Wissenschaftliches zu Lampen-Spektren, 2024 Edition

Ich erarbeite hier im OP eine Zusammenfassung meiner Recherchen zum Thema Lichtspektrum und Morphogenesis in Cannabis.

Das kurze Fazit;

das Spargeln, dass wir bei z.B. Jungpflanzen auf der Fensterbank oder unter Glühbirne beobachten können, ist primär durch ein fehlendes absolutes maß an Photonen im blauen Bereich zurückzuführen.

Das heisst aber nicht, dass eine Grow Lampe mit relativ wenig blau, zwangläufig zu nicht-kompaktes Wachstum oder Spargeln führt: Ich konnte selbst unter ‚Warm Weiß‘ mühelos sehr kompakte Keimlinge und Jungpflanzen anziehen, in dem ich einfach ausreichend Licht vom Anfang an gegeben habe.

Ist blaues Licht in ausreichender Menge vorhanden – auch mit Überschuss an rot – kommt es nicht zu langestreckten Cannabis Pflanzen.

Das heisst nochmal deutlicher: Optimal-kompaktes Wachstum wird nicht durch Anwendung von LED-Lampen mit 3000k warmweiß, bzw. mit dominantem Rotanteil, ausgeschlossen.

Zusätzlich zum Blauanteil kann (laut Theorie und Biochemie), das Rot:FernRot Verhältnis einen ‚Schattenreflex‘ steuern.

Der Lampenhersteller kann also seelenruhig eine Vegi+Bloom Lampe entwickeln, dessen Anteil der deutlich effizienteren 4+ umol/j 660nm Rot Dioden höher ist als heutzutage üblich und dadurch mehr Effizienz erzielen.

Das hat cre.science auch erkannt und im Bloomstar Babo 450e umgesetzt.


Die Mischung aus LM301h EVO und LM301b EVO ergibt den dualen Gipfel um 435-450nm, den ich gerne sehe. Sehr interessant für mich ist, das auch cre.science auf Fern-Rot zusatz-Dioden verzichtet… und dass Cannabis-Züchter am laufenden Band ohne die 730nm Dioden fette Ernten erzielen. Wie können wir das mit der R:FR Theorie vereinbaren?


Ausführung:

Reaktionen auf blaues Licht

Zwei wichtige Photorezeptoren für blaues Licht sind Kryptochrome und Phototropine. Blaues Licht ist für eine Reihe von Pflanzenreaktionen wichtig, z. B. für die Unterdrückung der Stängelstreckung, den Phototropismus, die Bewegung der Chloroplasten innerhalb der Zellen, die Öffnung der Stomata und die Aktivierung der Genexpression, einiger morphogener Gene und anderer nicht.

Die Öffnung der Spaltöffnungen und die Höhenkontrolle sind für Beleuchtungssysteme im Gartenbau von besonderer Bedeutung. Ein niedriger Gesamtgehalt an blauem Licht (z. B. weniger als 10 % des gesamten Photonenflusses) kann bei mehreren Pflanzenarten zu Blattödemen (Anschwellen der Blätter) und Entwicklungsproblemen führen.

Der absolute Gehalt an blauem Licht wirkt sich immer stärker auf die Verringerung der Pflanzenhöhe aus. Dies kann in einigen Fällen wünschenswert sein (z. B. um kompaktere Setzlinge zu erzeugen und die Transportkosten zu senken), führt aber im Allgemeinen zu einer geringeren photosynthetischen Effizienz. Ein hoher relativer Anteil an blauem Licht verringert die Blattfläche der Pflanze und kann aus diesem Grund unerwünscht sein.

