Doc's Praxis: Arbeitsschritte im Jahreslauf

Ich möchte in einem thread mal allgemein meine Vorgehensweise beim Guerilla- Growing vorstellen! Dabei geht’s um folgende Aspekte:

  • chronologische Darstellung des Guerilla Anbaus von Frühjahr bis Herbst

  • wichtige Kriterien bei der Einschätzung der Lage

  • einzelne Beispiele der Arbeiten, mit Fotos

  • keine bestimmte Sorte, die durch die Saison begleitet wird (das mache ich vielleicht andernorts)

Vielleicht können sich Einsteiger hier Anregungen holen, statt mühsam das Rad neu zu erfinden, oder Fortgeschrittene Vergleiche anstellen und mir noch Tipps geben! :smiley:

Februar

Es ist ja noch nicht Saison! Aber das heißt nicht, dass es nichts zu tun gäbe. Das Wichtigste im Moment ist natürlich die Planung.

Ich habe mir schon im Spätsommer und Herbst verschiedene geeignet erscheinende spots angesehen und dort die späteren Standorte der Pflanzen, zumindest ungefähr, bestimmt.

Wenn wir in der Jahreszeit unterwegs sind, sehen wir den spot zur Erntezeit, und das ist sehr hilfreich. Manche Gehölze tragen schon weniger Laub als im Sommer, und die Sonne steht tiefer. Bietet die Stelle also noch genügend Tarnung und reicht der Lichteinfall aus? Welche Farben hat die Vegetation; würden die eigenen Pflanzen sich da unauffällig einfügen? Wenn z.B. vieles umher im späten September schon gelbe Blätter trägt, ist das ja eher ungünstig.

Die von mir gewählten Spots bieten aber entweder ausreichend Deckung oder passen farblich und von der Pflanzenhöhe und -struktur zu den Ladys.

Ich will an den gewählten Orten so viele Pflanzen anbauen, wie es geht, vor allem wegen der Vielfalt an strains. Die begrenzenden Faktoren sind natürlich die Gegebenheiten vor Ort, wie viele Pflanzen und spots ich sinnvollerweise noch betreuen kann, aber auch, was ich an Geerntetem auf einmal trocknen kann, oder wie viel ich überhaupt auf einmal ernten kann. Sechs reguläre Panama, wenn alles Weibchen werden sollten, nehmen auch zerteilt so viel Platz weg, dass ich praktisch schon mit dem Auto, am besten mit Anhänger, bis ran fahren müsste. Also mit einem normalen Rucksack oder egal wie mit dem Fahrrad würde es schwierig. Aber die Panama werden getoppt und daher weniger riesig. Ich postiere dann bei der Ernte wohl ein, zwei Grünabfallsäcke nahe der Straße und hole die umgehend mit dem Auto ab. :dash:

Auf jeden Fall muss ich mir rechtzeitig Gedanken machen, welche Pflanzen an welchem spot landen, und wie viele von welchem strain, wenn ich mehrere Samen habe. Die Wuchshöhe, der Lichteinfall und die Erntezeit spielen dabei eine wichtige Rolle! Vier strains, die alle Mitte Oktober reif sind, an vier verschiedenen Orten zu pflanzen, würde unnötigen Stress bedeuten. Allerdings schmeiße ich meine Aufteilungs- Lösungen aus verschiedenen Gründen regelmäßig über den Haufen, deswegen habe ich damit aufgehört, Pläne zu zeichnen, sondern auf einem großen Blatt Papier die spots als Flächen eingezeichnet, auf denen ich dann Pappkärtchen mit Sortennamen für jede einzelne Pflanze auslege. Das lässt sich beliebig ändern! Die aktuelle Lösung habe ich dann schnell im Kopf gespeichert. Das sieht etwa so aus:

Ich benenne die Plätze nach Merkmalen, die mir bei der ersten Begehung aufgefallen sind, und verdrehe die Bedeutung leicht, auf englisch. Daraus mache ich dann eine Abkürzung. So ist es unmöglich, Rückschlüsse zu ziehen, falls auf einer Grasverpackung noch der spot vermerkt ist, die bei mir oder einem Freund entdeckt wird. Beispiel: Abkürzung d.h. bedeutet „dump hole“, also so eine Art Müllgrube, weil die ganze Ecke tiefer liegt als der Weg, und mein Zugang am Rand eines dort abgekippten Schutt- und Erdehaufens verläuft. D.h./dump hole ist ja auch griffiger als so was wie „Lichtung im Gebüsch am Baggerseezaun“ oder „Flurstück 87 Nordost, Gemarkung Partenkirchen“! Die strains benenne ich im Umgang z.T. auch etwas salopper, z.B. Gringo Haze statt Greengo Bio Haze auto.

Jetzt ist Februar und der Frühling rückt näher. Aber noch fängt ja keiner an, irgendwelche Pflanzen draußen anzubauen! Mit dieser Gewissheit im Hinterkopf schöpft wohl keiner Verdacht was das betrifft, wenn wir uns im Gebiet unserer Wahl jetzt nochmal etwas genauer umsehen. Im Frühling dagegen, wenn es wärmer geworden ist und alle über das neue Gesetz sprechen, wird das schon anders aussehen- da sollte besser alles geklärt sein. Welche gedeckten Zugangsmöglichkeiten haben wir? Wie kann man relativ bequem, aber ohne einen eindeutigen Trampelpfad zu hinterlassen, zur Pflanzstelle gelangen? Wo sollten die Pflanzen konkret stehen und wie muss der Platz optimiert werden?

Einerseits soll der Platz ja nicht zu sehr auffallen, im Extrembeispiel als quadratische, 40qm große bis zur nackten Erde gerodete Fläche. Andererseits wollen wir Licht- und Nährstoffkonkurrenz nur bis zu einem niedrigen Level tolerieren. Bestimmte Pflanzen wachsen echt schnell und wuchern im Handumdrehen wieder alles zu. Typisch sind Brennesseln oder Brombeeren am Guerilla- spot; die brauchen eine harte Hand! :farmer: Wenn die also vorherrschen, kann man sich auf erhöhten Aufwand einstellen. Später alles auf einmal zu erledigen, also Aufwuchs roden, Erde aufbereiten, einpflanzen, düngen und gießen, für einen Schutz gegen Schnecken oder Kaninchen sorgen- das kann ziemlich zeitaufwändig werden, wenn wir z.B. von sechs Photos ausgehen. Am sichersten ist aber eine „hit-and-run- Taktik“, bei der wir die Zeit am spot kurz halten! Wer weiß, ob nicht 10, 15 Minuten nach unserer Ankunft der Jäger seine erhöhte Position bezieht? Deswegen lohnt es sich, das Ganze etwas aufzuteilen.

Tatsächlich habe ich letztes Wochenende an zwei spots Brombeerranken mit der Gartenschere gekappt und dafür die Abenddämmerung bei leicht regnerischem Wetter gewählt (daher leider keine Fotos- nächstes Mal!). Die Pflanzenteile lieber nicht einfach irgendwie wegschmeißen… Wenn sie nachher verwelkt oben auf einer grünen Pflanzendecke liegen, sieht das auffällig aus; dann ist klar, dass dort gearbeitet wurde. Besser ist, sie zusammen zu treten und unter einem Busch verschwinden zu lassen. Beim nächsten Mal muss ich die Strünke mit der Wurzel ausgraben (Hacke oder Klappspaten), sonst treiben mir mitten zwischen den Pflanzen Brombeeren aus! :cactus: Natürlich hatte ich Arbeitshandschuhe an, und belastbares Schuhwerk.

