Hallo
Ich wurde heute darauf hingewiesen, wenn eine Kostenübernahme der Krankenkasse vorliegt . Das kein Eigenanbau stattfinden darf. Dadurch würde ich die Kostenübernahme verlieren und sogar regresspflichtig werden. Weiss da jemand was genaueres? Angeblich soll das genau einen bekannten Aktivist der cannabiszene passiert sein.
Sehr interessantes Thema!
Kannst du den Fall bitte mal verlinken, damit man etwas mehr Infos dazu bekommt?
Mir ist bekannt, dass die behandelnden Ärzte das Recht haben, die Therapie mit Medizinalcannabis abzubrechen, wenn sie vom zusätzlichen „Freizeitkonsum“ des Patienten erfahren.
Regressforderungen werden idR. gegenüber den behandelnden Ärzten gestellt - das ist auch der Grund, warum so viele niedergelassene Ärzte immer noch zaghaft sind mit dem Ausstellen von Cannabis-Rezepten.
Bei Patienten scheint es auch möglich zu sein, allerdings braucht es dann schon sehr spezielle Umstände - also mir ist bisher kein solcher Fall bekannt in dem Kontext.
Eine Streichung der Kostenübernahme halte ich auf jeden Fall für möglich.
Ich habe mir neulich dieses Video angesehen, in dem der Timm den Micha besucht und seinen Grow begutachtet.
Der Micha ist bekanntermaßen schon lange Cannabis-Patient mit Kostenübernahme durch die Krankenkasse - und er weist vor der Kamera ausdrücklich darauf hin, dass er das, was er anbaut, nur zu Dokumentationszwecken bzw. für seine eigene journalistische Arbeit nutzt und eben nicht konsumiert (sondern dann vernichtet) - eben genau mit der Begründung, weil das sonst seiner medizinischen Behandlung zuwider laufen würde.
In einem Rechtsstreit müsste ggf. tatsächlich nachgewiesen werden, dass man das eigens angebaute Cannabis auch selbst konsumiert hat - die Unterstellung liegt auf jeden Fall nahe. Die große Frage ist dann, wie glaubhaft man das machen könnte, dass man nur aus Freude am Gärtnern die Pflanzen angebaut hat und diese anschließend vernichtet wurden.
Genau das is der Punkt, leider Stammtisch Niveau, alles sehr ungenau.