Reaktionen auf rotes und fernrotes Licht

Was die Photomorphogenese betrifft, so sind die am besten verstandenen Entwicklungsprozesse diejenigen, die von roten und fernroten Lichtspektren gesteuert werden. Für die Zwecke dieser Diskussion werden wir uns auf rotes (R) Licht als den Spektralbereich um 660 nm und auf fernrotes (FR) Licht um 730 nm beziehen. Um den Einfluss dieser beiden Spektralbereiche auf die Pflanzenentwicklung besser verstehen zu können, muss man zunächst die Bedeutung des als Phytochrom bekannten Pigments verstehen, das für die durch R- und FR-Licht vermittelten Reaktionen verantwortlich ist.

Phytochrom ist ein Pigmentprotein, das in zwei ineinander überführbaren Formen existiert - einer rotlichtabsorbierenden Form (Pr) und einer fernrotabsorbierenden Form (Pfr). Phytochrom wandelt sich bei der Absorption des entsprechenden Lichts von einer Form in die andere um, bis ein Gleichgewicht hergestellt ist, wobei die relative Menge jeder Phytochromform vom Verhältnis von R- zu FR-Licht im Lichtspektrum abhängt. Mit anderen Worten: Wenn Pr R-Licht absorbiert, wird es in Pfr umgewandelt, und wenn Pfr FR-Licht absorbiert, wird es in Pr umgewandelt. Die Spektren beider Formen überschneiden sich in gewissem Maße, und das Phytochrom absorbiert auch etwas blaues Licht, doch wird dies in diesem Leitfaden nicht behandelt.

Das Übergewicht der einen oder anderen Form (das vom R/FR-Spektralverhältnis abhängt) kann eine Reihe von Entwicklungsprozessen stimulieren oder hemmen, wie z. B. die Keimung von Samen, das Entrollen von Blättern, die Chlorophyllbildung und die Streckung von Stängeln. Darüber hinaus ist Phytochrom der Kontrollfaktor für die Förderung (oder Unterdrückung) der Blüte bei photoperiodischen Pflanzenarten.

Quelle: How Light Impacts Plant Development: Photomorphogenesis - Part 2 - Growers Network

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hi Leute

Werd den Text da oben mal bewerten damit ihr noch eine 2te Meinung habt,aus mein Kopf geschrieben und nicht eine Verlinkung zittiert,und meine ganze Erfahrung dazu.
Ist immerhin mein Lieblingsthema wo ich unmöglich schweigen kann hier.

Dick 90% von dem Text da oben kann man nur unterstreichen.Wenn nicht sogar 95%.

Das Zusammenspiel von Pr und Pfr ist nun mittlerweile mehr wie 20 Jahre gut beschrieben und formten die Basis für mein V3 Set.wo beide beteiligten Wellenlängen sprich 660nm und 730nm vorhanden sind.
Steht auch nicht direkt zu Debatte.

Das Zusammenspiel insbesondere von blauen Licht mit beiden ist noch sehr apart und eher unbekanntes Wissen wo man sicher noch dazulernen kann,da hier Studien dazu existieren,aber eher sehr begrenzt sind.

Die beschriebenen Auswirkungen treffen in der Tat so in der Praxis zu und sind umfangreich beschrieben wobei noch nicht vollständig,die Wurzelbildung bei Klonen z.b. kann es sehr positiv beeinflusssen und noch vieles mehr .Besitzt bei zuviel des Guten auch negative Effekte und auch das wurde genannt,sprich hemmend.

Richtigerweise wurde das Verhältnis angesprochen von Fr-R was superviel Auswirkung hatt,eines der gefühligsten Elemente des Spektrums selber.1-4 b.z.w 25% im max. und alles was höher ist merkt man spürbar,und nur bei commerziellen Blumenzüchter beliebt die sowas positiv umsetzen,beim Cannabis allerdings man Probleme bekommt ohne Ende übertreibt man es.

So jetzt hör ich erstmal auf mit schreiben da alles da oben nicht Jakobs eigene Worte sind,ich also gegen einen fremden Autor am babbeln bin.


Im Prinzip ist der Beitrag sehr gut und so lang Leute das lesen,keine falschen Informationen vorhanden,ist es immer sehr lehrreich und eine Bereicherung.


