Doc's Praxis: Arbeitsschritte im Jahreslauf

Ich hatte schon gedacht, die Pflanze auf den letzten Fotos wäre doch etwas zu doll geknickt worden, und dass ich die Zweige durch die Stütze gerade noch vor dem Absterben bewahrt hätte. Aber: heute standen sie schon wieder nahe am Haupttrieb ziemlich aufrecht! Daher habe ich sie einfach mal mit Draht wieder etwas herunter gezogen.

Leider kommt es beim guerilla growen vor, dass die Pflanze sich zunächst dem Licht entgegen reckt, dem Schattendruck in Bodennähe durch z.B. Brombeergebüsch entfliehend. Dann hat sie endlich eine gewisse Höhe und sich eine bessere Sonneneinstrahlung erkämpft und wächst dort dann auch mehr in die Breite. Zu kopflastig! Kippen kann die Folge sein. Aber nahe am Boden wollen wir die Pflanze nicht haben; da herrscht auch hohe Schimmelgefahr in der Blüte. Gut, wenn man das zeitig bemerkt und beheben kann…

Natürlich lädt eine in die Erde gesteckte Rute die Schnecken zum Hochkriechen ein. Ich habe also immerhin zuvor einen provisorischen Schneckenkragen installiert:

Die eine Haselnussrute hält wohl zwei bisher nicht blühende bisher zwei Meter große Sativas nur provisorisch. Ich habe daher zusätzlich zur Befestigung der Pflanzen an der Rute (roter Pfeil) noch jeweils einen Draht an einer kräftigen Brombeerranke befestigt (gelbe Pfeile), auch um die Pflanzen weiter gerade zu rücken. Man beachte den Schneckenkot am allmählich stark verholzenden Stamm (blaue Kreise). Irgendwie schaffen es vor allem die kleinen Gehäuseschnecken immer noch, an das Laub zu kommen…

Die Natur ist Dein Freund!
Jetzt ist Sommer und alles wächst wie bescheuert. Wenn ihr meine Tipps zur Vermeidung von sofort sichtbaren Trampelpfaden beherzigt, freut ihr euch einerseits, wie der spot nun viel besser getarnt ist als noch im Februar/März bei der Vorbereitung. Andererseits wird der Zugang erschwert, zum Beispiel durch die wuchernden Brombeeren.
Mit Lederhandschuhen und Gartenschere bewaffnet, könnt ihr euch (und vor allem den Pflanzen) natürlich nach wie vor Platz verschaffen, und die Schnittreste schön bodennah verstecken. Aber es ist auch eine gute Gelegenheit, eure Durchschlüpfe weiterhin für andere unattraktiv aussehen zu lassen.
Hier ein kleines Beispiel:

Im Hintergrund sieht man hell die Pflanzstelle mit den Hasch- Landrassen. Wer auch immer im Wald durchs Gebüsch streunt (und natürlich nicht wirklich mit Hanf rechnet), der merkt hier, dass es brombeerig wird! Eine dicke Ranke (roter Pfeil) versperrt den Weg in Bauchhöhe, etwas jüngere (gelbe Pfeile) verhindern auch noch ein darunter Durchschlüpfen. Aber nicht für mich! Die sind noch nicht angewurzelt und total biegsam; ich lege sie mit Handschuhen beiseite und weiter geht’s. Dahinter kommt noch meine dreireihige Drahtsperre gegen Rehe etwa in Schritthöhe; die wird überstiegen. Schon bin ich am spot. Natürlich ohne alle kleineren Pflanzen total zertrampelt zu haben. Hohe Brennesseln drücke ich ja ebenfalls mit Handschuhen zur Seite, trage dabei auch was langärmeliges, was auch Stechinsekten besser abhält, und hinter mir schließt sich der „Vorhang“ wieder. Wehe dem, der hier ohne Plan in normalen Sommerklamotten unterwegs ist. Ich vermute, er kommt gar nicht bis zum eigentlichen Zugang, und wenn, geht er spätestens hier nicht mehr weiter. Aber wie gesagt, wir selber halten uns an der mehr psychologischen Barriere gar nicht so lange auf.
Brombeeren müssen wissen, wer der Boss ist, ansonsten sind sie echt nützlich!

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Erst einmal danke für das ausführliche Update, sieht echt so aus als kennst du dich mit LST in Verbindung beim Guerilla Grow aus. Ich persönlich halte mich hier erstmal zurück, ich bin froh wenn meine Pflanze noch steht wenn ich zum Spot zurück kommen :grin:
Da deine Pflanzen ebenfalls stark an Höhe zugelegt haben würde es mich interessieren ob dies deiner Meinung nach an der Genetik liegt oder das die Pflanze spargelt wg Licht, ich erlebe nämlich aktuell dasselbe.

Weiterhin viel Erfolg! - GianBud

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Ich hasse Bremsen. Ich liebe eigentlich alles Getier.
Aber ich HASSE Bremsen :face_with_symbols_over_mouth:

Sorry, das mußte mal raus.