Ich habe auch den Zuweg durch Brombeeren mit der Schere verbessert; da fehlt jetzt noch, einen großen, verzweigten Ast in den „Weg“ zu legen, damit er nicht zu verlockend aussieht.

Heute habe ich mir einen anderen Spot angesehen und einen guten alternativen Zuweg entdeckt. Es ist gibt dort vielversprechende Wuchsbedingungen (Tarnung, Besonnung, Nährstoff- und Wassergehalt des Bodens) und es verirrt sich kaum einer in diese Ecke, aber auf dem Weg dorthin über Feld- und Waldwege kann man teils von weither gesehen werden. Ich werde dann wohl immer ein Fernglas mitnehmen, um wenigstens rechtzeitig die Hochsitze zu checken, wenn ich die Pflanzen besuche. :ninja: In den Bauernhöfen wird hoffentlich keiner auf Lauerposten sitzen; das Risiko nehme ich in kauf.

Meine Lieblings- Besuchsart sieht generell folgendermaßen aus: ich fahre mit dem Fahrrad wie jedermann durch die Landschaft, biege in den Waldweg ab, verstecke das Rad so 20- 50m vor meinem Zugang zum spot hinter Büschen, und betrete danach den Pfad so:

Das heißt, schon wenige Meter nach dem Verlassen des Weges, wobei Pflanzen besser überschritten als niedergetreten werden sollen und wir besser haarscharf an einem Baum vorbeigehen als einen Pfad bequem einen Meter entfernt davon auszutreten, knickt die Route ab! Sie verläuft dann parallel zum Weg (das sieht auch nach zigmal Drüberlaufen praktisch keiner vom Weg aus, wenn es hinter Vegetation ist) und schlägt erst hinter einer Deckung wieder die richtige Richtung ein. Somit wird jemand, der hinter Gebüsch eine Art Pfad erkennen sollte, nicht so leicht verleitet, sich dorthin durchzuschlagen. Außerdem ist am erneuten Knick (rote Kreuze) auch eine optimale Stelle, um eine Art Sperre zu schaffen. Das kann ein abgebrochener Ast sein, den wir für uns selber natürlich jedes Mal zur Seite legen, oder wir belassen zum Beispiel einen störenden großen Seitenzweig an einem Busch, unter dem wir dann jedes Mal durchschlüpfen müssen, oder lassen den Pfad über einen liegenden Baumstumpf verlaufen. Die Spur ist verwischt, weil Hindernisse signalisieren, dass es da doch nicht weitergeht. :male_detective:

29 „Gefällt mir“

Wow so viel hilfreich und nützliche Informationen in einem Post! :heart_eyes: schon mal danke dafür.
Ich muss das jetzt erstmal etwas ruhen lassen und bestimmt noch des Öfteren nachlesen!

Abo ist gezogen!:v:

7 „Gefällt mir“

Bin als Indoor-Gärtner schwer beeindruckt, was es da alles so zu bedenken gibt, bzw. wie Du das Ganze angehst. Ist offenbar schon ein komplexes Thema: Pflanzenfarbe(n) im Erntezeitfenster, „Verschleierung“ der Zuwegung usw., … das ist der Stoff, aus dem gute Agenten-Krimis gemacht sind! :ok_hand:t3: :male_detective:t3:

Da setz’ ich mich doch gerne dazu.
:couch_and_lamp:

6 „Gefällt mir“

Sehr cool, vielen Dank für deine ausführlichen Erläuterungen, ich pflanz zwar nicht guerillamässig, ist aber dennoch spannend zum lesen, hab deinen Thread auf beobachten gestellt. Zudem, was nicht ist kann noch werden Greetz Snugglez
Observe Rowan Atkinson GIF by Working Title

2 „Gefällt mir“

Und schon sagt mein Hirn ich muss auch raus :+1:
Bombe dein Tutorial
Dankeschön

2 „Gefällt mir“

Wo ich doch beim Thema gedeckter Zuweg war: einer meiner spots ist da besonders vorteilhaft gelegen! Ich komme vom Hauptweg, biege in einen Feldweg ein, fahre dort am Bereich mit dem spot vorbei, und biege später in ein Waldstück ab, wo anscheinend immer wieder jemand mit dem Trecker reinfährt, um Gartenabfälle und ähnliches abzukippen. Dort bin ich also außer Sicht, aber noch auf einer Art Fahrweg, habe Platz und kann das Fahrrad z.B. hinter einen solchen Haufen legen und zu Fuß weiter.
Auf dem Bild die hellgrünen Kreise symbolisieren Haselnusssträucher. Unter deren dichtem Laubdach wächst kaum etwas, man kann ohne einen Pfad auszutreten, ein ganzes Stück weiter. Dann kommen niedrige Brombeeren, aber ich kann einen umgekippten Baum als Brücke benutzen, so dass ich immer noch keinen Trampelpfad produziere. Von dort kann ich mir ruhig Trittlöcher in den Brombeeren zum vorgesehenen Pflanzbereich anlegen, weil das vom Weg aus keiner mehr wirklich einsehen kann. Die Vegetation am spot ist nicht allzu hoch, von unter ein Meter bis an die drei Meter reicht die Palette. Vor einigen Jahren wurden Bäume neu gepflanzt, die jetzt zwei, drei Meter hoch sind, aber in nicht besonders dichten Reihen stehen. Allzu hochgewachsener Hanf würde neugierigen Passanten hier vielleicht auffallen. Aber ich pflanze auch nur ein paar Selbstblüher, z.B. Mexican Airlines.


Heute war ich da und habe den spot von Brombeeren freigeschnitten (Leider wieder kein Foto, das war schon nach 18 Uhr, und ich wollte keinen Blitz). Dabei kam mir der Gedanke, dass ich auf das Thema Brombeeren doch noch mal etwas genauer eingehen sollte. Denn die sind ja bei mindestens jedem zweiten Guerilla spot ein Faktor!

9 „Gefällt mir“

Brombeeren

Brombeergebüsch!

Lange Fangarme, zähe, superspitze Stacheln und eine epidemiehafte Ausbreitung überall da, wo Platz ist. Das ist ein Terror der Natur gegen die Menschheit! Aber nicht für den ambitionierten Guerilla- Gärtner… :wink:

Brombeeren fordern uns heraus, weil man ihre Kolonien durchqueren muss, weil sie mit dem Wurzelstrunk 'raus müssen, wo wir was pflanzen wollen, und dort in der Nähe auch regelmäßig beschnitten werden müssen, bevor sie alles beschatten und ersticken. Aber dazu brauchen wir nicht viel mehr als feste Kleidung, die nicht leicht durch die Stacheln beschädigt werden kann, Lederhandschuhe, kräftige Schuhe oder Stiefel, zum Beispiel Sicherheitsschuhe, eine Rosenschere oder Klappsäge und eine Blumenkelle/Schäufelchen (für kleinere bis normale Brombeeren in lockerem Waldboden; bei großen Brombeeren eignet sich eine kompakte Hacke oder ein Klappspaten besser). So ausgestattet kommen wir schon irgendwie zum Ziel!

