Zum Thema Gießen und Mikrobiom habe ich einmal bei Sonnenerde nachgefragt, das war die Antwort:
Unsere Bio Hanferde kann händisch oder automatisiert von oben bewässert werden.
Für Staubewässerung von unten ist das Substrat nicht geeignet.
Vereinzelte trockene Blätter sind vollkommen unbedenklich.
Mit vorübergehender Trockenheit kommen Pflanzen grundsätzlich besser zurecht als mit zu viel Feuchtigkeit.
Auch für die Mikrobiologie stellt das Abtrocknen der Erde kein Problem dar.
Ist die Erde hingegen über längere Zeit zu feucht besteht die Gefahr von Wurzelfäule oder des Aufkommens von Schädlingen.
Was das Gießen anbelangt also besser einmal zu wenig, als einmal zu oft.
Unsere Produkte speichern aufgrund des enthaltenen Kompostes und anderer Zuschlagstoffe wie Pflanzenkohle, Ziegelspitt oder Blähtonbruch besonders gut Wasser.
Im Vergleich zu faserlastigen Substraten muss deutlich weniger gegossen werden.
Moinsen
Habe gerade mal in den Thread hier geschaut und das letzte Bild sieht verdächtig nach nem Magnesium Mangel aus, haste schonmal in die Richtung gedacht?
Ich hoffe du verzeihst mir dass ich nicht die ganze Vorgeschichte durchgelesen habe, mein Guess also ein Schuss ins Blaue.
Kommt bei Sonnenerde wohl häufiger vor, habe ich zumindest schon ein paar Mal in der Schweiz mitbekommen/gelesen.
… bei einer Überdüngung/Lichtstress wäre das Schadbild ganz oben an der Pflanze… bei falschem PH würde man überall an der Pflanze Schäden sehen … Micronährstoffe wären auch beim Neuaustrieb zu sehen weil die immobil sind … das Einzige was bei dieser aktuell betroffen ist sind die Fächerblätter aus denen sie sich was rauszieht … die einzigen 4 mobilen Nährstoffe sind… N, P, K & Mg… N fehlt ihr mal eher nicht … bleiben noch P, K & Mg.
Die 3 würd ich im Auge behalten ob du genug davon zur Verfügung stellst.
Magnesium salze ich über Bittersalz auf, kann aber durchaus sein, dass das zu wenig ist. Etwa 200 mg Bittersalz pro Liter pack ich rein, um von 10 mg auf 30 mg zu kommen. Da die Werte meines Versorgers aber nur Mittelwerte sind, kann das natürlich arg schwanken.
Phosphor- und Kaliummangel hatte ich auch schon in Verdacht, aber von beidem sollte genug in der Erde sein (130-1300 mg/l und 340 - 2550 mg/l). Hier könnte dann eher die Aufnahme ein Problem sein.
Ich kanns beim nächsten Gießen einmal mit etwas mehr Bittersalz versuchen und schauen, obs dann passt. Oder ich könnte mal eine Runde mit Mineralwasser gießen, in dem die Werte genauer angegeben sind.
Was ich mit Kalium und Phosphor machen könnte, weiß ich leider nicht, außer zudüngen. Gerade in der Blüte braucht sie ja mehr davon. Sollte aber eigentlich mit der Sonnenerde kein Problem sein.
Ich schau mal wie sich das entwickelt. Bisher hab ich keine neuen Blätter entdeckt, die das Problem haben. Aber ich beobachte das weiter und halte euch auf dem Laufenden.
200 mg Bittersalz geben ganz exakt 19,72 mg Magnesium. Das ist, was ich pro Liter dem Gießwasser hinzufüge, da mein Gießwasser etwa 100 mg Ca und nur etwa 11 mg Mg hat, um so auf ein Verhältnis von etwa 100/30 mg/l zu kommen.
Wohl gemerkt sind das die Angaben von meinem Wasserversorger, sind also nur ca.-Werte, und können gerne mal 20% in jede Richtung schwanken. Sollte aber in der Living Soil nicht so große Unterschiede machen.
Eigentlich denke ich mir, dass ich vielleicht etwas viel Chlorid im Wasser habe, sollte aber gerade noch so passen (sollte unter 50 mg/l sein, und ich bin im Mittel bei 51).
ich würde gerne wissen wie du das errechnet hast…
wenn deine wasserwerte 20% schwanken dann müsstest du auch Kalzium zugeben, vorrausgesetz es treten mängel auf oder du gehst präventiv vor. Es würde mehr sinn machen CalMag von BB zunutzen als nur bittersalz hinzuzufügen oder in das substrat gartenkalk mit einzumischen.
Alle Wasserwerte sind nur Mittelwerte, vor allem in Gebieten, in denen aus verschiedenen Brunnen entnommen wird. In der frühen Blüte reichen die 100 mg Ca noch, aber nicht mehr lange, da hast du Recht. In den kommenden Wochen werde ich auf CalMag umstellen, das sollte aber JETZT noch keine Probleme machen. Zumal auch die Erde genug von allem haben sollte.