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@GiantBud Die fünf Morocco Beldia Kif reg. auf dem Foto, alle jetzt- noch vor der eigentlichen Blüte- etwa zwei Meter groß, wachsen kräftig und zügig, aber eher schlank. Das kommt von der Sorte. Die Kopflastigkeit, also dass sie vor allem in der oberen Hälfte richtige Seitentriebe entwickeln, liegt daran, dass die Brombeeren so nah dran sind und morgens und abends auf die untere Hälfte Schatten werfen, während der Rest noch Sonne bekommt. Aber die Gesamthöhe liegt glaub ich an der Düngung und der guten Wasserversorgung in dieser Saison. In einem trockeneren Sommer und mit normalem Erdboden zur Nährstoffversorgung wären sie wahrscheinlich trotzdem fit wegen der guten Genetik, aber deutlich kleiner.

Vergleiche sie mit der Leda Uno, mit den beiden waagerecht erzogenen Seitentrieben, auf dem anderen Foto. Die ist nicht viel jünger als die Beldias, aber hat mehr Bäume um sich herum und kann nicht sehr tief wurzeln, weil sie schnell auf Wasser stößt. Sie spargelt nicht total in die Höhe auf der Suche nach Licht, sondern wirkt insgesamt einfach kümmerlicher, im Vergleich. Dabei ist das eigentlich eine Sorte, die gewaltige Ausmaße erreichen kann.

Wer kann, stellt seine Pflanzen in die pralle Sonne! Da wachsen sie einfach am besten. Ob man einen passenden guerilla spot dafür findet, ist die andere Frage.

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Sorry, dass ich dich grad mit Herzen zugespamt hab, aber das ist ja viel besser als fernsehen.
Deine Geschichte macht voll Bock auf Abenteuer. Auch wenn ich einen Garten hab, wo ich meine Pflanzen nur rausstellen brauch, geh ich jetzt gleich los, um mir einen spot fürs nächste Jahr zu suchen. :grinning:

Ich finde dieser Thread muss angepinnt werden. :+1:

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Danke, danke. Wenn hier Leser Mut fassen und sich ausreichend inspiriert fühlen, es selbst zu versuchen, ist meine Arbeit im Forum getan. Was in diesem thread noch folgen soll, sind ein paar schöne Fotos von reifen Pflanzen und ein kleiner Erntekrimi. Abschließen wollte ich dann mit weiteren Tipps zur Spotwahl anhand von Beispielfotos und Illustrationen. Wahrscheinlich ab Ende September.
Schließlich bin ich auch selber auf der Suche nach neuen und besseren Plätzen für '25, so dass ich nicht nur einige fem.'s (wiederum Leda Uno, Shaman, Durban Poison, Easy Sativa, Kwazulu, Wild Thailand) unterkriege, sondern auch zehn Purple Satellite reg.'s und eigene Kreuzungen.

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Jo, gibt’s noch ein Update der Pflanzen?

Habe auch mitgelesen und fand’s super :+1:

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Natürlich: wie gesagt, da kommt noch was mit Erntefotos, und nochmal neue Erwägungen/Tipps, ob ein spot sich eignet.
Dieses Jahr ist irgendwie alles später! Selbst diejenigen meiner strains, die angeblich schon im August erntereif sein können, stehen noch in der Pampa. Aber Ende der Woche beginnt bei mir auch an den Guerillaspots die Erntezeit der photos. Das ist eigentlich auch die normale Jahreszeit dafür, wie ich sie von früher kenne; aber ich denke dass bei einer freundlicheren Saison einige Kandidaten eher reif gewesen wären.
Wer automatics outdoor anbaut, der sollte besser jetzt schon geerntet haben! Viele Züchtungen basieren auf beliebten indoor- Sorten, und sollen alleine wegen ihrer kurzen Lebensdauer für outdoor geeignet sein… Das kann man aber nur für einen grow während der Sommermonate unbesehen unterschreiben; wobei selbst dann wie dieses Jahr allzuviel mieses Wetter für schimmelige buds sorgen kann. Im Herbst zeigt sich erst recht, ob die gewählte auto- Variante überhaupt rustikale Genetik enthält. Ruderalis alleine rettet den grow dann nicht mehr, also wer hintereinander mehrere Ernten pro Saison einfahren will, sollte schon genau auswählen, welche Pflanzen er irgendwann im Oktober noch ernten will. Dafür kommt wie ich meine nur ein Bruchteil der erhältlichen auto- strains infrage.