Aber es geht nicht nur darum, uns irgendwie gegen diese böse, aber sauleckere Pflanze zur Wehr zu setzen; wir wollen sie als guter Guerilla auch gegen den „Feind“ wenden! Denn in der Funktion hat sie sehr positive Eigenschaften: sie schreckt gut ab und sie tarnt. Haben wir z.B. im Herbst einen verlockenden Platz gefunden, und es gibt Brombeeren am einfachsten Weg dorthin, könnten wir z.B. einen großen, verzweigten toten Ast hineinplatzieren, so dass er von den bogig wachsenden Ranken umgehend erklommen werden wird und so eine „natürliche“ Sperre entsteht. Wenn wir unsere Lederhandschuhe dabeihaben, helfen wir dabei lieber einfach mal nach und legen junge Ranken schon vorsorglich auf den Ast. Deren Seitentriebe wachsen in unserer Saison dann noch ein Stück höher!

Generell können wir immer die jungen Ranken so umlegen, dass sie mehr Tarnung oder mehr Abschreckung zum Durchlaufen bieten. Sind sie mit der Spitze schon irgendwo angewurzelt, können wir sie manchmal durch leichtes Ziehen wieder lösen, oder wir reißen oder schneiden halt das dünnere Ende ab, so dass sie mit der Mutterpflanze verbunden bleibt. Dann haben wir ein langes, sehr biegsames Pflänzchen in der Hand, dem wir beliebig einen neuen Platz zuweisen können. Meistens geht es beim Tarnen oder Abschrecken ja darum, dass sie höher wächst; also da haben wir ihr doch mal einen echten Gefallen getan! Und sie uns ja auch. :revolving_hearts:

Mit Handschuhen umlegen können wir die Ranken auch, wenn es um besseres Durchschlüpfen zum spot geht. Das sieht viel natürlicher und damit unauffälliger aus, als wenn wir übertrieben gesagt mit einer Machete oder einem Akkufreischneider einen Gang hineinhacken würden. Wir ziehen also eine störende Ranke aus ihrer alten Position (bleibt mit der Wurzel verbunden) und legen sie so beiseite, dass sie nicht mehr im Weg ist. Leben und leben lassen! Sie bleibt ein Tropfen im Brombeermeer, aber wir kommen besser damit zurecht. Ich habe heute wie gesagt Trittstellen in den Brombeeren vorbereitet, indem ich mit Handschuhen die Ranken punktuell beiseite gedrückt habe. So kann ich dann wie ein Reiher hindurchstaksen, und es sieht nicht so richtig nach einem Pfad aus. Diese Trittlücken muss ich aber dann ab und zu erneuern, weil jede benachbarte Pflanze sich dieses verlockende Plätzchen an der Sonne erschließen will.

Wenn euch ansonsten Ranken in Bodennähe nerven, weil sie sich wie Stolperseile verhalten und einfach an beiden Seiten fest verwachsen sind- direkt beim ersten Mal durchschneiden, oder das Stück ganz herausschneiden. Am besten wird unser Platz ja zwar komplett stealth, aber eigentlich zügig und verhältnismäßig bequem zu erreichen! Das ist jetzt am Anfang beim Erschließen des Platzes immer ein bewusstes Abwägen, wie viel Komfort zum Hinlaufen wirklich nötig ist, aber so was wie Stolperfallen braucht ja keiner.

Gartenscheren sind eine super Waffe gegen Brombeerranken, aber wenn wir quick and dirty eine ganze Ecke freimachen wollen, geht es manchmal mit einer Klappsäge auch sehr gut! Tief die Ranken packen, und darunter die Klinge durchziehen, wie beim Petersilie abschneiden mit einem Messer. Um Platz für die Pflanzung zu machen, gehe ich am Rand der vorgesehenen Freifläche entlang und gucke oder taste mit dem Handschuh, wo etwas diese Grenze durchwächst. Das wird alles mit der Schere gekappt! Von der Höhe der Pflanzen bis zum Erdboden. Wenn ich mit einer Seite fertig bin, oder einmal rum bin, schiebe ich das Ganze zur Seite und schaue, wo es in der Mitte der Fläche noch angewachsen ist.

Am Ende habe ich einen Haufen gekappte Brombeeren, der wie gesagt irgendwo flach am Boden verschwinden soll, und an der Pflanzstelle lauter Stoppeln. Wenn die mit der Wurzel 'raus kommen, nehmen wir dazu zum Beispiel eine normale Pflanzschaufel, die wir erstmal wie einen Dolch halten, oder eine kleine Wendehacke. Wir packen den Strunk und ziehen ihn zur Seite, vom Bereich weg, wo wir gerade in die Erde hacken wollen (wir können auch durch Stochern die Wurzeln so weit freilegen, dass wir sie einzeln mit der Schere kappen können). Es müssen nicht unbedingt alle Wurzeln 'raus, nur jeweils das dicke obere Ende, das oft auffallend knorrig ist.

Übrigens, wenn wir viele Ranken gekappt haben und sie irgendwie eine gewisse Strecke weit aus dem Bereich heraustransportieren müssen, treten wir sie zu einem Bündel zusammen, das mehrfach zugeklappt wird. Das ist handlich und hält weiter zusammen, wegen der Stacheln.

Thema Werkzeug; wer unbedingt eine Machete will, sollte sich besser eine Hippe kaufen, wie z.B. die von Fiskars. Die passt unter Umständen besser in den Rucksack als eine Machete und wird mit Buschwerk besser fertig. Viele billige Dschungelmacheten eignen sich für kaum mehr als Schilf oder Brennesseln. Brennesseln kann man aber auch zur Not (mit Handschuhen) mit einem großen Brotmesser abschlagen.
Hippe

12 „Gefällt mir“

Heute habe ich an einem spot ziemlich komplett die Brombeeren mit Wurzeln entfernt. Am Anfang war es noch nicht ganz dunkel, da habe ich mit einer alten Digitalkamera mal Fotos gemacht:



Das heißt, auf dem Bild sind die Wurzeln noch drin… und die Pflanzstelle wurde noch nach hinten verlängert, also ich habe anschließend weitere Brombeeren gekappt und mit der Wurzel entfernt. Dazu dienten mir ein Unkrautstecher und eine Rosenschere.

Etwas später am Abend half mir der praktisch volle Mond mit seinem spotlight aus, um das Werk in Ruhe zu vollenden. Diese Stelle ist eine größere Lichtung zwischen Waldstücken, die durch Rodung/Kahlschlag entstanden ist. Anscheinend hat der Waldbesitzer noch keine Anstalten unternommen, was Neues aufzupflanzen, dann müssen halt solange ein paar marrokanische Sativas herhalten. Aber erst im Mai.

Die Rosenschere macht mit den dickeren Brombeeren „Schnack! Schnack!“ wenn wir nicht aufpassen. Je nachdem, wie weit der Weg weg ist und ob wir damit rechnen müssen, dass einer vorbeikommt, arbeiten wir besser mit etwas mehr Gefühl.
Wenn eine Autobahn oder Landstraße oder Flughafen in der Nähe ist, hilft uns aber die Lärmkulisse bei der Geräuschtarnung. Oder sollten wir eine Kamera/Zweithandy mit Bluetooth (nicht online) benutzen, damit wir uns selber Schmiere stehen können?

