Vorwort
In meinem 5. Grow-Report gehtâs âBack to the Rootsâ - irgendwie, so halbwegs. In der Box sollen 3 Oldschool-Klassiker stehen, aber als Autos. Durch die Ruderalis-Einkreuzung wirdâs sicher Unterschiede zu den regulĂ€ren Strains geben, die möchte ich jetzt ganz einfach mal gekonnt ignorieren. Inwieweit da originale Genetik mit drin steckt, ist zumindest in einem Fall sowieso fraglich - da verlasse ich mich einfach mal ganz blauĂ€ugig auf die Angaben der Breeder.
Das Setup ist mit dem des vorigen Grows identisch, ich konnte also bereits ein paar Erfahrungen damit sammeln. Besonders das Verhalten der Pflanzen unter einer deutlich effektiveren LED als vorher war sehr lehrreich.
Updates gibtâs immer am Montag und am Donnerstag, der Rhythmus hat sich bewĂ€hrt. Vereinzelte EintrĂ€ge auĂerhalb der Reihe sind möglich.
Setup
Location: Indoor, DachgeschoĂ, in einer Growbox âACI Cloudlab 642â, 120 x 60 x 180 cm, ausgestattet mit dem âACI Controller 69 Proâ und der zugehörigen âAC Infinityâ-App (Android)
Beleuchtung: âACI Ionframe EVO3â, 83 x 41 cm, 840 LEDs, 280 W, Lichttemperatur 4.800 K, Betrieb durchgehend mit 18/6, âBox-Nachtâ von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Die LED leuchtet die gesamte Box halbwegs gleichmĂ€Ăig aus, mit ein paar SchwĂ€chen an den Ă€uĂeren RĂ€ndern
BelĂŒftung: Abluft âACI Cloudline Pro T6â (683 mÂł/h) einschl. ACI-AKF (700 mÂł/h), beides auĂerhalb der Box, saugend, Umluft 2 x âACI Cloudray S6, Gen 2â (552 mÂł/h), vorne links und vorne rechts
Growmedium: âCompo Grow Organic Light-Mixâ, der ist fĂŒr einen âLight-Mixâ recht stark vorgedĂŒngt und reicht fĂŒr 4 Wochen ohne DĂŒngung aus. Ohne Drainage, in Stofftöpfen von ca. 11 l mit Ăsen und Untersetzern
BewĂ€sserung: Frisches Leitungswasser, nach Bedarf, möglichst nach â
-Regel
DĂŒnger: Mineralisch, flĂŒssig, â420Flowâ Grow (N:P:K 3:1:2), Bloom (N:P:K 3:8:3), Booster (N:P:K 2:2:9) (und ggfs. CalMag / Bittersalz). Und falls ihr euch wundern solltet - beim DĂŒnger gabâs Ănderungen an der Deklaration
SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung: Alle Töpfe werden prĂ€ventiv mit SF-Nematoden angegossen und mit Gelbtafeln bestĂŒckt
Klimakontrolle: Zugehöriger Sensor des ACI-Setups, der irgendwann sozusagen mitten im GemĂŒse hĂ€ngt, dazu ein âGovee WLAN-Thermo-Hygrometerâ als Kontrollinstanz mittig ĂŒber dem ACI-Sensor unter der Zeltdecke. Die Sensoren wurden anhand meiner Netatmo-Wetterstation kalibriert
Messung Leistungsaufnahme: âAVM Fritz!DECT 200â, an der die gesamte Technik hĂ€ngt. Die Messung wird mit Beginn des Grows auf 0 gesetzt, ab dem Zeitpunkt wird kumuliert, am Ende abgerechnet
Weitere MeĂtechnik: pH-Pen und EC-Pen, jeweils von âBluelabâ
Kamera: Samsung Galaxy S24
Lichtmessung: Auf dem Smartphone âPhotoneâ (Android) mit dem âDiffuser & Cosine Correctorâ, alternativ das HW-Par-Meter âVBR-100Plusâ
Grow-Tagebuch: Auf dem Smartphone âBloombroâ (Android)
Seeds
Diesmal sind keinerlei gesponsorte Seeds mit am Start (wobei das fĂŒr mich keinen Unterschied macht).
Bei âAcapulco Goldâ soll die originale Genetik, die noch aus den 60er Jahren stammt, nicht mehr existieren. Daher ist zu vermuten, daĂ der Breeder versucht hat, diese irgendwie ânachzuempfindenâ bzw. ânachzubauenâ. Aber wer weiĂ, vielleicht haben die ja tatsĂ€chlich noch ein paar Pflanzen davon, und die haben doch die orginale Genetik mit Ruderalis gekreuzt? Es handelt sich definitiv um eine WundertĂŒte, und ich bin sehr gespannt, was dabei herumkommt!