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Vorbereitung der nächsten Saison

Die Blüten sind erntereif oder hängen schon im Heizungskeller an der Leine. Aber wir sollten trotzdem schon an nächstes Jahr denken. Dabei geht es um folgende Punkte:

  • Auswertung der Erfolge und Misserfolge in diesem Jahr; Schlussfolgerungen
  • Bestellung geeigneter Samen bei Rabattaktionen
  • Aufsuchen potenzieller neuer Pflanzflächen in der Erntezeit
  • Planung der Arbeiten dort bis zur Sä-/Pflanzzeit
  1. Wer kein Tagebuch geführt hat bzw. einen Steckbrief des grows für jede einzelne Sorte, sollte jetzt wo die Erinnerung noch frisch ist wichtige Eckdaten und Erfahrungen festhalten, so dass die neue Saison besser planbar ist. Dazu gehören Charakteristika der Pflanzenentwicklung wie Wachstumsschübe, Einsetzen der Vorblüte und der eigentlichen Blüte, Erfolg von Eingriffen wie Anbinden und schließlich die Erntezeit und die Herausforderungen der Ernte selber. Aber auch die Standortfaktoren wie Lichteinfall, Schädlinge, Bodenbeschaffenheit und gute Umsetzbarkeit der einzelnen Besuche müssen uns Erkenntnisse für die Zukunft liefern.
  2. Oft sind im Herbst/Spätherbst die Preise bei Samenhändlern besonders tief. Aber es lohnt sich auch sonst manchmal, ein wenig zu stöbern. Dabei sollte man die strains, die man für lohnend für einen guerilla- Grow hält, schon identifiziert haben und so die shops der jeweiligen Samenbanken oder -händler gezielt auf Angebote überprüfen. Ich habe so die wichtigsten Samen schon vor über einem Monat für nächstes Jahr bestellt, und Einzelpäckchen für 8 euro gekauft, die sonst bis zu 15 kosten sowie zehn reguläre Samen für 37, die normalerweise mindestens zehn euro teurer sind. Wir wollen ja das Risiko eines Totalausfalls streuen und zum Beispiel drei spots mit jeweils drei oder vier Pflanzen bestücken; das kann bei einem Normalpreis leicht dreistellige Ausgaben bedeuten. Der größte Einzelposten beim guerilla growen…
  3. Geht ruhig schon mal ohne mich gucken, warum nicht schon heute, am Feiertag? Genau jetzt ist die beste Zeit, um einen geeignet erscheinenden Platz mal unter die Lupe zu nehmen. Geht 'raus und seht euch in Ruhe um; man kann das auch gezielt planen, indem man z.B. ein Gebiet voller dichter Fichtenbestände gar nicht erst aufsucht, sondern eher dort unterwegs ist, wo man alte Brachen, Buschland oder größere Waldlichtungen vermutet. Im Eingangspost steht ja auch einiges dazu. Arbeitshandschuhe und Schere nicht vergessen, sonst ist euch die Natur überlegen!
    Wenn ihr euch dann an den konkreten Platz vorgekämpft habt: Was wäre, wenn ihr Pflanzen dort stehen hättet, die in dieser Jahreszeit etwa drei Meter groß sind und eigentlich auch schon fertig sein sollten, aber offenbar noch zwei Wochen länger brauchen? Sieht man die dann z.B. wegen kahlgewordener Sträucher von einem beliebten Spazierweg aus? Hält sich die Sonne im Oktober fast den ganzen Tag hinter den Wipfeln des nahegelegenen Waldes auf? Wimmelt es dort von Rehen und Schnecken? Das sind wichtige Faktoren, die uns das spätere Gelingen/Misslingen des grows erahnen lassen.
  4. Das führt uns auch automatisch zum nächsten Punkt. Sehr oft ist ein Platz zwar nicht schlecht, also es gibt weder Staunässe noch leicht austrocknenden Sand als Boden, die Sonne lässt sich genug blicken und es ist versteckt genug und auch eher uninteressant für die üblichen verdächtigen Spielverderber wie Bauern und Jäger. Trotzdem fehlt noch das ein oder andere zu unserem Glück, zum Beispiel bietet der Ort nur Raum für eine einzige Pflanze, bei ein wenig spontanem Vorbereiten im Rahmen der Pflanzung. Dann müssen wir rechtzeitig bei einer extra- Aktion mehr Platz schaffen, indem wir z.B. die Brombeeren weiter zurückdrängen. Oder wir brauchen unbedingt konsequenten Schutz vor hungrigen Säugetieren, dann muss z.B. rechtzeitig Zaunmaterial angeliefert und verbaut werden. Das entscheidenste ist aber, dass das Kappen etwas größerer Sträucher oder das Fördern tarnender Begleitpflanzen dann stattfindet, wenn es am wenigsten auffällt. Zum Beispiel werde ich einen spot optimieren, indem ich im Winter Holunder, der im Süden Sonnenstrahlen abhält, stark kürze, und die Kronen der Bäumchen an der Nordseite des spots (in Richtung Fahrweg) in den Brombeeren ablege; einige junge Ranken lege ich dabei direkt darüber. Im kahlen Zustand fällt der Eingriff kaum auf. Aber in der Saison habe ich so zum einen mehr Sonne, und die Brombeeren, die die Holunderäste überwuchern und Seitenzweige bilden, sorgen ganz natürlich im Laufe des Jahres für immer mehr Sichtschutz vor den wachsenden Ladys.