.

richtiges Beschneiden von Buschwerk

Ich wollte noch auf etwas hinweisen, was die Tarnung der Pflanzen durch niedriges Gebüsch betrifft, das aber auch Licht abschirmen kann: Jetzt im Winter sind die Zweige ja kahl. Wenn wir die Büsche zu hoch finden, so dass unsere Pflanzen z.B. morgens keine Sonne sehen würden, können wir sie durchaus vorsichtig zurückschneiden.
Das bedeutet, dass die Schnittfläche von der Blickrichtung (z.B. vom Weg her gesehen) wegzeigen soll. Denn sie ist andersfarbig als die Rinde und so fällt die Bearbeitung von weitem auf. Wir sollten genug Zweige, vor allem auch dünne Zweige stehenlassen, die dem Betrachter signalisieren, dass hier ein natürlich gewachsener Busch steht. Also dass die Oberseite nicht wie eine gerade geschnittene Hecke oder so etwas aussieht.
Wenn der Busch noch keine Blätter trägt, fällt auch häufigen Passanten ein mäßiger Eingriff viel weniger auf, als wenn wir ihn in der belaubten Zeit vornehmen würden.

Ein fingerdicker Zweig kann mit der Rosenschere manchmal anstrengend zu schneiden sein- dann hilft es, wenn wir ihn leicht biegen, so dass die Schneide an der Außenseite der Biegung eindringt. Das geht schon viel einfacher!

.
Dickicht fördern, wenn nötig

Vielleicht schirmt ein Gewächs, z.B. ein Hartriegel, ja auch nicht vollständig genug ab, weil es eher lang als breit ist. Dann kann man zwischen zwei dickeren „Stämmen“ und einigen Ästen vielleicht noch ganz gut bis zum spot blicken. In dem Fall ist es möglich, die dicken, langen Einzelsprosse tiefer abzuschneiden, damit stattdessen mehrere dünne ausgebildet werden. Die richtige Zeit dazu ist, wenn der Busch sein Laub verliert: Er sammelt im Herbst seine Kraft in der Wurzel, um im Frühjahr wieder auszuschlagen. Diese Kraft würden wir uns für die Ausbildung junger Triebe zunutze machen. Wenn wir jetzt Ende Februar oder im März schneiden, steigen die Pflanzensäfte schon wieder in Richtung Knospen und ein Zurückschneiden würde den Busch eher schwächen. Also auch hier wieder sind wir im Vorteil, wenn wir in der Erntezeit schon an den nächsten grow denken.

Die Grafik ist eher eine Untertreibung, also ein gesunder Busch könnte auch stärker wieder nachwachsen, wenn man das mit der Kraftreserve berücksichtigt.

11 „Gefällt mir“

Nochmal ein paar Illustrationen nach all den Beschreibungen.
Hier sieht man einen lichten Wald, in dem ich auch noch mein Glück versuchen werde:


Die größeren lichten Stellen sind Richtung Süden.
Hier eine der vorgesehenen Pflanzstellen, wo die Ladys nicht auffällig wie ein Leuchtturm dastehen:

Das wird wohl kein spot, wo die Photos drei Meter hoch und zwei Meter breit werden, aber ich erwarte reife, wenn auch nicht vollends potente Blüten. Das werden vielleicht anderthalb bis zwei Liter Gras pro Pflanze; wenn ich das richtig einschätze.
Im Herbst steht die Mittagssonne zwar tiefer, was im Wald übel sein kann, aber Ende September/Anfang Oktober sind die Pappeln oft schon echt schütter in der Belaubung und lassen somit wieder mehr Licht durch. :fallen_leaf: Das kann das Problem etwas ausgleichen. Hier wächst dann unter anderem Afghan Kush, die ja nicht ewig braucht, und Leda Uno, die als ziemlich zuverlässige outdoor- Sorte in unseren Breiten gilt. Sowas wie Acapulco Gold oder Panama (Erntezeit Ende Oktober/Anfang -bis Mitte?- November) würde ich hier nicht pflanzen, die würden vermutlich wirklich enttäuschen. Das ist wohl mein zweit- schattigster spot, aber die sonnigeren Plätze eignen sich zum Teil nur für niedrige Pflanzen, um nicht entdeckt zu werden. Will sagen, wirklich sonnige Plätze für normalgroße bis große Pflanzen habe ich nur ein paar; und so muss ich eben abwägen, welche Sorte an welchem Platz noch irgendwie zurechtkommt. Der maximale THC Gehalt und die Erntemenge ist mir sowieso nicht so wichtig, aber halbwegs reif sollten sie schon werden können!

Wahrscheinlich komme ich an dieser Stelle immer vom Weg aus zum spot: links am Holunderstamm vorbei. Im Hintergrund ist der Weg zu sehen.


Vom Weg aus fahren welche mit dem Schlepper an einigen Stellen faule Erde, Schnittgut und Gartenabfälle in den Waldrand, das sieht schon wüst aus! :poop: Also da kann man als heimlicher Durchschlüpfer eigentlich sowieso nicht viel kaputtmachen; so dass etwa später der Jäger grübelnd den neuen Trampelfpad betrachten würde. Aber Fahrlässigkeit ist uns fremd!
Daher habe ich, wie vorher empfohlen, mal einen Ast als „Tür“ eingebaut… :man_detective:

Eine alternative Zugangsmöglichkeit rechts vom Holunder (nicht im Bild) habe ich mit weiteren toten Ästen echt unattraktiv gemacht. Es liegen welche quer, und dann schräg darüber noch welche, die mit dem dicken Ende am Boden aufliegen und mit den ganzen Zweigen dem Passanten bis in ca. 1Meter20 Höhe entgegenstehen. Das wirkt stark psychologisch; man muss schon abgebrüht und willensstark sein, um die mit dem Fuß beiseitezufegen und dann die untere Lage niederzutreten. Also zufällig beim Pinkeln gehen wird sich keiner auf meinen Pfad verirren; und auffällig ist die Barrikade auch nicht, weil der Waldrand wie gesagt sowieso nicht mehr natürlich aussieht.

Ich habe die Fotos ohne Blitz kurz vor Einbruch der Dunkelheit gemacht; sie sind aber sogar heller geworden, als es eigentlich war. Also besser ging leider nicht!

5 „Gefällt mir“

Die restlichen Brombeerabschnitte kann man übrigens super zum Bau eines Insekten"hotels" verwenden :ca_red_eyes_joint:
Am besten auf gleiche Länge schneiden und einzeln oder als kleine Bündel irgendwo SENKRECHT festbinden, ein große Hilfe für viele Bienenarten.

Besserwissermodus aus.

3 „Gefällt mir“

Noch einmal ein paar Hinweise zur Standortwahl.

Falls der ein oder andere erstmals Guerillaanbau betreiben will, weil die aktuelle Goldgräberstimmung in bezug auf eigene Ernten ja auch den Wunsch auslösen kann, seine Pflanzen unter freiem Himmel gedeihen zu sehen (selbst wenn man eigentlich gar keinen Garten hat)… Da steht Ihr dann schnell vor der Frage, was denn jetzt überhaupt ein geeigneter Ort ist.


