Hi Forum
Ich habe gestern auch den Trocknungsprozess in einem „Fermbag“ gestartet. Weil neumodisches Zeug immer Voodoo ist bin ich da natürlich eh sehr aufgeregt.
Damit evtl. Erkenntnisse für alle zur Verfügung stehen hau ich das hier rein.
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Ich bin grade dabei meinen ersten Grow über die Ziellinie zu bringen. Da natürlich beim ersten Grow einiges schief geht - und hier bin ich keine Ausnahme- hatte ich folgende Situation:
Ich hatte 3x RQS Epsilon F1 Auto im Zelt. Da es am Anfang Startschwierigkeiten gab dachte ich dsss es zwei der drei Pflanzen nicht schaffen und habe noch schnell eine 4. Pflanze gepflanzt damit am Ende wenigstens zwei Pflanzen produktiv sind.
Natürlich sind die zwei fragwürdigen Pflanzen sogar sehr schön gekommen und mit der 4. Zusammen Wurde es dann im 60x120 zelt beinahe Eng.
Deshalb -abgesehen von „fickerig“ - brauchte ich Platz und hab meinen „primus“ jetzt geköpft am Samstag - genau am Tag der laut Datenblatt vorgegeben war (und laut Forum hätten die Auch noch etwas Zeit vertragen").
Den Samstag nach dem Köpfen hab ich sie in den Raum vor das Growzelt gehängt damit der Ablüfter aus dem Zelt den „Duft“ ansaugt und so im Haus nicht müffelt.
Da derzeit Dürre ist und in vielen Räumen (speziell mein Growroom) bei etwa 38% Feuchtigkeit liegt hab ich probiert mit dem großen Luftbefeuchter nachzuhelfen. Hat zum Ende hin dann gepasst und ich hatte etwa 50% RLF aber der befeuchter lief auf Maximum und im Zelt ist die Feuchtigkeit auf über 60% gestiegen.
Um die 3 anderen Pflanzen nicht zu gefärden hab ich es dann bleiben lassen und hab mich entschieden die „Fermbags“ auszuprobieren.
Ich hab das Set aus 3x 30cmx50cm Beuteln.
Also mein „primus“ hatte bereits eine Trocknung von 24h bei 22/23⁰ und 45-53%RLF. Danach hab ich die Pflanze geschnibbelt und die Blüten getrimmt.
Im Beutel sind dann etwa 160gr. Nasse Blüten gewandert. Da ich dem system nicht soweit traue habe ich zusätzlich noch ein großes 68gr. 2 Wege 58-62%RLF Salzpack gelegt.
Schnell ist das Hygrometer auf 90% geklettert.
Mein ersteindruck ist schlecht!
Mal abgesehen davon dass Blüten Nass trimmen „bäh“ ist sind die Buds in der Fermbag „zusammengebabbt“ als ich fertig war mut trimmen und alles im Beutel verstaut war - war eine große grüne Masse im Beutel.
Durch bewegen konnte ich die einzelnen Buds wieder trennen. Also das heißt auch noch nichts, aber naja.
Hier mal meine pluspunkte
- neues system
- angeblich schimmeelsicher
- trocknung auch ohne den guten Bedingungen
Und Negatives
- teuer! (Ca. 10€ für EINEN Beutel!)
- nass trimmen
- gepampe der Buds im Beutel
Mein Plan ist folgender:
Irgendwann wirds mal wieder regnen und dann sollte die Feuchte in der Bude wieder normal werden - dann kann ich Pflanze 2 + 3 vor dem Zelt trocknen. Gibt sich dann rechnerisch mit Pflanze 4 die Türklinke in die Hand, also wenn 2+3 zum Fermentieren gehen wird 4 geköpft.
Dann Zelt säubern und den zweiten Grow starten der bereits durchgeplant ist. Zumal die hohe Feuchtigkeit außerhalb dann egal ist weil Sämlings/Keimlingsphase ist die RLF eh hoch.
Wenn in 10 Tagen das Trocknen dann soweit durch ist wird in 10gr. Portionen in Groombacks aufgeteilt und weiter veredelt.
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Tag 2:
Heute Morgen vor der Arbeit hab ich noch mal nach dem Beutel geguckt.
Ich hatte „nur noch“ um die 80% RLF und die einzelnen Buds konnte ich in der Tüte separieren.
Ein Lichtblick
aber n komisches Bauchgefühl bleibt!
Jetzt, 9h später ist die RLF im Bag bei 70%. Die Buds in der Tüte kleben nicht mehr so sehr und lassen sich leichter wieder separieren.
Rein optisch auch schon etwas „trockener“
Tag 4
Jeweils 2x täglich die Ernte im Beutel „durchgeflufft“ dass der Kram nicht zur ner Grünen Masse zusammenklebt.
Heute Morgen hst das Hygrometer 50%! Angezeigt. Nachdem der Beutel etwas bewegt wurde hatte ich wieder sofort 62% RLF.
Das macht mit dem 2 Wege Luftfeuchtigkeitsbeutel sinn.
Da ich jetzt wohl im Regelbereich des Feuchtigkeitsregulierer bin hab ich den Beutel in einen Kühleren raum gepackt damit das trocknen langsamer geht.
Ich bleib gespannt!
Und ärgere mich dass ich nicht gewogen habe 
Jetzt aufgelegt auf ein Gitter vom Dörrautomat.
Buds kleben nicht mehr und es sieht jetzt schon aus wie es aussehen sollte.
Feuchtigkeit ist bei 67%.
Ich habe es jetzt in einen anderen Raum gebracht mit etwa 17⁰ Temperatur. Ich hoffe dass es jetzt langsamer trocknen kann.
Tag 7
Das Hygrometer zeigt unter 58% an. Nach kontrolle der Stidle würd ich sagen: Naja. N Tag geht wohl noch würde jetzt aber auch passen.
Da ich nicht wagen möchte dass die Feuchtigkeit unterschritten wird hab ich den Fermbag Schritt jetzt abgeschlossen.
Nach wiegen hab ich recht genau 40Gramm aus meiner ersten Pflanze bekommen.
Die Menge ist aufgeteilt und in zwei Terpbag / Groovebags aufgeteilt mit jeweils einem Hygrometer und sicherheitshalber einem kleinen Feuchtigkeitspack.
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Also ich hab sehr gemischte Gefühle mit dem Fermbag.
Eineeseits hat mit der Beutel geholfen langsamer zu trocknen als aufgehängt im Raum wo die Growbox steht.
Andererseits fehlt ne Menge vertrauen weil wenn was schief geht ist gleich ne ganze Menge für die Tonne.
Da es zwischenzeitlich mal geregnet hat sind die Luftfeuchtewerte endlich wieder etwas höher so dass ich Pflanze 2 und 3 „normal“ an der Luft trocknen kann.
Meine Pflanze 4 werd ich evtl. Wieder im Fermbag trocknen. Evtl. Dann auch ohne Feuchtigkeitspack, also "wie vorgesehen.
Beim 2. Grow bin ich vlt. Etwas „Mutiger“ aber ohne Vorrat zu Hause muss erstmal die Selbstversorgung sichergestellt werden.
Fazit: der Beutel funktioniert und ich hab tatsächlich kein Schimmel. Aber vertrauen tu ich dem Nicht.
Die nassen Buds haben sich in der Trocknungsphase böse zusammengepappt und sehen nicht so schön Fluffig aus. Auch hier mein Fehler - hätte den Beutel gleich auf ein Gitter legen sollen dass sich die Buds nicht gegenseitig zerquetschen.