Die wollig aussehenden Samen des schmalblättrigen Weidenröschens können auch gesammelt und als späterer Sichtschutz gesät werden. Wenn dieses Unkraut nährstoffreich steht und vielleicht noch eine Art Stütze vorfindet, hilft es, knapp zwei Meter hoch, im Spätsommer bei der Tarnung. Sonnig stehende Brennesseln können natürlich den gleichen Zweck erfüllen. Leicht eingegrabene frische Äste der Korbweide schlagen aus, wenn der Boden feucht genug ist, und tarnen ebenfalls gut.

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super informativer Thread hier, danke dafür :+1:

Wie ist das eigentlich, wenn ich mir zb ein Waldgrundstück kaufen würde, könnte ich dann auch einem Jäger oder Förster verbieten, meinen Wald zu betreten? Hab jetzt öfter mal Anzeigen für 1-5.000 qm Waldflächen gesehen für relativ niedrige Preise.

Der Förster ist normalerweise nur für die Parzellen des Staates bzw. eines größeren privaten Waldbesitzes zuständig, und soll dort die Waldentwicklung organisieren und beaufsichtigen. Also da geht es vor allem um den Holzertrag und die Kontrolle der sonstigen Funktionen des Waldes, dazu kann auch die Jagd gehören. Aber auf Privatgrundstücken hat er normalerweise nichts verloren. Es kann natürlich sein, dass Dein Waldstück dann mitten in einem größeren Wald liegt und optisch kaum vom Rest zu trennen ist. Einzäunen darf man nicht. Bei Dir darf natürlich nichts gefällt werden, aber es kann schon sein, dass manchmal jemand durchrennt.
Jäger können schon eher sehr dreist sein und eigenmächtig. Manche bauen sogar einen Ansitz dort auf, wo es normalerweise mit dem Grundstücksbesitzer abgesprochen werden müsste.

Ich finde, einen Wald vorrangig zum growen zu kaufen, lohnt sich überhaupt nicht! Selbst für Brennholz muss man sich das schon gut ausrechnen.
Perfekt ist eigentlich ein verwildertes Grundstück, dass man eher noch zum Siedlungsbereich zählen würde. Da kommt kein Jäger hin, es gibt meistens einen Zaun, und man kann besser das Gleichgewicht finden zwischen Freizeitnutzung, Zugänglichkeit, ausreichendem Sichtschutz/Tarnung und dem Anbau. Ich habe selber ein Grundstück von der Größe eines Kleingartens günstig gepachtet; wegen umgebender Bäume und nicht vollständigem Sichtschutz nach außen ist es leider etwas klein, um perfekte Anbaubedingungen zu bieten. Aber ich kann da immerhin ein halbes dutzend auto’s oder Stecklinge durchbringen, zusätzlich zu den Pflanzen im Garten am Haus, und sicher vor den typischen Gefahren im guerilla Anbau.

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Ich komme nochmals auf meinen Hinweis mit den ausgedruckten Merkzetteln zurück… :innocent: :ca_giggle_joint:
Du machst das wirklich großartig
Dog Shaking Head GIF

Ein eigener Growreport ist auch hilfreich :blush:

Vielleicht, weil das quasi „alte Ernte“ ist? Oder ist das Quatsch?
Ich hadere mit mir, lieber bis zum Frühjahr zu warten…dieses Jahr gab es ja seit der TL auch sehr viele Angebote. Wie lange halten sich Nüsse überhaupt durchschnittlich? Weißt Du da mehr?

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Ein paar Jahre, zum Beispiel vier oder fünf, kann man Samen eigentlich wie gewohnt verwenden. Mit der Zeit nehmen ausbleibende Keimung und verkrüppelte Keimlinge zu. Angeblich kann man aber tricksen und die Schale vorsichtig etwas beschädigen, so dass der Keim sich gut befreien kann, der danach normal wachsen soll, auch bei richtig alten Samen. So sei die Erfolgsquote bedeutend höher.
Durch Lagerung im Gefrierfach kann man die Haltbarkeit steigern.

Ein seriöser shop würde keine fünf Jahre alten Samen verkaufen. Ich hätte erwartet, dass der Altbestand nach 12 Monaten teilweise als free seeds weggeht, nach vielleicht bis zu zwei Jahren sind die dann einfach im Müll.
Dass im November/Dezember die Samen so billig sind, liegt wohl daran, dass der Outdoorler geerntet hat und einfach endlich sein weed genießt, statt schon wieder in irgendwelchen growshops zu stöbern. Der Indoorler hat seinen Wintergrow gestartet, bzw. erntet gut getimed direkt vor den Festtagen, und ist also auch nicht akut unterversorgt mit Samen.
Es ist ganz natürlich, dass der Markt auf perodisch wiederkehrende schwache Nachfrage mit besonderen Angeboten reagiert. Das kann aber auch zu anderen Zeiten passieren; ACE seeds hatte z.B. mega Angebote mitten in den Sommerferien. Direkt danach hatten die Betriebsurlaub. Also da sollte vielleicht der Ausfall an Einnahmen in dieser Zeit im voraus durch mehr Bestellungen kompensiert werden.

