Doc's Praxis: Arbeitsschritte im Jahreslauf

Einige wenige Bedenken schon.

Wildkameras

Kameras stehen ja nicht überall, sondern an ganz bestimmten Orten. Wildkameras kosten ja schon ein paar euro (die guten, die man im Revier aufhängt), deswegen ist die freie Landschaft nicht gespickt damit. Wenn Kameras bei uns aufgehangen werden, hat das einen ganz bestimmten Zweck. Entweder will der Jäger wissen, wann das Wild da gewesen ist, wo er es haben will (zum abknallen), oder in seltenen Fällen ist es eine Beobachtungskamera zur Feststellung des Wildbestandes, bei seltenen Tieren wie Luchsen vielleicht. In stinknormalen Revieren, wo es keine Wildkatzen oder sonstwas gibt, soll das Wild registriert werden, wenn es frisst, oder sich auf dem „killing floor“ befindet. Also da, wo man es vom Hochsitz aus snipen will. Entweder ist das eine beliebte Futterfläche, wo z.B. die Rehe oft zum Grasen hinkommen und dabei gut vom Hochsitz aus zu sehen sind, oder es ist eine künstliche Futterstelle (Salzleckstein, Futterautomat für Fasane oder eingegrabenes Aas für Füchse oder Wildschweine).

Dass von normalen Jägern eine Kamera aufgestellt wird, die eine andere Stelle aufnimmt, als die, wo gut auf das Wild geschossen werden kann, ist selten. Trotzdem bin ich auf dem Pfad nahe eines meiner Anbauorte maskiert, weil er an einer Futterkrippe im Wald vorbeiführt (da steht kein Hochsitz). Die sieht zwar eher aufgegeben aus, aber man kann nie wissen.
Außerdem werde ich wohl bald auch generell maskiert bleiben, wenn ich bei den Pflanzstellen etwas zu tun habe (Kontrolle, Düngung…), weil wer weiß, ob die Stelle nicht entdeckt worden ist und ein Schlaumeier näheres wissen will.
Man braucht sich aber nicht unnötig verrückt zu machen. Es ist schon unwahrscheinlich, dass die Kamera ein Bild ans Handy des Jägers meldet, und er kurze Zeit später „auf der Matte steht“. Länger als 15, 20 Minuten bin ich normalerweise nicht am spot, und die ganzen vorher beschriebenen Vorsichtsmaßnahmen machen eine Entdeckung der Pflanzen selber halt ziemlich unwahrscheinlich. Dann lasst dem Herrn seine zwei, drei Fotos des geheinmnisvollen Unbekannten! Was eure Ernte später betrifft, die ist ja entweder weg, oder noch da und muss vorsichtig geborgen werden. Dazu kommen wir aber noch.

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Weg ist die ja nicht, die hat nur ein anderer :wink:

Mir sind die Dinger bei einem Biwak im Nationalpark auf 1300 Metern aufgefallen. Dort wurde allerdings explizit davor gewarnt mit Schild.

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Also ein unglaublicher Leitfaden, noch dazu spannend geschrieben. Eigentlich solltest Du es aus Buch rausbringen :+1: :+1: :+1:

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Danke, aber da würde ich wahrscheinlich draufzahlen. So viele Guerillas gibt es auch wieder nicht; und die meisten informieren sich eh im Internet.
Aber ich fand, es war Zeit, dass jemand mal konkreter wird mit diesem Thema, auch wenn es viele etwas anders machen als ich. Bei seedshops oder Cervantes wird das Thema ja eher nur angerissen, da bleiben viele Fragen offen.
Wenn im Herbst Erntezeit ist, werde ich nochmal mehr Beispiele mit Foto liefern, wie man einen guten Platz auswählt.

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Ich finde auch beim Guerilla steckt viel mehr dahinter als das stumpfe anpflanzen, da muss schon etwas Interesse an der Natur sein. Wie viele Wochen ich damals durch die Wälder gewandert bin, bis ich wirklich mal einen Platz gefunden habe der alle Kriterien erfüllt.