Mein pers. Fazit:

Das alles aber ändert nichts daran das wir es bei der oben beschrieben Lampe und ein drittklassig unterentwickeltes Spektrum handelt was weit weg ist um echte Topquallität zu produzieren.

Ein Fleischer sollte niemals sein eigenes Fleisch keuren.

Von daher war es mir vor kurzer Zeit eine Freude Besuch zu emfangen die beide Weeds von unterschiedlichen Spektren verkosten konnten und die Meinung war ja wohl eindeutig.
Hier und da sieht man es vielleicht bei den einen oder anderen Bild von mir das die Beharzung teilweise abnormal ist,und dann benutze ich noch nichtmal UVB oder sonstiges.
Das kann ich ja mal in Zukunft noch ändern.

Schreib das nicht aus Arroganz,schreib das um Euch allen die Augen zu öffnen,nicht blind alles glauben.sich nicht von Werten wie 3-4-5-6 mol oder 1200ppfd oder sonstigen verrückt machen lassen.
Mein rot hatt weniger wie 100lumen/watt…mein Hauptlicht irgendwo bei 160-165 Lumen /watt und die Qualli Eurer LM301H plus allen extra u.s.w. kommt nicht im geringsten an die Qualli ran der COBs von mir.
Hört auf mit träumen da draussen.

In meinen V3 Raum ist fast unmöglich solche Qualli zu produzieren,da muss ich schon 100% aufdrehen und direkt 5cm an die Buds ran.dann vielleicht ja,ein wenig von oben so ca. Aber ab 30-40cm fehlt es schon wieder an Prozenten.Wetten.

Versteht bitte,ich fahre beide Schinen,teste beide Wege,weiss wovon ich rede,was ich bisher bei Jakob stark bezweifle aber er oder sie kann uns ja noch davon überzeugen in Zukunft.

Vielleicht auch mal mit eigenen Sätzen und Worten.

liebe grüsse

P.S.: Bin noch was positives vergessen was jakob schrieb:

Er oder Sie sprach die alten HPS Lampen an.Und deren Rot b.z.w. IR.
Für viele sicher was völlig uninterssantes vielleicht,allerallerneuste Studien aber sagen exakt das Gegenteil.
Dieser Bereich der alten Natriumlampen war sehr markant und hatte bei denen viel Einfluss am Ende auch auf die Qualität.
Es war eben nicht nur die 585er Wellenlänge und das wenige rot wen sie noch jung und frisch waren die Lampen,sozusagen neu.ihr Blauanteil war auch sehr sehr gering,denk mal noch geringer als das oben beschrebene Spektrum.

Was aber um so interessanter ist ,war deren Verschiebung ab einer gewissen Anzahl Betriebsstunden,ess zog das gesammte Spektrum Richtung rot und verstärke den Effekt teilweise.
Sehr interessant wenn man diese dann wieder mit neuen Lampen zusammen hing und dabei beide Spektren sich überlagerten,diesen Zuwachs entdeckte man schon in den 90igern aber konnte es sich nicht gleich erklären.

Aber nett das Jakob das ansprach.

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Danke für deinen Beitrag!

Das ist wissenschaftlich! Und recht hast du, daß ich keine wissenschaftlichen Untersuchen bezüglich dieses Themas selbst geführt habe.
Mit Fördergelder und entsprechenden Lizensen würde ich gerne wieder arbeiten, aber Botanik ist nicht mein Fach und das Politische Ringen um Steuergelder ist nicht mein Lieblingssport.

drittklassig unterentwickeltes Spektrum … was weit weg ist um echte Topquallität zu produzieren

Ich bin nicht hier um den Babo zu verteidigen. :slight_smile: Aber die Vorteile, anteilig viel von den effizientesten Dioden (660nm) zu verwenden liegen an der Hand, bzw im Geldbeutel. Nachteile gibt’s sicher, aber was genau sind diese?

Was aber um so interessanter ist ,war deren Verschiebung ab einer gewissen Anzahl Betriebsstunden,ess zog das gesammte Spektrum Richtung rot und verstärke den Effekt teilweise.

