Ich hatte schon gedacht, die Pflanze auf den letzten Fotos wäre doch etwas zu doll geknickt worden, und dass ich die Zweige durch die Stütze gerade noch vor dem Absterben bewahrt hätte. Aber: heute standen sie schon wieder nahe am Haupttrieb ziemlich aufrecht! Daher habe ich sie einfach mal mit Draht wieder etwas herunter gezogen.
Leider kommt es beim guerilla growen vor, dass die Pflanze sich zunächst dem Licht entgegen reckt, dem Schattendruck in Bodennähe durch z.B. Brombeergebüsch entfliehend. Dann hat sie endlich eine gewisse Höhe und sich eine bessere Sonneneinstrahlung erkämpft und wächst dort dann auch mehr in die Breite. Zu kopflastig! Kippen kann die Folge sein. Aber nahe am Boden wollen wir die Pflanze nicht haben; da herrscht auch hohe Schimmelgefahr in der Blüte. Gut, wenn man das zeitig bemerkt und beheben kann…
Natürlich lädt eine in die Erde gesteckte Rute die Schnecken zum Hochkriechen ein. Ich habe also immerhin zuvor einen provisorischen Schneckenkragen installiert:
Die eine Haselnussrute hält wohl zwei bisher nicht blühende bisher zwei Meter große Sativas nur provisorisch. Ich habe daher zusätzlich zur Befestigung der Pflanzen an der Rute (roter Pfeil) noch jeweils einen Draht an einer kräftigen Brombeerranke befestigt (gelbe Pfeile), auch um die Pflanzen weiter gerade zu rücken. Man beachte den Schneckenkot am allmählich stark verholzenden Stamm (blaue Kreise). Irgendwie schaffen es vor allem die kleinen Gehäuseschnecken immer noch, an das Laub zu kommen…
Die Natur ist Dein Freund!
Jetzt ist Sommer und alles wächst wie bescheuert. Wenn ihr meine Tipps zur Vermeidung von sofort sichtbaren Trampelpfaden beherzigt, freut ihr euch einerseits, wie der spot nun viel besser getarnt ist als noch im Februar/März bei der Vorbereitung. Andererseits wird der Zugang erschwert, zum Beispiel durch die wuchernden Brombeeren.
Mit Lederhandschuhen und Gartenschere bewaffnet, könnt ihr euch (und vor allem den Pflanzen) natürlich nach wie vor Platz verschaffen, und die Schnittreste schön bodennah verstecken. Aber es ist auch eine gute Gelegenheit, eure Durchschlüpfe weiterhin für andere unattraktiv aussehen zu lassen.
Hier ein kleines Beispiel:
Im Hintergrund sieht man hell die Pflanzstelle mit den Hasch- Landrassen. Wer auch immer im Wald durchs Gebüsch streunt (und natürlich nicht wirklich mit Hanf rechnet), der merkt hier, dass es brombeerig wird! Eine dicke Ranke (roter Pfeil) versperrt den Weg in Bauchhöhe, etwas jüngere (gelbe Pfeile) verhindern auch noch ein darunter Durchschlüpfen. Aber nicht für mich! Die sind noch nicht angewurzelt und total biegsam; ich lege sie mit Handschuhen beiseite und weiter geht’s. Dahinter kommt noch meine dreireihige Drahtsperre gegen Rehe etwa in Schritthöhe; die wird überstiegen. Schon bin ich am spot. Natürlich ohne alle kleineren Pflanzen total zertrampelt zu haben. Hohe Brennesseln drücke ich ja ebenfalls mit Handschuhen zur Seite, trage dabei auch was langärmeliges, was auch Stechinsekten besser abhält, und hinter mir schließt sich der „Vorhang“ wieder. Wehe dem, der hier ohne Plan in normalen Sommerklamotten unterwegs ist. Ich vermute, er kommt gar nicht bis zum eigentlichen Zugang, und wenn, geht er spätestens hier nicht mehr weiter. Aber wie gesagt, wir selber halten uns an der mehr psychologischen Barriere gar nicht so lange auf.
Brombeeren müssen wissen, wer der Boss ist, ansonsten sind sie echt nützlich!

