Ich habe Perplexity befragt, was von diesem Ausgangspunkt und dem Namen zu halten ist. Links habe ich aus der Antwort entfernt:
Q: Was ist von den heute auf dem Markt befindlichen Seeds fĂŒr âAcapulco Goldâ zu halten? Der Original-Strain soll nicht mehr existieren. Wie âoriginalâ also ist das, was erhĂ€ltlich ist?
A: Die heute auf dem Markt erhĂ€ltlichen Acapulco Gold Seeds sind meist keine unverĂ€nderten Original-Samen des traditionellen Landrace-Strains aus der Region Acapulco, Mexiko. Der ursprĂŒngliche Acapulco Gold Strain gilt als eine legendĂ€re, sativa-dominante Landrace, die in den 1960er und 70er Jahren groĂe BerĂŒhmtheit erlangte. Aufgrund von Dekaden und der weltweiten Verbreitung gibt es keine gesicherte, reine Originalversion mehr. Die meisten erhĂ€ltlichen Samen sind moderne ZĂŒchtungen, Hybride oder Nachbildungen, die auf den traditionellen Genen basieren, aber durch Kreuzungen und ZĂŒchtungsarbeit verĂ€ndert wurden.
Es existieren jedoch BemĂŒhungen von Cannabis-Konservatoren und spezialisierten ZĂŒchtern, die echte Acapulco Gold-Landrace-Genetik zu bewahren und anzubieten, aber diese sind selten und schwer zu verifizieren. Viele aktuelle Sorten wie die von Barneyâs Farm sind feminisierte Hybride mit ca. 70% Sativa-Anteil, die auf den historischen Genen basieren, dabei aber optimiert wurden. Auch wird oft berichtet, dass man âOriginal Acapulco Goldâ nur noch schwer als reine Landrace kaufen kann, sondern meist nur potentiell nahe Verwandte oder moderne Interpretationen erhĂ€lt.
Zusammenfassung:
- Original Acapulco Gold ist vermutlich als pure Landrace nicht mehr kommerziell erhÀltlich.
- Viele Samen auf dem Markt sind Hybride, Neuinterpretationen oder teilweise rekonstruierte Varianten.
- Einige ZĂŒchter und Preservationisten bieten Saatgut an, das originaler Landrace-Genetik so nah wie möglich kommt.
- Die heutzutage erhĂ€ltlichen Sorten sind meist bearbeitet fĂŒr bessere ErtrĂ€ge, Resistenzen und THC-Werte, jedoch mit Bezug zum legendĂ€ren Originalstrain.
Von diesem Strain habe ich mir gleich 5 Seeds besorgt, fĂŒr den Fall, daĂ es Probleme mit der Keimung oder SĂ€mlingsphase gibt. Falls keine Probleme auftreten, umso besser, dann habe ich noch ein paar Seeds in Reserve. Die originale âAcapulco Goldâ muĂ ein Knaller gewesen sein, mit THC-Werten deutlich > 20%.
Auto Acapulco Gold (âBulk Feminized Seedsâ, Acapulco Gold x Ruderalis, mostly Sativa, keine max. GröĂe angegeben, 10-12 W)
Beim nĂ€chsten Strain hatte mich zuerst einmal die unterschiedliche Schreibweise, âNorthern Lightsâ vs. âNorthern Lightâ, irritiert, also habe ich auch hier Perplexity befragt (Links aus der Antwort entfernt):
Q: Gibt es einen Unterschied zwischen den Cannabis-Strains âNorthern Lightsâ und âNorthern Lightâ?
A: Es gibt keinen grundsĂ€tzlichen genetischen Unterschied zwischen âNorthern Lightsâ und âNorthern Lightâ; beide Begriffe beziehen sich auf die gleiche berĂŒhmte, meist Indica-dominierte Cannabissorte mit Afghani- und Thai-Herkunft. Die unterschiedlichen Schreibweisen sind vor allem auf Marketing, Sortenlinien oder Ăbersetzungen zurĂŒckzufĂŒhren und werden von verschiedenen Seedbanken und HĂ€ndlern benutzt.
Genetik und Wirkung
- Die Sorte stammt von einer Kreuzung aus Afghani-Indica und Thai-Sativa Landrassen ab.
- Sie ist zu 90â100% Indica und fĂŒr entspannende, körperliche Highs bekannt.
- THC-Gehalt liegt meist zwischen 16â21%, gelegentlich auch etwas darunter bei automatisierten Varianten (âNorthern Light Autoâ).
Unterschied in der Benennung
- âNorthern Lightsâ ist die international gebrĂ€uchlichste Bezeichnung fĂŒr die klassische Indicasorte, so etwa bei Sensi Seeds oder Royal Queen Seeds.