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Erntezeit: wann ernten?

Jetzt ist die spannendste Jahreszeit. Gut, die Pflanzzeit ist auch ein bisschen spannend… Im Frühling kann es ja sein, dass sich eine frisch eingepflanzte photoperiodische Pflanze mit ihren 20- 40 cm Höhe am neuen Standort nicht durchsetzt, zum Beispiel weil eine dicke Nacktschnecke sich aus dem Erdreich innerhalb einer Schneckenbarriere gewühlt hat. Dann müssen wir eben eine neue Pflanze heranziehen, die vielleicht am Ende etwas kleiner bleibt, als es die alte gewesen wäre. Aber jetzt hat die Pflanze es bis hierhin geschafft und soll uns mit haufenweise weed erfreuen. Dann stehen wir wie jedes Jahr Anfang Oktober wieder vor der Frage, ob wir jetzt lieber schnell ernten sollen, oder noch warten können.

Ich selber brauche ja eigentlich nur wenig Gras und will nur ein bisschen Auswahl an strains, außerdem muss ich ja etwas mehr Exemplare anbauen, da in der Wildnis Ausfälle erwartbar sind. Also wenn eine Pflanze reifen will, ist es mir lieber, ich kann 80% vergessen, die verschimmelt sind und ernte den Rest im ausgereiften Zustand, als dass ich früher ernte und dadurch viel „rette“, was aber eigentlich noch etwas zu „grün“ ist. So dass ich gute Qualität und ein bisschen Auswahl habe, aber nicht unbedingt in Gras ersticke, bis nächstes Jahr im Oktober schon wieder geerntet wird. Andere haben da andere Prioritäten. Aber es ist bei mir vor 2024 auch kaum vorgekommen, dass Blüten schon Anfang Oktober verschimmelt sind (ist auch eine Frage der Genetik)!

Viele fragen sich in einer guerilla Situation, was an zusätzlicher Qualität überhaupt noch erwartbar ist, wenn die Sonne sich zunehmend hinter Bäumen versteckt, Hochnebel und Regenwolken den Himmel verdunkeln und die Nachttemperaturen auf den Gefrierpunkt zusteuern. Dabei gibt es folgende Gesetzmäßigkeiten:

  1. Hanf liebt die Sonne und wächst, solange er viel davon aufnehmen kann. Das gilt auch für die Größe der Blüten. Wenn Blattmasse fehlt, die ja Kohlenstoff zur Zellbildung assimiliert, oder die zwar zahlreichen Blätter kaum noch die Sonne sehen, stagniert das Wachstum. Eine photo registriert die kurzen Tage und bereitet sich allmählich auf’s Sterben vor. Wenn es nicht dauernass und nur noch eiskalt ist, und ein Minimum an Licht vorherrscht, versucht sie, die Samen zur Reife zu bringen. Unbefruchtet reifen die vorhandenen Blüten noch aus (z.B. für’s Aroma interessant), solange es geht. Dieser Prozess kann aber mitten im Herbst ziemlich schleppend sein. Bei richtig Sonne entsteht noch mehr Harz.

  2. Dauerregen kann die Qualität wieder verschlechtern; nicht nur durch Schimmelrisiko, sondern auch durch Abschwächung der Potenz. Der erste leichte Nachtfrost bedeutet zwar oft noch nicht direkt das Ende, aber der Countdown zum Saisonende startet, weil daraufhin manchmal viele Blätter abgeworfen werden. Wenn dann nicht schnell gutes Wetter folgt (z.B. eine Woche lang), können wir auch nicht mehr auf einen Zugewinn an Qualität hoffen. Eine gute Genetik mit langer Blühzeit hält eigentlich durch, bis es winterlich wird.

  3. Hasardeure mit mittelspäten, reinen tropischen Sativas wie z.B. Maui Waui oder Panama müssen in einem normalen Jahr noch zwei bis drei Wochen Geduld haben. Etwa der 25. Oktober ist oftmals wirklich das Ende der Saison, zumindest hier im relativ milden Tiefland, und die Qualität der etwas späteren Sorte wird dann wohl bei 70- 80% liegen. In einem besonders guten Jahr mit trockenem, sonnigem Herbst wie 2022 ist hier auch der halbe November noch nutzbar und bringt die volle Qualität, aber frühe/normale Sorten, die in jedem Jahr bis Anfang/Mitte Oktober mehr oder weniger reif werden, sollten wir zur Sicherheit immer mit im Programm haben. Vielleicht kann man in Weinbaulagen, also in Baden z.B., meist länger als bis Ende Oktober anbauen, wohingegen an der Küste oder im Alpenraum schon jetzt Ende der Fahnenstange ist.
    Diese Daten der langjährigen Mittel als Faustregel sollten wir im Hinterkopf haben, während wir den Zustand der Pflanzen checken und die Wetterprognosen täglich im Auge behalten.