Dieser Ort eignet sich sehr gut! Er ist recht abgelegen, er ist ziemlich gut besonnt, es gibt sogar einen Bach in der Nähe für Gießwasser, und man kann mehrere Pflanzen so zwischen die Bäumchen pflanzen, dass sie keiner sofort sieht. Lichttechnisch traue ich diesem spot zu, eher späte Sorten, z.B. meine RQS Chocolate Haze zur Reife zu bringen.

Das Foto wurde in Richtung Nord-Nord-Ost aufgenommen, im Rücken gibt es keine schattenwerfenden Bäume oder ähnliches. Erreichbar ist der Platz nur über ein paar Grasstreifen, die wohl zur Revierinfrastruktur der Jäger gehören, und ab und zu gemäht werden. Der nächste Weg ist locker 200m entfernt, und wird selten von Ausflüglern frequentiert, da man hier nur über sehr lange Strecken im Kreis laufen kann.
Das ist ein brach liegendes Feld, das vor wenigen Jahren noch bearbeitet wurde (auch auf Satellitenbildern ist das noch eine einheitlich grüne Feldfläche), und jetzt unter anderem schon von vielen kleinen Bäumchen bewachsen ist. Mindestens bis weit in den Oktober 'rein haben die Laub, und tarnen also gut. Auf dem Foto sieht das ganze noch recht kahl aus, aber das wird schon noch!
Das Hauptproblem hier sind die Jäger; die sitzen hier wohl ab und zu auf dem Hochsitz, mähen das Gras ringsherum, und wer weiß, ob sie nicht mal einen Rehbock oder Fasan dort aus den Büschen ziehen müssen, wo es nach Gras riecht.

Es gibt natürlich auch gute Standorte auf verwilderten Gewerbeflächen, vielleicht auch auf Grundstücken von verlassenen Häusern oder ähnliches. Ich beschreibe aber jetzt mal die Abwägung zwischen gut besonnt und gut getarnt in der freien Landschaft.

Spot eins und zwei in der Grafik sind gut genug beleuchtet; wir nehmen jetzt mal an, dass die eingezeichneten Kreise tarnende, aber nicht allzu viel Licht wegnehmende Sträucher auf einer nicht gemähten Wiese sind; ähnlich wie auf dem Foto am Anfang. Der Streifen mit Spot eins und zwei liegt zwischen Feld und Wald; sowohl Morgen- (aus dem Osten) als auch Mittags- (Süden) und Abendsonne (Westen) scheinen über das Feld hinweg auf diese Fläche. Wir müssen uns aber schon fragen, ob der Bauer beim Beackern des Felds (bei der Ernte z.B.) nicht wunderbar auf die Pflanzen gucken kann, so riesig wie so ein Trecker heutzutage ist. Geschmackssache, ob die Pflanzen da wirklich gut aufgehoben sind. Vielen wird es noch zu viel Risiko sein.
Spot drei ist vielleicht eine ehemalige Waldfläche, wie mein Maroc- Spot in den Brombeeren. Morgens und Abends fehlt hier ein bisschen Sonne, vor allem wenn die Sonne im Herbst generell tiefer steht. Die Waldränder rechts und links sind ja recht nah. Zum Glück ist die Maroc früh fertig!
Spot vier kriegt morgens viel Sonne, mittags und vor allem abends wohl weniger. Die Morgensonne ist immer toll zum Abtrocknen von Tau, was Pilzproblemen vorbeugt. Aber Cannabis wünscht sich eigentlich möglichst viel Sonne, und die angrenzende Wiese wird ja vielleicht für Heu ab und an gemäht- da haben wir also neben Jägern auch wieder den Bauern mit seinem erhöhten Blickwinkel.
Spot fünf liegt eigentlich zu nah am Weg. Stichwort Geruch, oder es muss nur mal jemand beim Spaziergang groß müssen und sich ein verstecktes Örtchen suchen, dann ist das Versteck bereits aufgespürt.
Spot sechs ist vielleicht weit genug vom Weg weg, aber liegt nördlich des Waldrandes. Seht euch so einen Platz mal bei strahlendem Sonnenschein am Vormittag an! Alles immer noch voller Tau (oder Reif!), die Sonne kommt kaum dran.
Man denke sich immer den Blickwinkel der Sonne, von Süden, schräg vom Himmel herab. Sieht man die Pflanzen, oder sind da Bäume im Weg? Wenige Meter nördlich eines Waldrandes haben wir keine Möglichkeit!
Spot sieben ist perfekt. Kein Spaziergänger sieht einen hier hantieren und riecht auch nichts, kein Bauer tuckert direkt daneben entlang. Der Blickwinkel der Sonne bleibt unverstellt, denn Nr. 7 liegt südlich des Waldes.
.

Geht mal ausgiebig in eurer Gegend spazieren. Wo könnten Cannabispflanzen stehen, wo genug Sonne drankommt, wo aber normalerweise keiner direkt vorbeigeht und wo sie bei der sortentypischen Größe (z.B. gut zwei Meter, falls ihr nicht toppen wollt oder sortenbedingt quasi nicht könnt) optisch nicht total hervorstechen.

11 „Gefällt mir“

Ok, die wichtigsten vorbereitenden Erkundungen und Arbeiten hatte ich ja schon erläutert; jetzt wird es langsam akut.

Vorziehen der Pflanzen im April/Mai

Outdoor gibt es viele Unwägbarkeiten; vor allem beim Guerilla- Anbau, wo wir nicht ständig mal eben nach unseren Lieben schauen können. Dazu gehören Tierchen, die die Pflanzen fressen oder ihren Traubenzucker aussaugen wollen. Aber eine etwas größere Pflanze mit bereits leicht verholztem Stiel geht nicht wegen einer Schnecke oder ein paar Raupen an einem Tag kaputt- da können wir wahrscheinlich immer noch reagieren und korrigieren, bevor es zu spät ist. Das ist der Grund, weswegen wir die Pflanzen lieber zuhause in Ruhe vorziehen, bevor wir sie endgültig einpflanzen.

Links im Bild die Pflanzen sind jetzt etwa vier Wochen alt, zwei autos und sechs reguläre photos. Noch ein oder zwei Wochen, dann sind sie bereit! Dann muss nur noch das Wetter stimmen, also auch in der zwei Wochen- Prognose will ich keine Frostnacht sehen.

Die anderen Pflanzen im Bild sind eine Woche jünger, ich habe auch ein paar photos, die nochmal eine Woche jünger sind. An eurer Stelle würde ich Photos jetzt allmählich keimen lassen- besonders viel schlechtes Wetter hat der Mai ja nicht zu bieten, und Ende Juni werden die Tage schon wieder kürzer! Das ist jetzt der Saattermin für diejenigen, die in einer bergigen Region leben oder die Eisheiligen fürchten (die Frosttage- Wahrscheinlichkeit gilt meteorologisch mittlerweile etwa eine Woche nach den alten Namenstagen). Aber bei mir als alter Kamikaze- Guerilla auf unter 100m Höhe kommen die Kleinen eigentlich alle im Mai nach draußen!