Sehr interessant wenn man diese dann wieder mit neuen Lampen zusammen hing

Ich mache mich auf der Suche nach mehr Infos dazu! Danke!

Mein lieblingsthema

Die formten die Basis für mein V3 Set.

Ich bin jetzt wirklich über 2 Jahre deiner Posts durchgescrollt und fand leider nichts darüber. Könntest du uns verlinken, wenn du irgendwo schon mal deine LED-Entwicklung dokumentiert hast?

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Dummerweise hatte ich es versäumt in meinem Vorherigen Post auf deinen Post zu antworten, also wirst du wohl meine Frage nicht in deinen Nachrichten gezeigt bekommen haben.

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Ich hoffe es ist erlaubt, einige Neuigkeiten im bereich Spektrum und Beleuchtung hier anzuhängen.

Viele Hersteller und Cannabisanbauer haben heutzutage interesse daran, far-red (fern-rot?) Wellenlängen hinzuzufügen. Üblicherweise mit 730nm Dioden, die aber leider die gesamt Systemeffizienz deutlich runterziehen.

In den letzten Jahren gab’s Fortschritte im Far-Red bereich:

„Mit Cr3+ dotierte Leuchtstoffe mit tiefroter Lumineszenz sind vielversprechend als künstliche Lichtquellen für das Pflanzenwachstum. Unter ihnen zeichnet sich α-Al2O3:Cr3+ durch eine ultraintensive reine Null-Phononen-Linie (ZPL) mit vernachlässigbaren Seitenbändern aus. Dennoch sind weitere Verbesserungen der thermischen Stabilität der Lumineszenz erforderlich, um ihr Potenzial für praktische Anwendungen voll auszuschöpfen.“

Engineering deep-red Al20B4O36:Cr3+ phosphors for photomorphogenesis - ScienceDirect [Engl]

"Zwei neue Arten von kostengünstigen gemischten Leuchtstoffen, Al2O3:Cr3+/YAG:Ce3+ und Al2O3:Cr3+/(Ba,Sr)2SiO4:Eu2+, wurden entwickelt und mit einem Hochtemperatur-Festkörperverfahren synthetisiert. "

A new efficient deep-red-emission phosphor Al2O3:Cr3+/Y3Al5O12:Ce3+ for plant growth - Dalton Transactions (RSC Publishing)!
[Engl]
Wenn die restlichen Probleme behoben werden können, gibt es vielleicht in den nächsten paar Jahren eine deutlich effizientere fern-rot Diode.

Daher bin ich auch gerade etwas abgeneigt, F-R Dioden in meiner Nächsten Lampe zu nehmen, es sei denn sie sind seperat schaltbar.

[Nachtrag]
Hier steht, es gäbe 730nm mit 4.7umol/J (??)
https://academic.oup.com/hr/article/doi/10.1038/s41438-020-0283-7/6445391
Vielleicht ist die Effizienz in dem Bereich doch schon da.
Hui und da ist ihr empfohlener spectrum für max effizienz.


Gegenüber meine led-tech.de modulzusammenstellung

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Ich bitte darum^^.

Seh auch unterschiedliche spannende Entwicklung und finds gut das du dich intensiv mit befasst.
Und will dich echt ermutigen weiter zu machen.
Ich werde keine Sekunde aufhören^^

Die neusten lichtspektren lssen sich noch nicht mal mehr in Farbtemperaturen einteilen.
Kenn leider deren Ergebnisse noch nicht aber plane mir die neusten Mint zu besorgen.
Will von Klon bis Mutter und Blüte alles testen damit noch.