In dieser spannenden Zeit müssen wir öfters nach unseren Ladys sehen (hoffentlich nicht vorrangig zur Schimmeleindämmung). Unsere Entscheidung über den Erntezeitpunkt, bei der ein weiteres Mal auch unsere Risikofreudigkeit eine Rolle spielt, bestimmt darüber, was für eine Art Kraut wir am Ende zum Rauchen haben. Gut, ganz mies sollte die Qualität sowieso nicht werden, weil es sonst entweder der falsche strain war, oder die tägliche Lichtmenge am spot mittlerweile lächerlich gering ist. Aber einen gewissen Unterschied macht es immer, ob wir zwei Wochen früher oder später ernten!

In der Nordhälfte Deutschlands herrscht dieser Tage recht gutes Wetter. Wessen Pflanzen schon echt gut aussehen, der kann sich hier jetzt auf die Ernte vorbereiten. Clevererweise warten wir hier den Sonnensegen noch ein bisschen ab, und ernten dann vor der nächsten Regenperiode.
Wer noch nicht ganz so reife Pflanzen hat, oder im nicht so besonnten Teil Deutschlands wohnt, muss noch etwas Geduld haben. Eine Teilernte ist möglich, falls der Hauptteil an der Pflanze später verdirbt bzw. dessen Qualität schlechtwetterbedingt in den Keller geht, aber grundsätzlich würde ich zunächst mal nach einem Lichtstreifen am Horizont suchen. Wenn eine Woche später ein Sonnentag nach dem anderen zu erwarten sei (dazu sollte man Prognosen unterschiedlicher Quellen vergleichen), lohnt es sich vielleicht, bis dahin abzuwarten.
Bei mir ist etwa die Hälfte der an guerilla spots verbliebenen Pflanzen langsam fertig. Der Rest folgt wahrscheinlich in zwei Wochen. Leider müssen ab Mitte Oktober oft zwei, drei schöne Tage reichen, um die Blüten nochmal etwas stärker, angenehmer zu rauchen und leckerer zu machen, aber auch so eine kurze Phase bedeutet schon eine Steigerung der Qualität.


(dieses Foto ist glaub ich eine Woche alt- die lasse ich natürlich noch stehen)

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Was für ein ausführlicher und schöner Bericht! Besten Dank!
Was so hängen geblieben ist:

kaum jemand hats schwerer und mehr Arbeit als Guerillia-grower - drücke beide Däumchen für n bissl goldenen Herbst und gute Ernte!

Falls 5% Esoterikveranlagung - am 17.10. ist Vollmond, und da geerntete ‚Heilkräuter‘ sollen potenter sein!.. und es gibt vllt tolle Bilder/einen grandiosen Abschlussbericht beim Erntefinale?! :smiley:

Wo einer meinte er legt da am Weg zum growspot zerknülltes Klopapier aus, da hats mich vor Lachen fast vom Stuhl gehauen! Was meint ihr - hinter wievielen Hecken an kleinen Autobahnraststätten stehen wohl Miniplantagen? Wird wer nachgucken?? :smiley: :joy:
Also das is imho ne wahnsinnig dumme Idee. Ich bin einer von Jenen, die viel ‚in der Natur‘ spazieren gehen und ihre Gegend und die Pappenheimer dort kennen.
Glaube es gilt vor allem keine Interventionstrigger auszulösen, und der größte für mich wäre „Wer zum Fick müllt hier meine Natur zu!?!“ :wink:
Ein anderer ist (gerade für alte Menschen/Frauen ist - geht da eine Gefahr von aus (von dem ‚fremden Menschen‘)? >>also ungewöhnliche Begegnungen sollten wirklich am besten immer so ausgehen, das man den Menschen in die Augen guckt und freundlich grüßt.
Ansonsten ist die zweitgrößte Gefahr vrmtl wirklich ein Jäger mit zuviel Langeweile… und die größte Gefahr wird wohl überhaupt erst durch diesen Bericht beschworen >>junge Kiffer, die stundenlang durch abgelegene Natur stapfen auf der Suche nach einem guten growspot! :joy: Wären vrmtl auch die einzigen Menschen, welche dann wirklich auch die Ernte gefährden :wink: :sweat_smile:

Eine Frage hätte ich noch an dich @DoctorGreenthumb - glaub bin auch Team ‚lieber 80% wegwerfen aber den Rest dafür richtig reif/gut‘ (und würde auch keine Chemie an meine Pflanzen packen wollen (also fungizide oder so)) >> Welche Erfahrungswerte hast Du da? Also… ich dachte bisher, Schimmel tritt meist zuerst an den dicken oberen Mainbuds auf (welche gleichzeitig aber meist auch reifer sind als die Sachen weiter unten?!), ich würde es wohl eh erst merken bei komisch verfärbten Zuckerblättern, und sobald ich sowas entdecke, sollte ich Notschlachtung einleiten.
Schneidest Du (einigermaßen gute Wetterprognose vorausgesetzt) Schimmel raus und riskierst noch mal 2-3 Wochen? Ist sowas schon mal gut gegangen?