Das bringt einfach einem ein ganz anderes Gefühl und die Vorfreude ist immer riesig alle paar Wochen den Spot abzuchecken und zu sehen wie es den kleinen geht.
Mir haben da damals die Rehe 5 von 6 Pflanzen weg gefressen aber damit kann ich leben, sowas gehört dazu :hugs: .

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spotsuche hat schon was. ich krauch ja gerne in allen moeglichen ecken rum, aber wenn man die ganze sache dann noch wegen zeit- vielleicht auch "sucht"druck (; intensiviert ist das schon eine bomben gelegenheit seine naehere umgebung richtig gut kennen zu lernen. auch wenn man nicht unbedingt perfekte spots zum growen findet, irgendwelche schoenen orte, pflanzen oder sonswas findet man immer.
ich kletter auch gerne mal auf so hochsitze (achtung, die dinger vorher mal kontrollieren ob die auch halten), da sieht man, was der jaeger sieht, vorallem was er nicht sieht (danach muss man suchen) (;

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Ich meld mich ja nicht oft, aber hier muss man einfach mal nen dickes Danke da lassen :clap:.

Find mich in jedem zweiten Schritt wieder… Wahnsinn! Mega gut geschrieben, richtig informativer Guerillafred!

Hat auf alle Fälle Tutorialpotential! Weiter so :ca_hempy:
Großes Lob vom Noob :green_heart:

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Es regnet gefühlt viel öfter als in anderen Jahren und die Nacktschnecken sind allgegenwärtig. Das fordert immer wieder Opfer… Als es vor Pfingsten mal so richtig nass wurde, und die Schnecken überall aus ihren Schlupfwinkeln kamen, habe ich den Sägespänen zur Abwehr nicht mehr vertraut und schnell aus Plastik- Blumentöpfen ein gutes dutzend Schneckenkragen Marke Eigenbau gemacht. So konnte ich zum Beispiel von den euch bereits bekannten Marokko Sativas weiterhin das Gröbste an Plagegeistern abhalten. Dann kam zum Glück auch noch das Paket mit der Fabrikversion, so dass ich gestern nach dem Kurzurlaub schnell nachrüsten konnte!

Die Brombeeren strecken auch schon ihre neuen Triebe und Fruchttriebe nach den Kleinen aus; also ab jetzt heißt unser Hauptproblem hier glaube ich Lichtkonkurrenz. Alle drei oder vier Wochen muss mal neu freigeschnitten werden und eventuell Unkraut gehackt. Ach, und es fehlt ja auch noch die Thai Dame auf dieser Party. :pregnant_woman:
Ansonsten lasse ich diesen Spot in Zukunft lieber in Ruhe! Die „Gefahren der Kindheit“ sind jetzt überstanden, und übertriebenes Bemuttern dieser zähen Bergbauernsorte würde eher noch den Argwohn der Passanten erregen! Ein beliebter Spazierweg befindet sich ca. 25m weiter, und es ist jedesmal wie eine Art russisches Roulette- Spiel, wenn ich den recht langen, gewundenen Pfad durch die Brombeeren wieder raschelnd bis zum Weg gehe, und erst beim Heraustreten aus dem Gebüsch weiß, ob da gerade jemand ist. Das wollte ich bis zur Ernte nur so oft wie unbedingt nötig machen müssen.

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Überproduktion - wie in der Natur

Die hauptsächliche Schattenseite beim guerilla- Gärtnern ist ja, dass es meistens zu Verlusten kommt. Ob jemand meint, dass die Plantage zerstört gehört, ein Kiffer zeitig alles aberntet, ohne selber gesät zu haben, oder irgendwelche hungrigen Wildtiere oder gar das Wetter schuld sind… Wir sind ja nicht die ganze Zeit dabei und können letztendlich für nichts garantieren. Auch wenn ich schon versuche, die Risiken niedrig zu halten, wie ihr gemerkt habt! :wink: Die Natur gibt, aber sie nimmt auch!