Sie widersprechen so extrem dein von cre da oben,aber auch komplett meiner direkten Vorstellung wie das nun echt wirklich sitzt und ergeben zur Blüte keinen Sinn um effizienter zu sein,sprich Ertrag…aaaaaaaaaber…was bei mir noch viel schwerer wiegt und auch echt meine persönliche Philosophie ist,
das es eine Lichtwellenzusammenstellung ist mit den besten Qualliergebnissen…aber auch da sehe ich ne Menge Erklärungsbedarf wenn ich das gegen mein COB vergleiche.

ich versteh eindeutig noch nicht alles,aber wir irren uns blind empor :slight_smile: lg

Die traditionelle Farbtemperaturskala, die Zahlen wie 2700K oder 3500K zuweist, basierte ursprünglich auf der Idee der Schwarzkörperstrahlung, die erstmals von Max Planck im Jahr 1900 vorgestellt wurde. Ein Schwarzkörper ist ein idealisiertes Objekt, das das gesamte auftreffende Licht absorbiert und ein bestimmtes Lichtspektrum aussendet, das nur von seiner Temperatur abhängt. Das bedeutet, dass man, wenn man die Temperatur eines Schwarzen Körpers kennt, sein gesamtes Spektrum vorhersagen kann.

Moderne LED-Lampen erzeugen ihr Licht jedoch nicht durch Schwarzkörperstrahlung. Stattdessen verwenden sie Halbleiter, um Licht in bestimmten Wellenlängen zu erzeugen. Daher folgt das von einer LED-Lampe ausgestrahlte Licht nicht denselben Regeln wie die Schwarzkörperstrahlung, und ihr Spektrum kann nicht vollständig durch eine einzige Temperaturzahl beschrieben werden.

Ist klar dass seit LED, die Farbtemperatur Zahlen nicht mehr annähernd ausreichen um den Spektrum zu beschreiben.

Der LED-Lampenhersteller cre.science geht vor allem mit der hohen Menge an Licht der Wellenlänge 660nm, die er im Verhältnis zum restlichen Spektrum liefert, einen eigenen Weg.

Da die 660nm-Dioden von osram die effizientesten verfügbaren LEDs sind (gewichtet nach der par-Effizienz, gemessen in umol/j), haben sie den kühnen Schritt gewagt, etwa das Doppelte der 4,5umol/j 660nm-Dioden von osram zu liefern, was die Gesamteffizienz der Photosynthese pro Watt gegenüber den „gleichmäßigeren“ Spektren anderer Hersteller verbessern sollte.

Ob diese Strategie zu niedrigeren Stromrechnungen pro Gramm Cannabis führt, hängt wahrscheinlich davon ab, wie viel Licht gegeben wird und ob das Clorophyllsystem bei der gegebenen Frequenz gesättigt wird.

In grünen Pflanzen werden die auf Chlorophyll basierenden Systeme zur Umwandlung von Licht in Zucker als Photosysteme bezeichnet. Es gibt zwei Hauptphotosysteme: Photosystem I (PSI) und Photosystem II (PSII).

Das Photosystem II wird hauptsächlich durch Licht im roten Bereich des Spektrums aktiviert, mit einer Spitzenabsorption bei etwa 660-680 Nanometern (nm). Aus diesem Grund wird bei der Beleuchtung des Pflanzenwachstums häufig rotes Licht verwendet, da es vom PSII effizienter absorbiert wird.

Das Photosystem I hingegen wird in erster Linie durch Licht aus dem blauen Bereich des Spektrums aktiviert, mit einer Spitzenabsorption bei etwa 430-450 nm.

Die Photonenflussdichte, bei der PSII in die Sättigung geht, ist je nach Pflanzenart und Wachstumsbedingungen unterschiedlich. Im Allgemeinen kann PSII jedoch bei relativ niedrigen Photonenflussdichten gesättigt werden.

Daher scheint mir der ‚blurple‘-lästiger Ansatz von cre.science ideal um bei niedriger Lichtintensität (und Stromkosten) das Maximum an Wachstum pro Watt rauszuholen. Bei hoher Intensität steigt man aber mit dieser hohen 660nm Spitze schneller in Bereichen wo das Photosystem anteilmäßig weniger Wachstum aus den zusätzlichen Photonen erzeugen kann (Sättigungseffekt).

