White Widow: Zwei Phänotypen im Vergleich – Unterschiede im Wuchs, Farbe & Reife
Hallo zusammen,
ich möchte mit euch meine Beobachtungen zu zwei White Widow Pflanzen (GanjaFarmer) teilen, die sich trotz identischer Bedingungen deutlich unterschiedlich entwickeln. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder kann etwas zur Genetik sagen.
Setup (Kurzfassung):
– Licht: Phlizon FD6000 bei 525 Watt
– Abstand: 45–48 cm zur Krone
– PPFD aktuell: ca. 800–950 µmol/m²/s
– Klima: 26,2 °C, 60,4 % RLF bei Licht an
– Ventilation: 3 Clip-Ventis auf Bodenhöhe in Ecken A, B, C (diagonal zur Zeltmitte), 1 oszillierender Ventilator auf höchster Stufe über der Krone in Ecke D
– BT heute: 24
– Medium: Erde, Hesi/Canna-Düngung mit vollem Nährstoffprofil
– Ziel: Maximaler THC- und Terpengehalt
Beobachtungen:
Beide Pflanzen stammen aus dem gleichen Seedpack, stehen seit dem Keimling nebeneinander und wurden identisch behandelt. Trotzdem zeigen sich signifikante Unterschiede:
White Widow A (links)
– Dunkelgrüne, kräftige Blätter
– Kompakter Wuchs, eher „indica-lastig“
– Deutlich mehr Trichombildung – die Buds glitzern bereits ordentlich
– Generell gesünderer, vitalerer Eindruck
White Widow B (rechts)
– Hellere, teils gelbliche Blattfarbe (gestern noch stärker, heute etwas verbessert)
– Grazilerer, leicht gestreckter Wuchs
– Sehr spärliche Trichomentwicklung (Stand BT24)
– Wirkt insgesamt „sativa-dominanter“
– Sorge: mögliche Verzögerung der Reifung oder genetische Instabilität
Mögliche Ursachen / Einschätzung:
→ Phänotypen-Streuung: Die Unterschiede deuten stark auf zwei verschiedene Phänotypen hin. White Widow ist bekannt für ihren Hybrid-Charakter (Indica/Sativa-Mix), was sich je nach Samencharge deutlich äußern kann.
→ Nährstoffaufnahme: Die hellere Pflanze hatte kurzfristig eine verminderte Chlorophyllbildung, was auf Mg-Mangel oder temporäre Nährstoffblockade hindeuten könnte – scheint sich aber zu stabilisieren.
→ Stressreaktion oder Zwitter-Gefahr? Aktuell kein Hinweis auf Zwitterung, aber die verzögerte Trichombildung der helleren Pflanze wird weiter kritisch beobachtet.
→ Blühverzögerung möglich: Manche Phänotypen starten langsamer, holen dann aber auf. Sollte sich in BT28–30 nicht deutlich mehr Harz zeigen, wird ein gezielter Flush und Beobachtung notwendig.
Fazit:
Trotz identischer Bedingungen zeigen sich zwei klar unterschiedliche Phänotypen – einmal eher indica-dominant mit früher Reifung und hoher Harzentwicklung, einmal sativa-lastig mit langsamem Start. In solchen Fällen lohnt es sich, beide Pflanzen individuell zu führen und bei späterem Cut ggf. separat zu ernten.
Bin gespannt, ob jemand Ähnliches mit White Widow erlebt hat – insbesondere von GanjaFarmer.