Wer von ungefähr drei Pflanzen was ernten will, also etwa eine Menge von 150 bis 450 Gramm, sollte schon drei verschiedene Pflanzstellen anlegen mit jeweils so zwei bis fünf Pflanzen. Das normale ist eigentlich, drei Stück auf einmal zu pflanzen, was logistische Gründe hat. Schließlich müssen die Pflanzen im Topf unsichtbar aber unversehrt dorthin gelangen, und alles benötigte Material auch, inklusive Angießwasser und evtl. Sackerde. Letztere sind ja auch in höheren Mengen nötig, wenn mehr Pflanzen mitgenommen werden sollen… Da ist man schnell bei dem Äquivalent eines großen Reiserucksacks ab 80L Volumen, um alles verstauen zu können.

Ich habe bisher vier Stellen von fünf geplanten bepflanzt, wobei eine aufgeteilt ist auf zwei Bereiche mit etwa 30 Meter Abstand zueinander. Wenn man eine Stelle davon gefunden hat, weist eigentlich nichts darauf hin, dass da noch eine sein könnte.
Eingeplant waren insgesamt 18 photos und 5 autos im guerilla- Anbau, bisher wurden auch schon 15 photos gepflanzt. Vier bis fünf davon haben die Schnecken praktisch vernichtet. Und wir sind noch nicht in der Erntezeit…
Hier seht ihr einen „Wackelkandidaten“. :face_with_raised_eyebrow:

Eigentlich sieht die Pflanze noch ganz ok aus; hier wimmelt es schließlich von Nacktschnecken! Mein selbstgebastelter Schneckenkragen hat einen Totalverlust wohl verhindert, aber wahrscheinlich war es ein Fehler, den Drahtkorb gegen Säugetiere mit Stöckern, die außerhalb des Schneckenschutzes in der Erde stecken zu versteifen. Das haben die schleimigen Pflanzenkiller offenbar ausgenutzt, um über die Stöcker auf den dünnen Draht zu kriechen, und von dort auf die Pflanze! Aber toll, dass in acht oder neun Tagen Abwesenheit dann nicht alles verschwunden ist. So haben wir (ich!) ja noch die Chance auf ein paar Gramm leckeren Raketentreibstoff.

Diesmal war ich also cleverer und habe den Draht innerhalb des Schneckenkragens gestützt. Tatsächlich habe ich noch keine Erfahrung mit diesen Drahtkörben vorzuweisen, weil ich früher die Rehe und Hasen einfach mit Arbin auf Abstand gehalten habe. Wohlgemerkt ohne Garantie, dass dadurch 100% der Pflanzen unangetastet bleiben!
Und keiner weiß, wie dreist die Sumpfratten an diesem Spot sein können- ihr habt vielleicht schon das Granulat auf dem Boden bemerkt. Neudorff Kaninchen Stopp! Stinkt angeblich nach Lavendel.

Wir sind hier einfach nicht zuhause auf der Terrasse. Das ist die Wildnis, und wer hier nur mit einem Platz und drei Pflänzchen an den Start geht, muss schon eine Extraportion Glück haben.

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Ich hab beim Lesen auf jeden Fall ne Menge gelernt und gute Ideen bekommen :grinning: :+1: :+1: gracias dafür :+1:

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@DoctorGreenthumb dieser Blog hat mich motiviert selbst in Zukunft meinen Weg zu zeigen. Zunächst großen Respekt für den bisher erfolgreichen Grow. Ich bin gespannt auf ein Update und weiterhin viel Erfolg!