Will man also großzügiger mit den Greta-Elektronen umgehen um. z.b. das meiste aus der gegebenen Fläche zu holen, sollte man eher zu ein gleichmäßiges Spektrum greifen, da hiermit mehrere photosynthetische Systeme gleichzeitig an ihr Max. Leistungspotenzial in der Pflanze hochgefahren werden.

Ich muss das evtl morgen nochmal revidieren, wenn meine Formulierungen wieder mal mißverständlich geworden sind.

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Würd ich alles so stehen lassen.
Cre setzt halt die Mint mit dazu und kombiniert beide und mit Sicherheit wirds irgendwann zuviel von 660nm.
Daher mein/unser Einwand.
Geschätzt 20% mehr grün machen sie für mich eigentlich ideal für langlebige Mutterpflanzen und bin da schon neugierig auf Dauer pur mit der Mint white,wobei ich auch gern sie kombinieren will mit meinen breiten Farred als Vergleich dann in der Blüte.

Da apart auf ner COB kann ich die ja grundsätzlich bei/dazudimmen .

Erträge sind für mich das eine und relativ,selbst sitzt man heutzutage bei 3,2-3.6 Gramm/Watt(Lampeneffizienz) aber sicher nicht mit schwachen PPFDs,sondern am Anschlag mit CO2 und pipapo.

Bei der Qualli aber schau ich ganz genau hinn und überzeug mich am liebsten selbst^^.

Von daher,frohes testen allen.

Ich kann nicht erkennen, wie aus Samsung Evo Mint White + Samsung Evo 3500k, ein Gipfel um 660nm entstehen sollte.
Hier Samsung Evo Mint:


Hier Samsung Evo 3500k:

Hier beide zusammen 1:1

Die primär Leuchtfarbe bei Mint ist um die 435 und bei normalen Samsung LM301 450nm. Die langgezogene kurven nach Rechts (in die längeren Wellenlängen hinein) entstehen aus der Phosphor Schicht, die eine Streuung der Wellenlängen verursacht. Warm weiss = mehr Phosophorschicht. Kalt weiss = weniger.

Da ist nichts in der Physik was in der Phosphorschicht eines Weissen LEDs, einen Gipfel um 660nm entstehen lässt. Der in vielen Lampen übliche 660nm Gipfel wird allein aus zugesetzten 660nm Dioden (nicht Weiße) erzeugt.

lG

die meint ich auch…

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Da gerade von Sättigung (‚Saturation‘) die rede ist, konnte ich eine Studie finden, die in Sonnenblumen bereits ab 200 umol/m2/s eine Rot-Sättigung aufweisen will.


https://academic.oup.com/pcp/article/50/4/684/1908367
Könnten deren Ergebnisse bei Cannabis bestätigt werden, hätten wir damit ein starkes Argument gegen den Ansatz, bei hoher Intensität, vorwiegend auf ~435-450 und 660nm zu setzen.

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Hier mal der Spektrum des Sanlight Q-Serie Gen 2:
sanlight-q-serie-gen-2-spektrum

Ein sehr Ähnliches bild wie bei der 450E, mit Ausnahme von der zugefügten 730nm Dioden. Eine Deutlich ausgeprägte Spitze hat der Sanlight bei 660nm, verglichen mit dem Durchsachnitt im 500-600nm Bereich, sogar noch mehr als bei cre.science!

Mittlerweile bin ich der Meinung dass ich erkennen kann, ob eine Jungpflanze in der Vegi (bei so 10-18 Tagen) mit oder ohne 730nm gewachsen ist: Die blätter scheinen mir größer, breiter, und etwas heller auszufallen.

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@Genpool Hallo soll das heißen das 2 von denen Schiller SOL 125 kaufen | Schiller Germany

Mehr bringen als mei Greenception die dann auch noch teurer war?

Und wenn ich die dann noch mit ner FR Leiste ergänze eventuell sogar besser da stehe als jetzt?