Ich habe die Samen einen knappen Tag lang im Glas gewässert, also abends 'rein, und nachmittags wieder 'raus, und dann direkt in Erde gesät. Angeblich dürfen die kleinen Jungpflanzen nicht so stark gedüngt werden, daher ist es vorsichtiger, Saat-/Anzuchterde zu verwenden. Ich habe einfach Tomaten-/Gemüseerde genommen. Dazu ganz normale eckige 0,5L- Pötte, wir könnten aber auch von Kräutern oder Blumen die etwas größeren (1L?)- Rundtöpfe nehmen, vielleicht vom Friedhof aus dem Müll gezogen und gesäubert, wer selber nie Pflanzen kauft. Rundtöpfe bergen angeblich die Gefahr, dass die Wurzeln beim Einpflanzen schon begonnen haben, entlang der Wandung im Kreis zu wachsen, was ein zügiges, die Widerstandsfähigkeit steigerndes Einwachsen am spot erschwert. Falls das nach den paar Wochen Vorziehen schon passiert ist, sehen wir es aber beim Austopfen und können den Erdballenrand vorsichtig ein bisschen auseinanderzupfen. Doch dazu später mehr!

Das wichtigste beim Keimen ist konstante Temperatur von idealerweise 20- 25 Grad, also z.B. 22. Das ging ganz gut in der Heizperiode Anfang April, mittlerweile ist die Heizung aus! Bei mir zumindest. Wir könnten ja den betreffenden Raum weiter heizen, denkbar wäre auch, die Töpfe morgens auf einen tagsüber sehr warmen Dachboden zu stellen, und abends wieder in die gute Stube mit z.B. 18 Grad. Manche nehmen ein Fensterbank- Gewächshaus.

Das Wasser zum Samen einweichen hatte ich übrigens schon morgens zum Temperieren im Wohnzimmer bereitgestellt. Die Töpfe mit der Erde (auch vorgewärmt) stehen nach dem Säen dunkel und abgedeckt, für eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit, zum Beispiel in einem zugefalteten Versandkarton.

Nach dem Keimen brauchen wir temperiertes Gießwasser, wobei die Erde feucht, aber nicht tropfnass werden sollte, und so viel Sonne wie möglich. Nach vielleicht zwei Wochen können wir allmählich mäßig düngen, also flüssig oder vielleicht mit Düngestäbchen. Diese können wir auch in ein oder zwei Teile brechen, bei der geringen Menge an Erde, in die die ganzen Nährstoffe dann freigesetzt werden.

Gemüse- oder Blumenerde ist meistens vorgedüngt. Blumenerde ist aber nicht ohne Grund so billig; da können Schadstoffe enthalten sein, die wir nicht im Gras haben wollen (vor allem später wichtig, wenn wir zum Pflanzen vielleicht die Erde am spot aufbereiten wollen)- und am besten auch mal auf den pH Wert gucken.

Die optimale Größe zum Einpflanzen ist ab etwa 25cm Wuchshöhe; da ist der 0,5L Pot eigentlich schon etwas klein! Es geht wie gesagt um die Widerstandsfähigkeit, oder einen Puffer an Pflanzenmasse- vielleicht sind beim ersten Besuch nach der Pflanzung ja schon die Hälfte der Blätter betroffen, aber dann können wir z.B. die Raupen schnell absammeln, oder ab in den Laden Neemöl kaufen gehen, oder was gerade nötig ist; und die Pflanze erholt sich wieder. Auch wuchernde Wildkräuter am spot, die sich zum Licht vordrängeln, wären für eine zu kleine Pflanze ja schnell eine Bedrohung.

Wir könnten auch erst ab 40 oder 50 cm Höhe pflanzen (bis dahin sollte definitiv umgetopft worden sein), aber je größer die Pflanzen sind, desto umständlicher und damit verdächtiger wird der Transport. Ich kann z.B. einen Sektkarton mit mehreren an die 30cm hohen Pflanzen in relativ kleinen Töpfen noch ganz gut in meinem Bundeswehr- Rucksack unterbringen. Wir können die Spitze der Pflanzen zum Transport noch leicht zur Seite biegen, dass sie auch in einen Behälter passen, aus dem sie normalerweise etwas herausragen. Wenn sie richtig fixiert und gegen Stauchungen (mit Pappkarton) geschützt sind, lassen sich die Pflanzen auch waagerecht transportieren, zum Beispiel in einer Sporttasche. Aber da müssen wir einfach abwägen: wie groß wollen wir sie haben, um einen Startvorteil mitzubringen, und wie viel Größe kriegen wir gut gehändelt, ohne dass sich alle Jäger, Kommunalarbeiter und Spaziergänger wundern, was man mit dem ganzen Hanf vorhat, oder warum man mit einer riesigen, aber offenbar relativ leichten Verpackung durch den Wald rennt!
Schlaumeier probieren es vielleicht einfach nachts mit Schubkarre und allem, oder fahren sogar mit dem Auto bis kurz vor den spot. Aber heutzutage haben praktisch alle Jäger moderne Nachtsichttechnik, wir aber nicht. Wir sind total im Nachteil, wenn wir dann auf einmal gestellt und zur Rechenschaft gezogen werden sollen. Also lieber am Tag, vielleicht werktags spät vormittags bei unsicherem Wetter, und mit unauffälligerem Transport. Doch auch dazu später mehr.

Auf jeden Fall für alle, die noch nicht begonnen haben: viel Erfolg beim Keimen! :potted_plant:

12 „Gefällt mir“

Einpflanzen Mitte/Ende Mai

Ein spot ist bei mir mittlerweile schon bepflanzt! Bei der Gelegenheit hatte ich ein paar neue Fotos gemacht, damit Ihr einen genaueren Eindruck bekommt.

Eine Herausforderung dabei war, dass die Pflanzen schon um 40cm Länge hatten und größtenteils in „großen“ 1L- Töpfen steckten. So hatte ich keine Chance, alles einfach in einen präparierten Rucksack zu stecken, und musste Gepäcktaschen am Fahrrad verwenden. Das aber klappte dann ganz gut. Da ich keinen Pappkarton in der richtigen Größe hatte, musste ich mir aus zwei flachen Kartons und einigem Verschnitt eine Verschalung innerhalb der Taschen bauen, so dass die Pflanzen darin halbwegs sicher vor Stauchungen sind. Um zu verhindern, dass die Kartonstücke gegeneinander verrutschen, habe ich sie zum Teil zweifach eingeschnitten, um eine Verzahnung zu erreichen, und Klebeband verwendet.

Die Töpfe mit den Pflanzen mussten waagerecht transportiert werden. Damit die Erde nicht herausfällt, habe ich sie in Zeitungspapier eingewickelt und immer zwei Pflanzen in Gegenrichtung in den Karton gelegt. Die beiden Töpfe stützen sich im Bild mit einem Stück gefalteter Pappe (blaue Kringel) gegeneinander ab. Die Pflanzen mussten mit der Spitze sowieso leicht in den Karton hineingebogen werden, aber wenn die relativ schweren Töpfe dann noch ins Rutschen kämen, würde womöglich der Stengel geknickt. Daher fand ich diese Stabilisierung essentiell. Die schweren Sachen wie z.B. Gießwasser oder Spaten sollten natürlich unten liegen und nicht auf den Blättern oder so was.

Der Platz war zwar schon ganz gut vorbereitet was die Entfernung der Brombeeren betrifft, aber an der Seite waren ein paar Strünke wieder ausgetrieben; hier wollte ich aber die Fläche etwas breiter haben, weil noch ein bis zwei Pflanzen nachrücken werden. Eine von den regulären Marokkanern kümmert nämlich und erholt sich vielleicht wieder; außerdem soll eine feminisierte Thai hier mitbestäubt werden, die ist aber später gesät und noch etwas klein.