Besten Dank!

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Naja, ich fand meine letzten Beiträge nicht mehr so eingängig und gehaltvoll wie die ersten. Auf jeden Fall hast Du ein paar gute Anmerkungen gemacht. Normal und unauffällig sollten wir uns verhalten und sollte die Umgebung vom spot aussehen. Und der Müll bleibt nicht liegen. Ich habe gestern einen spot abgeerntet und von allen Resten geräumt.

Ja, für mich schon. Mindestens 50% Verlust aktuell bei der „wasserscheuen“ Moroccan Beldia, aber höherer Reifegrad.
Früher die teils schimmeligen Maui Wauis hatte ich gut zwei Wochen nicht gesehen und dann geerntet, bevor es komplett zu spät war. Da gab’s an die 70% Verlust. Bei regelmäßiger Kontrolle wäre die Bilanz besser ausgefallen, zumal zwei Pflanzen in der Zwischenzeit umgekippt waren und dann bodennah in den Wildkräutern besonders gefährdet waren. Mit solch einer späten Sorte geht man ja sowieso viel Risiko ein (ich hatte natürlich parallel andernorts schnellere Pflanzen), und sie waren auch nicht komplett ausgereift. War aber ok.
Ich habe sonst eigentlich keine nennenswerten Erfahrungen, was Schimmel an photos betrifft. Das war eine undankbare Saison; sowas kommt vor. In einem Jahr ernten wir vieles unreif, in einem Jahr gibt’s 50% Verlust, im nächsten Jahr wissen wir gar nicht wohin mit all den beladenen Zweigen der dicken photos: an der Außenluft kann man im Oktober ja nicht so gut trocknen.
Wir müssen die Buds ein wenig biegen, um einen Blick dazwischen werfen zu können; das meiste vom Schimmel liegt ja oft innen und droht so, über den Befall des Stengels alles in Richtung Triebspitze wachsende ebenfalls zu verderben. Wenn wir vorgewarnt sind wie wir seit dem Hochsommer, gucken wir dickere buds wie auch den headbud prophylaktisch regelmäßig durch und können die verdorbenen Stellen entfernen, bevor sie sich vergrößern.

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Gestern hat alles geklappt. Ich habe abends das Auto an einem Parkplatz ca. 500m vom spot entfernt geparkt, und hatte das wichtigste in den Beintaschen bzw. in einem eher kleinen daypack: Handschuhe, eine Gartenschere und Behälter. Und zwar hatte ich darin zwei stabile Plastiksäcke und eine blaue Ikeatasche zusammengefaltet, außerdem eine Rolle Kreppband und noch eine dunkle Stofftasche für den Abtransport von Restmaterial.
Am spot lagen noch selbstgebastelte Schneckenkragen aus Blumentöpfen (eine lebensrettende Sofortmaßnahme vom Mai), außerdem die gekauften Schneckenkragen mussten da weg, und der Bindedraht entfernt werden. Die Pflanzenstengel habe ich alle gekappt und weggelegt, damit keiner anfängt nachzudenken, wenn er später die Stelle erblickt, obgleich ich den spot wahrscheinlich aufgeben werde… Es ist ein weiter Weg durch die Brombeeren und der Spazierweg in der Nähe ist mir zu beliebt: wie oft soll es Leute wundern, was man wohl in den Dornen verloren hatte? Ein alternativer Zuweg wäre vielleicht noch eine Möglichkeit, den recht sonnigen spot zu retten, aber da habe ich nichts praktikables gefunden. Auf jeden Fall wollte ich nicht nur meinen Kram wieder mitnehmen, sondern auch keinen Denkanreiz liefern, dass die Gegend von Guerillagrowern aufgesucht werden könnte. Sonst wird womöglich an einem meiner zukünftigen spots genauer hingeguckt.

Es wurde langsam dunkel, ich war spät dran, und etwas zu dünn angezogen für die Temperatur. Eigentlich wollte ich beim Ernten alle schimmeligen Stellen herausschneiden, bevor ich die Äste in den Sack lege, aber das war schnell kaum noch möglich im Halbdunkel. Genauso wie die fotografische Dokumentation… So ein Plastiksack ist etwa 35 cm breit und passt damit noch ganz gut in die Ikeatasche, wenn er nicht in voller Länge gefüllt ist. Die größeren Äste von 70, 80 cm musste ich aber zerteilen. Wenn bei schimmeligen buds z.B. die Spitze noch ok war, blieben einzelne Blütenreste, die ich so mit in den Sack gepackt habe. Zwischendurch hörte ich Hundegebell, wodurch sich letztes Mal Passanten angekündigt hatten, auch Stimmen ganz in der Nähe meinte ich zwischendurch zu hören. Das über Jahrzehnte der Prohibition gequälte Kiffergehirn malt sich natürlich sofort aus, wie irgendwelche perfiden Bullen den grow längst ausgespäht haben und einen erst am Ende, mitsamt der Ernte, erwischen wollen. Und es gibt nur den einen Weg 'raus vom spot, vor allem im Dunkeln.


