[UPDATE 4] Es wird immer schlimmer: Verfärbte Blätter & nekrotische Blattspitzen: Calcium-Überschuss?

An Stickstoffüberschuss hatte ich noch nicht gedacht, an den Kaliummangel schon, weil ich mir dachte, dass mein Gießwasser recht wenig Kalium enthält. Aber eigentlich sollte davon genug in der Erde sein. Daran, dass der Stickstoffüberschuss für nen Kalium-Lockout sorgen könnte, habe ich nicht gedacht. Die sehr tief-grüne Farbe der Blätter könnte schon ein Hinweis auf zu viel Stickstoff sein, oder?

Dazu sollte ich noch erwähnen, dass der Schaden sehr schnell, innerhalb eines Tages nach dem Gießen aufgetreten ist, und es an dem Tag recht warm (28 °C) und feucht (>70% RLF) in der Box war. Vielleicht hilft das Detail noch weiter?

Schnipp Schnapp, die Segel sind ab. So sahen sie von vorne und hinten aus.


Die roten Stiele Grund zur Sorge? Was war das nochmal? Phosphor-Mangel?

Und das Licht ist jetzt reduziert auf 50% (40/60 jeweils), und die Erde oben leicht angefeuchtet. Abdeckung ist auch drauf, damit sich das Wasser nicht so schnell verflüchtigt.

Schönen Abend!
:mount_fuji:

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Nein kein Grund zur Sorge… soweit ich weiß ist das noch garnicht geklärt warum sich die Stiele verfärben. Ausser „Sonnenbrannt“ (zuviel Licht) weiß man nicht woran es genau liegt. Einige sagen Phosphormangel, die anderen Kalium und wieder andere sagen CalMag-mangel.
Manche sagen auch das es Sortenabhängig ist… also sooo genau kann das noch keiner sagen, selbst die von SANlight nicht. :man_shrugging:
Also wenn du keinen Lichtstress hast brauchst dir deswegen keine Sorgen machen :slight_smile:

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In den letzten Tagen musste noch etwas mehr Laub weichen. Jetzt sind fast alle Blätter mit Schaden entfernt.

Es gibt noch mehr. Nach ein paar Tagen Abwesenheit habe ich folgende Situation vorgefunden:



Ich hab mal alles entfernt, was nicht mehr gut aussah. Die oberene Blätter sind alle soweit ok, nur die alten Fächer weiter unten machen Probleme. Sind das noch die Nachwirkungen, oder fehlt ihr was? Kalium? Phosphor?

Dazu denke ich, dass bei ein paar Blättern ganz oben die Blattspitzen mutiert sind, kann das sein @Team_Diagnose?


Ey, was das denn? Rote Stängel kommt von der Pflanze oder Phosphatmangel aber das kann von Übersalzung bis was mit Mangel alles sein, auch Staunässe sieht so aus.
So Krallen hatte ich bis jetzt nur bei Erde mit Grünschnitt wo die Hände nach der Arbeit am jucken waren wegen der Vordüngung die viel zu viel war. Das hatte sich aber meist rausgewachsen.
Ich lehn mich jetzt mal weit aus dem Fenster und fasel was von Überdüngung/Übersalzung und das sieht nicht gut aus.
Da würde ich eher mal alles weglassen oder sogar durchspülen

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Wie kann ich denn ne Erde überdüngen, die garkeinen Dünger kriegt? :thinking:

Staunässe bei >7 Tage Gießrhythmus klingt mir auch unwahrscheinlich. Zumal sie noch extra ne Drainageschicht im Topf hat. Wasserwerte stehen weiter oben, vielleicht kannst du damit was anfangen?

Und wohlgemerkt, sind nur die unteren / älteren Blätter, oben sieht alles gut aus.

Gute Frage, wenn die Stoffe vorher schon da waren oder wenn Versalzung auftritt durch Zugaben jeder Art. „Überdüngung“ heißt das ja nur, ist aber in Wirklichkeit nicht zwingend Dünger im eigentlichem Sinn.
Überdüngung ist wenn der Salzgehalt in der Erde höher als in der Pflanze selbst ist.

Wie würde man das messen? Im Drain?
Ich kann mal versuchen, die Zusätze weg zu lassen. Vorwiegend sind das aber Huminsäuren, Fluvinsäure, Amionsäuren, und Algenextrakt (der enthält bisschen NPK). Eigentlich sollte nichts davon dafür sorgen, dass es übersalzt.

Ja genau, wenn da was ist müsste das da sichtbar werden

EC-Wert? Im organischen Grow sagt Cannabis: Überdüngung erkennen und lösen | CannabisAnbauen.net, dass der EC-Wert nicht relevant sei.
Die Erde ist allerdings sehr üppig, es kann schon sein, dass die Pflanze zu viel erwischt, wenn ich die Stimulanzien noch dazu kippe. Ich lass sie beim nächsten Gießen mal weg, und schau, was passiert.

Es ist auch eher unwahrscheinlich bei organischem Grow, da müsste es schon erheblich zu viel sein…ich bin bei guter Erde und Bio da jetzt ein wenig ratlos aber beim abmessen von Stoffen kann man sich immer mal vertun.

hast du den PH vom Wasser nach zugabe mal gemessen?

Jup, war bisschen niedriger als mein reguläres Leitungswasser, zwischen 7,3 und 7,4. Das LW alleine ist ein bisschen höher (7,6 - 7,8 um den Dreh).

Das ist alles völlig ok und trotzdem sehen die regelrecht „verbrannt“ aus

Kannst du bitte nochmal sagen, wie du gießt? Habe jetzt nicht alles gelesen, aber bei dem was ich las hast du leider immer falsch gegossen. Auf den Bildern war die Erde immer sehr trocken und einmal schreibst du sogar, dass du das Gießen nochmal 2 Tage rausgezögert hast. Die Sonnenerde darf nicht austrocknen. Muss immer feucht sein. Die Werte sonst passen ja alle, kann mir nur das Gießen als mögliche Ursache denken.

Ich glaube aber in der Schweiz habe ich auch schon mal gelesen, dass die Hanferde nicht unbedingt easy ist.

Ich gieße 2,5 - 3l etwa alle 7 Tage (wenn die Gießmenge wieder raus ist). Ja, die Erde ist oberflächlich trocken, weiter unten aber noch nicht. Durch die Tonsplitter sollte die Sonnenerde die Feuchtigkeit gut halten können. Ich hätte etwas früher gegossen, war aber nicht zuhause. Bei Trockenstress müsste sich das ja an der gesamten Pflanze bemerkbar machen, nicht nur an einzelnen Blättern, oder?

Ich will das hier nicht verlinken. Such mal im schweizer Forum nach ‚Überdüngung durch falsches Gießen‘.
da gibt es Fälle, die deinen sehr ähnlich sehen, verursacht durch zu wenig Gießen.

Finde da leider nicht viel. Einen Thread zur Sonnenerde, in der gemeint wird, dass man Sonnenerde nicht überdüngen bzw. übersalzen kann. Wäre irgendwo auch logisch, da die Nährstoffe noch gebunden in der Erde vorliegen, und erst durch die Zersetzung durch Mikroorganismen freigesetzt werden.

So sieht die Pflanze übrigens sonst aus:

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Vielleicht ziehen sie jetzt schon wegen der Blüte alle Nährstoffe aus den unteren Blättern?

Sieht doch sonst gut aus.

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