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Vielen Dank für’s feedback! Ich mache mir die Mühe, damit andere sich eigene Gedanken machen, wie sie das bei sich umsetzen können, und dann outdoor eigene Ernten einfahren, auch ohne eigene Flächen. Nicht jeder wird so viele Kriterien berücksichtigen wollen wie ich, aber da lehrt dann halt das Leben weiter, im Laufe der Jahre. Ich hoffe, dass ich keine Tendenz habe, manche damit eher zu demotivieren, wie viel ihr beachten könnt, aber das soll eben nur ein Angebot sein, aus dem ihr euch das relevante rauspicken könnt. Um dann endlich mal loszulegen!
Im übrigen ist das bei mir auch nicht super zeitraubend, wenn ich eine Tasche mit Utensilien packe, zum spot fahre und da ein paar Handgriffe erledige. Aber die Grundlagen, warum man was wie macht, muss man einmal verstanden haben, und dann geht es eigentlich ziemlich intuitiv und normal weiter.

Die Schnecken sind wirklich der Hauptfeind dieses Jahr… Und sie haben Helfer in der Natur! Meine Durban wurde zum Teil von Wühlmäusen unterwandert… Die haben mit ihren oberflächennahen Gängen den Schneckenkragen so hochgedrückt, dass die nackten Gierschlunde drunter durchschlüpfen können. Ich habe das behoben, aber wie lange hält das jetzt?
Bei meinen Beldia Marocs fand ich das:

Da habe ich nicht oft genug die Brombeeren gekappt, und siehe da, die braunen sind zurück am Futterplatz.

Also im Moment geht es wie erwähnt und nun demonstriert um das Freihalten der Pflanzen, und die Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen (z.B. Geruchs- Wildvergrämer muss ja nach stärkerem Regen meist erneuert werden). Mäßiges düngen ist auch möglich, aber das halte ich nicht immer für nötig, wenn das Wachstum ansonsten gut ist. Eher im Juli bis Anfang August, damit definitiv noch genug Nährstoffe da sind, wenn Blüten gebildet werden sollen. Doch auch hier ist die Lichtmenge tatsächlich noch entscheidender.
Die genügsamen Beldias brauchen jedenfalls glaube ich nichts mehr, außer eben Schutz:

Es sind ja reguläre Pflanzen, die ich hauptsächlich erstmal vermehren will. Ich glaube, zwei von fünf werden männlich (Schnecken haben bei den beiden fast alles an Vorblüte abgefressen, daher nicht ganz sicher).
Anbinden habe ich mich noch nicht getraut; weil ich die Stöcke außerhalb des Schneckenkragens einstecken würde. Eventuell empfiehlt sich das für die Blüte, wenn sie kopflastiger werden. Ansonsten erwarte ich eigentlich, dass sie robust genug sind, um jetzt von alleine genug stützendes Gewebe auszubilden. Ich hatte ja anfangs einiges an Kalium gedüngt (Holzasche und kalibetonten Dünger).
Ich versuche ja, vor allem strains zu pflanzen, die sich ausdrücklich gut für outdoor bei uns eignen und widerstandsfähig sind, aber bei bislang unerprobten Sorten muss sich auch in der Praxis zeigen, ob die Angaben reproduzierbar sind. Es bringt mir nichts, wenn die Sorte eigentlich ganz toll ist, aber zwischen den Brombeeren dann unweigerlich kränkelt und verkümmert. Dann nehme ich beim nächsten Mal lieber eine andere!

Ich sehe mich in solchen Situationen nicht verdächtig sofort um, weil wenn ein Opa mit Hund schon sieht, wie ich auf den Weg trete, ist es praktisch eh zu spät. Der Argwohn ist nun in der Welt. Stattdessen bin ich einfach ganz natürlich mit mir selber beschäftigt, wische mir angewidert ein Blatt vom Ärmel und rücke auffällig meine Hose zurecht, damit sie wieder richtig sitzt. Guckt ja normalerweise eh keiner, im Wald. Und dann- oh, guten Tag! Ich wollte offenbar für einen Moment meine Ruhe haben und musste dazu wohl oder übel den Weg verlassen. :toilet:

