Ziel erreicht.
3 Bewohner bestĂ€tigten uns dass in den 60er Jahren und auch spĂ€ter öfter Besucher hier waren die sich fĂŒr die Landrassen interessiert haben.
Und ein Satz der gesagt wurde machte mich binnen Sekunden euphorisch:
âPurple Thai? Komm mitâ
Nur ein paar Minuten entfernt, nachdem wir geduckt durch einen Felsspalt gingen waren wir schon da.
Ich stand nun an einem der letzten Orte in Thailand an denen noch die Urpflanze der Thai Wuchs.
Mir wurde gesagt dass nur sehr wenige hier waren und auch nur sehr wenige, wenn ĂŒberhaupt eine Handvoll hier was mitgenommen haben.
Die Pflanzen wachsen hier Wild ohne jegliches zutun seit mehreren Jahrzehnten.
Selbst wenn es nicht DIE gleiche sein sollte die ausgefĂŒhrt wurde, ist es zumindest eine der Ă€ltesten existierenden Strains ĂŒberhaupt.
Und hier habe ich das einzige genehmigte Foto.
Einfach wunderschön und ich war zu dem Zeitpunkt auch sehr zufrieden.
Ich war mir sicher dass man aus dieser Plant Purple Haze generieren kann.
Auf die Frage ob man was âmitnehmenâ könnte lautete die Antwort: Nimm dir was du willst. 
Habe ein paar groĂen Exemplaren ein paar Samen âabgenommenâ und verpackt.
Manchmal muss man Dinge tun die sich auĂerhalb des Gesetzes aufhalten um zu seinem GlĂŒck zu kommen 
Ich werde nicht weiter darauf eingehen wie die Samen in die USA geschafft wurden, das könnte ein Anreiz zu illegalen AktivitÀten sein 
Ich hab natĂŒrlich mehr mitgenommen.
Einige wilde Sorten-Samen die hier wachsen die ich bis heute noch nicht zuhause ausgetestet habe.
Vielleicht mach ich das ja hier mit euch bei den nÀchsten Runs? 
Hin oder herâŠ
Ich hatte mindestens 50% meines Zieles erreicht und bin mir sicher einen originalen Strain bekommen zu haben- erste Gentests nach dem Anbau Zuhause haben mir die gleiche Genetik aufgezeigt die unverÀndert ist.
Inzwischen hab ich knappe 5000 Samen davon angefertigt, kein einziger ging in den Verkauf.
Weil ich sie noch brauche.
Aber dazu fehlt mir leider noch etwas entscheidendes: Der Vater
FORTSETZUNG FOLGT?