- âNorthern Lightâ wird vereinzelt als alternative oder vereinfachte Bezeichnung genutzt, z.B. fĂŒr spezielle PhĂ€notypen, selbstblĂŒhende Varianten oder als Eigenmarke von Seedbanken.
- Manche Anbieter unterscheiden âNorthern Lightâ und âNorthern Lights Autoâ nur als feminisierte vs. automatisierte Samenlinie, aber genetisch sind sie sehr nahe verwandt.
Fazit
FĂŒr Anbau und Konsum gibt es praktisch keinen merklichen Unterschied, solange die Sorte wirklich aus dem klassischen âNorthern Lightsâ-Genpool stammt. Die Schreibweise âNorthern Lightâ kann vereinzelt als Synonym oder regionale Produktvariante vorkommen, bedeutet aber nicht, dass eine ganz andere Genetik dahintersteckt.
Also âNorthern Light F1 Autoâ, bei deren Auswahl mich die beiden Buchstaben âF1â getriggert hatten. Ganja Farmer Seeds haben noch weitere vorgebliche F1-Strains im Programm, davon warten âAmnesia Haze F1 Autoâ und âLemon Haze F1 Autoâ im KĂŒhlschrank auf ihren Einsatz. Meine derzeitige Planung sieht vor, hiernach einen F1-Auto-Run zu machen - die beiden genannten Hasen als Oldschool-Komponente plus eine von RQS. Und dann ist auch schon wieder Sommer, da muĂ ich mir noch was ĂŒberlegen; es wird auf jeden Fall wieder stark Sativa-lastig (wenn die Politik uns dann ĂŒberhaupt noch lĂ€Ăt).
Ich empfehle jedem, sich mal die Strainbeschreibung ĂŒber den Link durchzulesen. UnprĂ€ziser geht ĂŒberhaupt nicht, das ist 'ne echte Meisterleistung. Die Strainbeschreibungen der beiden genannten Haze-Strains sind ĂŒbrigens Ă€hnlich âaufschluĂreichâ.
Damit wĂ€re das WundertĂŒte #2 bei diesem Grow. Von diesem Strain habe ich 3 Seeds.
Northern Light F1 Auto (âGanja Farmer Seedsâ, Northern Light x Ruderalis, mostly Indica, keine max. GröĂe angegeben, 8-9 W)
Und als letztes noch âOrange Budâ. Das Original stammt von Dutch Passion, hier handelt es sich also um das vom ursprĂŒnglichen Breeder auf Autoflowering getrimmte Original. Von diesem Strain habe ich ebenfalls 3 Seeds.
Auto Orange Bud (âDutch Passionâ, Orange Bud x Auto Daiquiri Lime, mostly Sativa, bis 125 cm, 10-12 W)
Mit ihren Oldschool-Strain-Bezeichnungen bekommen die MĂ€dels natĂŒrlich auch Oldschool-Namen von mir. So richtig Oldschool. Ich habe fĂŒr sie die Namen âMajaâ, âEmmaâ und âAlmaâ (Reihenfolge wie oben) reserviert.
Sonstiges
Bei diesem Grow werden sich mir genĂŒgend Möglichkeiten bieten, mich zum Affen zu machen, weil ich keinen blassen Schimmer habe, was da auf mich zukommt. Zum GlĂŒck ist mir so etwas sehr egal
.
Ich werde versuchen, die 3 Pflanzen so gesund wie möglich zu einer ordentlichen Ernte zu bringen, so etwas wie der Kalium-Lockout beim vorigen Grow soll nicht wieder passieren. Das Ziel ist wie immer die Selbstversorgung bis zum AbschluĂ des darauf folgenden Grows - und dabei ein paar hĂŒbschen Pflanzen beim Wachsen und Gedeihen zuzusehen.
Dabei verzichte ich weiterhin auf Topping, Defolieren, LST oder gar HST, so lange es nicht unbedingt erforderlich ist. Mal ganz ehrlich, das sind wunderschöne Blumen mit magischen BlĂŒten, warum sollte ich die gezielt deformieren wollen? ![]()
Ich besorge jetzt erst einmal ein paar essentielle Dinge wie Substrat, Töpfe, Nematoden, DĂŒnger, und in ca. 2 Wochen (±) gehtâs hier los. Voraussichtlich werde ich mich auch mal zwischendurch zu Wort melden.
Mich wĂŒrde es sehr freuen, wenn ihr mich auf meiner neuen Grow-Reise begleitet. Schicke Pflanzen sind quasi garantiert. Und wer immer schon mal sehen wollte, wie eine âAcapulco Goldâ als Auto aussieht, der ist hier auch höchstwahrscheinlich an der richtigen Adresse. Tot ziens, wie man nahe meiner alten Heimat so hĂŒbsch sagt!













