Edit: grade gesehen die ist ja für 0,5qm gedacht. Dann würde ja eine in meinem 60x60 reichen. Hätte fann nur angst das es zu wenig Leistung ist. Die Greenception hat 160W

Wäre toll wen du kurz was da zu sagen könntest.
Und sorry das ich hier so rein grätsche aber bin da grade etwas neugierig geworden im Bezug auf die LED und COB geschichte

Grüße :grin::call_me_hand:

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ohne Anwalt sag ich kein Wort mehr…:smiling_face_with_tear:

Meine COB sind so zusammengestellt das der gesamte Kelvinwert bei ca. 3500 liegt,wobei mit einer hohen Piek im 450er und eine um 35-40nm ins rote versetzte Piek die spät abfällt.
Der Emerson Effekt wird dabei stark stimuliert und trotz geringer Lichtstromwerte in Lumen teilweise nicht auszudrücken richtig das rot, merkt man deutlich den Unterschied hintenraus wie sie reagieren.
Mit den Cobs kann ich sie viel mehr rannehmen und bei kurzen Abstand relativ hohe Werte fahren was sich immer wieder in der Qualli widerspiegelt es sei denn man macht grundsätzliche Fehler.

Soviel dazu,zu deiner Lampe sag ich mal nix und dem Vergleich.

Leben geht aber weiter und auch das testen neuer spektralen Zusammenstellungen.

Bis Dezember bekomme ich neue Module wo diese Mint White verbaut wurde zum antesten und vor Mitte des folgenden Jahres bin ich nicht schlauer.
Als erstes wird der vegitive Teil gründlich geschaut was geht und später gäbe es mehrere Möglichkeiten das zu kombinieren und vergleichen sowie einmal nackig ohne extra zu schaun wie die Buds reagieren in der Blüte.

Lg

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Bin über einen interessanten Bericht / YT Video von MIGRO (ist ein Lampenhersteller) zum Thema Far Red gestolpert, mit einer wissenschaftlichen Studie hinterlegt:

TL;DR: Far Red lohnt sich nicht wirklich. Minimal bessere Quantität aber dafür Abstriche bei der Qualität.

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Studie überführt sich zum Schluss selber,hab sie gelesen.

Am Ende sagt sie nur was úber das R:FR aus und kein Bezug zur Sorte und dem jeweiligen Rezept.
Führt aber als erstes in sein Verweis den richtigen Link der im Prinzip das ganze schon von selbst hinterfragt was bereits in einer anderen Studie glasklar aufgezeigt wurde.
Lässt auch noch viel Luft nach oben was das BGR angeht denn das bleibt ja mit der solray385 immer gleich.

Die Aussage:

ist daher genauso richtig wie falsch das kommt immer auf die Betrachtunsgweise der jeweiligen Behandlung drauf an mit seinen vielen Parametern.

Der Widerspruch in sich selber ist es ja das bei jeden Test Farred dabei war und nur verschiedene Dosen miteinander verglichen wurden,daher entzieht es mir die Logik eine generelle Aussage zu treffen das es sich nicht (lohnen) würde?? was immer sie im Schilde führen…

Sie könnten behaupten es lohnt sich bei der Sorte X,Y,und Z nicht,oder bei diesen jenen oder dergleichen Rezept,das würde Sinn ergeben aber davon ist in der gesammten Studie kein Wort zu lesen da ja von Anfang an alles gleich behandelt wurde,wo der Fehler ja im Prinzip schon drinne steckt,was aber im Verweis direkt angesprochen wird und das widerum find ich super.

Sorten:
„Blue Dream“ (BD), „Ghost Train Haze“ (GT), „Black Triangle“ (BT), „Incredible Milk“ (IM), „Chem de la Chem“ (CC), „Legendary Larry“ (LL), „Gorilla Glue“ (GG), „OG Kush“ (OG), „Garlic Jelly“ (GJ), „Powdered Donuts“ (PD).