Unter anderem durch solche Tunnel im Entengang oder auf allen vieren, mit den Sachen und mit wenig Restlicht, das ist schon schwer genug. Spontan einen neuen Weg 'raus zu nehmen: im Grunde unmöglich.
Es ist zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber eine Restmöglichkeit, beim 'Rausgehen hochgenommen zu werden, schien vorhanden zu sein. Das Zerteilen der 2m80 hohen Sativa zog sich hin und ich musste eigentlich mal pinkeln. Das verschob ich aber auf später, wenn ich sicher sein würde, dass draußen die Luft 'rein ist.
Den oben zurammengerollten und mit Tape zugeklebten Plastiksack mit der Ernte (alter, gesäuberter Futtersack) legte ich an den Stellen, wo ich unter den Dornen durchschlüpfen musste, obendrauf und nahm ihn an der anderen Seite wieder an mich, bevor er in einem engen Durchschlupf noch gequetscht oder beschädigt wird. Dann ließ ich ihn im Waldstück, in dem sich der Ausgang meines Pfads befindet liegen und ging, völlig ohne Cannabis am Mann, zunächst nachsehen, ob ich alleine bin. Zum Glück ja- die wenigsten gehen im Dunkeln nochmal mit dem Hund durch den Wald, und Polizei kam natürlich auch keine. Also den transparenten Sack mit der Ernte geholt, die Ikeatasche entfaltet und den daypack und die Tüte mit den Schneckenkragen ebenfalls drin verstaut. Schnellen Schrittes ging es durch den Wald bis zur Straße (Anliegerverkehr), wo ich die Tasche eigentlich deponieren wollte, bis ich sie mit dem Auto holen komme. Stattdessen ging ich dann doch im Laufschritt, ohne gepinkelt zu haben, auf der kleinen Straße bis zum Parkplatz. Nach all den Jahren ist so was doch noch aufregend, aber wie immer siegt die Dreistigkeit.
Zuhause im Heizungskeller hatte ich schon einen Draht gespannt mit einigen kurzen Bindedrähten zum Aufhängen größerer Zweige. Ich habe aber kaum die Hälfte davon wirklich genutzt- die kurzen Seitentriebe können ja auch als Widerlager beim Aufhängen auf der Leine dienen, wenn der Zweig kopfüber hängt. Allerdings fielen viele budreste beim weiteren Schimmel entfernen an, so dass neben den Zweigen auf der Leine 10- 20% der Ernte auf einem Tablett trocknen, und auch einige Samen lösten sich schon und kamen mit auf das Tablett.
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich wirklich extrahieren will- was jetzt von der Ernte übrig ist, reicht wahrscheinlich nur für ein paar Gramm Haschisch, zum Beispiel 2,5. Es gilt ja die Faustregel 10 Gramm Gras- Gewicht= 1 Gramm Hasch. Am Anfang standen fünf reguläre Pflanzen ziemlich sonnig und wuchsen kräftig, nach der Entfernung der Männchen fraßen die Schnecken von den drei Weibchen die Rinde ab, so dass nur eine überlebte (immerhin eigentlich die massigste der drei). Dann kam aber noch Schimmel dazu und machte nochmal bestimmt 50% zunichte. Vermutlich rauche ich das einfach komplett als Gras, falls mir die Qualität zusagt.
Der Geruch von Moroccan Beldia ist auf jeden Fall unaufdringlich. Das muss kein Zeichen von Qualitätsmangel sein und es ist auf jeden Fall auch besser für guerilla. Und wenn die Dürre wieder im Land Einzug hält, was nicht unwahrscheinlich ist, ist man mit der Sorte sowieso gut aufgestellt. Viele dutzend Samen warten auf ihren Einsatz.

Auf die Aufregung und Trimmarbeit gestern gönnte ich mir abschließend erstmal eine Blueberry- Tüte. Dann: keinen bock mehr, noch was zu posten! :ca_giggle_joint:

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Kleine Guerilla Bilanz 2024:

Als die Leda Uno im Mai so aussah, habe ich kaum noch an eine Ernte geglaubt:

Aber ein bisschen gewachsen ist sie schon noch!


Sie roch auch schon lecker, also ab in den Sack damit.

Durban hatte leider nicht so viel Sonne (mieser spot), aber immerhin kann ich schon mal probieren.


Nächstes Jahr dann ein neuer Versuch mit Durban Poison.

Da stand die große Indica noch stolz im Wald. Leider schlug nach einer Teilernte ein Welkepilz zu, dann war nicht mehr viel zum haupternten übrig.

mehr Sativa


und noch mehr



Bald ist alles trocken…

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Glückwunsch zur Ernte und Danke für diesen Mega Thread :ca_hempy:

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