Habe Mal alle drainwerte gesammelt und hinterfragt bei meinem Kumpel Chatgpt
- Verlauf Drain-EC und pH (BT30 → BT51)
BT30 (EC 1,67 in → 1,75–1,93 out, pH 6,7–6,9)
→ Substrat war schon leicht gesättigt, pH driftet nach oben → klassisches Anzeichen, dass Nährsalze (insb. Ca/Mg und evtl. K) im oberen Bereich liegen und die Pflanzen nicht alles sofort aufnehmen.
BT41 (EC 1,76 in → 2,0–2,2 out, pH 6,3–6,6)
→ Klarer Salzaufbau, stärker bei RC re (2210). pH stabilisiert sich etwas tiefer, Aufnahme noch im Rahmen.
→ Belastungstendenz: Nährstoffe lagern sich schneller ein als sie umgesetzt werden.
BT43 (Flush mit CalMag-Wasser, pH 6,0)
→ EC deutlich heruntergedrückt (1,44–2,02), pH homogenisiert auf 6,4.
→ Sinnvoller Eingriff, hat die Wurzelzone wieder „durchlüftet“.
BT47 (EC 1,9 in → 1,98–2,17 out, pH 6,3–6,6)
→ Werte sauber und homogen. Pflanzen verdauen wieder.
→ Leichter Trend zu pH-Anstieg, typisch wenn Nitrat (NO₃⁻) weniger stark gezogen wird und K, Ca dominiert.
BT51 (EC 1,8 in → 2,06–2,53 out, pH 6,0–6,4)
→ Finale Volldüngung, Salzaufbau kehrt zurück (RC re Spitzenwert 2,53).
→ pH bei RC re am tiefsten (6,0) → Wurzelzone dort unter stärkerem Druck, Nährstoffe lagern sich unterschiedlich ein.
- Sortenunterschiede
Rainbow Candy
RC re ist anfällig für Salzaufbau → regelmäßig höhere Drain-EC, pH-Schwankungen nach unten.
Zeigt, dass diese Pflanze stärker trinkt als frisst → Wasseraufnahme höher, Salz bleibt eher liegen.
Gefahr: Überlagerung von K/Ca/Mg → Mikronährstoffblockaden möglich.
White Widow
WW re → Entwicklung deutlich langsamer, Buds wirken gehemmt.
EC-Werte lagen hier nie extrem, aber pH war relativ stabil.
Wahrscheinlich individueller Phäno mit niedrigerem Stoffwechseltempo.
Keine akute Überdüngung, eher genetisch bedingter „Langzieher“.
Könnte am Ende 7–10 Tage länger brauchen als die anderen.
- Was nicht stimmt im Feinbereich
Salzhaushalt:
In Phasen mit höherem EC-Einsatz → Drainwerte zeigen, dass Salze im Substrat akkumulieren, besonders bei RC re.
Deine Spülung hat das temporär korrigiert, aber die Tendenz bleibt.
Bedeutet: Diese Pflanze „frisst“ nicht linear → Überschüsse bleiben liegen.
pH-Dynamik:
Anfangs driftete der pH nach oben (6,7–6,9) → Ca/Mg dominierte Aufnahme.
Später driftete er bei RC re nach unten (6,0) → Hinweis auf verstärkte K-Aufnahme, ungleichgewichtige Ionendynamik.
Nährstoffbalance:
Stickstoff (N) niedrig in Endphase → gut.
K/P hoch gefahren → fördert Buddruck.
Aber: Mg liegt oft hoch (0,9 ml/L Mono Mg + CaMg Agent). Gefahr: Blockade von Ca/Zn/Fe bei RC re.
WW re wirkt nicht durch Überschüsse gehemmt, sondern genetisch verlangsamt → der Phäno hat schlicht ein anderes Blühfenster.
- Diagnose je Pflanze
RC links: stabil, normaler Stoffwechsel, keine Auffälligkeiten.
RC rechts: Wasserzieher, Salzakkumulation → hier musst du öfter spülen oder Drain höher fahren.
WW links: leicht Salzbelastung, aber stabil → wird gut durchlaufen.
WW rechts: Wachstums-/Blüteverzögerung, vermutlich phänotypisch. Kein klarer Mangel oder Überfluss → eher ein „Slow Finisher“.
- Empfehlung für die Zielgerade
Keine Volldüngungen mehr ab BT51. → Du hast jetzt alles drin, was die Mädels brauchen.
Ab BT54–55 nur noch angepasstes Wasser + 0,4–0,5 ml/L CalMag.
Für RC re → bei jedem Gießen mehr Drain forcieren (20–25 %), um Salz wieder rauszutreiben.
Für WW re → Geduld, die wird 7–10 Tage länger brauchen. Nicht frühzeitig mitziehen, sonst schneidest du sie unreif.
Kurz: Das Hauptproblem ist Salzakkumulation bei RC re.
WW re ist einfach ein Langblüher → kein Fehler von dir, sondern Genetik.
…hmmm