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Ja, ich mache es im Prinzip ähnlich. Wichtig ist die Planung im Spätherbst, wenn die Umgebung so ist, wie bei der Pflanzenreife. Ich mache aber den Unterschied und stelle die Pflanze bereits mit mindestens halber Größe in einen Pflanzeimer vor Ort. Damit das Ungeziefer nicht die ganze Pflanze plattmacht. Potentielle Gegner sind: Förster, Spaziergänger mit Hunden, Leute, die pinkeln müssen, Beobachter. :slightly_smiling_face: Ich präpariere die Zuwege so, dass Spaziergänger kapieren müssen, dass es da nicht weitergeht, ohne dass sie durch’s Gestrüpp kriechen müssen. Gegen Förster ist mir noch nichts eingefallen. Ich habe da übrigens noch einen genialen Tipp für dich. Der ist mir eingefallen, als ich nach einem Sturm meine eigenen Pflanzen nicht mehr wiedergefunden habe. Die Pflanze fast waagerecht pflanzen und runterbiegen. So, als hätte der Sturm sie komplett umgeknickt. Dann wachsen alle Äste seitlich nach oben, überstehende kann man runterbinden, oder notfalls kappen. Die Äste unten sorgen als Abstandhalter zum Boden für eine stabile Seitenlage. Hohes Gras macht die Pflanze unsichtbar und man kann Orte benutzen, an denen immer die Sonne scheint, wie z.B. Bahndämme, die wie Pflanzterassen ein super Mikroklima haben.

Den Kniff mit der eigenen Hose hochziehen kann man auch noch verfeinern. In dem man nachts einfach eine halbe Rolle Toilettenpapier zerknüllt und dann verteilt. Dann macht jeder schnell einen Bogen um den Pflanzort, weil er das für einen Kackplatz für Deppen hält.

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Ja, das habe ich auch schon gemacht, so Limbotänzer erziehen. Aber dieses Jahr dann müsste wohl jeder Ast, der den Boden berührt, einen extra Schneckenkragen kriegen (der wie sich gezeigt hat, auch kein 100%iger Schutz ist)… Auch muss der spot dann breiter sein. Und bei etwas schimmelanfälligen Sorten wäre ich auch vorsichtig mit den Zweigen am Boden im Gras. Besser Stützpflöcke verwenden und daran den Stamm anbinden; die unteren Zweige dann ebenfalls durch Anbinden aus der senkrechten mehr in die waagerechte bringen.

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Bomben thread fjednfall. Viel nützliches dabei!

Plotting The Simpsons GIF

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Die Schnecken werden dieses Jahr zum echten Problem, ich hab noch nie so viele gesehen wie jetzt im Juni. Und es werden sicher noch viel mehr. Ich guck schon immer diese bescheuerten Gartensendungen für Rentner, in der Hoffnung, dass da mal gute Tipps an die Menschheit verteilt werden, aber Fehlanzeige. Und Schneckenkorn will ich nicht nehmen. Erst mal weil ich kein Gift in der freien Natur benutzen will und dann auch, weil sich Schwärme von Fliegen auf die toten Schnecken stürzen, als würde dort eine Leiche im Gebüsch liegen. Ist verdächtig. Kupferspäne wären geeignet, ein ganzer Eimer voll. Da kriechen sie nicht rüber, weil dann in Verbindung mit ihrem Schneckenschleim giftiger Grünspan entsteht. Aber dann hat man auch die Landschaft mit verpestet. Auch Mist.

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Also Schneckenkragen, zur Not selbstgebastelt aus zwei verschieden großen runden Plastikblumentöpfen oder als reiner Schutzschirm am Stamm aus dem kegelförmigen Hals einer alten Plastikflasche, schaffen ja schon eine Atempause. Die Nacktschnecken, die den Kragen überwinden, kann man noch zusätzlich bremsen, indem man den Stamm darüber mit Wolle umwickelt.

Früher, in normaleren Wetterlagen, hat meistens Sägespäne aus dem Heimtierregal gereicht… :face_exhaling:
Ich fand das auch zu eklig, bei meinem ersten Grow mit Schneckenpaste die ganzen Toten um die Pflanzen herum! Dann gehen die Lebenden noch an die Kadaver und alles.