Man sieht auf dem Foto gut das „Herz“ der Wurzel bei den Brombeeren, aus dem die Pflanze wieder grün austreiben kann. So sonderlich tief muss man meistens nicht in die Erde, um diesen Rosengewächsen so den Garaus zu machen, aber die Hauptwurzeln sind manchmal ziemlich zäh, weswegen ich sie mitunter einfach mit der Schere kappe.

Die Erde am spot ist gar nicht so schlecht! Der Waldboden hat nachdem die Bäume weg waren Sonne und damit mehr Wärme bekommen; die Regenwürmer sind dabei, den groben Humus in fruchtbare Erde zu verwandeln. Unter der Humusschicht liegt normaler, feinkörniger Lehmboden (roter Kringel). Der ist nährstoffarm, aber hält Wasser und ist noch relativ gut durchwurzelbar.

Was wir vermeiden sollten, ist diese tieferen Schichten mit der oberen Humusschicht zu vermischen. Das Bodenleben, was z.B. auch unseren organischen Dünger abbauen soll, befindet sich ja in der Humusschicht und soll nicht in der Tiefe verschwinden, wo es keine Luft mehr bekommt. Umgekehrt hat es keinen Nutzen, den unbelebten Lehmboden nach oben zu wühlen. Wenn wir für die Pflanzen tief lockern wollen, können wir erst den Humus auf einen Haufen an die Seite schaufeln, und uns dann in Ruhe mit dem Lehm beschäftigen; danach kommt der Humus wieder obendrauf.

Wenn beim aus dem Topf holen auffällt, dass sich die Wurzeln schon stauchen, kann man sie vorsichtig wieder ein bisschen lösen, zum Beispiel mit einem Stöckchen. Ich habe das hier mal für euch demonstriert, aber dieser Fall ist noch harmlos, das hätte man eigentlich auch so lassen können.

Beim Einpflanzen ist es wichtig, nicht einfach ein paar grobe Erdbrocken umher ins Loch zu stopfen, sondern entweder durch Stochern mit einem Stock oder mit den Fingern mit relativ feinen Erdbröckchen dafür zu sorgen, dass sich keine Hohlräume an den Wurzeln befinden, wo sie bei ausbleibendem Regen schnell austrocknen könnten. Wenn man krümeligen Humus- oder Sandboden oder Blumenerde hat, kann man auch durch gleichzeitiges langsames Angießen dafür sorgen, dass die Erde das Loch komplett zuschmiert. Sonst gießt man zum Schluss. Zweckmäßig ist dann (und auch sonst) ein Erdkranz, der das Gießwasser am Abfließen hindert.

Falls man organischen Langzeitdünger wie Hornspäne verwendet, vermischt man ihn vor dem Einpflanzen mit der Erde. Normaler Dünger kann zum Schluss gestreut und eventuell noch ein bisschen an der Oberfläche eingekratzt werden. Mein Dünger ist nicht besonders stark, aber die Menge auf dem Foto ist schon an der Grenze! Also bei Blaukorn hätte ich vielleicht nur ein Drittel dieser Menge genommen. :see_no_evil:

Weil die Pflanzen noch gebogen aussahen nach dem Transport und sich sowieso nach den vielen bewölkten Tagen sehr gestreckt haben, habe ich sie vorsichtshalber mit improvisierten Mitteln mal gestützt. Ich gehe davon aus, dass sie in zwei Wochen so kräftig sind, dass sie das nicht mehr brauchen. Aber eine Pflanze an einem Ende soll später leicht schräg wachsen mit einer Stütze, damit alle genug Platz haben (wobei diese Sorte ohnehin nicht sehr breit wächst, sonst wäre das ein spot für lediglich zwei oder drei Pflanzen). Und die Thai soll sich mit einer Stütze von den anderen weg zur Seite (ungefähr Norden) lehnen- sonst wüsste ich nicht, wie sie da noch passen soll. :evergreen_tree:

Es gibt eine Menge Rehe im direkten Umkreis, aber ich glaube, dass sie sich selten durch diesen Brombeerwald kämpfen! Außerdem habe ich es nicht geschafft, für jede Pflanze noch 50cm hohen Maschendraht einzupacken. Vielleicht lasse ich sie ohne Fraßschutz, oder ich sperre später einfach den einzigen Zugang ab. Nacktschnecken sind hier auch nicht so zahlreich wie z.B. im Garten (mögen wohl nicht so gerne Brombeeren), aber ein paar kleinere sind mir aufgefallen. Die können ja dann mal probieren, wie ihnen meine Mischung aus Motorsägenspäne und Lagerfeuerasche gefällt! Die Asche enthält ja Kali; bei so ca. einem Saftglas Asche pro Pflanze auch ein zusätzlicher Dünger!

Auf dem Foto ist rechts ja der spärliche Platz für die Thai, und daneben zu erahnen eine kleine „Grotte“, die ich mir in die Brombeeren geschnitten habe- weil der Platz so frei liegt ohne irgendwelche tarnenden Äste, und ich den ganzen Freizeitfliegern nicht als emsiges Tierchen im Brombeermeer auffallen will. Wenn ein Doppeldecker mir zu nahe kommt, kann ich mich in das Loch unter den mannshohen Brombeeren ducken, bis er weg ist. :ninja:

11 „Gefällt mir“

Valentines Day Diy GIF by Peanuts
Und bei Besuchen kannst Du auch immer Brombeeren essen, sehr gute Vorbereitung :ca_giggle_joint:

1 „Gefällt mir“

Der Report gefällt mir sehr gut :heart_eyes: schon lange keinen so ausführlichen mehr gelesen, drück dir die Daumen das die Rehe und Schnecken dir fern bleiben.

1 „Gefällt mir“

Ich war heute nochmal am spot zum Überprüfen.

  1. keine Fraßspuren nach drei Tagen
  2. die „geknickten“ Spitzen sind wieder gerade

Sonne war auch da, passt also alles!

15 „Gefällt mir“

Hier nochmal eine andere Pflanze (Dutch Passion „Shaman“), die vielleicht von Rehen erreicht werden kann und daher heute einen Drahtkorb bekommen hat:

Das ist 50 cm breites Sechseckgeflecht, das ich auf ungefähr 50cm Länge zugeschnitten habe. 50 geteilt durch pi ergibt einen Durchmesser von 15- 16 cm, wenn man den Draht zu einer Röhre biegt. Das ist nicht besonders breit und die Blätter fangen schnell an, sich an der Drahtwand zu stauchen. Aber ich muss Abschnitte für so einige Pflanzen aus dem Draht erhalten, und will diesen Extremschutz sowieso nur für die ersten vier oder fünf Wochen. Außerdem ist der Draht im gefalteten Zustand so weniger raumgreifend beim Transport, als wenn er z.B. 1m lang wäre.
Vielleicht werde ich auch doch noch was chemisches kaufen, was durch den Geruch die gierigen Säugetiere fernhält, und dann den Draht wieder entfernen.

Wo wir bei Säugetieren sind; ich wollte bei der Gelegenheit, wo ich doch sowieso im Wald unterwegs war, mal an einem spot nach dem rechten sehen, der erst im Sommer mit autos belegt wird. Aber in der Treckerspur, die in den Wald führt, wäre ich mit dem Fahrrad fast über ein Rehkitz gefahren. Ganz klein, rührte sich nicht, die Ohren noch als Schlappohren. Ich habe dann die Aktion abgebrochen, mich wieder zurückgezogen und aus der Ferne noch ein unscharfes Foto gemacht.