Auszug:

Wir fanden vier Sorten (BD, BT, IM und GJ), die am schnellsten zu blühen begannen, wenn sie bei Photoperioden zwischen 12,4 und 12,7 Stunden angebaut wurden. Außerdem fanden wir vier Sorten (GT, LL, GG und OG), bei denen die Blüte bis zu 14 Stunden lang keine Verzögerung aufwies. Darüber hinaus zeigten zwei Sorten (CC und PD) lineare Anstiege der EDTF mit zunehmender Photoperiode, aber die Verzögerungen betrugen bei 13 Stunden gegenüber 12 Stunden nur 1,3 bzw. 2,3 Tage. Darüber hinaus begannen drei Sorten (BD, GT und GG) bei allen Photoperioden zu blühen, wobei nur eine dieser Sorten (BD) bei Photoperioden von mehr als 13 Stunden eine verzögerte Blüte aufwies. Ähnlich verhielten sich Moher et al. (2021) [ 8 ] berichteten über minimale Verzögerungen des Blütebeginns bei Explantaten (d. h. kleinen Pflanzen, die in Gewebekultur gezüchtet wurden) einer Cannabissorte als Arzneimittel, die unter 13,2 h gegenüber 12 h angebaut wurde, aber über erhebliche Verzögerungen (oder keine Blüte) bei Photoperioden ≥13,6 h. Wie sich die Blütereaktionen von Cannabis in Gewebekulturen auf größere Pflanzen in der kommerziellen Produktion auswirken, ist jedoch noch nicht geklärt. Peterswald et al. (2023) [ 9 ] berichteten bei allen drei getesteten Cannabissorten unter 14 h gegenüber 12 h ebenfalls von wenig bis keiner Verzögerung des Blütebeginns. Darüber hinaus berichteten Zhang et al. (2021) [ 1 ] bei 15 ätherischen Ölsorten von Hanf keine Verzögerungen des Blütebeginns nach 12,5 Stunden im Vergleich zu 12 h (wobei mindestens drei Sorten bis zu 13,5 h keine Verzögerung aufwiesen). Bei der Durchschnittsbildung der EDTF über alle Sorten wurden jedoch Verzögerungen von 1 bis 2 Tagen zwischen 13 und 13,75 Stunden und von etwa 10 Tagen nach 14 Stunden festgestellt. Zhang et al. (2021) [ 1 ] berichteten auch über eine erhebliche sortenabhängige Variabilität der EDTF, die zwischen etwa 14 und 26 Tagen lag, wobei bereits 0,25-stündige Unterschiede in der Photoperiode die EDTF bei einigen Sorten erheblich beeinflussten. Viele andere Studien zu Hanf haben ebenfalls unbedeutende oder nur geringfügige Verzögerungen des Blütebeginns bei Photoperioden von bis zu 14 Stunden gezeigt (Hall et al., 2014; Amaducci et al., 2008; Borthwick und Scully, 1954; Lisson et al., 2000; Stack et al., 2021) [ 4 , 20 , 21 , 22 , 23 ]. Diese Ergebnisse legen zwar nahe, dass Photoperioden von mehr als 12 Stunden bei Indoor-Cannabis Reaktionen auf den Beginn der Blüte hervorrufen können, verdeutlichen jedoch insgesamt auch die Sortenspezifität der Photoperiodenreaktionen von Cannabis.

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Wie viel Far-Red haben denn überhaupt die aktuellen handelsüblichen Grow Lampen?

Das sind diese roten LEDs, die so gut wie nicht sichtbar leuchten - von denen immer wieder Käufer der Lampen meinen, die LED sei kaputt… :grin:

Ich kenne das so, dass von > 300 LEDs vielleicht eine oder zwei solche dabei sind.

Also macht euch jetzt bitte keine Sorgen, dass eure Lampe nichts taugt, nur weil sie auch Far-Red hat.
Von 25% Far-Red Anteil wird die meilenweit entfernt sein.

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