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Ja, ich habe gerade gegoogelt. Für 7 Euro gibt es Schneckenkragen aus Schafswolle, in weiß und dunkelgrau. Man bräuchte natürlich dunkelgrau. Die sagen, es würde wirken. Muss ich mal ausprobieren.

Die letzten Wochen im vegetativen Wachstum

Jetzt ab Mitte Juni hat nicht nur die Phase im Wachstum begonnen, in der die Pflanze aus dem Gröbsten raus ist (wenn sie denn noch lebt), sondern wir machen uns auch Gedanken über die spätere Blüte. Die Vorblüte sieht man meistens schon.

Wenn wir jetzt unsere Pflanzen besuchen gehen, ist das nicht mehr alle paar Tage wie ganz am Anfang, sondern eher so alle zwei, drei Wochen. Wir überprüfen wie gesagt die Wirksamkeit der Abwehrmaßnahmen und schneiden den spot so frei wie nötig. Danach kann gedüngt werden. Dies meist nicht allzu stark, weil wir es erstens beim guerilla Growen oft mit genügsamen Sorten zu tun haben, die vom Nährstoffgehalt im Boden her fast überall klarkommen. Und zweitens, weil jede Schwäche der Pflanze, die durch Überdüngung entstehen könnte, von Schädlingen sofort ausgenutzt wird. :microbe: Ich dünge organisch, zum Beispiel mit Guano Tomatendünger, bis etwa Mitte August. Den Rest der Blüte kriegt die Pflanze alleine hin, sowieso hat der Dünger auch eine Langzeitwirkung.

Diese Pflanze hier hat sich von Schneckenfraß erholt und reckt sich wieder der Sonne entgegen. Neue Schnecken wandern bald ein, wenn wir nicht die benachbarten Pflanzen wieder wegschneiden.

Für mich ist jetzt die beste Zeit, wo wir Modifikationen vornehmen können. Toppen würde ich lieber nicht; meistens sorgt es vielleicht für einen kompakteren Wuchs, aber nicht für eine größere Ernte. Wenn wir uns Sorgen über die spätere Höhe machen, Stichwort Unauffälligkeit, könnten wir lieber den Leittrieb schräg oder waagerecht erziehen. Was sich jedenfalls oft lohnt für besseren Ertrag, ist die Seitentriebe etwa in einen 90° Winkel zum Stamm zu bringen. So bekommen sie mehr Sonne und bilden später an den innen liegenden Nodien dickere Blüten. In jedem Fall reift die Pflanze so gleichmäßiger. Große, dichte Pflanzen müssen ja meist in Etappen geerntet werden, weil die innen liegenden Blüten später ausreifen. Wenn es sowieso eine späte Sorte ist, will man es eigentlich vermeiden, dass die halbe Pflanze noch länger braucht.

Zur Zeit sind die Seitentriebe noch echt weich. Leider knicken sie leicht durch, wenn man etwas zu grob arbeitet! Im Zweifel binden wir sie irgendwo an, damit sie die Position halten. Es ist aber auch möglich, sie an mehreren Stellen nebeneinander so behutsam zu biegen, dass sie die Ausrichtung ohne jeden Schaden und ohne Stütze beibehalten. Irgendwann im Sommer (im August) spielt schon die Verholzung eine große Rolle, und man hört es beim Biegen knacken. Wenn man dann den Trieb durchgebrochen hat, und da klafft eine offene, faserige Wunde in dem schönen, langen Seitentrieb, grämt man sich aber! Ich plädiere also fürs Biegen oder Anbinden von Mitte Juni bis Mitte Juli. Danach wird einfach in Ruhe geblüht!

Als Guerilla kann man eigentlich auch über eine Zeckenimpfung nachdenken…

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Du solltest Dir vielleicht mal überlegen, Kontakt zum Hanfverband oä. aufzunehmen. Dein Leitfaden als zB Mitnehmbroschüre im Head-Shop wäre doch genial! :sunglasses:

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