Also die Pflanzzeit ist schon nicht gerade die beste Zeit, um abseits der Wege durch die Natur zu streifen. Die Vögel haben Küken, manche brüten auf der Erde. Wir sollten uns halbwegs benehmen, Gäste die wir dort ja sind, und nicht wie die Axt im Walde verhalten. Wir sind ja nicht in unserem Garten, und unser Wirken ist hier ein Kompromiss zwischen konsequentem Grasanbau und Schonung des Lebensraums der Tiere. Wenn ihr z.B. auf so ein Rehkitz trefft, ganz in der Nähe der geplanten Pflanzstelle, dann lasst das Arbeiten besser sein und geht wieder.

15 „Gefällt mir“

My Hero Reaction GIF by Maytag

4 „Gefällt mir“

Man darf ja auch mal Glück haben! Ein Spot, an dem Disteln und Binsen wuchern, was ein Hinweis auf undurchlässige Erde mit Tendenz zur Staunässe sein kann, ist jetzt bepflanzt. Statt auf Lehm und Ton und Wasserschichten stieß ich beim Graben auf zwar verfestigte, aber normale, sogar etwas sandige Erde. Alte, vom Trecker gequälte Felderde eben. Dann ist ja gut! Ich wollte schon zehn, zwanzig Liter Blähton zum spot schleppen, um die Durchlässigkeit zu verbessern, aber das scheint überflüssig. So reicht also das Lockern mit dem Minispaten.

Andernorts gab es auch Grund zur Freude: mir waren beim Pflanzen schon allerhand Nacktschnecken aufgefallen, die anscheinend aber in den vier Tagen seit der Pflanzung wenig Lust hatten, sich durch die Holzspäne/Holzasche- Mischung zu kämpfen und die Pflanze unversehrt gelassen haben (Schneckenkragen sind aber schon bestellt, werde ich nachrüsten). Rehe und Sumpfratten konnten wegen des Drahts natürlich auch nichts ausrichten.

Das tolle an dem spot ist: direkt daneben ist ein Tümpel, der durch mit einem toten Baum zusammen ausgebrochene Wurzeln entstanden ist. Eigentlich praktisch zum Gießen! Aber nur zu Anfang. Der Wasserstand markiert wohl auch den Grundwasserstand- die Pflanze wird mit Wasser ausreichend versorgt sein, sobald die Wurzeln wirklich in die Tiefe vordringen.

Viel mehr Urwald kann man einer Urwald- Sativa in Deutschland ja kaum bieten. Will man auch gar nicht- so viele Mücken, wie mich dort schon umschwirren… :tired_face:
.

unverdächtige Kleidung

Ich habe ja schon ein Beispiel geliefert, wie ich das ganze benötigte Material möglichst unauffällig ins Zielgebiet bringe. Eine wesentliche Rolle beim Transport der Pflanzen spielt die Verankerung im Gepäck, durch die die Töpfchen am Verutschen gehindert werden, und die steifen „Wände“ (aus Pappe), durch die Knautschungen und Stöße den Blättern und dem Haupttrieb nichts anhaben können.
Wenn ich gepflanzt habe, und nur noch kontrollieren will, gießen oder düngen, nehme ich lieber einen kleinen Rucksack als solche großen Taschen mit- je unauffälliger, desto besser.
Das gilt auch für die Kleidung. Normalerweise würden wir komplett in Arbeitskleidung aufkreuzen, weil wir ja nun mal richtige Gartenarbeit machen, aber was macht denn ein Arbeiter abends im Wald, auf dem Fahrrad? Es sieht komisch aus, auffällig. Am besten tragen wir daher halbwegs belastbare Schuhe, die aber relativ normal aussehen, zum Beipiel billige Wanderschuhe, Docs oder Sicherheitsschuhe mit alltagstauglicher Optik. Wegen all der Brennesseln und Brombeeren ist eine Hose aus dünnem, leichtem Stoff Mist. Jeans wären ok, oder es gibt ja Baumwoll- Bundeswehrhosen in blau oder schwarz- eine halbwegs normale Baggy! Dazu kann man unterwegs ruhig ein cooles, urbanes T shirt tragen, und zum Durchstreifen des Unterholzes aber ein tarnfarbenes longsleeve oder ähnliches anlegen, was Verletzungen der Arme besser abwendet, und nicht von weitem zu sehen ist. Eine Kopfbedeckung in gedeckten Farben kann dann auch zweckmäßig sein.

sauber bleiben, harmlos aussehen

Wenn ihr wieder weg wollt, checkt mal eure Sachen ab, wie ihr ausseht! Überall am Fahrrad hängt Unkraut, die schwarze Hose voll mit Spinnweben und Klettensamen, Blätter gucken oben aus den Schuhen. Das kann man, sollte man entfernen (ok, vielleicht ist es auch nur lustig für Außenstehende- wenn man mit dem lover unterwegs ist). Schlimmer, wenn die Knie total voll mit Erde sind und die Hände verschmiert. Denkt an so was besser vorher, damit es nicht passiert. Manche ganz normal aussehenden Personen, an denen ihr vorbeikommt, sind jeden Tag auf diesen Waldwegen unterwegs, wohnen nämlich in der Nähe und kennen alle, die in den abgelegenen Ecken was verloren haben. Und dann kommt ihr. Es reicht ja, wenn die meinen, ihr seid irgendwelche bushcrafter, für die jeder Wald ein potenzieller Campingplatz ist. Nochmal wollen die euch nicht so sehen, sonst herrscht spätestens dann Alarmstimmung.
Deswegen nehme ich jedes Mal eine neue Hose, wenn die alte ein bisschen schmuddelig geworden ist, fahre mit sauberen Schuhen los, gucke vorher, wie dreckig das Fahrrad mittlerweile aussieht und trage wie gesagt vielleicht unterwegs ein unschuldiges buntes Oberteil (lenkt auch von der Baggy mit Militärursprung ab).

Aber noch besser, als den Leuten nicht negativ aufzufallen ist, ihnen gar nicht erst zu begegnen! Dazu gehört zum Beispiel die richtige Wahl der Tageszeit, sagen wir mal ungefähr wenn die Tagesschau losgeht, oder in ländlichen Gegenden zeitig mittags ist es auch ruhig. Sonst wochentags zu den Bürozeiten, oder einfach bei unsicherem Wetter.
Jetzt ist für die Jäger die Zeit der Bockjagd, am interessantesten ist da glaube ich der Abend, wenn die Rehe sich aus dem Wald heraustrauen auf die Wiese, an den Salzleckstein vielleicht. Tagsüber sieht man kaum welche, da bleibt der Jäger dann auch zuhause. Abends sollte man dann schon genau hingucken, ob die ganzen Ansitze auch leer sind. Ich mache das mit einem Fernglas (meistens sieht man wohl schon von weitem ein SUV daneben stehen), aber zum Glück ist es nur an einem spot wirklich nötig.

11 „Gefällt mir“

Habt ihr dabei eigentlich keine Bedenken wegen möglicherweise vorhandener Wildkameras ?

1 „Gefällt mir“