Bittersalz ist Magnesiumsulfatheptahydrat, über dessen molare Masse kannst du ausrechnen, wieviel Magnesium in einem Gramm davon enthalten sind. Pro Gramm sind es 98,6 mg Magnesium. Ich finde meine ursprüngliche Quelle nicht mehr, aber diese hier berechnet es etwa genauso gut: Nährsalze und die Angaben zur Wasserlöslichkeit | Flowgrow
EDIT: Sorry, habs wieder. Die Molmasse von Magnesium ist 24,305 g/mol, die von Bittersalz [Mg(SO4)-7H2O] ist 246,48 g/mol. Das ergibt im Verhältnis 0,0986, also auf 1000 mg (= 1 g) 98,6 mg Magnesium.
ok, das gleiche hab ich dir auch gepostet siehe oben, aber du hast mir immernoch nicht gesagt wie du es ausgerechnet hast ? Auf der seite wird MgSO4 7H2O in seine bestandteile zerlegt und mann kommt auf 98,6mg/g Mg. wo ist die rechnung ? ich würde gerne von dir wissen wollen wie du auf 200mg kommst, ich kann das nämlich mit meiner rechnung nicht nachvollziehen.
Siehe meinen Edit im vorherigen Post. In jedem Gramm Bittersalz hast du 98,6 mg, also etwa 100 mg Magnesium. Wenn ich also 20 mg pro Liter zusätzlich haben möchte, nehme ich ein Fünftel davon (20/100 = 1/5). Ein Fünftel von 1 g sind 200 mg. Kannst du folgen?
das heisst nach deiner aussage nämlich wenn du 1g Bittersalz in 1L wasser gibst erhöht sich der um 98,6mg rechnen wir deinen wasserwert hinzu von 11mg Mg kommst du auf 109mg/Mg und du gibst 200mg in was 3L Wasser? wie kommst du da auf exakt 19,72 mg Magnesium?
Dude, lern’ lesen. Ich gebe 200 mg Bittersalz pro Liter Gießwasser, . Das erhöht den Magnesiumanteil im Gießwasser von (in etwa) 10 mg auf 30 mg (10 sind schon drin, 20 kommen über das Bittersalz, 10 + 20 = 30).
Ja, das hast du richtig ausgerechnet, ist aber nicht das, was ich tue und auch nicht das, was ich geschrieben habe. 200 MILLIGRAMM Bittersalz ergeben ungefähr 20 MILLIGRAMM Magnesium. Genau die 20, die ich pro Liter zusätzlich haben möchte. Wenn ich 3 Liter gieße, gebe ich logischerweise das dreifache dazu, also 600 MILLIGRAMM Bittersalz = 60 MILLIGRAMM Magnesium.
Es ist spät, ab ins Bett!
Nächstes Mal kriegt sie ne Ladung Mineralwasser mit exakten Werten (Gerolsteiner Naturell 125/44 Ca/Mg). Wenn ihr das immer noch nicht schmeckt, würde ich Mg-Mangel ausschließen und kann mich dann Phosphor oder Kalium zuwenden.
Eine Möglichkeit wäre natürlich auch ein Mg-Lockout durch zuviel von dem anderen. Irgendwo hatte ich mal ne Infografik dazu, was welchen Lockout bewirkt.
Für Bittersalz ists ja noch recht easy, einfach 1 zu 10. Für die Menge an Magnesium, die du haben möchtest einfach das zehnfache an Bittersalz nehmen.
Und wers ganz genau haben möchte, kann sich ne Bittersalzlösung machen.
10,142 g Bittersalz in einem Liter Wasser (am besten entsalzt / destilliert) auflösen, das ergibt genau 1 Gramm pro Liter, oder 1 mg/ml. Wenn du dann 20 mg mehr Magnesium brauchst, nimmst du einfach 20 ml von der Lösung.
was ich letztens noch gelesen habe und sehr interessant fand
3.4 > Luftfeuchtigkeit
Je höher die Luftfeuchtigkeit ist, desto weniger Kalzium wird aufgenommen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit reduziert den Atemfluss durch die Pflanze. Infolgedessen wird die Kalziumbewegung zu den jungen Zellen erschwert.
3.5 > Substratfeuchtigkeit
Damit Kalzium leicht aufgenommen wird, muss das Substrat sehr luftig sein und eine relativ niedrige Feuchtigkeit aufweisen.
3.6 > Auswirkungen bei einer schlechten « Aufnahmekapazität“» von Kalzium
Der Habitus der Cyclame ist weich, weist sogar Randnekrosen oder Blütenmissbildungen auf.
4 > Wechselwirkung mit anderen Elementen
K und Ca sind Antagonisten. Um die Kalziumzufuhr der Cyclamen zu regulieren, kann es notwendig sein, entweder den Kaligehalt der Düngerlösung zu senken, oder häufig und schwachdosiert zu gießen.
In der Topfcyclamenkultur sind Ca und Mg wenig antagonistisch. Hierbei geht es im Wesentlichen darum, eine konstante Magnesiumdüngung zu halten.
5 > Kalzium und Zwischen-Saison
Die Kalziumaufnahmefähigkeit reduziert sich auf die Zwischen-Saison. Die natürlichen Ansprüche der Cyclamen sind in dieser Zeit für Kali günstig. Darüber hinaus ist die Luftfeuchtigkeit häufig höher und Bewässerung dafür schlecht geeignet.
Das Randnekrosenrisiko ist größer. Es wird dann notwendig, den Bewässerungsrhythmus zu ändern, indem man die langen und kurzen Bewässerungsphasen alterniert.
Such mal nach Mulder’s Chart, das meinte ich. Das zeigt dir welche Abhängigkeiten (also Synergien und Antagonien) bei der Aufnahme von Makro- und Mikronährstoffen bestehen. Aber im Grunde genau das, was du auch in deiner Tabelle hast.